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Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 14.06.2012 um 11:52
Noch ein alter Fall, der in nächster Zeit interessant werden könnte:
Fall Susanne Lucan
Spurensuche nach acht Jahren
VON STEFANI GEILHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 14.06.2012 - 02:30
Düsseldorf (RP). Am 20. November 2004 wurde Susanne Lucan in Bilk erschlagen. Am Dienstag durchkämmten mehr als 40 Polizisten auf der Suche nach der Tatwaffe das Unterholz an der Autobahn 52 bei Essen. Vorerst gebe es kein verwertbartes Ergebnis, hieß es. Eine Mordanklage ist dennoch nicht ausgeschlossen.
40 Polizeibeamte suchen nahe der A52 bei Essen-Kettwig nach der Tatwaffe, mit der Susanne Lucan vor acht Jahren ermordet wurde. Foto: Andreas Bretz
Eine derartige Suchaktion hat es in der Geschichte der Düsseldorfer Polizei noch nicht gegeben: Siebeneinhalb Jahre nach dem Verbrechen an der damals 27-jährigen Sekretärin Susanne Lucan kämpften sich Bereitschaftspolizisten durch das Dickicht an den abschüssigen Böschungen der A 52 in der Nähe der Abfahrt Essen-Kettwig. Siebeneinhalb Jahre nach der Tat hofft Staatsanwalt Christoph Kumpa auf eine heiße Spur.
Es sei nur eine ganz kleine Hoffnung, sagte Kumpa der Mutter der Getöteten. Inge Meuter wollte unbedingt dabei sein, wenn das so wichtige Beweisstück gefunden würde. "Ich muss doch irgendetwas tun", sagt sie, "das bin ich meiner Tochter schuldig". Hin- und hergerissen ist sie, denn sie weiß genau, dass die Polizei nicht nach Beweisen gegen einen Unbekannten sucht. Sondern dass Kumpas kleine Hoffnung darauf zielt, einem Mann den Mord an ihrer Tochter zu beweisen, den sie geliebt hat wie einen eigenen Sohn. Und auch wenn sie die vielen Indizien gegen den langjährigen Lebensgefährten ihrer Tochter kennt, die Widersprüche, in die er sich in seinen Vernehmungen verwickelte, gibt es Momente, in denen sie nicht glauben will, dass dieser Mann ihr einziges Kind erschlagen haben soll.
MEHR ZUM THEMA
Ermittlungen im Mordfall Lucan - Eine Chronik
Nahezu von Anfang an hat der Mann im Verdacht gestanden, der Susanne Lucan als letzter lebend sah, und der unbedingt die Polizei rufen wollte, als sie tags darauf ihren Geburtstagsgästen nicht öffnete. Beweisen konnte die Staatsanwaltschaft nicht, dass der Mann die schlafende Susanne in ihrem Bett erschlagen hat. Er will sie gegen 2 Uhr dort verlassen haben und zu einer anderen Frau nach Essen gefahren sein.
Die Aussagen zu dieser Fahrt haben jetzt neue Bewegung in den Fall gebracht. Neue technische Möglichkeiten, präzisere Weg-Zeit-Berechnungen und der "Geistesblitz" eines Kommissars, der die Akte noch einmal durcharbeitete, führten die Fahnder an die Autobahnausfahrt Essen-Kettwig, sagte Kumpa. Denn heute steht fest, dass das "Verhalten des Verdächtigen auf dieser Fahrt kurz unterbrochen wurde". Lang genug, um blutdurchtränkte Kleidung und eine ebenso blutige Schlagwaffe aus dem Autofenster zu werfen. Bewegungsdaten grenzen den Ort der Unterbrechung auf den Bereich der Ausfahrt Kettwig ein – und dort gibt es nicht viele Stellen, an denen eine Mordwaffe fast acht Jahre unbemerkt liegen könnten.
Drei in Frage kommende Bereiche hat die Polizei gestern abgesucht. Unter mannshohen Brennnesseln fanden sie eine vermoderte Puppe, Teile eines verrotteten Paddels, eine verbeulte Radkappe und jede Menge Müll. "Vorerst haben wir kein verwertbares Ergebnis", sagte Polizeisprecher André Hartwich am Abend.
