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Fragen zum Thema Judentum RSS

557 Beiträge, Schlüsselwörter: Islam, Judentum

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Fabiano
ehemaliges Mitglied


   

Fragen zum Thema Judentum

20.06.2010 um 13:21



Also entweder glaubt man es oder man glaubt es eben nicht. Nach der Bibel hat sich Gott das Volk Israel jedenfalls von sich aus ausgesucht um sich diesem zunächst zu offenbaren. Und wie sich dieses Volk nun zusammen setzte, rein genetisch, spielt hierbei weniger eine Rolle. Aber das Volk Israel, so wie es sich folglich dann verstanden hat, bildetet eine Ethnie und versteht sich bis heute auch als solche. Alleine schon aufgrund des gemeinsamen historischen, kulturellen und religiösen Hintergrundes.

Zudem muss man auch ganz klar sagen, dass eine Ethnie durch Verfolgung, Not und Bedrängnis sogar noch mehr zusammenwächst und sich als solche versteht. Durch den Nationalsozialismus wurde die Rückbesinnung eben dieser Ethnie auf ihre frühere Herkunft, und das Zusammengehörigkeitsgefühl sogar noch verstärkt. Ansonsten wären die Juden auf der ganzen Welt mehr oder weniger verstreut geblieben, hätten sich quasi assimiliert. Das wollte man aber offensichtlich nicht !

@Fidaii

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Valentini
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Fragen zum Thema Judentum

20.06.2010 um 20:12

@Fidaii

Auch wenn du auf noch so viele Artikel verweist die lediglich alle Shlomo Sand als Referenz nehmen, so bleibt es dennoch Schwachsinn

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viamala
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Fragen zum Thema Judentum

20.06.2010 um 21:37

@Fidaii
die interpreationen von Shlomo Sand darüber was eine ethnie ist, sind polit-philosophien.
ethnien sind keine genetisch rein-rassigen stämme,
sondern man bezeichnet als ethnien gruppen von menschen, die sich durch ihre kulturellen
oder andere gemeinsamkeiten mit einander verbunden fühlen.



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Fragen zum Thema Judentum

20.06.2010 um 22:17

@viamala

Dann sind meine Freunde und ich auch eine eigene Ethnie... und Christen, Buddhisten, Muslime, Hindus auch.

@Valentini

Mehr als zu behaupten, es sei Schwachsinn und mit lächerlichen Genanalysen ankommen, kannst Du auch nicht. Wie lächerlich diese Genanalysen sind, hatte ich ja schon angedeutet.

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Fabiano
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Fragen zum Thema Judentum

20.06.2010 um 22:57

Deine Freunde kenn ich nicht. Bei den Buddhisten und Hindus kann ich das nicht beurteilen, weil ich keine kenne. Muslime hätten eine Ethnie werden können, wenn sie sich als Umma verstanden hätten und nicht in diverse Richtungen zersplittert hätten. Und bei den Christen sieht das ähnlich aus. Einen echten Zusammenhalt, im Sinne: Wir verstehen uns als eine historisch, kulturell und religiös zusammengehörige Gemeinschaft, das kenne ich bei den Christen so (leider) auch nicht.


@Fidaii



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Valentini
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21.06.2010 um 03:20

@Fidaii

Erstens sagen Gene weit mehr und deutlicher als die Aussagen eines Spinners und zweitens ist da noch meine zweite Darstellung. Dier Darstellung davon was ein Volk ausmacht und durch was ein Volk sich begründet

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21.06.2010 um 09:14

@Valentini

Durch diese lächerlichen Genanalysen wird aber versucht, eine jüdische Rasse zu beweisen, deren Ursprung im Nahen Osten liegt...

Darum ging es dir doch sehr wohl, mein Freund, also erzähl nichts vom Pferd.

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21.06.2010 um 09:21

Fabiano schrieb:
Muslime hätten eine Ethnie werden können, wenn sie sich als Umma verstanden hätten und nicht in diverse Richtungen zersplittert hätten.

