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Alles über die besten Schauspieler und Entertainer Deutschlands RSS

1.079 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutsche Schauspieler, Deutsche Entertainer

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FaIrIeFlOwEr
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Alles über die besten Schauspieler und Entertainer Deutschlands

23.10.2010 um 20:59




Wer sind die größten deutschen Schauspieler und Entertainer, die wohl bekanntesten, berühmtesten Idole vieler Menschen …
Einer von ihnen, dürfte zweifelsohne Jupie Johannes Heesters sein …
Er wurde am 5. Dezember 1903 geboren, er lebt noch und hat auch in seinem hohen Alter noch viele Auftritte, er erfreut wohl auf der Bühne noch ganz viele seiner “Fans“…

Aber es gibt sehr viele andere, wie Heinz Rühmann, Hans Rosenthal, Rudi Carell, Harald Juhnke, Peter Alexander, Evelyn Hamann … da sind jetzt nur einige dieser hervorragenden Künstler aufgeführt, denn die Liste derer scheint sehr lang zu sein …

Lasst uns Berichte, Bilder, Anekdoten und vieles mehr zusammen tragen … aber lasst uns auch diskutieren, über alles, was diese „großen“ Künstler betrifft … was gerade sie auszeichnete, um sich in der Reihe, der größten „Künstler“ Deutschlands überhaupt einzureihen …

Manche sind leider nicht mehr am Leben, aber sie haben uns trotzdem sehr viel hinterlassen und sind somit doch fast unsterblich …

Aber bitte kein Spam !!!

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Alles über die besten Schauspieler und Entertainer Deutschlands

23.10.2010 um 21:06

ich fange einfach mal mit Heinz Rühmann an

hr14

Ich bin dem Leben dankbar, Schauspieler zu sein -
das ist der schönste Beruf der Welt.

http://www.ruehmann-heinz.de/

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Alles über die besten Schauspieler und Entertainer Deutschlands

23.10.2010 um 21:13

@fairieflower
Ach ja der Heinz, ich mochte ja besonders den Film "Die Feuerzangenbowle" obwohl ich da noch sehr jung war, fand ich dass total lustig. :D

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Alles über die besten Schauspieler und Entertainer Deutschlands

23.10.2010 um 21:15

@fairieflower
Rühmann wurde am 7. März 1902 in Essen als Sohn von Hermann und Margarethe Rühmann geboren. Seine Eltern lassen sich 1916 scheiden und Rühmann zieht mit seinen beiden Schwestern und seiner Mutter nach München .

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23.10.2010 um 21:20


@CosmicQueen
CosmicQueen schrieb:
Ach ja der Heinz, ich mochte ja besonders den Film "Die Feuerzangenbowle" obwohl ich da noch sehr jung war, fand ich dass total lustig.


Die Feuerzangenbowle ist der Titel eines Romans aus dem Jahr 1933, der von dem Satiriker, Drehbuch- und Kabarett-Autor Hans Reimann zusammen mit Heinrich Spoerl verfasst wurde.

Der Roman wurde mehrfach verfilmt, wobei die Filmfassung von 1944 die bekannteste ist.

Die Feuerzangenbowle - Baldrian


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23.10.2010 um 21:29

@CosmicQueen

1902-1932

Geboren wurde Heinrich Wilhelm Rühmann, das war der bürgerliche Name von Heinz Rühmann, am 07.03.1902, einem Freitag, um 02:30 Uhr, in Essen, Kettwigerstraße 1, im Hotel Stemme, das seinem Opa, einem Ingenieur bei Krupp, mütterlicherseits gehörte, als Sohn von Margarethe und Hermann, der in Wanne (Herne 5, Wanne-Eickel) die Bahnhofswirtschaft gepachtet hatte. Heinz Rühmann hatte einen zwei Jahre älteren Bruder namens Hermann.

1903 machte Heinz Rühmann Ferien auf Borkum.

Ein Jahr später wurde seine Schwester Ilse geboren.

Mit zehn Jahren, also 1912, musste Heinz Rühmann zur Kur nach Bad Wildungen. Weswegen Heinz Rühmann zur Kur musste konnten wir trotz ausgiebiger Recherchen noch nicht klären. Im gleichen Jahr wurde er ins Gymnasium eingeschult. Auf dem Weg zur Schule wurde Heinz Rühmann von einem Stein bei einer Straßenschlacht am Mundwinkel getroffen. Die Narbe war immer deutlich zu sehen.

1913 übernahm der Vater in Essen das große Hotel "Handelshof" mit Restaurant, Bierkeller, Cafe und Weinstube, direkt neben dem Bahnhof. Die Privatwohnung der Rühmanns war in dem Hotel, was der Mutter aber zuviel wurde, da die Kinder überall im Hotel herumrasten, vor allem in der Konditorei. Deswegen mussten Heinz Rühmann und Hermann in ein Alumnat (Schülerwohnheim) im Bergischen Land in Lennep. Heinz Rühmann hatte Heimweh, war unglücklich, weinte viel und bekam in der Schule seine erste Ohrfeige - wegen fortgesetzten Fehlverhaltens.

1914 durften Heinz Rühmann und Hermann zurück nach Essen. Der Erste Weltkrieg hatte begonnen und Heinz Rühmann besuchte er die 2. Klasse der Oberrealschule in Essen, bekam sein erstes Fahrrad mit einer Glocke, die vom Vorderrad angetrieben mit einer Schnur betätigt wurde.

1916 ging der Vater von Heinz Rühmann mit seinem Hotel Pleite. Er war zuletzt sein bester Gast. Die Eltern trennten sich. Heinz mit Geschwistern und Mutter wohnte von nun ab in der Brunnenstraße 74.

Heinz Rühmann zog mit seiner Mutter und den Geschwistern in die Schlotthauerstr. 5 in München, nachdem der Vater in Berlin Selbstmord beging.

http://www.ruehmann-heinz.de/Hauptseite.htm

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23.10.2010 um 21:31


1933-1945

1934 hat Heinz Rühmann einen Rauhaardackel namens Struppi.

Rühmann hatte das ständige Wechseln von Firma zu Firma satt und wechselte zur Terra. Er bekam eine feste Monatsgage, mit der Verpflichtung, drei Filme im Jahr zu drehen.

Ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Rühmanns Traum, endlich Regie führen zu dürfen, wahr. Der Film hieß "Lauter Lügen". Für die Hauptrolle verpflichtete er, nach langem Suchen, eine junge Wienerin, eine Schauspielerin namens Hertha Feiler, damals 22 Jahre jung. Rühmann in seiner Biographie: "Sie gefiel mir. Auch für die Rolle." Da schien sich doch mehr als nur eine Zusammenarbeit anzubahnen. Die Premiere am 23.12.1938 war besonders für Hertha Feiler ein großer Erfolg. Im gleichen Jahr bekam Heinz Rühmann eine Medaille für die beste schauspielerische Leistung der Biennale in Venedig.