Staatsanwalt Kumpa ist nicht enttäuscht. Zusammen mit der Mordkommission hat er alles versucht, diesen Fall aufzuklären. Die Suchaktion sei ein Teil dieser Ermittlungen. Und unabhängig vom Ergebnis will er bald über eine Mordanklage gegen den Verdächtigen entscheiden. Die, sagt Kumpa, sei "keineswegs ausgeschlossen".
Für Inge Meuter geht so lange das quälende Warten weiter.
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/spurensuche-nach-acht-jahren-1.2870238
meldenNoch ein alter Fall, der in nächster Zeit interessant werden könnte:
Fall Susanne Lucan
Spurensuche nach acht Jahren
VON STEFANI GEILHAUSEN - zuletzt aktualisiert: 14.06.2012 - 02:30
Düsseldorf (RP). Am 20. November 2004 wurde Susanne Lucan in Bilk erschlagen. Am Dienstag durchkämmten mehr als 40 Polizisten auf der Suche nach der Tatwaffe das Unterholz an der Autobahn 52 bei Essen. Vorerst gebe es kein verwertbartes Ergebnis, hieß es. Eine Mordanklage ist dennoch nicht ausgeschlossen.
40 Polizeibeamte suchen nahe der A52 bei Essen-Kettwig nach der Tatwaffe, mit der Susanne Lucan vor acht Jahren ermordet wurde. Foto: Andreas Bretz
Eine derartige Suchaktion hat es in der Geschichte der Düsseldorfer Polizei noch nicht gegeben: Siebeneinhalb Jahre nach dem Verbrechen an der damals 27-jährigen Sekretärin Susanne Lucan kämpften sich Bereitschaftspolizisten durch das Dickicht an den abschüssigen Böschungen der A 52 in der Nähe der Abfahrt Essen-Kettwig. Siebeneinhalb Jahre nach der Tat hofft Staatsanwalt Christoph Kumpa auf eine heiße Spur.
Es sei nur eine ganz kleine Hoffnung, sagte Kumpa der Mutter der Getöteten. Inge Meuter wollte unbedingt dabei sein, wenn das so wichtige Beweisstück gefunden würde. "Ich muss doch irgendetwas tun", sagt sie, "das bin ich meiner Tochter schuldig". Hin- und hergerissen ist sie, denn sie weiß genau, dass die Polizei nicht nach Beweisen gegen einen Unbekannten sucht. Sondern dass Kumpas kleine Hoffnung darauf zielt, einem Mann den Mord an ihrer Tochter zu beweisen, den sie geliebt hat wie einen eigenen Sohn. Und auch wenn sie die vielen Indizien gegen den langjährigen Lebensgefährten ihrer Tochter kennt, die Widersprüche, in die er sich in seinen Vernehmungen verwickelte, gibt es Momente, in denen sie nicht glauben will, dass dieser Mann ihr einziges Kind erschlagen haben soll.
Ermittlungen im Mordfall Lucan - Eine Chronik
Nahezu von Anfang an hat der Mann im Verdacht gestanden, der Susanne Lucan als letzter lebend sah, und der unbedingt die Polizei rufen wollte, als sie tags darauf ihren Geburtstagsgästen nicht öffnete. Beweisen konnte die Staatsanwaltschaft nicht, dass der Mann die schlafende Susanne in ihrem Bett erschlagen hat. Er will sie gegen 2 Uhr dort verlassen haben und zu einer anderen Frau nach Essen gefahren sein.
Die Aussagen zu dieser Fahrt haben jetzt neue Bewegung in den Fall gebracht. Neue technische Möglichkeiten, präzisere Weg-Zeit-Berechnungen und der "Geistesblitz" eines Kommissars, der die Akte noch einmal durcharbeitete, führten die Fahnder an die Autobahnausfahrt Essen-Kettwig, sagte Kumpa. Denn heute steht fest, dass das "Verhalten des Verdächtigen auf dieser Fahrt kurz unterbrochen wurde". Lang genug, um blutdurchtränkte Kleidung und eine ebenso blutige Schlagwaffe aus dem Autofenster zu werfen. Bewegungsdaten grenzen den Ort der Unterbrechung auf den Bereich der Ausfahrt Kettwig ein – und dort gibt es nicht viele Stellen, an denen eine Mordwaffe fast acht Jahre unbemerkt liegen könnten.
