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Ver-rückt = Schande ? RSS

134 Beiträge, Schlüsselwörter: Psyche

zur Rubrik (Menschen)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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DieSache
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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:09



Aufgrund des Borderline Thread in dem ich mich mal etwas offener zu meinen mehr oderweniger psychotischen Phasen geäussert habe kam mir der Gedanke zu diesem Thread hier, indem ich hoffe viele interessante und ernsgemeinte Meinungen zu diesem Thema lesen zukönnen :)

Ich habe mir überlegt, warum nicht mal wirklich gnadenlos ehrlich zusein, selbst wenn mich der ein oder andere nachher doch als absoluten Freak sehen wird,denn ich denke Vorurteile gegenüber Menschen die wirklich anderst ticken als derGrossteil der Gesellschaft wird es immer geben...sowas hält sich meiner bisherigenErfahrung nach leider relativ hatneckig..., aber ich möchte mal sehen wie es angenommenwird, was ich hier zu sagen habe !

Also wie viele mitlerweile wissen habe icheine emotional, instabile Persönlichkeitsstörung auch Borderline genannt, Borderlineassozeieren viele vorwiegend mit selbstverletzendem Verhalten, sprich Ritzen, Cutten oderwie man es auch immer nennen will, aber diese Persönlichkeitsstörung ist mehr als das wasman oberflächlich zu erkennen glaubt, viel mehr. Auch hat nicht jeder der ritzttatsächlich BL dafür kann es viele Gründe geben, die man aber nicht verharmlosen sollte !

Aber zurück zur emotional, instabilen Persönlichkeitsstörung. Sie kannverschiedene Ausprägungen haben und ist eigendlich eine Art Mischung aus verschiedenenpsychischen Störungen, die meist aber nicht so stark ausgeprägt sind sie alseigenständige "Erkrankung" diagnostizieren zu können Borderline bedeutet Grenzlinie undauch wenn der Begriff nur mangelhaft vermittelt was eine emotional, instabilePersönlichkeitsstörung ist, ist er noch der, der am ehesten zum Verständnis was siebedeutet beiträgt. Es ist eine bunt/schwarz/weisse Mischung aus neurotischen,psychotischen und depressiven Phasen die den Patient immer wieder in ein Wechselbad derGefühle stürzen lässt und in der er häufig seine Umwelt nur in gut oder schlecht wertenkann. In extermen Situationen (akuten Konflikten) kommen Depressionen oder gar stärkerausgeprägte Neurosen (z.B. Zwangsverhalten) oder auch Psychosen vor, die dann meist einenAufenthalt in der Psychiatrie notwendig machen.

Lange Zeit hatte ich kein gutesGefühl dabei über meine Ver-rücktheit zu sprechen, klar ich hab schon immer gesagt, dassich nen Hau hab, aber ich habe es dann meist in´s Lächerliche gezogen, weil ich michdavor gefürchtet hatte wie die Reaktionen wären, wenn ich offen über mein Störungsbildsprechen würde.

Heute denke ich, dass ich auch Anteile einer multiblenPersönlichkeit in mir trage, zwar nicht so ausgeprägt dass ich diese Anteile wirklich alseigenständige Persönlichkeit ansehe, sondern sie sind Anteile die zu mir gehören, aberhier und da dann einfach doch die Regie übernehmen. Ich habe für sie keine Namen und kannsie auch nicht vom Alter her einstufen, aber sie sind definitiv vorhanden !

Verrückt bedeutet für mich ver-rückt sein von der normal gültigen alltäglichenRealität, es stellt in diesem Verständnis für mich also keinerlei Beleidigung oderabwertende Begrifflichkeit dar, wenn ich diesen Terminus verwende.

Eine Sachehatte mich früher schier in den Wahnsinn getrieben, denn ich kann mich sehrwohl klar undbewusst an viele Ereignisse erinnern in denen ich psychotische oder neurotische Phasen erund durchlebt hatte, teilweise war mir wenn es damit anfing ebenfalls bewusst, dass dawas mit mir nicht stimmt und so langsam aus dem Ruder lief. Es ist ein äusserstbeängstigendes Gefühl, wenn man bei klarem Verstand glaubt langsam Wahnsinnig zu werden !

