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Leben nach dem Drogenentzug RSS

97 Beiträge, Schlüsselwörter: Drogen, Crystal, Entzug, Entlassung, Entzugsklinik

zur Rubrik (Menschen)AntwortenBeobachten1 BildSuchenInfos

Seite 1 von 512345
birbante
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 19:29

Hallo, ich (37) habe einen Freund, der in Kürze aus dem Drogenentzug entlassen wird. Er hat eine mehrmonatige Therapie hinter sich. Es ist seit 11 Jahren Crystal abhängig. Hatte hier schon mal einen Thread darüber eingestellt. Jetzt brauch ich bitte nochmal eure Hilfe. Was erwartet mich, wenn er wieder da ist. Er wird sich neu orientieren müssen, aber braucht er meine Unterstützung und Liebe oder lass ich ihn lieber seinen eigenen Weg gehen. Was geht in einem Menschen vor, der nach seiner Entlassung aus dem Drogenentug wieder ins Leben zurückkehrt??? Es wäre super, wenn ich Meinungen von Leuten erfahren würde, die das auch wie er miterlebt haben. Hattet ihr Angst vor eurem neuen Leben, wie ist es euch ergangen und was hat euch bei dem Neuanfang geholfen?

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VHO-Hunter
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 19:42

Du solltest dich trennen, für ihn wird es erstmal eine harte Zeit...wenn er die hinter sich hat...kann man über eine Weiterführung der Beziehung sprechen. ^^

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magnolia1103
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 19:45

Ich glaube daran das Liebe stärker ist als alles andere,und alles überwinden kann.
Er braucht dich und deine Liebe.
Ich weiss von Menschen die aus dem Drogenentzug kamen.
Mein Cousin war Kokain abhängig.
Lass ihm frei raum wenn er darum bittet,aber zeig ihm immer das du bei ihm bist.
Steh hinter ihm,und zeig ihm das er nicht alleine diesen Weg gehen muss.
Es ist immer dieser Doppelweg zwischen freiraum und unterstützung.

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Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 19:55

Birbante.....

die Frage ist......

ob er das Loch schon überwunden hat...
ob er einen Sinn für sich gefunden hat...es sich lohnt dagegen anzugehen...
ob er jemals Freude auch ohne Drogeneinfluss hatte...
wie wichtig du ihm bist....ob er dich überhaupt als solches wahrnimmt...
welche Umstände auf ihn zukommen werden...

Fragen über Fragen....wenn er auf dich zukommt und mit dir zusammen sein will, so solltest du auch an seiner Seite stehen...:)

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danielz
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 20:48

es wird wohl eine schwere zeit für ihn und für dich werden,.... wenn er nach 11 jahren jetzt clean ist und das auch bleibt, wird er die erste zeit lang höchstwahrscheinlich an depressionen leiden....
du wirst ihm seinen freiraum lassen müssen, weil er sich ununterbrochen um sich selbst kümmern muss damit er im leben wieder zurecht findet....unterstützen solltest du ihn auf jeden fall dabei...

mfg

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gnah
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:01

Wird seher schwer,um es zu wiederholen

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Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:11

Hallo Birbante,
die meisten haben Angst davor, wieder in ihren alten Trott zu fallen. Eine geregelte Tagesstruktur ist grade am Anfang sehr wichtig. Ein stabiles Umfeld ebenfalls. Und wenn irgendwie möglich, am besten erstmal den Kontakt zu den Leuten meiden, mit denen er konsumiert hat.

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birbante
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:13

Wie lange kann das dauern, die harte Zeit? Wochen, Monate oder gar Jahre? Hängt wohl von jedem selbst ab! Aber was ist denn so hart. Jeder schreibt von "hart", aber was ist damit gemeint. Habe da überhaupt keine Vorstellung, habe selbst mal vor Jahren Haschisch geraucht, aber damit endgültig aufzuhören, war für mich überhaupt kein Problem.