Drei in Frage kommende Bereiche hat die Polizei gestern abgesucht. Unter mannshohen Brennnesseln fanden sie eine vermoderte Puppe, Teile eines verrotteten Paddels, eine verbeulte Radkappe und jede Menge Müll. "Vorerst haben wir kein verwertbares Ergebnis", sagte Polizeisprecher André Hartwich am Abend.
Staatsanwalt Kumpa ist nicht enttäuscht. Zusammen mit der Mordkommission hat er alles versucht, diesen Fall aufzuklären. Die Suchaktion sei ein Teil dieser Ermittlungen. Und unabhängig vom Ergebnis will er bald über eine Mordanklage gegen den Verdächtigen entscheiden. Die, sagt Kumpa, sei "keineswegs ausgeschlossen".
Für Inge Meuter geht so lange das quälende Warten weiter.
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/spurensuche-nach-acht-jahren-1.2870238
Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 14.06.2012 um 11:55
Bin gespannt, ob die Polizei was findet. Gruselig fänd ich das ganz schön, denn ich fahre an der besagten Stelle der A52, wo sie jetzt suchen, seit Jahren fast täglich vorbei. Da denkt man ja nicht drüber nach, dass da Mordwaffen in direkter Nähe liegen könnten... morgen fahre ich da wieder her, mal sehen, ob da dann was zu sehen ist von den Suchaktionen!
meldenBin gespannt, ob die Polizei was findet. Gruselig fänd ich das ganz schön, denn ich fahre an der besagten Stelle der A52, wo sie jetzt suchen, seit Jahren fast täglich vorbei. Da denkt man ja nicht drüber nach, dass da Mordwaffen in direkter Nähe liegen könnten... morgen fahre ich da wieder her, mal sehen, ob da dann was zu sehen ist von den Suchaktionen!
Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 15.11.2012 um 15:07
@diegraefin
Die Polizei hat nichts gefunden, erhebt nun allerdings dennoch Anklage gegen den von Anfang an verdächtigen (Ex-)Freund:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/13248/2362507/pol-d-pressemitteilung-der-staatsanwaltschaft-duesseldorf-ermittlungsverfahren-wegen-mordes-an
melden@diegraefin
Die Polizei hat nichts gefunden, erhebt nun allerdings dennoch Anklage gegen den von Anfang an verdächtigen (Ex-)Freund:
Die Ermittlungen wegen Mordes an der damals 27 Jahre alten Susanne L., die am 22. November 2004 tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden ist, sind zwischenzeitlich abgeschlossen worden, nachdem die Absuche der fraglichen Ablageorte der Tatwaffe durch Einsatzkräfte der Polizei im Juni 2012 ohne Ergebnis geblieben ist.
Die Staatsanwaltschaft hat nach umfassender Prüfung der Sach- und Rechtslage unter dem 22.10.2012 Anklage gegen den heute 38 Jahre alten langjährigen Lebensgefährten der Susanne L., den Thomas S. aus Ratingen, wegen heimtückischen Mordes erhoben.
Die Anklageschrift ist dem Angeschuldigten und seinen Verteidigern vom Landgericht Düsseldorf inzwischen zugestellt worden, das nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklageschrift zu entscheiden hat.
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/13248/2362507/pol-d-pressemitteilung-der-staatsanwaltschaft-duesseldorf-ermittlungsverfahren-wegen-mordes-an
Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 15.11.2012 um 15:14
Hier nochmal etwas ausführlicher:
Staatsanwaltschaft Düsseldorf
Mordfall Lucan: Ex-Freund angeklagt
Düsseldorf (RPO). Sieben Jahre und 51 Wochen nach ihrem
gewaltsamen Tod soll der mutmaßliche Mörder von Susanne Lucan
vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hält ihren langjährigen
Lebensgefährten für den Täter.