Heute lebe ich es offener aus, wenn ich merke dass da was nach oben will, wobeiich sagen muss es hat sich um einiges gebessert und ich weiss wann es notwendig ist sichfachärztliche Hilfe zu holen, heute kann ich sie annehmen, weil ich meine Ver-rücktheitals normalen Bestanteil meiner Persönlichkeit angenommen habe, aber ich stosse nochimmerauf Ablehnung von Aussen. Sicherlich mag es daran liegen, dass es auch anstrengend fürAussenstehende ist meine Sprunghaftigkeit nachzuvollziehen und es nicht gerade dieEinschätzung meiner Person erleichtert, aber ich denke es ist gesünder für meine eigenePsyche mich selbst zu akzeptieren wie ich nunmal bin, denn nur unter diesenVorraussetzungen kann ich an mir selbst arbeiten.

Am schlimmsten waren diesuizidalen Kriesen, in denen es mir nicht möglich war zu erkennen wer es mit mir gutmeinte und wer mir im Grunde doch nur helfen wollte, dabei war es meist schon so weit,dass ich in allem und jedem eine Übermacht an Gegnern sah, die mir alle nur schlechteswollten.

So jetzt habe ich mich einwenig entblättert und will wissen wie ihrdazu steht, denkt ihr es ist für mehr Verständnis förderlich so offen darüber zu sprechendass man verrückt ist, oder glaubt ihr man wird dann erst recht nichtmehr für vollgenommen, wie würdet ihr mit einer solchen Persönlichkeitsstörung oder anderenpsychischen Störungen umgehen, egal ob nun selbst oder in der Familie betroffen. Ist esgut so den Angriff nach Vorn zu wagen ?

nachdenkliche Grüsse Sis

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:16

@Sis Ich finde Deine Ehrlichkeit und Offenheit gut, da Du selbst das so wolltest!
Zwar finde ich den Ausdruck "Verrückt" nicht so angebracht, aber egal.
Nichtjeder kann den Angriff, wie Du es nennst, nach vorne begehen. Doch denke ich, dasAufklärung und die Position des Betroffenen von BL sehr wichtig ist, damit keineAusgrenzung, und verurteilung der Umwelt geschieht. Zwar wird es immer Menschen geben,die sich negativ verhalten, aber jedem, dem die Aufklärung über BL zum positivenVerhalten führt, ist ein negativer weniger.

Gruss Lilie

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:19

denkt ihr es ist für mehr Verständnis förderlich so offen darüber zu sprechen
>>>>
es sollte anderen schon klar gemavht werden, das man "anders" ist und was es ist.aber...

oder glaubt ihr man wird dann erst recht nichtmehr für voll genommen
>>>>
.... da schwingt eben immer diese angst mit von anderen dumm angeschaut zuwerden, dire dann zb. sagen "ach übertreibs doch nicht, du bist doch gar ned so...spieldich nicht so auf", wenn das dann so runter gemacht wird. und es doch einernstzunehmendes problem ist.
(das ist mir nunmal passiert)

wie würdet ihrmit einer solchen Persönlichkeitsstörung oder anderen psychischen Störungen umgehen, egalob nun selbst oder in der Familie betroffen. Ist es gut so den Angriff nach Vorn zu wagen?
>>>>
bei mir selbst: ich denke ich würde schwer darüber reden können, eben ausdem oben genannten grund, wegen der reaktionen.
bei anderen: ich denke man kanndurchaus auf eine solche person zugehen, ich würde nicht abneigend reagieren, sonderneher zhören, weil soetwas find ich auf gewisse art interessant. aber den anderen alsverrückt abzustempeln, im negativen sinne, finde ich falsch.

