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Die Philosophie des Selbstmords RSS

134 Beiträge, Schlüsselwörter: Camus, Suizid, Freitod, Selbstmord, Selbsttötung, Suicid

zur Rubrik (Spiritualität)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 01:52



Junge Menschen die in ihrer Verzweiflung den Tod als letzten Ausweg sehen. Text
...das finde ich sehr traurig.

Auch hier ist Differenzierung angesagt. Meiner Meinung nach sollte es Sterbeinstitute geben. Geregeltes Ableben nach erfüllten Kriterien.Text

erfüllte Kriterien... wenn man sein Arbeit fertig hat, und selbst deshalb fertig ist, also ab der Pension oder wie? :cool: erinnert mich an Soylent Green.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 02:01

snafu schrieb:
erinnert mich an Soylent Green.
...stimmt. :)

Kriterien sind zu definieren.
Denke da an Krankheiten ab einem gewissen Stadium, alte Menschen die nur noch dahin vegetieren... Sollte jedenfalls keine Einladung zur Flucht sein wie mit Romeo und Julia angesprochen.

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RaChXa
versteckt


   

Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 02:07

@shionoro

Meine Aussage "Wer nie geboren wurde kann auch nicht glücklich sein." Weißt bereits auf ein Paradoxon hin welches im Zusammenhang mit Aussagen über Nichtexistenz auftritt.

"Jener" der nie existiert hat, kann nicht als jener betrachtet werden.

Ebenso ist eine Bezugnahme auf jemanden der nicht mehr existiert unzulässig sofern sich die Aussagen nicht auf seine vergangene Existenz beziehen sondern seine "gegenwärtige Nichtexistenz" als Zustand begriffen wird, den dieser Jemand nun besitzt.

Was heißt es denn wenn Jemand Tod ist?

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Fabiano
ehemaliges Mitglied


   

Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 09:03

Meiner Ansicht nach ist es eine Frage der Ethik. Es hängt davon ab, welches Prinzip überwiegt. Hier steht das Selbstbestimmungsrecht gegen das Allgemeinwohl. Oder anders gesagt: Das Ich im Kontext zum Du oder Wir.

Welche Interessen sind stärker zu berücksichtigen und warum? Natürlich hat jeder Mensch das Recht zu Leben, und daraus ergibt sich auch das Recht zu Sterben. Und dieses muss der Mensch nicht vom Zeitpunkt des Zufalls abhängig machen oder davon, wann ein anderer Mensch ihn sterben lässt oder nicht, sondern müsste es selbst bestimmen dürfen, sofern er es auch selbst bestimmen will.

Aber das ist eben nur die Betrachtungsweise aus der Perspektive des Egos, welches natürlich heute eine sehr starke Rolle spielt. Wir haben da heute sehr viel mehr Rechte als früher. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit besagt: Fass mich nicht an, wenn ich es nicht will !

Der andere wird damit quasi zum Unberührbahren, ja fast schon zum Unantastbaren und darf durch einen anderen, durch die Gesellschaft nicht von etwas abgebracht werden, nichtmal von einer Klippe weggezogen werden (tatsächlich oder eben auch nur symbolisch) wenn er nunmal unbedingt in sein Unglück rennen will...

Wobei hier Glück und Unglück auch wieder so eine Definition ist, die wieder jeder für sich selbst festlegt. Was für den einen Unglück ist, wovon er einen anderen abhalten will, ist für den anderen Glück und sei es nur ein vermeindliches Glück...

Haben wir das Recht in das Leben und damit auch in die Rechte eines anderen, möglicherweise auch gegen dessen Willen einzugreifen? Weil wir glauben, es besser zu wissen als der andere?

Was wiegt in unserer Gesellschaft höher? Das Eigeninteresse oder das Allgemeininteresse? Mit dem Allgemeinwohl meine ich, dass es einer Gesellschaft nicht egal sein kann, wenn dessen Bürger, die letztlich die Gesellschaft ausmachen, sich alle nach und nach selbst auslöschen, denn damit löschen sie auch die Gesellschaft selbst aus (wenn es jeder machen würde). In einer Gemeinschaft ist jeder einzelne wichtig ! Daher kann und darf es in einer Gemeinschaft von Menschen als Bürger in einem Staatsgebilde auch nicht egal sein, was sie tun.

Das große Problem sehe ich darin, dass es eben oftmals so ist, dass Suizidkandidaten diesen Wert an sich, den Wert ihres Lebens für die Gesellschaft und als Teil in der Gesellschaft nicht mehr erkennen und das die Gesellschaft sich auch oftmals nicht so verhält, jedem einzelnen mitzuteilen: Du bist für uns ganz wertvoll ! Wir brauchen Dich !

