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"Dialog" RSS

70 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Toleranz, Christen, Moslems, Muslime, Intoleranz, Dialog

zur Rubrik (Politik)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

Seite 2 von 4 1234
   

"Dialog"

02.02.2007 um 14:41



Da wir schon dabei sind, nochwas über Worte und Dialog - leider etwas kopflastig.


Ich finde den Begriff "Meinung" irreführend, weil eine Meinung fürandere
unverbindlich ist und alles und nichts bedeuten kann. Eine Meinung muss mannicht ernst
nehmen, aber echte Argumente und sein Gegenüber sollte man schon.
Daher spreche ich
lieber von einer logischen Argumentationskette oder vonArgumenten - und diese sollten
nicht von momentanen Stimmungslagen abhängig sein.

Meinungen kann man sich
zurechtbiegen, Argumente auch, aber nicht so einfach, wennsie schlüssig sein sollen.

Andererseits kann natürlich auch eine Meinung schlüssigsein, und leider erweckt der
Begriff "Mein - ung" den Anschein, dass es erstmal ummich persönlich geht als
Wahrheitsgarant des von mir gesagten, auch wenn es um Allesgeht.
Und wenn ich sage
"Dass ist meine Meinung!" werfe ich mich gleich mit in dieWaagschale der Diskussion und
werde persönlich - was ich gar nicht tun muss, wennmeine Meinung schlüssig ist.

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sarasvati23
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"Dialog"

02.02.2007 um 14:50

@jimmybondy


"Da wo ich überzeugt wurde, wo ich merke, das meine eigenen Wortefalsch sind, da ist es mir nur möglich, mein Gesicht zu bewahren, in dem ich dortnachbessere. Sonst komme ich mir ja schon selber doof vor und um wieviel ungünstiger sinddie Stimmen dann erfahrungsgemäß von aussen?"

So ist es. Aber insbesondere haltauf die eigene Person bezogen, in erster Linie sollte man ja mit sich Selbstzurechtkommen, unmöglich, wenn man sich sozusagen selber blendet.

"Darum sagtVoltaire: Wir werden die Welt ebenso dumm und schlecht zurücklassen, wie wir sie beiunserer Ankunft vorgefunden haben."

Ja, leider. Wenn die Menschheit Bestandhaben will, sollte sie aber eigentlich mal anfangen aus Fehlern der Vergangenheit zulernen in dem sie sich mit der Vergangenheit "vernünftig" auseinandersetzt.

Konservatismus ist da nicht sehr hilfreich.

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gsb23
ehemaliges Mitglied


   

"Dialog"

02.02.2007 um 14:52

>>Ich finde den Begriff "Meinung" irreführend, weil eine Meinung für andere
unverbindlich ist und alles und nichts bedeuten kann<<

Meine Meinung zumThema "Dialog" - nicht drüber reden, sondern machen. Am besten selbst und ganzverbindlich in den jeweiligen Themen! ;)

Gruß

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freestyler
ehemaliges Mitglied


   

"Dialog"

02.02.2007 um 14:54

@gsb23

>>>Meine Meinung zum Thema "Dialog" - nicht drüber reden, sondern machen.Am besten selbst und ganz verbindlich in den jeweiligen Themen!
<<<

Dannsolltest du doch mit gutem Beispiel vorangehen ;)

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"Dialog"

02.02.2007 um 15:00

@sarasvati23

Is ja nicht so das wir nicht einer Meinung << wären. (doch ja,ziemlich sicher sogar)
Vergangenheit kann jedoch nur so aufbearbeitet werden, wie esdem Zeitgeist entspricht. Was heute vernünftig ist, kann morgen schon ne Katastrophesein.
Ich sehe da kaum Lösungen.
Da mir das aber auch nicht so liegt und ich sturbin mache ich eben einen auf Don Quichote.
Und ja, ich fühle mich damit sogar nochwohl.

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sarasvati23
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"Dialog"

02.02.2007 um 15:09

@mitras

Da gebe ich dir Recht.


Generell besitzen Worte einengroßen Einfluss auf unser Denken.

Das ist auch ein Instrument der Politik.


@jimmybondy

"Ich sehe da kaum Lösungen."