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:27

@ sisterhyde

Ehrlichkeit ist eine Tugend.
Wenn Dein Gegenüber mit DeinerEhrlichkeit nicht umgehen kann ist das in erster Linie sein Problem.
Leider haben wirall die Jahre immer Rücksicht auf andere genommen und dabei unsere Ehrlichkeit langsamaber sicher verleugnet.
Wir haben gelernt, den anderen nicht zu verletzten ( was jaauch vollkommen in Orndnung geht ) , aber dadurch den Bezug zur Ehrlichkeit langsam abersicher verloren, auf Kosten auf Rücksicht auf andere Menschen.
Ob das so in Ordnungist, wage ich zu Bezweifeln.
Ein guter und fairer Mittelweg wäre bestimmt eine guteLösung...

Gar net so einfach dieses ehrlich sein, nicht wahr ?..zwinker,..

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:35

Danke Lilie für dine Wortmeldung, aber ich wollte hier nicht nur und ausschliesslich überBL sprechen, sondern generell über Menschen die psychische Störungen haben ich selbstbetitle es nicht gerne als Krankheiten, auch wenn die Physis eine weitere Rolle spieltz.B. der Stoffwechsel. Ich wollte einfach generell für mehr Offenheit kämpfen zu sichselbst stehen zu können und von der Gesellschaft nicht nur als Kranker gesehen zu werden,der wenn überhaupt noch am ehesten Mitleid erntet. Mir geht es darum dass wir Ver-rückteauch und in erster Linie Mitmenschen dieser Gesellschaft sind und ein Recht haben zu demzu stehen wie wir sind. Klar gibt es auch Foormen von Störungen die eine Gefahr für dieAllgemeinheit darstellen können, aber nicht jeder der psychisch einen Knacks weg hatstellt eine Gefahr dar.

Ich denke das Bild der psychisch Kranken hat nochimmerviel damit zu tun, dass die meisten nichtmal wissen wie Betroffene ihre Störung erleben,es bedeutet nichtimmer wirklich keine bewusste Realitätswahrnehmung mehr zu besitzen undtrozdem ist es eine Belastung wenn man dann noch gegen Vorurteile angehen muss. Ich habemein Leben nicht so gelebt wie dies andere taten, ich kam aufgrund meiner Störung nichtin den Genuss eine Ausbildung abzuschliessen, wobei ich weder zu dumm noch zu faul war,es lag an den Problemen meiner Störung, den Phasen in denen ich starke Depressionenhatte, psychotisch, neurotisch oder suizidal war.

Und ich bin nichtgeisteskrank, irgendwie schmeissen viele nochimmer so einiges in einen Topf ohne dass siesich überhaupt damit auseinandersetzen wollen, was es denn wirklich bedeutet psychischeund gesundheitliche Probleme zu haben die aus solchen und anderen Störungen resultierenkönnen...hm

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21.04.2006 um 11:41

@ sisterhyde,..

Habe einen näheren Verwandten, der paranoide Schizophrenie hat.
Was ich da in der letzten Zeit, leider erleben mußte, lässt mich sehr stark anunserer Gesellschaft zweifeln.

Am Anfang ist man nur wütend.
Und irgendwannschlägt diese Wut in Hilflosigkeit und tiefe Traurigkeit um.

Schrecklich, wiediese Menschen behandelt werden.

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:42

@DieSache
Da ich demnächst mit meiner Arbeit als Heilpraktikerin loslegen werde undsicherlich auch mal mit Borderlinern zu tun haben werde, finde ich Deinen Bericht äußerstaufschlußreich und wertvoll. In Lehrbüchern findet man allerhand Infos zum Thema, aberein Bericht von einem Betroffenen ist doch um vieles hilfreicher, um zu wissen, wie mandamit umzugehen hat.
Wie müßte sich ein Mensch verhalten, damit Du ihn auch in dersuizidalen Phase als Freund und Helfer erkennen kannst?
Was für Fehler in Dialogendürfen einem nicht unterlaufen, damit Du einen dann nicht zum Feind erklärst?