Rühmann und Feiler verloren sich aus den Augen, weil die Schauspielerin schnell zum nächsten Drehort reisen musste. Erst ein Jahr später trafen sich beide auf einer privaten Einladung wieder. Hertha erinnerte Heinz Rühmann daran, dass er von den Dreharbeiten her noch immer Schulden in Höhe von 20 Mark bei ihr hatte. Rühmann war verlegen und beschämt, und beim Entschuldigen muss er wohl zu weit gegangen sein. Am 01.07.1939 wurde in Berlin-Wannsee geheiratet. Sein Bruder Hermann war Trauzeuge. Das junge Ehepaar wohnte am Kleinen Wannsee 15 in Berlin in einem Bungalow, den Rühmann ein halbes Jahr zuvor gekauft hatte.

Heinz Rühmann schreibt in "Heinz Rühmann - Ein Leben in Bildern" über den Film "Paradies der Junggesellen", der am 01.08.1939 uraufgeführt wurde: "Für mich hat dieser Film eine ganz besondere Bedeutung, seit ich weiß, dass ein Foto - jenes mit Schürze und Zigarre - in einem Haus in Amsterdam hing. Im zweiten Stock der Prinsengracht 263, im Zimmer von Anne Frank, das heute Museum und Erinnerungsstätte an eine schlimme Zeit ist."

1940 wurde Heinz Rühmann Staatsschauspieler und erhielt die Goldene Ehrennadel des dänischen Fliegerclubs.

1942 gebar Hertha ihrem Heinz Rühmann am 07.06. Sohn Peter (drei Wochen zu früh).

1945 hat Heinz Rühmann einen neuen Hund, eine Rauhaardackeldame namens Ambrosia. Um zu überleben las Heinz Rühmann sogar im Juni eine literarische Matinee ("Die Nase" von Gogol) im "Haus der Kultur der Sowjetunion", obwohl er zuvor und eigentlich auch lange Zeit später Lesungen nie gemacht hat. Erst zu Fernsehzeiten sollten weitere Lesungen folgen.

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23.10.2010 um 21:32

1946-1960

Nachdem Heinz Rühmann die Arbeitserlaubnis bekommen hatte, ging es zusammen mit Hertha los mit dem "Wanderzirkus Rühmann", so nannte sich das kleine Tourneetheater selbst. Die Tournee wurde nach einigen Wochen beendet, weil Rühmann im Sommer 1946 nach Berlin zu einer englischen Dienststelle beordert wurde.

Im Jahre 1947 wohnten Heinz Rühmann und Hertha Feiler in einer Holzbaracke auf dem Bavaria-Filmgelände, Berlin, der Bungalow war von Stalinorgeln zerstört.

Am 16.05.1947 gründete Heinz Rühmann die Produktionsfirma "Comedia Rühmann-Teichs OHG" mit Alf Teichs, dem früheren Produktionschef der "Terra". Eine lachende und eine weinende Maske waren das Firmenzeichen. Ihre Sitze hatte die Firma in Berlin, München und Wiesbaden. Hertha hatte ihren Heinz Rühmann noch gewarnt, er solle die Finger davon lassen, er verstünde nichts von geschäftlichen Dingen, aber Heinz Rühmann liess es drauf ankommen. Es folgten Filme wie "Berliner Ballade", "Der Herr vom andern Stern" u.a., aber keiner wurde ein Erfolg.

Heinz Rühmann wirkte 1949 in dem Hörspiel "Du kannst mir viel erzählen..." mit. Aufgenommen wurde es im Funkhaus Hamburg an 3 Tagen.

Am 01.04.1951 wurde die Liquidation der Comedia in Münchener Handelsregister eingetragen. Heinz Rühmann ist dadurch bis über beide Ohren verschuldet gewesen.

Vier Jahre lang bekam Rühmann keine Filmangebote. Wer beschäftigte schon gerne einen Schauspieler, der Pleite gegangen war? Sohn Peter war bereits in einem Internat, aber es fiel oft schwer, das Schulgeld zusammenzubekommen. Maria kehrt aus Stockholm zurück und erwartet von Rühmann eine monatliche Unterstützung in beträchtlicher Höhe. Erst mit "Keine Angst vor großen Tieren" ging das Filmen wieder los. Rühmann schloss einen Exklusiv-Vertrag mit der Berolina. Dennoch gab die Berolina ihn für den "Hauptmann von Köpenick" frei.

1955 wurde Heinz Rühmann Ehrenmitglied der Internationalen Artistenloge und bekam die Goldene Ehrennadel für seine Clownrolle in "Wenn der Vater mit dem Sohne" verliehen.

1957 bekam Heinz Rühmann den "Golden Gate"-Preis der Internationalen Filmfestspiele in San Francisco für den ?Hauptmann von Köpenick? und den Kunstpreis der Stadt Berlin sowie den Bundesfilmpreis.

Im gleichen Jahr wollte Kurt Ulrich mit Heinz Rühmann den Film "Ich war ein kleiner PG [Parteigenosse]" drehen, doch der Film kam nicht zustande. Axel Eggebrecht, ein ehemaliges KPD-Mitglied, deswegen auch zweimal von den Nationalsozialisten verhaftet und ins KZ Hainewald inhaftiert wurde, schrieb das Drehbuch. Doch Produzent Kurt Ulrich war mit dem Drehbuch nicht zufrieden. Es war ihm zu hart und dramatisch, nicht locker genug für einen "PG-Rühmann-Film". Trotz der von Eggebrecht durchgeführten Änderungen wird das Drehbuch abgelehnt und der Autor R.A. Stemmle mit einer Neufassung beauftragt. Warum wurde das Drehbuch Eggebrechts abgelehnt? Eggebrecht wollte den Parteigenossen Rühmann als aufrechten und gutgläubigen Nazis darstellen. Ulrich und Rühmann wollten hingegen einen unschuldigeren Parteigenossen, mit dem sich das Publikum identifizieren konnte. Aber auch verschiedene Drehbuchfassungen von R.A. Stemmle wurden abgelehnt. Auch Helmut Käutner lehnte eine Mitarbeit an diesem Film ab, obwohl Rühmann ihn gerne dabei gehabt hätte. Auch Rühmann hatte Skrupel, die "Zeit zu klein zu machen", und er fürchtete, ebenso wie Käutner, dass man ihn als einen Vergangenheitsentsorger kritisieren könnte. Vielleicht hatte Rühmann auch Angst, man würde den Titel "Ich war ein kleiner PG" auf ihn persönlich beziehen. Jedenfalls wurde der Titel im Verlauf des Jahres 1957 in "Der kleine PG" abgewandelt. Dann wurde der Film aber erst gar nicht gedreht. Stemmle brachte 1958 seine Drehbücher als Roman heraus.

Am 06.08.1957 verstirbt Maria geschiedene Rühmann in München. Sie wird am 08.08.1957 im Krematorium Ostfriedhof feuerbestattet. Ihr Grab wird 1967 aufgelöst, weil die Friedhofsbehörde keine Angehörigen mehr ermitteln kann, die die Grabpflege übernehmen. Ihre Urne wird daraufhin in einem Sammelgrab beigesetzt.