Ich auch nicht wirklich,

aber ein Umdenken muss stattfinden. Teilweise tut es das ja schon, glaube, hoffeich zumindestens. :D

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"Dialog"

02.02.2007 um 15:56

@sarasvati23:
Was die Worte angeht, an manchen lässt sich einfach besser drehen undMeinung gehört nun mal dazu. Wenn Angela Merkel eine Meinung hat, dann bedeutet das fürviele ein hohes Gewicht - egal ob sie gute Argumente hat oder nicht, weil es eben AngelaMerkel ist, das ist Hörigkeit, aber diese muss erst einmal entstehen.

@jimmybondy:
"Was heute vernünftig ist, kann morgen schon ne Katastrophe sein."

Wort-Relativismus...?

Vernunft ist immer gleich, was heute vernünftigist wird morgen auch vernünftig sein, von einem unabänderlichen Standpunkt betrachtet,ebenso ist Gutes immer gut sein wird und Schlechtes immer schlecht. Nur unser relativerBlickwinkel ändert sich ständig und damit ändert sich das, was wir im Einzelfall mit"vernünftig" bezeichnen, aber nicht das, was vernünftig ist.

Das Wort "Vernunft"ist aber schon positiv belegt, dabei sollten wir es belassen. Durch Umwertung der Wortekann man viel Macht erlangen. Man kann sagen, es ist vernünftig, Afrika auszuhungern,weil damit das Leid in Afrika mittelfristig gelindert wird. Oder man sagt, Atomkraft seiverünftig, solange keine anderen Energiequellen bereitstehen. Aber diese Vernunft ist diekalte, über Menschenleben hinweg gehendene oder Menschenleben gefährdende - und diewollen wir ja nicht haben.

@gsb23:
Es ist nicht verkehrt, darüber zusprechen, wie man Gespräche führt, denn die Qualität der Argumente führt letztlich zueinem Entschluss.

Kriterien für einen guten Dialog:

Man gelangt zueinem neuen Argument, das man prüft.
Man findet Hilfe die man in einerLebenssituation braucht oder einen guten Tipp, den man ausprobiert.
Man handeltfindet Gleichgesinnte und beginnt zu handeln.

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"Dialog"

02.02.2007 um 15:59

Es gibt noch etwas, das vorteilhaft sein kann, um einen Dialog offen zu halten.

Ich weiß das ich z.B. Eingebildet, Nachtragend, Aufbrausend und nicht Vorurteilsfreibin. Das gehört zum Inventar des Menschseins. Wer jetzt sagt daß er frei von diesenDingen ist macht sich entweder etwas vor oder ist einfach kein Mensch, soll es auchgeben.

Der Punkt ist, daß ich versuche mir das bewusst zu machen und mir klarmache daß alles was ich von diesen "unbequemen" Eigenschaften in einen Dialogmiteinfließen lasse, diesem einen persönlichen Charakter verleiht der oft fern jedervernünftigen Argumentation liegt. Oder auch die Gefahr jemandem anders somit auf die Füßezu treten und Mißverständnisse zu provozieren wird kleiner. Und wenn es trotzdem passiertkann man es mit Humor nehmen :)

MfG
Gondolfino, der Lobsucht und Tobsuchtvergessen hat :D

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"Dialog"

02.02.2007 um 16:39

@mitras

Seit wann hat die Menscheit einen unveränderlichen Standpunkt?
Gutund schlecht ist eine Frage der Moral.
Und diese Wertvorstellung ist sehrveränderlich, sehr fliessend.
Und genauso habe ich es auch gemeint.

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"Dialog"

02.02.2007 um 16:55

Welche Menschheit? Jeder Mensch hat einen anderen Wertstandpunkt.

Du drückstdich allgemein aus, diesen allgemeinen Standpunkt gibt es nicht, jeder hat seinen, daherkannst du nur von deiner Vernunft sprechen.

Wenn du aber von der Vernunft imallgemeinen Sinne sprichst, müsstest du das, was du als Vernünftig empfindest über diemenschliche Ebene heben und diese verlassen, denn einen vermittelbaren Standpunkt gibt esnicht und es wird ihn nicht geben, da schwarz und weiß nun mal schwarz und weiß bleiben,auch wenn es viele Grautöne gibt, falls du mich verstehst.
Das heisst, man kanneinfach nicht sagen, die Vernunft ändert sich, man kann nur sagen, der Mensch ändert sichoder wird vernünftig. Der Begriff "Vernunft" bringt überhaupt nur was, wenn man ihn polarversteht und an Eigenschaften und Werte bindet, ansonsten ist er überflüssig.