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:47

luciafackel. boarderliner sind zu oft sexuell genöigt worden in der familie, und suchensich, beziehungsweise träumen vom reichem prinz der sie erlöst. so war es meine erfahrungund mein wissen, kann man nicht verallgemeinern, aber die meisstenboarderlinerinen habenkeinen freund, wenns ernst wird ziehn sich zurück. bisl seltsam sind sie schon

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:47

@sis Ich geb Dir recht, dass jeder in seiner Art zur Gesellschaft gehört.
Darumbegrüsse ich jegliche Aufklärung von Betroffenen und Angehörigen.
Leider muss ichaber sagen, dass ich selbst in meiner Praxis merken muss, dass selbst Angehörige trotzAufklärung nicht immer Verständnis haben- was verschiedene Gründe hat.

Es tutmir leid, dass Du selbst so ne Erfahrungen gemacht hast, wo Menschen ihre Dummheit,Arroganz, Intoleranz usw. zeigten und ich bewundere Deinen starken und mutigen Geist,hier so offen zu reden. Weiter so. :)

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:48

Hm da sagst du was wahres Strangelove !

also eine nahe Bekannte meinerGrosseltern die früher sowas wie die "Ersatzmutter" meiner Mutter war hat ebenfalls eineparanoide Schizophrenie. In den 50er war diese Erkrankung eigendlich wirklich schon fastsowas wie ein gesellschaftliches Stigmata und die Luete wurden regelrecht ausgegrenzt.Die Psychiatrien/Heilanstalten damals waren ja mehr Verwahranstalten. E. lebt heute nochund zur der Schizophrenie kommt nun auch noch die Altersdemenz...komisch nur, dass sieschon in den säten 50ern vom Kabelfernsehn sprach *g*...

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:50

Bei den Userinnen, die sich bisher zum Beitrag der Userin "systerhyde" geäussert habenmöchte ich mich ausdrücklich bedanken. Und ich hoffe sehr, dass der Thread im Geistedieseser Achtsamkeit und dieses Verständnisses weitergeführt werden wird. Was ich dazubeitragen kann werde tun.

Wie ich bei vergleichbarer Thematik schon des öfterengeschrieben habe erscheint MIR diese Gesellschaft "ver-rückt" und nicht jenes Bewusstseindas unter ihr leidet! Denn nur allzuoft ist der Auslöser solcher "Abweichungen von derNorm" in der nicht artikulierten - intuitiven - Ablehnung der "Norm" zu suchen.

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shootme1
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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 11:55

mit diesen problemen habe ich auch schon meine erfahrungen gemacht...

Punkt 1:Ich finde gut über seine Probleme zu sprechen. Offenheit und Ehrlichkeit sind dabeinatürlich ganz wichtig!

Ich mache seit 4 Jahren auch immer wieder mehr oderweniger schlimme depressive Phasen durch, doch vor einem halben Jahr wurde es ganzschlimm.
Ich konnte kaum noch zur Schule gehen (dabei mache ich dieses Jahr Matura),ritzte mir auch öfters den Arm auf und hatte Selbstmordgedanken.
Einmal (ich und einpaar Leute übernachteten bei einem Freund) sperrte ich mich diesem Freund im Badezimmerein und versuchte mir die Pulsadern aufzuschlitzen. Gottseidank hat es nichtfunktioniert, da ich im Schrank nichts außer einem Rasierer gefunden hatte, und derschneidet nicht so tief.

Ich bin dann ziemlich blutend wieder schlafen gegangen(die anderen haben das nicht mitgekommen). Am nächsten morgen waren sie natürlichziemlich überrascht, aber kein einziger hat mir irgendwas herabwürdigendes oderbeleidigendes gesagt. Einer hat nur besorgt gefragt, warum ich das getan habe und mireine Salbe gebracht. Das war schon ziemlich erleichternd, da ich nicht als die"Verrückte" dastand.