1959 bekam Heinz Rühmann den Ernst Lubitsch-Preis des Clubs der Filmjournalisten Berline.V.. Seine Schulden, die Hälfte von DM 1.500.000,00, des "Comedia"-Konkurses hatte er in diesem Jahr schon abbezahlt. Seit 1952 hatte er die Hälfte seiner Gagen immer dem Gerichtsvollzieher, der zweimal die Woche kam, übergeben müssen. Aber aus Fehlern lernte man schon damals. Heinz Rühmann wurde bescheidener, hatte seinen etwas zu groß geratenen Hut abgesetzt und in die Hand genommen.

http://www.ruehmann-heinz.de/Hauptseite.htm

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23.10.2010 um 21:33

@fairieflower
Filme (Auswahl)

* "Das Mädchen mit den fünf Nullen" 1927 mit Adele Sandrock
* "Einbrecher" 1930 mit Ralph Arthur Roberts Lillian Harvey Willy Fritsch Oskar Sima
* "Die drei von der Tankstelle" 1930 mit Lillian Harvey Willy Fritsch Oscar Karlweis und den Comedian Harmonists
* "Bomben auf Monte Carlo" 1931 mit Hans Albers
* "Meine Frau die Hochstaplerin" 1931 mit Käthe von Nagy Fritz Grünbaum Theo Lingen Fritz Alberti
* "Man braucht kein Geld" 1931 mit Hans Moser Hedy Lamarr
* "Der brave Sünder" 1931 Regie: Fritz Kortner
* "Der Stolz der 3. Kompanie" 1932 mit Rudolf Platte
* "Es wird schon wieder besser" 1932 mit Fritz Grünbaum
* "Lachende Erben" 1933 Regie: Max Ophüls mit Max Adalbert
* "Heimkehr ins Glück" 1933 mit Paul Hörbiger
* "Die Finanzen des Großherzogs" 1934 mit Fritz Alberti Theo Lingen
* "So ein Flegel" 1934 mit Inge Konradi
* "Frasquita" 1934 mit Hans Moser
* "Ein Walzer für dich" 1934 mit Adele Sandrock Theo Lingen
* "Heinz im Mond" 1934 mit Annemarie Sörensen Rudolf Platte Oskar Sima Inge Konradi
* "Himmel auf Erden" 1935 mit Adele Sandrock Hermann Thimig Hans Moser Rudolf Carl Theo Lingen Lizzi Holzschuh
* "Eva" 1935 mit Hans Moser Adele Sandrock Magda Schneider
* "Allotria" 1936 Regie: Willi Forst
* "Ungeküsst soll man nicht schlafen gehn" 1936 mit Liane Haid Theo Lingen Hans Moser
* "Lumpacivagabundus" 1936 mit Hans Holt Paul Hörbiger Fritz Imhoff
* "Der Mann von dem man spricht" 1937 mit Hans Moser Theo Lingen Gusti Huber
* "Der Mann der Sherlock Holmes war" 1937 mit Hans Albers
* "Der Mustergatte" 1937 mit Leny Marenbach
* "5 Millionen suchen einen Erben" 1938 mit Leny Marenbach Vera von Langen Oskar Sima
* "Nanu Sie kennen Korff noch nicht?" 1938 mit Victor Janson
* "13 Stühle" 1938 mit Hans Moser
* "Kleider machen Leute" 1940
* "Quax der Bruchpilot" 1941
* "Hauptsache glücklich!" 1941 Regie: Theo Lingen
* " Die Feuerzangenbowle " 1944 mit Karin Himboldt (Eva Knauer) Hilde Sessak (Marion) Erich Ponto (Professor Crey "Schnauz") Paul Henckels (Professor Bömmel) Hans Leibelt (Direktor Knauer
* "Quax in Afrika" 1945/53 Regie: Helmut Weiss Buch Hermann Grote mit Bruni Löbel Beppo Brem
* "Sag' die Wahrheit" 1946 mit Georg Thomalla Susanne von Almassy
* "Das kann jedem passieren" 1952 Regie: Paul Verhoeven mit Gisela Schmidting Liesl Karlstadt
* "Schäm' dich Brigitte!" 1952 mit Hans Moser Margarete Slezak Theo Lingen Nadja Tiller Hilde Berndt
* "Keine Angst vor großen Tieren" 1953
* "Briefträger Müller" 1953 Regie: Heinz Rühmann mit Heli Finkenzeller
* "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" 1954 mit Hans Albers
* "Escale à Orly" 1955 mit Claus Biederstaedt
* "Wenn der Vater mit dem Sohne" 1955 mit Oliver Grimm Waltraut Haas
* "Charleys Tante" 1956 mit Hertha Feiler Claus Biederstaedt Walter Giller
* "Das Sonntagskind" 1956 Regie: Kurt Meisel mit Walter Giller Siegfried Lowitz (Kriminalinspektor)
* " Der Hauptmann von Köpenick " 1956
* "Vater sein dagegen sehr" 1957 Regie: Kurt Meisel mit Marianne Koch
* "Es geschah am hellichten Tag" 1958 mit Sigfrit Steiner Siegfried Lowitz (Inspector Heinzi) Gert Fröbe Ewald Balser
* "Der Pauker" 1958 Regie: Axel von Ambesser mit Wera Frydtberg Gert Fröbe Klaus Löwitsch Peter Kraus
* "Menschen im Hotel" 1959 mit O.W. Fischer Gert Fröbe
* "Ein Mann geht durch die Wand" 1959
* "Mein Schulfreund" 1960 mit Loni von Friedl Ernst Schröder Mario Adorf
* "Der brave Soldat Schwejk" 1960 Regie: Axel von Ambesser mit Ernst Stankovski Franz Muxeneder Ursula von Borsody Senta Berger Jane Tilden Fritz Eckhardt Fritz Muliar
* "Max der Taschendieb" 1962 mit Elfie Pertramer Hans Clarin
* Die Pater-Brown-Trilogie
o "Das Schwarze Schaf" 1960 mit Karl Schönböck Maria Sebaldt Siegfried Lowitz
o "Er kann's nicht lassen" 1962 Regie: Axel von Ambesser mit Rudolf Forster Grit Böttcher Ruth-Maria Kubitschek Horst Tappert
o "Die Abenteuer des Kardinal Braun" 1967
* "Meine Tochter und ich" 1963 mit Gertraud Jesserer Gustav Knuth
* "Das Haus in Montevideo" 1963 Buch: Curt Goetz
* "Ship of Fools" 1965 mit Vivien Leigh Simone Signoret Oskar Werner
* "Das Liebeskarussell" 1965 mit Curd Jürgens Nadja Tiller Ivan Desny Gert Fröbe Catherine Deneuve Friedrich von Thun Ingeborg Wall Johanna von Koczian Anita Ekberg Peter Alexander Axel von Ambesser
* "Dr. med. Hiob Prätorius" 1965 Buch: Curt Goetz mit Liselotte Pulver
* "Hokuspokus oder: Wie lasse ich meinen Mann 1966 Buch: Curt Goetz mit Liselotte Pulver
* "La Bourse et la vie" 1966 mit Fernandel
* "Maigret und sein größter Fall" 1966 mit Günter Strack (Kommissar Delvigne) Eddi Arent
* "Der Tod des Handlungsreisenden" 1968
* " Mein Freund Harvey " 1970 mit Susi Nicoletti
* "Der Kapitän" 1971 mit Johanna Matz Horst Tappert Ernst Stankovski Horst Janson Günter Pfitzmann ; Musik: James Last
* "Oh Jonathan oh Jonathan!" 1973 mit Peter Fricke
* "Gefundenes Fressen" 1977 mit Mario Adorf Elisabeth Volkmann Joachim Fuchsberger
* "Das Chinesische Wunder" 1977 mit Senta Berger Peter Pasetti
* "Noch 'ne Oper" 1979 Regie: Heinz Erhardt mit Grit Böttcher Heinz Erhardt Gert Fröbe Rudolf Schock Margit Schramm Vicco von Bülow
* "Balthasar im Stau" 1979 mit Cornelia Froboess Louise Martini
* "Es gibt noch Haselnuß-Sträucher" 1983 mit Katharina Böhm
* "In weiter Ferne so nah!" 1993 Regie: Wim Wenders mit Otto Sander Bruno Ganz Nast

