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"Bodensee-Mord" von 1969 RSS

883 Beiträge, Schlüsselwörter: 1969, Erdrosseln, Ertränken, Aktenzeichen Xy - Ungelöst, Insel Reichenau, Zürich, Lindau, Frisör, Selbitz, Konstanz, Bodensee, Verletzung Am Geschlechtsteil

zur Rubrik (Kriminalfälle)AntwortenBeobachten6 BilderSuchenInfos

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 20:53



Am einfachsten wäre wohl mal eine interessierte Mail an die Polizei und den Sender.
Die werden aber sicher keine grosse Auskunft geben.

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 20:53

@lesmona
ok ich denke auch eher, es könnte in die richtung sm gehen...und vielleicht war es ein unfall...

bei einer politischen folter (keine ahnung warum) kann ich mir diese art der folterung nicht vorstellen..

eine bestrafung wegen kindesmißbrauch wäre denkbar,bei der verletzung...

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 20:59

@Bernard
Bernard schrieb:
Außerdem haben wir noch "M11" (ist doch ein italienischer Panzerkampfwagen).
-----------
ich hab den nick zwar nicht aus diesem grund...aber wenn es euch beruhigt...ich habe hier schon einige mordfälle reingestellt,,und lebe noch...

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:01

@M11
eine Reise von a nach b , dann nach c und d wegen sexueller Vorlieben?
Ich weiss nicht....gut, vielleicht gab es da diverse private Clubs, aber dann wäre er doch öfter weg gewesen.
laut seiner Frau war er davor ein Mal in Zürich.

Aber du hast recht, diese Art der Verletzung ist sehr eigenartig.
Eigenartig ist aber auch, dass er wohl seine Kleidung extra so auffällig aussuchte, denn am letzten Tag war er sich dessen bewusst.

Jemand der was unerlaubtes tut macht auch noch auf die Art auf sich aufmerksam?

Irgendwas passt an der Sache nicht.

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:02

Kellner, Künstler, Frisöre - alles Berufsgruppen mit einem überproportional höheren Anteil an homosexuellen Männern. Klar - nicht jeder "outet" sich beim Schnippeln. Habe auch ganz bewußt nicht mehr in diese Richtung weiter diskutiert. Wenn dem so gewesen sein sollte, dürfte sich das im Rahmen weiterer Ermittlungen und daraus resultierender Erkenntnisse unseren Fall betreffend auch untermauern lassen. Ohne nun das Schamgefühl z.B. von Ehefrau oder Nachkommen unnötigerweise zu strapazieren.
Verletzungen am Geschlechtsteil können vielerlei "Hintergründe" haben. Von einem "gewollten Zufügen" (möglicherweise läuft sowas dann auch mal "aus dem Ruder") bis hin zu ritualisierenden Handlungen (Bestrafung, Trophäensammlung). Nur - da müßten wir mehr über die Art der Verletzungen wissen...

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:08

@lesmona
das mit der kleidung müßte man genauer wissen...die fliege ,die anscheinend zu dieser zeit,wohl auch nicht mehr aktuell war...trug er laut bericht immer...man müßte wissen ob er die schuhe auch vor seiner reise oft trug...

das er die fliege am tage seines todes nicht trug...finde ich seltsam...

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:21

Immerhin ist er ja wohl durchgängig bei all seinen Aufenthalten jeweils morgens sehr zeitig aus der Unterkunft weg und erst am späten Nachmittag oder Abend wieder zurückgekehrt. Und außer dem einen (Zu)Fall, wo er die Familie aus seinem Wohnort in Lindau an der Uferpromenade getroffen hat, ist auch nie bekannt gewesen, wo er sich die ganze Zeit aufgehalten hat.
Besonders gruselig fand ich übrigens im Film die Szene, wo er nach dem Empfang des ominösen Briefes durch den Nachtportier mit dem Fahrstuhl ab nach oben gesaust ist. So eine typische Dramaturgie von Kurt Grimm eben.
Der Schauspieler, welcher Josef L. gespielt hat, ist auch in dem TV-Film "Der Führerschein" (1978) mit Witta Pohl und Klaus Herm kurz in einer Statistenrolle als Fahrprüfer zu sehen. Der Gerichtsmediziner als Nebendarsteller in dem Streifen "Die Konsequenz" (1977, Regie: Wolfgang Petersen) mit Jürgen Prochnow in der Hauptrolle.