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"Dialog"

02.02.2007 um 17:33

@mitras


Ich ändere meinen Satz für Dich. Ich sagen nun nicht mehr "Washeute vernünftig ist, kann morgen schon ne Katastrophe sein. "

Sondern ichkorigiere und sage "Was heute vermutet wird was vernünftig seit, kann morgen schon neKatastrophe sein."

Ist es so besser?

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"Dialog"

02.02.2007 um 19:02

Ich verbessere vorbeugend nochmals.^^

Was heute als richtig gilt, kann schonMorgen eine Katastrope sein.

So jetzt aber müßte es verständlich sein.

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tankred
ehemaliges Mitglied


   

"Dialog"

02.02.2007 um 19:06

Mal wieder typisch und das sage ich gerne pauschal. Ein Thread in dem der Ersteller nurseine eigene Meinung zulässt und bestättigt haben will. Aber das ganze auch noch "Dialog"zu nennen ist schon gewaltig.

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sarasvati23
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"Dialog"

03.02.2007 um 11:01

nee, darum geht es nicht, wenn ich Tomaten oder Applaus wollte, hätte ich mich schonlängst um eine Stelle beim Theater beworben,
jede Meinung ist hier gleichberechtigt,aber man muss doch hinterfragen und hinterfragen lassen, sollte so sein, bei einemDialog.

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sarasvati23
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"Dialog"

04.02.2007 um 20:41

Hiermal zu der Feststellung bezüglich der Emanzipation des Islams eine Dokumentation, dieaus einer BBC Reihe stammt.

Ist auf englisch, aber wenn jemand sie in deutschschauen möchte, da hatte die Dokumentation den Titel "Der Wandel des Islam", mal alsSuchtip.


Battlefor Islam


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"Dialog"

05.02.2007 um 13:13

@tankred:
Wenn dir der Thread nicht passt, schreib doch einfach nicht rein.

@jimmybondy:
Es kommt drauf an, aus welcher Perspektive man schaut, zum Beispielals armer Schlucker in Kalkutta oder als Börsianer an der Wall Street. Dazwischen liegengrößere Welten als zwischen den Meinungsportfolios der Zeitgeistjünger.

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"Dialog"

05.02.2007 um 13:44

@mitras

Ich weiss leider nicht so genau, was Du mir damit sagen willst?
Kritisierst Du mich? Oder ist dies ergänzend gemeint?

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"Dialog"

05.02.2007 um 15:23

Du formulierst für mich etwas unverständlich. Das ist glaube ich alles.

"Washeute als richtig gilt, kann schon Morgen eine Katastrope sein."

Sehr richtig,wenn auch pessimistisch. Meinungen sind Schall und Rauch, entscheidend ist der Mut derHandelnden.

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"Dialog"

05.02.2007 um 16:04

@mitras
Das Problem kenne ich, meine Unverständlichkeit begegnet mir auch im realenGespräch.
Und mit Dir geht es mir eigentlich auch so. Ist aber nicht böse gemeint!

Wenn ich jetzt zB. was über den Mut der Handelnden lese, dann frage ich mich,was Du damit sagen möchtest?
Das diese Handelnden keine Fehler machen? - Wenn auchaus bester Absicht?
Das alleine kann es doch nicht sein?

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"Dialog"

05.02.2007 um 18:31

Fehler macht jeder, - aber es gibt Qualitäten. Kaufe ich im Bioladen, kann ich in derRegel davon ausgehen bessere Ware zu bekommen, als im ALDI, gehe ich in ein 4 SterneHotel, ist es dort besser als in einer Absteige usw. Zeige ich ein offenes Gesicht, istdies besser als das eines griesgrämmigen Kleingärtners.

Welche Handlung istgemeint? Eine Handlung, die Mut erfordert, den Mut eines freien Charakters. Die unmutigenHandlungen gibt es mehr als die mutigen. Zum Beispiel, wenn Bundestagsabgeordnete sichmit ihren Zweitjobs mehr verdienen oder wenn Menschen wegschauen, wenn andereniedergetreten oder mundtot gemacht werden.

Muss ich mich an dem messen lasse,was ich schreibe? Ein Glück nicht - ich behaupte nicht, mutig zu sein, aber ich behauptediese Qualität zu kennen und zu lieben.



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