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23.10.2010 um 21:34

1961-1994

1961 wurden Heinz Rühmann der Preis der Deutschen Film-Kritik sowie der Bundesfilmpreis mit dem Filmband in Gold und der Golden Globe (Preis der Auslandspresse in den USA/für seine Darstellung des Schwejk) verliehen.

1962, 1963 und 1964 folgten jeweils der Goldene Bambi als beliebtester Schauspieler.

1964 machte Heinz Rühmann einen Seitensprung - nein, nicht was Sie denken - er drehte in Hollywood. "Das Narrenschiff" wurde von Stanley Kramer produziert. Drei Monate Amerika mit Frau und Sohn standen auf dem Programm. Sohn Peter reiste vorzeitig aus Kalifornien ab und machte - zur großen Freude seines Vaters - heimlich den Flugschein.

1966 bekam Heinz Rühmann das Grosse Bundesverdienstkreuz, den Goldenen Bambi als beliebtester Schauspieler und den Silbernen Bildschirm der Zeitschrift TV Hören und Sehen.

1967 gingen die Auszeichnungen weiter: Goldener Bildschirm der Zeitschrift TV Hören und Sehen und Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler.

Im gleichen Jahr geriet Heinz Rühmann wieder an Fritz Kortner. In den Kammerspielen sollte "Die Zimmerschlacht" mit Rühmann als Ehemann gespielt werden. Es wurde aber eine wirkliche Schlacht. Rühmann und Kortner kamen auf keinen gemeinsamen Nenner und Rühmann gab die Rolle ab. Aber der Intendant der Kammerspiele, August Everding, besuchte Rühmann in Grünwald und überredete ihn zu einer Aussprache mit Kortner. Diese Aussprache fand in Kortners Wohnung statt. Rühmann sagte Kortner gehörig seine Meinung, bevor dieser sagte: "Das hat mir noch niemand gesagt." und nach einer Pause "wir sollten es doch noch einmal zwei Probetage lang miteinander versuchen." Rühmann sagte zu, aber nach den zwei Tagen war die Quälerei zu Ende. Die Inszenierung hätte sowieso nicht geklappt. Heinz Rühmann musste wochenlang ins Krankenhaus.

1968 folgten die gleichen Auszeichnungen wie 1967. Im gleichen Jahr wechselte Heinz Rühmann vom Film zum Fernsehen. Seine erste Rolle war der Willy Loman im "Tod des Handlungsreisenden".

1969 wurde Heinz Rühmann mit dem Goldenen Bambi als beliebtester Schauspieler ausgezeichnet.

Im August 1969 wohnte Heinz Rühmann in Grünwald bei München. Im gleichen Jahr kauften sich die Rühmanns ein Haus in Frankreich, am Cap Ferrat. Heinz Rühmann spricht seiner Frau, die an Krebs erkrankt ist, immer wieder Mut zu.

Am 01.11.1970 starb Hertha Feiler an Krebs. Heinz Rühmann zog sich danach zunächst aus der Öffentlichkeit zurück.

1971 wurde Heinz Rühmann mit dem Goldenen Bambi als beliebtester Schauspieler ausgezeichnet.

1972 bekam Heinz Rühmann die höchste Ordensauszeichnung der Bundesrepublik, das Grosses Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband und nebenbei auch noch den Goldenen Bambi als beliebtester Schauspieler. Am 03.07. wurde Heinz Rühmann zum ersten Mal Großvater: Enkelin Claudia erblickte das Licht der Welt.

Zur Wiederaufführung des "Hauptmann von Köpenick" im Jahre 1972 besuchte Heinz Rühmann zum ersten Mal das Rathaus (Berlin-Ost).

1973 folgten weitere Auszeichnungen: Die Goldene Leinwand des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater und den Goldener Bambi als beliebtester Schauspieler. Auch durfte Rühmann bei Stars in der Manege einen Clown mimen.

Am 09.10.1974 heiratete Heinz Rühmann zum dritten Mal. Seine "neue" Frau hieß Hertha "Herthi" Droemer. Die Hochzeit fand ganz geheim auf Sylt statt. Niemand erfuhr bis heute Einzelheiten. Kennen gelernt hatte Heinz Rühmann seine Herta beim Golf spielen. Im gleichen Jahr wurde Enkelin Melanie geboren. Allerdings gab es in der Familie Rühmann zu dieser zeit einen Bruch. Sohn Peter, Professor der Arbeitswissenschaften, forderte seinen Erbteil: Das Grünwalder Haus, Hertha Feilers Haus.

1975 machten Heinz Rühmann und Hertha eine Woche Schneeurlaub. Heinz Rühmann erhielt das Angebot, an Silvester 1975 und Neujahr 1976 den "Frosch" in der Fledermaus in Wien zu übernehmen. Im Herbst wollte Rühmann den Vertrag aufkündigen, weil er als erster Deutscher diese Rolle hätte sprechen sollen, lies sich dann aber doch überreden, den Vertrag zu erfüllen.

1976 wurde Heinz Rühmann zum dritten Mal Großvater - Enkel Peter wurde geboren.

1977 erhielt Heinz Rühmann den mit 15.000 DM dotierten kulturellen Ehrenpreis der Stadt München. Im gleichen Jahr ließ das Bezirksamt Berlin-Neukölln eine Silbermünze mit Rühmann als Hauptmann von Köpenick prägen.