Es ist dann auch nicht verwunderlich, wenn einzelne Individuen sich von der Gesellschaft verabschieden und im Grunde den anderen damit auch zeigen: Ich war euch ja sowieso nichts wert, denn sonst hättet ihr euch um mich gekümmert. Ihr habt mir ja gezeigt, dass ich gar nicht wertvoll für euch war, es ist also kein Verlust, den man hinterher beklagen kann.

Es ist quasi eine Anklage an die Gesellschaft. Und dann kann sie nicht sagen: Du darfst uns nicht verlassen. Geben wir dem anderen auch den Wert, den er für uns hat? Es kann auch nicht sein, dass eine Gesellschaft sagt: Du musst (für uns) leben, obwohl wir dir an sich keine Bedeutung zumessen... Kümmere dich also um dich selbst, aber für uns musst du da sein. Das wäre nämlich auch zu einseitig in der Betrachtung.

Wenn sich jemand verabschiedet, dann ist das zwar auf der einen Seite seine Sache. Wenn ich aber so etwas einfach hinnehme und sage: Gut, dann Tschüss - Zeige ich ihm damit Wertschätzung und Achtung?

Wenn ich schreie und sage: Nein, geh nicht ! Du bist mir wichtig und wertvoll - zeige ich zwar, dass mir etwas an dem anderen liegt, aber ich respektiere ja seinen Willen zu gehen nicht und will ihm stattdessen meinen Willen, nicht zu gehen aufzwingen.

Ist es meine Eigenliebe, weil ich nicht will, dass der andere geht oder ist es Nächstenliebe? Indem ich den Willen des anderen respektiere, zeige ich ihm ja auch eine gewisse Wertschätzung und sage: Ich achte auch etwas an dir, was ich nicht gut heißen kann und lasse dich gewähren.

Ich bin hier ehrlich gesagt, selbst überfragt und habe keine Antwort darauf. Jede ethische Betrachtungsweise hat auf der einen Seite ihre Berechtigung und wirft genaus wieder ihre Schattenseiten.

Die Ego-Perspektive ist sowohl vom Ego des Selbstmörders aus zu sehen als auch von der Ego-Perspektive dessen, der ihn davon abhalten will. Welches Ego hat denn hier mehr Rechte und welche Ego-Interessen wiegen mehr?

Die Allgemeinperspektive ist ebenso doppelt zu betrachten. Denn alle die, welche sich von der Gesellschaft freiwillig verabschieden wollen, bilden ja auch wieder eine eigene Gesellschaft aus. Welche hat denn mehr Rechte und wessen Interessen wiegen mehr?

Es ist meiner Ansicht nach schon eine unfreiwillige Anklage an die Gesellschaft, wenn einzelne Mitmenschen sagen: Ich will mich aus dieser Gesellschaft verabschieden. Und eine gute Gesellschaft verteidigt sich dann nicht, sondern hinterfragt sich, was sie tun muss, damit so etwas eben nicht immer wieder geschieht.

Wenn das einzelne Individuum rechtlich gesehen zwar eine immer größere Bedeutung bekommt, indem man es nicht mal mehr anrühren darf, kann man nicht auf der anderen Seite ein Verhalten zeigen, welches möglicherweise gerade darauf zurück zu führen ist, weil der Einzelne trotz seiner großen Individualrechte kaum noch eine Bedeutung innerhalb der Gesellschaft selbst besitzt. Wir tun so, als habe das einzelne Individuum eine imens große Bedeutung für uns und statten es mit sehr vielen Individualrechten aus, zeigen diesem aber dann kaum noch eine Beachtung innerhalb unserer Gesellschaft. Teilen ihm gar nicht mit, dass er ein ganz wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Wir teilen ihm eher mit: Wir brauchen dich gar nicht, du bist Überflüssig, vielleicht sogar lästig. Dann kann man schlecht sagen: Aber gehen darfst du auch nicht...

Kümmern wir uns aber zu sehr um unsere gesellschaftlichen Mitbestandteile, kann es auch wieder sein, dass der Einzelne sich wiederum in seiner freiheitlichen Entfaltung zu stark eingeschränkt fühlt. (Was geht es dich an, was ich mache, was ich habe, was ich will? Lass mich doch in Ruhe, fass mich nicht an, das ist meine Sache, es geht dich nichts an, halt dich da raus).