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danielz
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:17

es wird "hart" für ihn sein leben wieder auf die reihe zu bekommen, und "hart" für dich ihn dabei zu begleiten...
er wird jetzt alles mit klarem kopf regeln müssen und sich um allerhand dinge kümmern die ihn vorher nicht interressiert haben... und nicht nur das er sich darum kümmern muss, er muss es auch verarbeiten und wissen was er tut...

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Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:20

Richtig. Vor allem wird es schwer, wenn allgemeine "Probleme" auftauchen, wo er sich früher vielleicht in seinen Rausch geflüchtet hat. Jetzt muss er da mit klarem Kopf durch. Ich drücke euch beiden von Herzen ganz fest die Daumen.

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Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:20

@birbante

Einen brauchbaren Tip kann dir hier wohl niemand geben. Gut wäre, wenn du wüsstest wie seine Sucht sich bei ihm auswirkt. Achte auf seinen Gemütszustand, die Emotionalität, an diesen Faktoren bemerkt man am ehesten Rückfälligkeit oder Ungewöhnlichkeiten.

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birbante
Diskussionsleiter
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Leben nach dem Drogenentzug

17.02.2008 um 21:29

-univerzal-
Genau da liegt die Schwierigkeit, er ist durch den jahrelangen Drogenkonsum sehr in sich gekehrt und spricht darüber überhaupt nicht, verdrängt diese Problematik, weil er durch das Denken an seine Sucht Angst hat, rückfällig zu werden, der Suchtdruck ist sehr stark bei Crystal, das geht nie mehr aus seinem Kopf. Er ist alles in allem ein sehr sensibeler und feinfühliger Mensch, der schon oft im Leben enttäuscht wurde.

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 02:28

Er bräuchte einen Job der ihn fordert,oder zumindest eine Aufgabe,auf jeden Fall einen strukturierten Tagesablauf,sonst wäre der Entzug sinnlos wenn es danach nichts zu tun gibt.
Am besten wäre erstmal Urlaub,drei Wochen Urlaub mit Wandern und schwimmen,volles Programm...nä,kein Urlaub,kein Job,kein Fordern...dann vergesst es

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 02:51

Ich persönlich hatte trotz meiner jungen Jahre schon ein paar Drogenentzüge hinter mir... Der schlimmste und auch der längste war der nach meiner Benzo- und Kokain Abhängigkeit...
Ich möchte dir deswegen auch nichts vormachen - vorallem weil er ja im Vergleich zu mir ziemlich lange abhängig war (bei mir waren es nur 6 oder 7 Jahre), jedoch habe ich vorher bereits drei Entgiftungsversuche unternommen...

Deshalb wäre es für mich jetzt erst mal wichtig zu wissen, ob es sein erster Entzug war?

Hm, da ich wie gesagt ähnliches erlebt habe, kann und muss ich dir sagen, dass sein Craving (Das Verlangen nach der Droge) ihn voallem die erste Zeit ziemlich um den Verstand bringen wird. Er wird dazu neigen, sich durch andere Mittel den Kick zu verpassen, den er so lange gewöhnt war, sei es Alk oder gar andere Drogen.
Ganz wichtig ist, dass du erstens mal auf seine jetzigen neuen Konsumgewohnheiten achtest - Alkohol spielt da meistens die gefährlichste Rolle, da er erstens leicht zu beschaffen ist und auch so ziemlich schnell zur Routine wird.

Des Weiteren, muss er sich mit seinem Craving bewusst auseinander setzen, am besten wäre es wenn er in eine ambulante Suchttherapie gehen würde, oder z.B. eine Die "Prisma" aufsuchen würde, denn bei beidem werden die "Klienten" dazu aufgefordert Cravingkurven zu führen, wenn der Suchtdruck besinders hoch ist werden die Gefühle die man währenddessen hat festgehalten, denn nur so kann man das Ganze analysieren und angehen.