Er ist auf freiem Fuß, geht zur Arbeit, kümmert sich fürsorglich um
seine Frau und sein kleines Kind. Wenn stimmt, was die
Staatsanwaltschaft ihm vorwirft, hat Thomas S. in der Nacht zum 20.
November 2004 seine damalige Freundin in ihrem Bett erschlagen und
fuhr dann zu einer anderen Frau. Die Staatsanwaltschaft ist davon
überzeugt. Christoph Kumpa hat die über 1000 Seiten starke
Ermittlungsakte mehrfach durchgearbeitet und S. jetzt wegen
heimtückischen Mordes angeklagt.
Die Anklage
Kumpa geht davon aus, dass der heute 38-Jährige den
Abend mit Susanne Lucan verbrachte, nach einem Restaurantbesuch
mit ihr eine DVD schaute - und sie mit einem bis heute nicht
gefundenen Gegenstand erschlug, nachdem sie zu Bett gegangen
war. Ein Motiv könnte sein, dass S. bereits seit einem halben Jahr eine
Beziehung zu einer anderen Frau hatte.
Der Beschuldigte
Neun Jahre lang war S. mit Susanne zusammen.
Wegen seiner psychischen Probleme war Susanne in eine eigene
Wohnung gezogen, die Beziehung bestand weiter. Noch kurz vor
ihrem Tod schrieb S. ihr in einem Brief: „Du sollst die Mutter meiner
Kinder sein.“ Er fuhr mit ihr in Urlaub, nahm sie mit zum Autokauf.
Dabei hatte er längst eine neue Beziehung. Als die Kriminalpolizei ihn
vor vier Jahren für überführt erklärte und die Akte der
Staatsanwaltschaft übergab, heiratete S. die Frau, die ihm ein Alibi für
die Mordnacht gab.
Die Tat
Susanne war am Donnerstag
(18. November 2004) 27 Jahre alt
geworden, hatte den darauffolgenden
Abend mit S. verbracht. Zur für
Samstag geplanten Party wurde er
nicht erwartet. Doch als die Gäste mit
Geschenken vor der Tür standen, war
auch er dabei. Als auf das Klingeln
niemand reagierte, rief er die Polizei,
die die Tote fand. Den Beamten stellte
sich S. als Susannes Ex-Freund vor.
Susannes Mutter, zu dieser Zeit im
Urlaub, fiel aus allen Wolken, als sie
davon erfuhr. „Thomas war all die
Jahre wie mein Kind, ich vertraute ihm
blind.“
Die Beweise
Alle Spuren, die am
Tatort auf Thomas S. deuteten, sind
damit zu erklären, dass er dort regelmäßig ein und aus ging. Die
Tatwaffe wurde nie gefunden. Doch Wissenschaftlern ist Jahre nach
der Tat gelungen, den exakten Zeitpunkt von Susannes Tod
einzugrenzen. Mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“, so der
Staatsanwalt, starb Susanne demnach, als Thomas S. seiner eigenen
Aussage und den polizeilichen Ermittlungen zufolge noch in der
Wohnung war. Darauf und auf viele Ungereimheiten in seinem
Verhalten gründet sich die Anklage.
Wie es weitergeht
Das Landgericht muss nun entscheiden, ob
angesichts der relativ dünnen Beweis- und Indizienlage der Prozess
überhaupt eröffnet wird. Einen Haftbefehl gegen S. gibt es nicht. „Er
weiß seit Jahren von dem Verfahren, hat nie Fluchttendenzen
gezeigt“, sagt Kumpa.
Die Mutter Inge Meuter erfuhr gestern auf Djerba von der Anklage
gegen Thomas S. Dort hat sie vor acht Jahren vom Mord an ihrer
Tochter erfahren, dorthin flüchtet sie immer, wenn der Jahrestag
droht. Lange hat sie nicht an die Täterschaft von Thomas S. glauben
wollen, den sie geliebt hat wie einen Sohn, der an Susannes Grab
neben ihr zusammenbrach und der seither auf Briefe und Nachrichten
nicht reagiert. Jetzt hofft sie, vor Gericht die Wahrheit über den Tod
ihrer Tochter zu erfahren. „Vielleicht finde ich dann endlich Frieden.“
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/mordfall-lucan-ex-freund-angeklagt-1.3067135
meldenHier nochmal etwas ausführlicher:
Staatsanwaltschaft Düsseldorf
Mordfall Lucan: Ex-Freund angeklagt
Düsseldorf (RPO). Sieben Jahre und 51 Wochen nach ihrem
gewaltsamen Tod soll der mutmaßliche Mörder von Susanne Lucan
vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hält ihren langjährigen
Lebensgefährten für den Täter.