@Fabiano

Nur, dass Du es weißt: Die Juden sind keine geeinte Gemeinschaft, sondern zersplittert in mehrere Gruppen.

Die sephardische Tradition und aschkenasische Tradition, ist voneinander getrennt. Sepharden und Aschkenasen stellen in Israel jeweils ihren eigenen Oberrabiner. Ferner wird der Chassidismus von einigen Juden als Ketzerei abgelehnt, von anderen wird er hochgehalten. Einige chassidische und orthodoxe Gemeinschaften/Gruppen lehnen Israel ab, andere nicht.

Soviel dazu!

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can
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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 10:48

@Fidaii

Deine Ausführungen mögen so stimmen, aber ein Jude bleibt ein Jude, auch wenn er nicht an Talmund und Thora glaubt. Dem israelischen Staat ist es auch egal, aus welchen Teilen der Erde, die Juden kommen mögen, hauptsache Jude. ;)

Hier spielen auch historisch-soziologische Phänomene eine Rolle, die es nicht ausser Acht zu lassen geht.

Kein Volk hat eine solche Zerstreuung überlebt wie das jüdische Volk - 2000 Jahr lang hatten sie jedes Passah-Fest mit den glaubenvollen Worten abgeschlossen: "Nächstes Jahr in Jerusalem!" Heute sind sie aus über 118 Ländern zurückgekehrt nach Israel.


1991 flog die israelische Regierung in der "Operation Salomo" innerhalb von zwei Tagen 14'087 äthiopische Juden mit 40 Flügen von Addis Adeba nach Tel Aviv. Die Zeit war knapp, denn nach der Flucht des Diktators Mengistu Haile Mariam rückten die Rebellen heran. Diesmal herrscht totale Nachrichtensperre. Ein EL-AL Jumbo, der normalerweise 480 Personen fasst, wurde mit 1080 Menschen gefüllt - 10 Babys wurden geboren.

http://www.segne-israel.de/artikel/a_alija.htm

;)

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21.06.2010 um 10:56

@Can

Wieso bleibt er dann ein Jude?
Weil man es so sagt! Das ist der einzige Grund!

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can
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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 11:04

@Fidaii

Nein, da hier wie geschrieben, soziologische und historische Phänomene eine Rolle spielen, oder kannst du mir sagen, welche Gemeinsamkeiten ein Russe aus Sibieren mit einem Afrikaner aus Athiopien gemein haben ?

Ich denke, dass durch das Leid, welches die Juden im Laufe ihrer Geschichte erfahren haben, sie zu einer Ethnie zusammen geschmolzen sind. Und vielleicht spielen auch religiöse Hintergründe aus Schriften eine Rolle, die die Juden oder Israel zu einer Ethnie erscheinen lässt, darin bin ich aber net belesen. ;)

Das gleiche Phänomen kann man übrigends auch bei Aleviten erfahren. ;)

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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 11:11

@Can

Eben, sie haben keine äusseren Gemeinsamkeiten. Im Übrigen wurden die äthiopischen Juden, die sogenannten Falascha, nicht von allen Juden als Juden anerkannt... Aber man hat halt Juden aus aller Welt gebraucht, um Israel aufbauen zu können. Vielen Juden blieb gar keine andere Möglichkeit, als nach Israel einzuwandern, da ihnen die Einreise in andere Länder verweigert wurde bzw. sie aus anderen Ländern wegen der Gründung Israels vertrieben wurden. Da haben die damaligen Regierungen bestimmter Länder bestimmt schön mitgespielt...

Dass Juden eine religiöse Gemeinschaft bilden (die untereinander uneinig und zersplittert ist), bestreite ich ja nicht, aber dieses Phänomen findet sich in allen Religionen und da bilden Juden keine Ausnahme.