Seitdem geht es mir viel besser. Ich habe schon vieldazugelernt beim Umgehen mit Gefühlen und meine Freunde helfen mir dabei sehr. Natürlichschwingt auch immer eine gewisse Angst mit (was denken sie von mir?). Aber im Großen undGanzen sind sie einfach nur besorgt.

Ich konnte mir selbst am besten helfen.Natürlich gilt das nicht für alle, kommt ja immer darauf an, was man hat.
Abervielleicht gelingt es ja die Paranoia einfach mal zu vergessen und sich zu sagen: "ichbin vielleicht verrückt, aber ich bemühe mich das beste aus meiner Situation zu machen.ich habe freunde/familie, die mir helfen wollen, auch wenn es nicht immer danachaussieht, aber es ist auch für sie nicht immer einfach mit meiner Situation umzugehen."

Ich sag halt immer: Normal sein ist langweilig. ;)

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Ver-rückt = Schande ?

21.04.2006 um 12:02

@ tankguy,

dann straft mene Existenz und mein Leben deine Erfahrungen alsfälschlich ein !

Ich bin heute seit 2 Jahren verheiratet und leben mit meinemMann insgesammt schon über 6 Jahre glücklich zusammen ;)...also Vorsicht mit derEinschätzung und Verallgemeinerung !

@ LuciaFackel,

nun zumindestsollte die Person mich nicht autoritär eines Besseren belehren wollen, so sprüche wie"ach, das kenn ich, dieses Tief geht wieder vorbei !" oder "stell dich nicht so an !",sowas kommt nicht gut an. Besser ist wirkliches interesse zu zeigen zuzuhören was los istund nicht sofort alles hinterfragen und herunterspielen zu wollen. Wird nur schwierigsein, denn als Betroffener von BL weiss man mitunter selbst nicht wie man es erklärensoll, was da in einem in einer akuten Situation abgeht. Mir hat es z.B. sehr geholfen,wenn ich mit meinem Mann mündliche oder gar schriftliche Verträge abgeschlossen hatte undbei Einhaltung dieser quasie mir etwas raussuchen durfte was wir dann wenn es mir besserging gemeinsam unternahmen. Ich denke Einfühlungsvermögen ist ganz wichtig, wenn es umakute Situationen geht, man sollte ein Gefühl dafür entwickeln wann z.B. auch mal sowasangebracht ist einen in den Arm zu nehemn, sprich man sollte abschätzen können wann Näheerwunscht und gebraucht wird...naja ist nicht einfach den richtigen Umgang in so einerSituation zu finden !

Patentrezepte gibt´s da leider keine...

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21.04.2006 um 12:03

@ sisterhyde

Ich habe vor einiger Zeit meinen Verwandten in der Psychatriebesucht und hatte Angst.
Angst vor dem Unbekannten.
Was erwartet mich dort ?
Warum sind diese Menschen hier ?
Was empfinden diese Menschen, wenn sie dorthin"abgeschoben " werden ?

Und und und,..

Fragen über Fragen,..

Jeder "normale" Mensch sollte sich dieses Elend, diese Traurigkeit in den Augen derMenschen einmal genaustens anschauen, damit er weiß, wie verdammt gut es ihm geht.

Ich habe mir daraufhin sehr viele Bücher gekauft, und mich mit der Thematikauseinandergesetzt, um zu verstehn, was da überhaupt mit diesen Menschen passiert.
Den Schluß, den ich aus all diesen Büchern gezogen habe ist, das nicht diese Menschendas Problem sind, sondern unsere Gesellschaft ein riesengroßes Problem, mit diesen"kranken" Menschen hat.


Was mich richtig wütend macht ist die Tatsache, dasdiese Leute wie ein Krebsgeschwür in unserer ach so tollen Gesellschaft behandelt werden.
Keiner bringt ein wenig Verständnis, oder ein wenig Liebe diesen Leuten entgegen unddas macht mich, wenn ich jetzt gerade einmal etwas intensiver darüber nachdenke, sehrsehr traurig.