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:27

@Bernard
Aber bedenke, gerade damals waren männliche Frisöre keine Ausnahme.
Als Mann sich die Haare von einer Frau scheiden lassen, undenkbar.

Da waren auch noch die Kabinen durch Vorhänge voneinander getrennt.

Aber egal, eine etwaige Homosexualität muss man natürlich einplanen.
Die Reisen passen aber meines Erachtens nicht dazu.

Die Ehefrau erzählte doch auch, dass das Enkelkind bei ihnen war, also gehe ich davon aus dass er Gründe hatte, am späten Abend aufzuspringen.

@M11

M11 schrieb:
das er die fliege am tage seines todes nicht trug...finde ich seltsam...

DA wollte er wohl in der Masse untertauchen, damit schliesse ich aus, dass er freiwillig zu seinem Mörder ging, ich gehe davon aus, dass er da einfach nur verschwinden wollte, möglichst ohne Verfolger, was natürlich im Umkehrschluss bedeuten kann, dass sein Benehmen dafür absichtlich Aufsehen erregen sollte.

Vielleicht wollte/sollte er bestimmte Personen "beschäftigen" damit anderen ihre Arbeit machen können.

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:29

Bernard schrieb:
Besonders gruselig fand ich übrigens im Film die Szene, wo er nach dem Empfang des ominösen Briefes durch den Nachtportier mit dem Fahrstuhl ab nach oben gesaust ist. So eine typische Dramaturgie von Kurt Grimm eben.

Ich fand das ganze Aktenzeichen xy gruselig, ich konnte danach im Bett vor lauter Angst nicht einschlafen.

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:43

@lesmona
Das kenn´ ich aus der Kleinstadt in Schleswig-Holstein, wo ich aufgewachsen bin, auch noch so. Allerdings auch schon die Unterscheidung in Damen- und Herren-Salon. Auf dem Land gab´s keine Vorhänge; mag in der Stadt so gewesen sein.
Sicherlich muß man an homosexuelle Lebensweise denken; mag sich ja noch herausstellen. Nur davon ausgehen möchte ich eigentlich nicht.
"Das Enkelkind" führt heute -möglicherweise- den Laden. ;-)
Ist in der "youtube"-Fassung des Filmfalles eigentlich der volle Name zu erfahren? Ich habe hier das originale ZDF-Band, da ist er natürlich drauf.

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:43

Yo, interessante Ideen bis jetzt, will ich mal sagen :)

Ich würde gerne wissen, was für Verletzungen er am Geschlechtsteil hatte...Schnitt-, Schlag-, oder vielleicht sogar Bissverletzungen?
Ich würde eine Folter nicht ausschließen, erscheint mir sogar nicht unwahrscheinlich. Wenn er homosexuell war, kann es dann nicht sein, dass er diese Verletzungen genau deswegen bekommen hat? Eben als "Strafe" dafür? Vielleicht sogar von irgendwelchen Agententypen? Konnte der Brief vielleicht sowas wie eine Erpressung gewesen sein, so nach dem Motto "Tu dies und das für uns, sonst weiß deine Familie, dass du schwul bist"?
Vielleicht ist er die ganze Zeit auch deswegen rumgereist und immer in anderen Hotels und Pensionen abgestiegen, weil er irgendwelche Dinge für seine "Arbeitgeber" erledigen musste. Beim letzten mal hat er es nicht sauber erledigt und ist deswegen nochmal zu dem Hotel oder Ort oder was das war zurückgekommen um es so gut es ging hinzubiegen, was aber nicht ausreichte. Weil er schwul und deswegen nicht normal war haben die Handlanger ihn als erst so verstümmelt und dann "aus dem Weg geräumt".