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Fabiano
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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 14:56

Mir ist dazu, weil es mich auch persönlich interessiert, ein Artikel aus Wikipedia zur "Frühgeschichte Israels" ins Auge gesprungen:


Für die Frühzeit des Judentums ist die Geschichtswissenschaft größtenteils auf die biblische Darstellung angewiesen. Diese wird von nur wenigen archäologischen Funden und Angaben nichtisraelischer Quellen ergänzt.

Das Selbstverständnis als das Volk Israel entwickelte sich erst mit dem Entstehen eines Stämmebundes in Palästina. Dort wuchsen die unterschiedlichen Überlieferungen der Stämme zu einer gemeinsamen Ursprungsgeschichte zusammen. In diesen (lange Zeit nur mündlich überlieferten) Vätergeschichten der Genesis werden unterschiedliche Themen dargestellt: Kultlegenden und Mythen aus der altorientalischen Umwelt Mesopotamiens und Palästinas, Ortsätiologien und Einzelereignisse. Diese Vätergeschichten wurden viel später in eine zeitliche Abfolge gebracht und mehrfach theologisch gedeutet und überarbeitet. Sie unterliegen den Beschränkungen mündlicher Überlieferung, die höchstens 200 Jahre lang unverändert tradiert wurde. Deshalb sind Herkunft, Alter und historische Auswertbarkeit dieser ältesten Stoffe des Pentateuch umstritten.

Die Tora als ältester Teil der Bibel entstand nach heutigem Forschungskonsens seit etwa 1200 v. Chr., wurde aber erst seit etwa 450 v. Chr. niedergeschrieben. Sie beschreibt neben anderem Israels Geschichte unter der Führung Moses und Josuas von der Auswanderung aus Ägypten bis zur Landnahme in Palästina. Bibelforscher bezweifeln den Wahrheitsgehalt dieser Darstellung in vielerlei Hinsicht. Trotzdem entnehmen sie ihr viele Einblicke in die Lebensweise und die Kultur dieser Halbnomaden, aus denen allmählich ein Volk mit einer einheitlichen Religion entstand.


(Aus Wikipedia: Israel, Frühgeschichte)


Mit anderen Worten: Es gibt kaum echte wissenschaftliche Quellen, welche die Entstehung des Judentums bzw. des Volkes Israel nachweisen können. Das meiste stützt sich hierbei auf die rein biblischen Überlieferungen. Die können allerdings durchaus bezweifelt werden. Denn die Bibel ist in erster Linie ein Glaubensbuch und kein Geschichtsbuch.

Wenn selbst Bibelforscher den Wahrheitsgehalt der biblischen Darstellungen in vielerlei Hinsicht bezweifeln, die Geschichten von den Urvätern (Abraham, Moses usw.) erst viel später in eine chronologische Abfolge gebracht wurden, das meiste ohnehin nur aus mündlichen Überlieferungen stammt, die erst sehr viel später schriftlich niedergeschrieben worden sind, wenn selbst Legenden und Mythen in die Geschichte des Volkes Israels aus Mesopotamien mit eingeflossen sind, dann bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schenkt den biblischen Überlieferungen Glauben und dann war es so. Oder man zweifelt diese Überlieferungen an und der Rest bleibt reine Spekulation.

Die Herkunft des Volkes Israels bleibt somit ein Rätsel. Hier können natürlich genetische Untersuchungen weitere Aufschlüsse geben. In wie weit man also das Volk Israels oder die Juden als Ethnie bezeichnen will, sollte man ihnen daher selbst überlassen. Man kann es im Grunde sehen wie man will. Historische Betrachtungen stützen sich hauptsächlich auf die biblischen Überlieferungen. Eine wissenschaftliche Überprüfung ist daher schwierig.