Er wird mit der reinen "nüchternen" Realität enorme Schwierigkeiten haben, sehr enorme, doch wenn er die ersten Monate clean durchsteht, ohne Rückfall, dann erst kann man sagen er ist auf dem Weg einer Besserung. Selbst wenn die körperliche Abhängigkeit nicht mehr besteht, das Verlangen nach der Droge ist enorm und dauert bei nicht wenigen selbst nach einem Jahr noch an.

Wie sehen seine privaten Umstände aus? Ohne Aufgabe, einen Sinn hat er den Kampf vermutlichbereits verloren, bevor er ihn beginnen konnte.

Wenn er nicht arbeitet, dann sollte er sich unbedingt ein Hobby suchen, das sehr sehr viel Zeit kostet und in Anspruch nimmt... Gerade ehemalige Drogenabhängige sollen ja ziemlich gut auf solche Dinge wie Karate, Judo oder andere Sportarten zu reagieren. Triathlos oder 5-Kampf könnte ich mir auch gut vorstellen, doch er muss unbedingt die Lücke füllen, die der Entzug bei ihm zurück lässt. Verstehst du?

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hammelbein
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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 03:39

ich wollte ja zuerst schreiben

verlass den der zieht dich nur runter! aslo weg damit!


aber tristanas post ist / klingt vernünftiger, befolg mal ihren ratschlag und setz dich am besten per PM mit ihr auseiander , denke sie kann dir hier am besten helfen

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 03:47

Oh Hammelbein, so gnädig kenne ich dich ja gar nicht... Aber der Threadsteller kann sich gerne per PN bei mir melden, ich habe auch sehr viele Kontaktadressen Deutschlandweit ;)

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 06:13

Ich habs ja nie geschafft von einer Droge so richtig abhängig zu werden,dabei hab ich diverse Versuche unternommen mich mit allen Regeln der Kunst abzuschiessen.
Als spät diagnostizierter ads'ler muss ich jetzt Drogen nehmen,ausgerechnet meine Lieblingsdroge wird mir jetzt zum Fluch

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rockandroll
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 06:23

Werden Adslern nicht Preparate auf Amphetaminbasis verabreicht?

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 06:39

Ich habe selbst ADHS und nahm sehr lange Mathylamphetamin aber ich habe gemerkt dass es auch ohne geht... Alles Schwachsinn was manche Ärzte einfach so mal auf die Schnelle verordnen... Naja, so isse die Schulmedizin.

Mein Verhalten damals wurde übrigens als schwer verlässig abgetan, nachdem ich alle meine Medikamente nach ganzen 5 oder 6 Jahren von heute auf morgen abgesetzt hatte und ich lebe immer noch, sehr gut sogar.

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birbante
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied


   

Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 09:46

-tristana-
Danke für Deine ausführliche Antwort. Ja ies st tatsächlich sein erster richtiger Entzug. Vorher hat er all die Jahre versucht, sich selbst zu entgiften, ist dann aber immer wieder rückfällig geworden. Obwohl er einen festen Job bei der Stadt hat, den er jetzt auch wieder aufnehmen wird, hat er dann als Ersatzdroge täglich zu Alkohol gegriffen, um den Suchtdruck in Griff zu bekommen. Die Tagesstruktur, die er als Süchtiger braucht ist nicht das Problem, sondern seine innere Einsamkeit.

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Leben nach dem Drogenentzug

18.02.2008 um 09:56

Wenn er zurück kommt in sein altes Umfeld wird´s verdammt schwer für ihn werden, ein "erfolgreicher" Entzug ist ein echter Neuanfang, vorallem verändern sich viele erstmal gewaltig, denn ist die Droge erstmal aus dem Leben verbannt gild es sich neue Lebensziele zu stecken. Manche Suchtis kommen einem nach einem Entzug auch vor wie ein umgedrehter Handschuh, soll heißen man verändert sich auch charakterlich, ob immer zum Positiven sei mal dahingestellt !

Jedenfalls wird´s nicht einfach, wenn er wieder Kontakte zum alten Drogenumfeld hat...

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