Er ist auf freiem Fuß, geht zur Arbeit, kümmert sich fürsorglich um
seine Frau und sein kleines Kind. Wenn stimmt, was die
Staatsanwaltschaft ihm vorwirft, hat Thomas S. in der Nacht zum 20.
November 2004 seine damalige Freundin in ihrem Bett erschlagen und
fuhr dann zu einer anderen Frau. Die Staatsanwaltschaft ist davon
überzeugt. Christoph Kumpa hat die über 1000 Seiten starke
Ermittlungsakte mehrfach durchgearbeitet und S. jetzt wegen
heimtückischen Mordes angeklagt.
Die Anklage
Kumpa geht davon aus, dass der heute 38-Jährige den
Abend mit Susanne Lucan verbrachte, nach einem Restaurantbesuch
mit ihr eine DVD schaute - und sie mit einem bis heute nicht
gefundenen Gegenstand erschlug, nachdem sie zu Bett gegangen
war. Ein Motiv könnte sein, dass S. bereits seit einem halben Jahr eine
Beziehung zu einer anderen Frau hatte.
Der Beschuldigte
Neun Jahre lang war S. mit Susanne zusammen.
Wegen seiner psychischen Probleme war Susanne in eine eigene
Wohnung gezogen, die Beziehung bestand weiter. Noch kurz vor
ihrem Tod schrieb S. ihr in einem Brief: „Du sollst die Mutter meiner
Kinder sein.“ Er fuhr mit ihr in Urlaub, nahm sie mit zum Autokauf.
Dabei hatte er längst eine neue Beziehung. Als die Kriminalpolizei ihn
vor vier Jahren für überführt erklärte und die Akte der
Staatsanwaltschaft übergab, heiratete S. die Frau, die ihm ein Alibi für
die Mordnacht gab.
Die Tat
Susanne war am Donnerstag
(18. November 2004) 27 Jahre alt
geworden, hatte den darauffolgenden
Abend mit S. verbracht. Zur für
Samstag geplanten Party wurde er
nicht erwartet. Doch als die Gäste mit
Geschenken vor der Tür standen, war
auch er dabei. Als auf das Klingeln
niemand reagierte, rief er die Polizei,
die die Tote fand. Den Beamten stellte
sich S. als Susannes Ex-Freund vor.
Susannes Mutter, zu dieser Zeit im
Urlaub, fiel aus allen Wolken, als sie
davon erfuhr. „Thomas war all die
Jahre wie mein Kind, ich vertraute ihm
blind.“
Die Beweise
Alle Spuren, die am
Tatort auf Thomas S. deuteten, sind
damit zu erklären, dass er dort regelmäßig ein und aus ging. Die
Tatwaffe wurde nie gefunden. Doch Wissenschaftlern ist Jahre nach
der Tat gelungen, den exakten Zeitpunkt von Susannes Tod
einzugrenzen. Mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“, so der
Staatsanwalt, starb Susanne demnach, als Thomas S. seiner eigenen
Aussage und den polizeilichen Ermittlungen zufolge noch in der
Wohnung war. Darauf und auf viele Ungereimheiten in seinem
Verhalten gründet sich die Anklage.
Wie es weitergeht
Das Landgericht muss nun entscheiden, ob
angesichts der relativ dünnen Beweis- und Indizienlage der Prozess
überhaupt eröffnet wird. Einen Haftbefehl gegen S. gibt es nicht. „Er
weiß seit Jahren von dem Verfahren, hat nie Fluchttendenzen
gezeigt“, sagt Kumpa.