Ist vielleicht etwas weit hergeholt aber im Bereich des möglichen ;)

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 21:46

@Bernard
Bernard schrieb:
Ist in der "youtube"-Fassung des Filmfalles eigentlich der volle Name zu erfahren? Ich habe hier das originale ZDF-Band, da ist er natürlich drauf

ja, dort wird er genannt.

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:01

"XY" war ganz bewußt perfekt organisiert, gruselig und originell inszeniert in der Zeit von Kurt Grimm als Regisseur. Das fing beim Sendeplatz am Freitag um 20.15 Uhr an. Da konnten die Zuschauer am Wochenende ausgiebig im Verwandten- und Bekanntenkreis über die Fälle sprechen und am Montag in der Arbeit dann nochmal. Mysteriöse und grausame Verbrechen hatten genauso wie originelle Opfernamen (denke da an den Fall eines Ermordeten mit Nachnamen "Bibel") gute Chancen, als Filmfall auf dem Bildschirm zu erscheinen. Auch darüber sollten die Leute reden...
Mir ist es ja auch so gegangen, als ich mit 14 Jahren den Fall L. in der damaligen "Hauptsendung" gesehen habe. Und ihn in all den Jahren nicht vergessen habe; neben der Fahrstuhlszene auch die, mit der Begegnung seiner Nachbarn auf der Uferpromenade. War für mich als "Kind vom Land" doch undenkbar den Nachbarn nicht zu grüßen! "Aktenzeichen" (weil es der Polizei geholfen hat), "Ein Platz für Tiere" mit dem Professor Grzimek ("Meine lieben Tierfreunde; heute habe ich ihnen ein Äffchen mitgebracht...") und das "Spiel ohne Grenzen" (weil -im weitesten Sinne- sportlich) waren damals die einzigen Sendungen, welche ich unter der Woche nach 20.00 Uhr sehen durfte. Insbesondere die letzte war immer etwas kritisch - lief mitten in der Woche, fing erst um 21.00 Uhr an - und hat oft überzogen. ;-)
Als ich in den neunziger Jahren kurzzeitig Zugang zum "XY-Archiv" hatte, haben wir nächtelang uns die alten Filmfälle "reingezogen". Und es war wirklich wie eine Reise in die Jugend - so hatte ich die Sendung verinnerlicht und konnte mich dementsprechend auch an viele Details erinnern...
Der grausamste Fall nach meinem Dafürhalten war übrigens der eines Zoohändlers, dem bei lebendigem Leibe der Daumen mit einer Gartenschere abgeschnitten wurde, um einen Ring zu rauben. Und das Opfer wurde vom Täter hinterher noch mit den Worten verhöhnt: "Kannst ihn dir ja wieder anpappen...!"

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:04

@AngRa
AngRa schrieb:
Es ist absolut merkwürdig, dass die Ehefrau keine genaueren Angaben dazu machen konnte, dass ihr Ehemann einfach in die Schweiz gereist ist. Sie muss mehr darüber gewusst haben. Dieser Ausbruch aus dem häuslichen Umfeld kann sehr wohl in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung und einer sexuellen Neigung stehen. Der Ehefrau war dies möglicherweise bekannt und sie hat aus Scham geschwiegen.

Die Aussage der Ehefrau dürfte wesentliche Punkte nicht berührt haben. Eventuell hat man da auch bei der Vernehmung falsche Rücksichten genommen.

Wenn der Mann am 3. August verschwindet, dann kann es doch unter "normalen" Umständen gar nicht sein, daß die Frau (oder die Familie) bis Mitte September keine Vermißtenanzeige erstattet.
Der erwähnte Betriebsurlaub hätte ja nur bis etwa 24. August gedauert. Von den seltsamen Umständen der plötzlichen Abreise ganz zu schweigen.

Es wäre für mich vorstellbar, daß eine psychische Erkrankung oder Auffälligkeiten in dieser Richtung von der Ehefrau eher erwähnt worden wären als bestimmte sexuelle "Abweichungen".