Von 1977 bis 1993 las Heinz Rühmann in der Hamburger St. Michaeliskirche, besser bekannt als der Michel, Weihnachtsgeschichten. Rühmann setzte nicht auf aufgesetzte Schnörkel, das Wort des Dichters stand im Mittelpunkt. Einfühlsam und leise fließen die Worte, aus denen - unmerklich fast - eine Melodie schwingt. Es klingt einfach, so selbstverständlich, dass man erst nach mehrmaligem Hören ahnt, wie viel Kunst und Können notwendig sind, um so natürlich zu sprechen. Jeder der Texte ist ein Beispiel dafür, dass Sprechen mehr sein kann als bloßes Mitteilen.

1977 wurde ein großer Traum Heinz Rühmanns wahr: Er durfte im Zirkus Krone ein großes Clown-Solo darbieten.

1978 wurde Heinz Rühmann Vorsitzender des Vereins zur Förderung Münchener Kammerspiele e.V. und bekam den Goldenen Bambi als beliebtester Schauspieler.

1979 folgte die Goldene Kamera der Zeitschrift HÖRZU, 1980 die Goldene Verdienstmedaille der Luftrettungsstaffel Bayern.

1980 ging ein großer, nein: der größte Traum von Heinz Rühmann in Erfüllung: Als Clown mit Oleg Popov im Zirkus Krone.

1980/81 drehte Rühmann dann wieder in den USA : "Ein Zug nach Manhattan". Rühmann spielte einen jüdischen Kantor. Spätestens durch diesen Film ist der Vorwurf, Heinz Rühmann sei ein Nazi gewesen, widerlegt. Was meinen Sie, wie die Juden der ganzen Welt reagiert hätten, wenn ein Nazi einen Juden gespielt hätte.

1981 bekam Rühmann die Silbermedaille des 24. Internationalen Film- und TV-Festivals of New York für "Der Zug nach Manhattan".

Am 09.12.1981 wurde Heinz Rühmann der Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst der Landesregierung München verliehen. Diese Auszeichnung gab es nach neunjähriger Pause erstmalig wieder.

1982 zogen die Rühmanns nach Berg am Starnberger See. Der Umzug war Folge eines Streits mit seinem Sohn Peter, inzwischen Professor für Arbeitswissenschaft in München, der in das Grünwalder Haus zog.

Im gleichen Jahr, in dem auch seine Biographie "Das war's" erschien, bekam Heinz Rühmann die Goldene Ehrenmünze der Landeshauptstadt München und den Silbernen Chaplinstock des Verbandes Deutscher Filmkritiker. Im Sommer des Jahres gab Heinz Rühmann schweren Herzens seine Fluglizenz zurück, obwohl er immer noch voll flugtauglich war - aus Liebe zu seiner Frau.

1984 bekam Heinz Rühmann den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst der Landesregierung München und den Goldenen Bambi für seine Gesamtleistung. Im selben Jahr unterzog sich Heinz Rühmann einer Prostata-Operation.

1985 wurde er mit der Jaroslav Hasek-Medaille des tschechischen Filmes ausgezeichnet, ein Jahr später mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises.

1986 erschien der Bildband "Heinz Rühmann - Ein Leben in Bildern". Herausgeber Manfred Barthel berichtet im Vorwort darüber, dass Heinz Rühmann bei einigen Bildern überredet werden musste, der Veröffentlichung zuzustimmen, weil : "Er hielt sie für zu persönlich, zu privat."

Im Dezember 1986 musste sich Heinz Rühmann einer Leistenoperation unterziehen. Er litt an einen doppelten Leistenbruch. "Dank Herthas liebevoller Pflege habe ich mich ziemlich schnell erholt." sagte er später.

1987 wurde Rühmann durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker geehrt. Mit Hertha machte er eine Mittelmeer-Kreuzfahrt und eine dreiwöchige Aslan-Kur im sauerländischen Ohlsberg. Rühmann: "Das Glück des Alters bedeutet, die Zartheit des kleinsten Frühlingsblümchens in ihrer anrührenden Vollkommenheit zu erkennen."

Am Abend des 16.12.1988 las Rühmann in der Bonner Kreuzberg-Kirche die Kurzgeschichte "Weihnachten" von Felix Timmermanns. unter den Gästen war auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

Am 16.11.1989 folgte die Auszeichnung mit dem Professorentitel durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW, Johannes Rau.

1990 bekam Heinz Rühmann die Goldene Berolina, ein Jahr später erneut den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst der Landesregierung München.

Im Sommer 1991 starb Rühmanns ungarischer Hirtenhund "Arpad" mit 16 Jahren an Altersschwäche. Zwischen Heinz Rühmann und Sohn Peter hat es eine Aussprache gegeben. Die Streitigkeit, das Zerwürfnis, schien beigelegt. Schwiegertochter Marion und Peter sollen sehr lange gebraucht haben, um Heinz Rühmanns neue Frau und sein neues Glück zu akzeptieren.

1992 wird Rühmann 90 Jahre alt und hat nur einen Wunsch: "Es soll alles so bleiben, wie es ist." Das ZDF veranstaltete Rühmann zu Ehren eine große Gala im Prinzregenten-Theater in München. Unter den Gratulanten waren Gyula Trebitsch und Tochter Katharina, Loni von Friedl (Tochter Rühmanns in "Der Schulfreund"), Max Schmeling (seit 60 Jahren mit Rühmann befreundet.) Bundeskanzler Helmut Kohl und dessen Ehefrau Hannelore, Bernhard Wicki, Helmut Fischer, Peter Alexander, Willy Millowitsch und viele andere. Nur Rühmanns Sohn Peter und seine Frau Marion sowie deren Kinder Melanie und Peter standen den ganzen Abend ein bisschen Abseits. Der dritte Rühmann-Enkel, Claudia Rühmann, war gar nicht da.

Am 17.03.1992 erlitt Heinz Rühmann einen Schwächeanfall und wurde in der Münchner Uni-Klinik operiert; eine alte Leistenoperationsnarbe wurde angeblich entfernt. Freunde befürchteten einen schlimmeren Eingriff: "Damit hätte man gewartet, bis sich Herz und Kreislauf wieder stabilisiert haben."

1993 kam die Neuaufnahme mit Cinematic des Erfolgliedes LaLeLu bis unter die ersten 10 Plätze in der Top-100.

Im Dezember schenkten Nachbarn Heinz Rühmann zu Weihnachten einen Mischlings-Dackel namens "Anatol", 10 Monate alt.

Am 15.01.1994 trat Heinz Rühmann zum letzten Mal im TV auf. Im ZDF, bei "Wetten, dass ... ?" mit Thomas Gottschalk sagte er : "Ich hatte Angst vor dem Alter - doch es lohnt sich ..."

Am 07.03. wird Rühmann 92 Jahre. Allein mit seiner Frau Hertha wollte er den Tag begehen. Rühmann sagt heute: "Heute rieche ich eine Rose anders als früher." Sohn Peter und Schwiegertochter Marion sind zum Kaffee eingeladen. Bestseller-Autor Siegfried Fischer-Fabian kam am Vormittag und brachte dem Geburtstagskind einen Strauß Veilchen, Rühmanns Lieblingsblumen.