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21.04.2006 um 12:07

Ich habe auch einen Knacks!! ^^
Mein Freund versteht es heute noch nicht was genauabgeht.. -.- muss er ja nicht, aber wenigstens akzeptieren dass ich Phasen habe wo nichtsmehr geht! Ist angeblich zu viel verlangt.. naja wenn mich mal einer wirklich nervt undmir irgendwie erzählen will was ich falsch mache oder das ich mich zusammenreissen sollo.ä. dann erzähl ich dem schön detailgetreu was ich denn alles durchmachen muss und wiees aussieht wenn ich ausraste usw. dann ist schnell mal Ruhe *gg*

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21.04.2006 um 12:11

@ Laola

Wenn Dich Dein Freund liebt, würde er es verstehen wollen , was Dudenkst, fühlst, empfindest und Dir mit all seiner Kraft zur Seite stehen.

Dasist meine Vorstellung von Beziehung und Liebe,...( meine ganz persönliche Meinung, nichtfalsch verstehen bitte !! )

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21.04.2006 um 12:15

@ Laola,

hm...aber ob das dann wirklich immer der Weisheit letzter Schluss ist,klar hast du Ruhe vor weiteren "tollen" Argumenten, aber ich kann mich noch gutentsinnen, als meine Stimmungsschwankungen noch extremer war wie bissig und verletzendich in meiner Argumentation war. Eigendlich wollte ich es nicht, denn damit trug ich janur nochmehr dazu bei, ausgegrenzt und gemieden zu werden. Mitunter war ich das reinsteRumpelstilzchen, konnte extremst aggressiv sein, der Grund dafür war aber eigendlichmeine eigene Hilflosigkeit, weil mir ja bewusst war dass da was mit mir nicht stimmt, ichwusste aber einfach nicht wie ich selbst damit klarkommen sollte und dann mit meinemUmfeld umgehen sollte.

Ich hab mich oft regelrecht in die Enge getrieben gesehenwenn ich glaubte mich rechtfertigen zu müssen. Schuldgefühle z.B. ist auch ein grossesThema bei mir !

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21.04.2006 um 12:16

@DieSache :
Verrückt setzt sich aus den Silben VER- RÜCKT zusammen = VER-RÜCKEN....Etwas verrücken=aus einer anderen Sichtweise sehen.

Für mich bedeutetdas in keinster Weise etwas abstoßendes oder annormales oder etwas, wofür man sichschämen muss....

Es zeigt lediglich eine andere Sichtweise...

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21.04.2006 um 12:19

@ DoctrineDark

sehr schön dargestellt.
So habe ich das ganze auch noch nichtbetrachtet.

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21.04.2006 um 12:25

@Strangelove,

ja diese Wut kenne ich auch, hab z.B. riessige Probleme damit,dass ich von Seiten des Arbeitsamtes/Arge nie richtig eingestuft wurde was dieBelastbarkeit anbelangt ich war erst zu 80% und nun zu 60% GdB vom Versorgungsamtengestuft, wobei ich den Ausweis erst vor ca. 5 Jahren hab machen lassen. Das einzige wasman mir öfter angeraten hat war, dass ich doch in eine Behinderten Werkstatt gehensoll...gaaanz klasse, nicht dass ich etwas gegen andere Behinderte hätte aber in diesenWerkstätten sind zuviele verschiedene Behinderungen zu finden und der Anblick istäusserst belastend, vorallem in dem Bewusstsein geistig, als auch körperlich doch fitterzu sein als der Grossteil der dortig Beschäftigten. Wenn die Psyche schon nen Knacks hatdann reagiert man auch anderst auf Leid anderer, zumindest ich bin sehr sensibel, wasdiesen Punkt betrifft !

Was nicht produktiv und leistungsfähig ist wirdabgeschoben, leider ist es nochimmer der Fall, oder sollte ich sagen ein Merkmal geradeder Derzeitigen Lage ?

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21.04.2006 um 12:28

@~DoctrineDark~,

danke genauso meinte ich es auch, als ich den Terminus Verrückthier schrieb !



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