Eventuell hat Josef L. bei der Reise im Frühjahr jemanden kennengelernt, den er dann im August rund um den Bodensee gesucht hat?
Es gelang ihm möglicherweise erst nach einiger Zeit, diese Person ausfindig zu machen. Von dieser Person erhielt er dann auch den ominösen Brief.

Und was soll der seltsame Hinweis auf einen möglichen Besuch bei einem Hautarzt?
Wenn man es als Anspielung auf eine akut vorliegende Geschlechtskrankheit ansieht, dann käme vielleicht eine Gonorrhoe infrage (Quelle: Wikipedia):

Beim Mann kommt es zur Harnröhrenentzündung (Urethritis) mit Juckreiz, eitrigem Ausfluss (vor allem morgens: so genannter „Bonjourtropfen“) und Schmerzen beim Wasserlassen (Algurie). Vor Einführung von Antibiotika hielten die Symptome der Urethritis etwa acht Wochen an.

Ich will nicht unbedingt sagen, daß der Mann da selber in diesem Zusammenhang Manipulationen vorgenommen hat, halte es aber für denkbar.

Allerdings dürfte er von fremder Hand stranguliert worden sein (auch da wäre immerhin ein anderes Szenario denkbar). Möglicherweise wurde er dann - lediglich bewußtlos - in eine Badewanne gelegt, um ihn zu säubern. Dabei ist er dann ertrunken.

Die Beseitigung der Leiche dürfte jedenfalls nicht von einer einzelnen Frau vorgenommen worden sein.

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:14

@ugur
Schön, das Du zu uns gestoßen bist. Ich grüße Dich!
Interessante These mit der "Erpressung". Aber dann muß es ja wirklich um was gegangen sein.
Die Art der Verletzungen würde mich auch brennend interessieren. Da könnten Profiler oder Medizinmänner/frauen sicher allerhand "herauslesen".
ugur schrieb:
Weil er schwul und deswegen nicht normal war...
...mag früher mal seine Berechtigung gehabt haben. Habe immer in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis homosexuelle Paare und auch Einzelpersonen gekannt - nur in einem Falle konnte ich eine "Abnormalität" feststellen. Aber deswegen war der auch beim Psychodoktor in Behandlung. Ein nächtlicher Bummel (natürlich in "fachkundiger" Begleitung) durch die Lokalitäten der Münchner "Szene" hat jedenfalls für mich einen größeren "Unterhaltungswert" als manch anderes "Event" bei den "Heteros" (zu denen ich auch zähle!)

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:28

Und auch das "Badesalz" nimmt hier Stellung. Schön ist das und "Guten Abend".
„Bonjourtropfen“ - habe ich auch noch nie gehört... - köstlich!
Die Möglichkeit der (gewollten) "Selbstbeschädigung" -sei es durch eigene oder fremde Hand- und einem daraus resultierenden "Unfall" mit Todesfolge tauchte hier ja auch schon auf. Interessant der Gedanke, daß sowas auch beim Säubern in einer Badewanne unbeabsichtigt "passieren" kann (durch Ohnmacht).
Daß er jemanden bei seinen vorangegangenen Reisen (meine mich nämlich zu entsinnen, daß die Frühjahrsreise an Pfingsten nicht die einzige gewesen ist) kennen gelernt hat und man sich nun wiedertreffen wollte, ist auch sehr gut möglich. Aber dann so lange "rund um den Bodensee", hinüber und herüber, kreuz und quer bis man sich findet...? Handy gab´s noch nicht, gleichwohl doch öffentliche Fernsprecher. Da brauchte -eigentlich- nicht geschrieben werden. Den Brief hat L. ja nicht im Beisein des Hotelportiers geöffnet, sondern erst später. Vielleicht war da Geld drin...?

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:39

...wenn er von dieser Person keine Adresse hatte, sondern nur (beispielsweise) die Angabe "ich arbeite in der Sommersaison als xy am Bodensee", dann hätte die Suche schon einige Zeit dauern können.

Einwand: Wenn er sich immer wieder nach einer Person erkundigt oder bestimmte Orte (jenseits der Reichenau) aufgesucht hätte, dann hätten sich wahrscheinlich Zeugen gefunden.