Im August/September 1994 stieg die Angst um Heinz Rühmann. Seit Tagen verließ er sein Haus nicht mehr; sagte die Verleihung einer goldenen Schallplatte ("LaLeLu") ab; Enkelin Melanie nahm sie entgegen.

Im September/Oktober 1994 gab es letzte Bilder. Sie zeigten einen Heinz Rühmann im Rollstuhl. Er hatte sich wieder leicht erholt, wusste aber, dass der Winter nahte.

Am 03.10.1994, gegen 20:30 Uhr schloss Heinz Rühmann in Aufkirchen am Starnberger See, Klosterweg 29, seine Augen für immer. Nach Rühmanns Tod bleibt sein Leichnam noch 26 1/2 Stunden zu Hause, bevor er am 04.10. um 23:00 Uhr in einem Sarg aus dem Haus getragen wird. Am gleichen Abend noch erfolgte die Einäscherung.

Ganz Deutschland erfuhr erst zwei Tage später, am Mittwoch, vom Tode des besten Schauspieler des letzten Jahrhundert. Fast jeder zeigt sich betroffen. Hier ein paar Stimmen zu Rühmanns Tod: Roman Herzog (damals Bundespräsident): "...Ein unvergleichlicher Schauspieler, der vielen Menschen Vergnügen bereitet, aber auch in ernsten Rollen Bleibendes geleistet hat...." - Hans-Joachim Kulenkampff (TV-Profi): "Heinz Rühmann liegt jenseits der Neid-Grenze." - Helmut Fischer ("Monaco"-Franze): "Der einzig wirkliche Star unter uns ist doch der Heinz Rühmann." Thomas Gottschalk (TV-Profi): "...Er wurde gehört, ohne laut zu sein, er wurde geachtet, ohne sich wichtig machen zu müssen. ..."

Am 30.10.1994 wurde die Urne Heinz Rühmanns auf dem Dorffriedhof in Aufkirchen beigesetzt. 7 Lorbeer-Bäume bewachen das Grab, das nur 500 Meter von seiner Villa entfernt ist.

http://www.ruehmann-heinz.de/Hauptseite.htm

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23.10.2010 um 21:38

@CosmicQueen

1995 wurde Heinz Rühmann in memoria mit der GOLDENEN KAMERA für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Ein Jahr nach Rühmanns Tod wohnt die Witwe nach wie vor in jenem Haus, in dem sie mit Rühmann so glücklich war: "Denn hier lebe ich doch eigentlich mit meinem Mann weiter. ich kann mir nicht vorstellen, jetzt woanders zu sein. Wir hatten doch so eine enge Verbindung - man hat doch das Gefühl, der andere findet einen dann nicht mehr."

1997 erwarb das Land Berlin die Erinnerungsstücke an Heinz Rühmann mit Mitteln der Klassenlotterie zu einem nicht genannten Preis. Der Berliner Filmproduzent Artur Brauner sowie die Studiotour Babelsberg und die Transit-Film München unterstützten den Ankauf.

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23.10.2010 um 21:47

aus der Biographie von Heinz Rühmann
1980 ging ein großer, nein: der größte Traum von Heinz Rühmann in Erfüllung: Als Clown mit Oleg Popov im Zirkus Krone.

heinzrhmann01
mit freundlicher Genehmigung des Fotographens Alfred A. Haase, München
und der Abendzeitung München


heinzrhmann02
mit freundlicher Genehmigung des Fotographens Alfred A. Haase, München
und der Abendzeitung München


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23.10.2010 um 21:51

Eine seiner größten Leidenschaften war das Fliegen, Heinz Rühmann machte 1931 sogar seinen Pilotenschein ...

Heinz Rühmann und das Fliegen

Seine Leidenschaft für das Fliegen wäre fast zum Verhängnis für ihn und seine Fans geworden, wenn nicht seine Mutter rechtzeitig auf dem Balkon erschienen wäre, als Heinz Rühmann mit einem Regenschirm herunter springen wollte.

Der Ufa-Vertrag kam Rühmann ganz gelegen, er wollte unbedingt ein Flugzeug, eine Klemm 25 mit einem Salmson-Sternmotor mit 40 PS. Wahllos filmte er deswegen. Seiner Meinung nach verdienen es nur wenige Filme, der Vergessenheit entrissen zu werden, so z.B. "Bomben auf Monte Carlo" mit Hans Albers.

1931 macht Heinz Rühmann seinen Pilotenschein und kauft sich sein erstes Flugzeug, eine Salmson-Klemm (Klemm 25 mit Salmson-Sternmotor mit 40 PS). Fluglehrer von Heinz Rühmann war der Träger des "Max Joseph Ordens", der mit dem persönlichen Adelstitel verbunden ist, Ritter von Schleich, im Ersten Weltkrieg der "schwarze Ritter" genannt. Rühmann hatte 1929 im Herbst bei einem Bummel durch München in einem Schaufenster ein Schild des Münchner Leichtflugzeug-Clubs gesehen und war sofort in dem Geschäft in den Club eingetreten. Am gleichen Tag noch begab er sich zum Fliegerarzt und am nächsten Tag zum Flugplatz Oberwiesenfeld, dem heutigen Olympia-Gelände. Am 29.06.1930 war es dann endlich soweit: Der erste Alleinflug. Heinz Rühmann war glücklich und seinem Pilotenschein schon sehr nah.

Schon sehr früh hatte Heinz Rühmann Flugmodelle gebaut und eifrig an Firmen geschrieben, die Zubehör wie Propeller, Peddigrohr, Räder fürs Fahrgestell und Gummibänder lieferten. Sein Lieblingsmodell war eine Rumplertaube, das leistungsfähigste Flugzeug seiner Zeit, in Berlin in der ersten Flugzeugfabrik in Deutschland vom Österreicher Edmund Rumpler seit 1908 gebaut. Schon als Junge war Rühmann glücklich, wenn er bei Piloten und Mechanikern sein konnte, die immerzu an etwas herumbastelten. "Es roch so schön nach Öl und Benzin!"

Seinen ersten Mitflug machte Rühmann erst, als er schon Theater spielte. Er flog mit dem bekannten Motor- und Segelflieger Wolf Hirth in einer Klemm 25, einer offenen Maschine, mit. Durch diesen Rundflug über Berlin "war ich endgültig und für immer ein Fliegernarr".

Ernst Udet, der große Flieger, sechs Jahre älter als Rühmann war mit ihm befreundet und schon in jungen Jahren sein Vorbild. Udet sorgte mit seinen Fliegerkünsten für Aufsehen. Er flog unter den Isarbrücken und in Schräglage zwischen den Türmen der Frauenkirche durch, machte einen Looping um die Grosshesseloher Brücke. Er landete auf dem Schneeferner der Zugspitze und startete auch von dort. Anfang der Dreißiger Jahre lernten Udet und Rühmann sich auf einem Faschingsball im Regina-Hotel in München kennen.