Es gibt Bücher, die allerdings eher in den Bereich der Verschwörungstheorien angesiedelt werden müssen, welche die biblischen Überlieferungen anzweifeln und als reine Fiktion darstellen. Ebenso die Entstehung des sogenannten Israels und dessen Auserwähltheit durch Gott. Anzweifeln kann man natürlich alles. Die teils wilden Theorien, welche sich aber alsdann daraus entwickeln, sind meines Erachtens dann genauso als reine Fiktion anzusehen und können ebenso bezweifelt werden, da sie auch keine wissenschaftliche Grundlage besitzen und auf reinen Spekulationen beruhen. Es darf also mal wieder gezweifelt werden...

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21.06.2010 um 17:04

@Fidaii
Fidaii schrieb:
Durch diese lächerlichen Genanalysen wird aber versucht, eine jüdische Rasse zu beweisen, deren Ursprung im Nahen Osten liegt...

Und ganz nebenbei wurde der ganze Unsinn mit den Kasaren widerlegt. Das tut einigen natürlich weh.


Fidaii schrieb:
Aber man hat halt Juden aus aller Welt gebraucht, um Israel aufbauen zu können.

Am Beispiel der Äthiopischen Juden kann man aber nur sagen das es ohne den Einsatz Israels kaum noch Beta Israel geben würde.

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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 19:12

@Tyon

Sicherlich ist ein gewisser Teil der heutigen Juden chasarischer Abstammung, aber nicht nur. Es gibt ja u.a. auch arabische Juden.

Und die Genanalysen haben gar nichts widerlegt, ausser sich selbst.

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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 19:19

Fabiano schrieb:
Hier können natürlich genetische Untersuchungen weitere Aufschlüsse geben

@Fabiano

Bitte, glaub nicht an diese Genanalysen, die sind nicht authentisch.

Ich hatte auf der letzten Seite schon erwähnt:

Zu den Genetikbefunden kann ich dir sagen, dass einmal solch eine Gentetikuntersuchung herausgefunden haben wollte, dass 2/3 der Palästinenser und etwa genauso viele Juden von 3 gemeinsamen Vorväter abstammten, welche vor 8000 Jahren gelebt hätten. Ein Jahr später wurde das dann plötzlich und zufällig berichtigt, so dass sich Palästinenser und Juden genetisch kaum noch glichen, wohingegen Kurden und Juden nun gemeinsame Gene hätten und miteinander verwandt seien.

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can
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Fragen zum Thema Judentum

21.06.2010 um 19:21

@Fidaii

Immerhin sehen es Juden aus 118 Ländern anders, und sehen die Gemeinsamkeiten darin, dass sie Juden sind. Ein russischer Jude sieht mehr Gemeinsamkeit in einem athiopischen Juden, als an einem russischen Christen. ;)

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21.06.2010 um 20:04

@Can

Ich versteh jetzt aber nicht, was daran einzigartig und besonders sein soll.
Ein Muslim z.B. sieht auch Gemeinsamkeiten zu anderen Muslimen.

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viamala
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21.06.2010 um 21:04

@Fabiano
Fabiano schrieb:
Die teils wilden Theorien, welche sich aber alsdann daraus entwickeln, sind meines Erachtens dann genauso als reine Fiktion anzusehen und können ebenso bezweifelt werden, da sie auch keine wissenschaftliche Grundlage besitzen und auf reinen Spekulationen beruhen. Es darf also mal wieder gezweifelt werden...
wirklich? ganz sicher? oder muss und soll wiedermal gezweifelt werden, damit die auserwählten-fiktion der gläubigen keinen kratzer abkriegt?

http://books.google.de/books?id=rq666pCDeWYC&printsec=frontcover&dq=keine+posaunen+vor+jericho&hl=de&ei=wrUfTLDGOoGcOKm01cIM&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CDEQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

Israel Finkelstein
Wikipedia: Israel_Finkelstein
Neil Asher Silbermann
Wikipedia: Neil_A._Silberman

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Fabiano
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21.06.2010 um 22:19

Ach du bist´s :D Bellmondo, Elmafiosi, Neuerprophet, Natruell, Gaius-Simplex, Geobacter usw...

Dann wundert mich gar nichts mehr.



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