Diese beiden Interessensbereiche, sowohl die des Einzelnen als auch die der Gesellschaft, das scheint mir die Kunst zu sein, müssen ausgewogen sein. Ich weiß nicht welche Form ich mehr beführworten würde, zu sagen: Jeder hat das Recht zu gehen, wann er will, oder das Recht der Allgemeinheit zu sagen: Wir bestimmen das, wann der andere gehen darf?

Ich frage mich, wie eine Gemeinschaft über einen Teil ihrer selbst mitbestimmen darf und auch, warum eigentlich nicht? Ich frage mich aber auch, wie eine Gemeinschaft alle Entscheidungen dem Einzelnen selbst überlassen kann und sich dann beschwert, wenn die Einzelnen dann auch auf ihre Art von diesen Rechten gebrauch machen?

Auf der einen Seite tun wir so, als sei das Leben für uns das höchste Gut. Wir versuchen es zu verlängern, so weit es eben geht, der medizinische Fortschritt macht vieles möglich. Aber auf der anderen Seite lassen wir es zu, dass das Leben des Einzelnen in Armut, Not und Verzweiflung, gesellschaftlich ausgegrenzt, in Arbeitslosigkeit, Verschuldet, Abgeschoben auf Hartz-IV-Niveau, oder ganz auf der Straße in Teilen unserer Gesellschaft verläuft. Das ist ziemlich widersprüchlich.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 12:54

Fabiano schrieb:
Das Ich im Kontext zum Du oder Wir.

Wie sagte Jesus? man solle seinen Nächsten lieben. Es kann aber nur derjenige andere lieben, der sich selbst liebt.

Wenn die Liebe zu anderen Personen in einem nicht selbst bestimmbaren Zusammenhang liegt, wer hat dann das Recht über den Egoismus eines anderen zu urteilen?

Wer andere ihres Egoismus' bezichtigt, muss gleichzeitig feststellen, dass er ihm vorwirft, er liebe sich nicht selbst.

Ist also die ausbleibende Liebe zu sich selbst eine Sünde? Kann man jemandem vorwerfen, er liebe sich nicht selbst?

So ist man auch im Begriff jemanden seiner altruistischen Rückzugsgedanken zu verurteilen? Für die Ehrlichkeit zu sich selbst bestraft man ihn?


Die Ethik @Fabiano von der du schreibst, geht davon aus, dass der mensch frei und egoistisch wäre. Vielleicht ist es aber ganz anders. Oder sagen wir, es ist anders.

Auch gehst du davon aus, dass jeder Verantwortung über den anderen haben soll. Da könntest du rechtlich und altmoralisch viele hinter dir haben, liegst aber trotzdem vll falsch.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 13:02

DonFungi schrieb:
Kriterien sind zu definieren.

Finde ichnicht gut, wer sollte bestimmen, ob man irgendwelche Kriterien erfüllt?


Fabiano schrieb:
Ist es meine Eigenliebe, weil ich nicht will, dass der andere geht oder ist es Nächstenliebe? Indem ich den Willen des anderen respektiere, zeige ich ihm ja auch eine gewisse Wertschätzung und sage: Ich achte auch etwas an dir, was ich nicht gut heißen kann und lasse dich gewähren.

ich denke es ist beides. Es ist eine ständige Wechselwirkung, und man kann es nicht trennen.
Wir sind ja doch alle EIN Bewusstsein und verbunden miteinander . Doch genauso ein individuelles Bewusstsein, jeder für sich.
ich denke wirklich dass die Lösung dieser Frage jene Kunst ist, welche die Er-Lösung bedeutet. wenn man dese Gegensätze verbinden kann.

Das Leben entsteht aus dem Tod. Der Tod ist die große Mutter. Welche Leben gebiert, da sie das Leben selbst ist.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 14:22

@Fabiano
Fabiano schrieb:
Ich bin hier ehrlich gesagt, selbst überfragt und habe keine Antwort darauf. Jede ethische Betrachtungsweise hat auf der einen Seite ihre Berechtigung und wirft genaus wieder ihre Schattenseiten.

Dein Text oben ist dir aber gut gelungen, finde so viele Aspekte des Freitod darin!

Aber mein Gefühl ist dass du die "fortgeworfenen Zeit",
durch Freitod,
irgendwie nachholen musst und dann im neuen Leben genau an dieser Leidensstelle fortfahren musst, wo du freiwillig aufgehört hast...

Aber auch dort muss relativiert werden.
Wenn ich in einer dermassen bedrohlichen Lage stecke,
z.B. entweder in endloser Demenz versinkend oder in Krankheit oder drohender Folter irgendeiner Art,
könnte ich nicht voraussagen ob ich mich für Suizid entscheide!