Nach 1935 wurde Udet von der Luftwaffe umworben, wollte aber nichts davon wissen. Göring wollte von Udet eine schriftliche Bestätigung, dass er, Göring, eine Zeitlang nach dem Tod von Richthofen im Ersten Weltkrieg Führer der Staffel gewesen sei. Lächelnd sagte Udet zu Rühmann: "Er war's, aber ich geb's ihm nicht!" Nach ein paar Monaten schien Udet seine Meinung zu ändern: "Du, so wie wir gedacht haben, sind die gar nicht" oder "Man muss die erst mal kennen lernen" und Ähnliches war von ihm zu vernehmen. Udet wurde dann, was er gar nicht wollte, in die Partei aufgenommen.

Udet wurde mit Uniformen ausgestattet und als Oberst entlohnt. Udet wurde Generalluftzeugmeister, und er und Rühmann sahen sich immer seltener. Udet bekam dann Probleme mit dem Reichsluftfahrtministerium und wurde aufs Abstellgleis geschoben. Am 18.11.1941 wurde sein Tod - "beim Erproben einer neuen Waffe abgestürzt" - bekannt. Udets Hauspersonal wurde verhaftet und einige Tage inhaftiert. Es sollte nämlich nicht bekannt werden, dass Ernst Udet sich am 17.11. erschossen hatte. Udet bekam ein Staatsbegräbnis.

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23.10.2010 um 22:18

@fairieflower
Es gibt sogar einen Heinz-Rühmann-Weg...wusste ich auch nicht.

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23.10.2010 um 22:20

Heinz Rühmann und das Dritte Reich

Nun komme ich zu einem Bereich, den man sehr sensibel angehen sollte. Viele beschuldigten Heinz Rühmann nach dem Untergang des Großdeutschen Reiches, ein Nazi gewesen zu sein. Aber war er das wirklich? Ich versuche diese Frage zu beantworten.

Heinz Rühmann soll nicht immer unpolitisch gewesen sein. Am 10.04.1932 kam es in der Weimarer Republik zu einem zweiten Wahlgang bei der Reichspräsidentenwahl. Der amtierende Reichspräsident von Hindenburg (wurde von der SPD und dem Zentrum unterstützt), der NSDAP-Kandidat Adolf Hitler und der KPD-Mann Ernst Thälmann standen zur Wahl. Rühmann engagierte sich in diesen Tagen und warf Flugblätter aus seiner Klemm 25 heraus über den heiß umkämpften Arbeiterbezirken Neukölln und Wedding ab. Es waren Flugblätter der demokratischen Kräfte, also unterstützte er von Hindenburg. Wahrscheinlich ist die Geschichte erfunden. Am 05.02.1946 rief Walter Franck, ein ehemaliger Produktionsleiter der Terra-Film, in der Kammer der Kulturschaffenden an und berichtete über diesen Flug. Wollte der Rühmann-Mitarbeiter seinen ehemaligen Star aus Gefälligkeit entlasten? Oder hat der Flug wirklich statt gefunden? Keiner weiß es bis heute.

@fairieflower

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23.10.2010 um 22:29

@CosmicQueen
Heinz Rühmann und das Dritte Reich

Es wird nicht immer einfach gewesen sein in dieser Zeit ... für uns auch sehr schwer nach zu vollziehen ... gottlob kennt man diese Zeit nur vom Hörensagen ...


Im Juli 1933 wurde die Reichsfilmkammer (RFK) gegründet. Präsident wurde Joseph Goebbels. Jeder Schauspieler, der eine Zulassung von den Nationalsozialisten bekommen wollte, musste Mitglied bei deren Unterorganisation - durch das Reichskulturkammer-Gesetz vom 22.09.1933 - Reichsfachschaft Film (RFF) werden. Auch Heinz Rühmann wurde Mitglied (05.10.1933, Mitgliedsnummer 1357). Rühmann trägt bei der Frage nach einer Mitgliedschaft in der NSDAP oder der NSBO ein, dass er Mitglied im "Kampfbund für Deutsche Kultur" sei. 1946 gibt Rühmann im Entnazifizierungsprozess hierzu an, dass er den Eintrag vorgenommen habe, weil er dachte, nicht aufgenommen zu werden, wenn er keiner nationalsozialistischen Organisation angehöre, vor allem, da seine Frau Volljüdin war. Eine Mitgliedschaft bestreitet er aber in einer eidesstattlichen Erklärung. Wann Rühmann die Wahrheit angegeben hat (1933 oder 1946) konnte der damalige Ausschuss nicht mehr abschließend feststellen.

1934 wechselte Heinz Rühmann von Heinz Hilpert zu Gustav Gründgens. Als Grund schreibt er in "Das war's": "Für meine jüdische Frau hatte ich an Hilperts "Deutschem Theater" nicht mehr ausreichenden Schutz, da es Goebbels und seinem Propagandaministerium unterstellt war, das immer rigoroser gegen Mischehen vorging. Das Staatstheater jedoch gehörte zu Görings Machtbereich, dessen Frau Emmy Sonnemann, eine Schauspielerin, zu Gründgens freundschaftlichen Kontakt hatte, den er geschickt für gefährdete Kollegen zu nutzen wusste."

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23.10.2010 um 22:40

@CosmicQueen
CosmicQueen schrieb:
Es gibt sogar einen Heinz-Rühmann-Weg...wusste ich auch nicht.

ich habe gleich mal in unserem Stadtplan nachgeschaut, ob wir eine Straße, einen Platz oder einen Weg haben, der nach Heinz Rühmann benannt worden ist ...
bei uns gibt aber es keinen ... was mich eigentlich sehr verwundert ... ;)

100 4608

Der Feldweg, auf dem Heinz Rühmann seine zahllosen Sparziergänge machte, ist nach HR benannt worden. Der Heinz-Rühmann-Weg ist die direkte Verlängerung des Klosterweg, in dem Heinz Rühmann wohnte.

100 4609

und das ist der Feldweg

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23.10.2010 um 22:50

@CosmicQueen

es geht noch etwas weiter mit Heinz Rühmann und dem Dritten Reich ...

Eine weise Entscheidung Rühmanns. Die Angriffe gegen ihn und seine Frau wurden immer massiver. Im "Schwarzen Korps", der Wochenzeitschrift der SS, wurde seine Ehe mit einer Jüdin Thema eines Leitartikels. Der "Berliner Aeroclub" stufte Rühmann als unerwünschte Person ein. Als Maria dann, wie alle Juden im Deutschen Reich, ein J in den Ausweis gestempelt bekam, da wusste Heinz Rühmann, dass er handeln musste. Zusammen mit Gründgens hielt das Ehepaar ein Beratungsgespräch ab. Gründgens erreichte über Emmy Sonnemann einen Termin für Rühmann bei Göring. Auf Görings Herrensitz Karinhall in der Schorfheide bei Berlin wurde Rühmann von Göring empfangen. Göring empfahl Rühmann: "Sehen Sie zu, dass Ihre Frau einen neutralen Ausländer heiratet. Das ist die einfachste Lösung! Meinen Segen haben Sie!" Mehr sagte Göring nicht. Zuvor hatte Rühmann mit Goebbels gesprochen. Dieser fragte ihn: "Hängen Sie denn noch an dieser Frau, ist Ihre Ehe noch gut?". Rühmann: "Herr Minister, ich verdanke meiner Frau alles. Sie hat mich zu dem gemacht, was ich bin!". Darauf Goebbels: "Machen Sie sich mit dem Gedanken vertraut, dass es über kurz oder lang zu einer Trennung kommen muss!" Nach diesem Gespräch wechselte Rühmann zum Staatstheater.