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Bernard
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:54

@Badesalz
Spätsendung "Zuschauerreaktionen" vom 17. April 1970: "...Dann klingelte das Telefon und Werner Vetterli aus Zürich vermeldete einen Anrufer-Ansturm -gerade auch in Sachen Josef L.- von mehreren Dutzend Telefonaten, der betagte Oberleutnant sei in dieser Angelegenheit momentan in einem "heißen Telefon" mit Schaffhausen..."
Hauptsendung 22. Mai 1970; Rückblick auf die Ergebnisse der letzten Sendung: "..."Im Fall L. gibt es bemerkenswerte Hinweise und Spuren, die sehr genau weiter verfolgt werden und wir hoffen, ihnen vielleicht schon in der nächsten Sendung diesen Fall als gelöst bekanntgeben zu können." Originalton Werner Vetterli.
Danach das große Schweigen im Walde.

Sachdienliche Hinweise hat es demzufolge jede Menge gegeben. Der Vetterli stellt sich doch nicht vor die Kamera hin und den Fall als beinahe geklärt dar, wenn es nicht hieb- und stichfeste Fahndungs- und Ermittlungsergebnisse innerhalb der letzten vier Wochen gegeben hätte!

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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 22:54

Schönen guten Abend an alle,

ich bin heute durch Zufall auf diese Seite gestossen, weil ich momemtan für das Thema "Hinterkaífeck" entflammt bin und nun lese ich hier von diesem Fall, den ích dank AZ XY kenne.

Ich hoffe, es ist für einen Neuzugang nicht zu unverschämt, gleich was zum Thema beizusteuern, aber

...der Fall wurde, zumindest von den Schweizer Behörden, bereits abgeschlossen und alle Akten die darüber existierten vernichtet, weil Mord lt. Schweizer Strafrecht nach 30 Jahren verjährt (so lautet zumindest die offizielle Erklärung auf diesbezügliche Nachfragen). Das mit der Verjährung stimmt.

...der Fall wurde auch von den deutschen Behörden abgeschlossen. Wann, weiß ich nicht, kann aber mit den Schweizer Behörden konform gegangen sein.

AZ XY ist sicher die Sendung, die ev. "peinliche" oder "verfängliche" Lebensumstände, Eigenheiten etc. der Opfer gerne verschwieg, um diese im Nachhinein nicht schlecht dastehen zu lassen ("über Tote redet man nicht schlecht"), was bei den Verfilmungen der Fälle oftmals dazu führen konnte, dass wichtige Details (ev. für die Aufklärung der Tat relevant) nicht erwähnt wurden.

Noch ein Detail: die Tat geschah 1967/1968/1969 - zur oft erwähnten Theorie, das Opfer hatte ev. einen homosexuellen Hintergrund - damals galt Homosexualität lt. dt. Strafrecht noch als strafbares Delikt, oder wurde kurz zuvor geändert auf strafbar nur bei Prostitution oder mit Minderjährigen. Demzufolge leuchtet mir ein, dass dieser Umstand sowohl vom Opfer als auch von dessen Ehefrau wohl unter allen Umständen niemanden (auch der Polizei) ggü. erwähnt wurde, weniger aus Scham, denn aus Angst vor Strafe. Das saß sicher noch tief in den Köpfen der Menschen, vor allem auf dem Land.

Eine eigene Meinung habe ich zum Detail, dass L. eine ihm bekannte Familie nicht gegrüßt hat - kann ich gut verstehen. Wenn ich irgendwo in geheimer Mission unterwegs bin, bin ich ganz sicher nicht neugierig drauf, dass mich ev. neugierige Menschen mit neugierigen Fragen nerven:))) Da gehe ich auczh wortlos meiner Wege.

Nix für ungut meine Besserwisserei, aber ich mag den Fall:)))

Gruß
Lilly

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lesmona
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"Bodensee-Mord" von 1969

21.11.2009 um 23:14

Hallo Lilly,
schön dass du mitschreibst, du lieferst da interessante Denkanstöße.

LG Lesmona



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