Die Mutter Inge Meuter erfuhr gestern auf Djerba von der Anklage
gegen Thomas S. Dort hat sie vor acht Jahren vom Mord an ihrer
Tochter erfahren, dorthin flüchtet sie immer, wenn der Jahrestag
droht. Lange hat sie nicht an die Täterschaft von Thomas S. glauben
wollen, den sie geliebt hat wie einen Sohn, der an Susannes Grab
neben ihr zusammenbrach und der seither auf Briefe und Nachrichten
nicht reagiert. Jetzt hofft sie, vor Gericht die Wahrheit über den Tod
ihrer Tochter zu erfahren. „Vielleicht finde ich dann endlich Frieden.“
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/mordfall-lucan-ex-freund-angeklagt-1.3067135
Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 18.11.2012 um 21:18
@diegraefin
Ist mal wieder typisch,da wird ermittelt und ermittelt,dabei sitzt der Taeter vor der Nase. Aber die eindeutigen Beweise fehlen.Warum hat man die erst jetzt?
2005:
Die Polizei steht weiter ohne verwertbare Spuren da. Susanne Lucan muss ihren Mörder gekannt haben - Türen und Fenster ihrer Wohnung wurden nicht aufgebrochen. Die in der Wohnung gefundenen Fingerabdrücke gehören zum Freundeskreis des Opfers. Jeder wurde überprüft. Alle haben Alibis, keiner ein Motiv. "Wir haben keine Hinweise auf den Täter“, sagt Polizeisprecher Andreas Czogalla. Auch die Tatwaffe, mit der Lucan erschlagen wurde, ist nicht gefunden worden. Polizisten glauben aber nicht an das perfekte Verbrechen.
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/ermittlungen-im-mordfall-lucan-eine-chronik-1.2867601
melden@diegraefin
Ist mal wieder typisch,da wird ermittelt und ermittelt,dabei sitzt der Taeter vor der Nase. Aber die eindeutigen Beweise fehlen.Warum hat man die erst jetzt?
2005:
Die Polizei steht weiter ohne verwertbare Spuren da. Susanne Lucan muss ihren Mörder gekannt haben - Türen und Fenster ihrer Wohnung wurden nicht aufgebrochen. Die in der Wohnung gefundenen Fingerabdrücke gehören zum Freundeskreis des Opfers. Jeder wurde überprüft. Alle haben Alibis, keiner ein Motiv. "Wir haben keine Hinweise auf den Täter“, sagt Polizeisprecher Andreas Czogalla. Auch die Tatwaffe, mit der Lucan erschlagen wurde, ist nicht gefunden worden. Polizisten glauben aber nicht an das perfekte Verbrechen.
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/ermittlungen-im-mordfall-lucan-eine-chronik-1.2867601
Der Fall Susanne Lucan aus Düsseldorf 18.11.2012 um 22:25
@Cleo1956
In Verdacht hatte man ihn ja immer. Aber ein bloßer Verdacht reicht eben nicht aus, um jemanden anzuklagen, geschweige denn: zu verurteilen.
Und dass man erst jetzt Indizien oder Beweise hat, die für eine Anklageschrift ausreichen, hat unter anderem mit der wissenschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre zu tun:
melden@Cleo1956
In Verdacht hatte man ihn ja immer. Aber ein bloßer Verdacht reicht eben nicht aus, um jemanden anzuklagen, geschweige denn: zu verurteilen.
Und dass man erst jetzt Indizien oder Beweise hat, die für eine Anklageschrift ausreichen, hat unter anderem mit der wissenschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre zu tun:
Mantrailer schrieb:
Alle Spuren, die am Tatort auf Thomas S. deuteten, sind damit zu erklären, dass er dort regelmäßig ein und aus ging. Die Tatwaffe wurde nie gefunden. Doch Wissenschaftlern ist Jahre nach
der Tat gelungen, den exakten Zeitpunkt von Susannes Tod einzugrenzen. Mit „überwiegender Wahrscheinlichkeit“, so der Staatsanwalt, starb Susanne demnach, als Thomas S. seiner eigenen
Aussage und den polizeilichen Ermittlungen zufolge noch in der Wohnung war. Darauf und auf viele Ungereimheiten in seinem Verhalten gründet sich die Anklage.
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