In sein Tagebuch schrieb Göring am 06.11.1936: "Heinz Rühmann klagt uns sein Eheleid mit einer Jüdin. Ich werde ihm helfen. Er verdient es, denn er ist ein ganz großer Schauspieler."

Am 05.02.1936 lief der Film "Wenn wir alle Engel wären" in den Kinos an. Der Film spielte bis zum 25.10.1939 insgesamt 997.107 Reichsmark ein, hatte dagegen aber nur 430.000 Reichsmark gekostet. Die Komödie wurde an der Mosel gedreht.

Für den 1936 gedrehten Film "Allotria" bekam Rühmann für die Drehzeit vom 10.02. bis 05.04. eine pauschale Gage von 25.000 Reichsmark.

Heinz Rühmann wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Reichsmark verurteilt, "weil er als Ehemann einer Jüdin fahrlässig die bestehende Anmeldepflicht über das inländische Vermögen seiner Ehefrau nicht rechtszeitig bis zum 30.06.1938, sondern erst am 05.08.1938 erfüllt hat." (Bundesarchiv Berlin, Reichskulturkammer, 2600/Box: 0173/File: 18).

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23.10.2010 um 22:56

@CosmicQueen

aber es gibt noch mehr aus dieser Zeit ...

Rühmann beriet sich mit Maria. Man ließ sich scheiden (19.11.1938), damit Maria den schwedischen Schauspieler Rolf von Nauckhoff (02.05.1939) heiraten konnte. Maria lebte aber weiter in Berlin, zunächst in der Trabener Str. 1, im Grunewald, dann, von 1942 bis zum 31.03.1943 in Berlin-Schöneberg in der Kurfürstenstr. 107. 1942 wurde die Ehe, die nur eine Zweckgemeinschaft war für die Heinz Rühmann Nauckhoff einen kleinen Sportwagen schenkte, mit Nauckhoff geschieden. Ende März 1943 wanderte Maria nach Schweden aus und liess sich in Stockholm nieder. Rühmann bekam eine Devisenausfuhrgenehmigung, damit er Maria monatlich einen beträchtlichen Betrag (300 Reichsmark bis zum 31.01.1945, als Maria noch in Deutschland war, bekam sie 2000 Reichsmark im Monat von Rühmann) nach Stockholm, wohin Maria 1943 emigrierte, überweisen konnte.

1939 bekam Rühmann für einen Heinz-Rühmannfilm für die Drehzeit vom 15.04.1939 bis zum 15.05.1939 eine Gage von 60.000 Reichsmark als Pauschale. Mitte der dreißiger Jahre bekam er pro Film zwischen 25.000 und 30.000 Reichsmark.

Rühmanns Jahresgage bei der Terra lag bei rund 220.000 Reichsmark, zuzüglich einer Schenkung von 40.000 Reichsmark (steuerfrei) aus dem Privatfond von Adolf Hitler. Für diesen Fond hatte Goebbels Vorschläge zu machen.

Als Rühmann am 08.02.1946 von dem deutschen Entnazifizierungsausschuss über die Höhe seiner Gagen befragt wurde, bestätigte er die 220.000 Reichsmark: "In Ihrer letzten Sitzung wurde ich mir eine gewisse Geschäftstüchtigkeit unterschoben wegen der Erreichung einer Jahresgage von RM 220.000. Die richtige Antwort fällt einem meist erst hinterher ein und die lautet: Mein jüdischer Freund und Manager Fred Pinkus war es, der selbst öffentlich nicht mehr in Erscheinung treten konnte, der mich aber in allem Geschäftlichen beriet und der letzten Endes derjenige war, der diese Gage erzielte." (Bundesarchiv Berlin, Reichskulturkammer: 2705/Box: 0005/File: 07, Blatt 59) - Allerdings vergisst Rühmann dabei, dass Pinkus nach dem Managerverbot sich offiziell nicht um seine Geschäfte hätte kümmern können.

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23.10.2010 um 23:01

1940 drehte Rühmann anlässlich des 43. Geburtstages von Goebbels einen etwa 8 Minuten langen Film mit dessen Kindern.

1941 wurde Heinz Rühmann als Luftwaffensoldat zur Grundausbildung nach Rechlin eingezogen. An jedem Morgen Grundausbildung, nachmittags Geländemarsch. Wegen eines Meniskusschadens durfte Rühmann nach einer gewissen Zeit mit dem Fahrrad neben herfahren. Ernst Udet besorgte Rühmann die Erlaubnis auf dem nahe liegenden Fliegerhorst zu fliegen. Auf seinem ersten Wochenendurlaub wurde er von Udet zu sich gebeten, sagte aber wegen der schäbigen Uniform ab. Udet erteilte ihm den Befehl zu erscheinen, aber Rühmann folgte nicht. Ernst Udet hat ihm den Ungehorsam nie verziehen.

1942 wirkt Rühmann im Film "Fronttheater" mit. Es ist zwar nur ein 30-Sekunden-Auftritt, aber neben "Wunschkonzert", der zweite Propagandafilm in Rühmanns Film-Chronologie. Rühmanns Auftritt wurde an einem Tag im Dezember 1941 gedreht. (Filmkopie im Bundesarchiv Berlin: Film/B Film-Nr. 08679)

1943 bekam Rühmann erneut Schwierigkeiten; er hatte es gewagt, zu seiner Hochzeit mit der Vierteljüdin Hertha Feiler seine geschiedene Frau, eine Volljüdin, einzuladen. Die Nationalsozialisten sahen darin natürlich einen rein provokatorischen Akt gegen den Nationalsozialismus. Auch weigerte er sich stets, der NSDAP beizutreten und sich politisch eindeutig zu erklären. Und dann hatte Rühmann auch noch seinen Kollegen Otto Wallburg, einen Juden, in Amsterdam besucht. und als Krönung hatte Heinz Rühmann gedroht: "Ich habe den Laden satt - ich gehe ins Ausland!".

Denunzianten hatten in Erfahrung, dass auch Hertha Feiler nicht "rasserein" war, dass Rühmann seine erste Frau Maria und andere nichtarische Freunde zu Gast in seinem Hause hatte, dass er nie "Heil Hitler" sagte. Wegen des Hitlergrusses hatte Rühmann ernsthafte Probleme. Im Film "Der Gasmann" hatte er so schlampig "Na denn Heil Hitler!" gesagt, dass sich das Publikum bei der Premiere so sehr darüber amüsierte, dass Rudolf Heß die Szene aus dem Film herausschneiden liess.



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