Dann würde ich mich vielleicht trotz Glauben an Fortsetzung und Wiederholung der Leiden bis Überwindnis (Erleuchtung) zum Suizid entscheiden!

Hoffe dass es nicht zu solchen Entscheidungen kommen mag!

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:08

@mchomer

>>Es geht schlicht darum, dass man zum Gespräch der Leute wird, dass etwas völlig privates thematisiert wird. Dass danach z.B. die Kollegen anders sind als vorher, dass man als Exempel auf eine Rücksicht trifft, die vorher nicht da war, oder man andere Projekte zugeteilt bekommt. Dieses oder ähnliches Mitleid kann eine Qual für den Betroffenen sein.
<<

Natürlich unterhälst du dich innerhalb des teams, alles andere wäre auch ziemlich fahrlässig.
Je mehr Zeit vergeht, falls sich der Zustand der betroffenen nicht bessert, desto mehr können sich die Pflegekräfte auf die entsprechenden personen aber auch einstellen.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:11

@chinatsu

>>Ich finde halt, jeder darf selbst entscheiden, ob er/sie das Leben beenden möchte, oder nicht<<

Aber eben auch nicht das Gegenteil.
Und darum ist es besser zu retten als gehen zu lassen.
Sonst könnte man auch argumentieren, man bringt leute um wenn man denkt sie werden sonst in unglück leben.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:14

@mchomer

>>Ich schrieb, es fühlt sich für den Betroffenen so an. Und die Rückfallquoten sind auch nicht gerade belegend für überaus erfolgreiche Therapiemaßnahmen. Es gibt genügend Menschen, die gerade in dieser Zeit die restlichen Kontakte verlieren; gewiss ist jedoch, dass die Rückkehr in das "alltägliche" Leben für viele alles andere als einfach ist. Er kann tun was er will, diese offensichtliche Kapitulation vor dem Leben, wird er immer in der Gewissheit seiner Umwelt wissen. Und sie lässt es ihn auch spüren.
<<

Leider gibt es keine Studie zu dem thema, weil man nicht weiß, wie vielen Selbstmordgefährdeten die Psychatrie bzw Therapie hilft, die sonst gestorben wären.

Aber es sollte dir klar sein, dass Selbstmrdgefährdeten mit psychosen oder schizophrenie (was weit häufiger ist bei diesen als man denken würde) nur in der psychatrie geholfen werden kann bei allzu weit fortgeschrittener krankheit.
Das soziale Umfeld kann da NICHTS tun, und die Person selbst auch nicht.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:15

snafu schrieb:
Finde ichnicht gut, wer sollte bestimmen, ob man irgendwelche Kriterien erfüllt?
Anscheinend ist es Wirtschaftlicher, alte gebrechliche kranke Menschen oder Todkranke gegen ihren Willen am leben zu erhalten, nur weil sie es versäumt haben im Rahmen ihrer Zurechnungsfähigkeit ein schriftliches Dokument vom Anwalt absegnen zu lassen. Lebenserhaltende Massnahmen werden a Mass aufgezwungen weil z.B. die Angehörigen es so wollen. Ich denke du hast meine Aussage falsch interpretiert. Ich spreche von einem Institut zum freiwilligen Gehen und da denke ich schon an eine Verantwortung im Sinne einer Humanen Sterbehilfe.

Anders hab ich es weder Interpretiert noch kann ich es Befürworten.


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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:23

@Rachxa

>>Warum? Wenn du voraussetzt dass mit dem Tod die Existenz endet ist es bedeutungslos. Die Möglichkeit glücklich zu sein setzt natürlich voraus überhaupt erst einmal zu sein (im Sinne von Existieren.) Doch wer nicht ist, ist auch nicht unglücklich.
Wer nie geboren wurde kann auch nicht glücklich sein. Sollten wir nun deshalb möglichst viele Menschen zeugen um ihnen zur Existenz zur verhelfen?
<<

Nein, aber diejeniegen die existieren sollten glücklich sein und nach oben streben.
Und wie der tod genau ist weiß niemand, diesen als Argument anzuführen ist sinnfrei.

_________________________

>>
Die Interpretation des Selbstmordes als verpasste Chance zum glücklich sein ist ebenfalls unzulässig, nach dem Tod ist es auch nicht mehr Schade für den Toten dass er nicht mehr existiert. Mit dem Tod wird jegliche Betrachtung und Bewertung des Lebens bedeutungslos.
Nach dem Tod ist es egal wie lange jener existiert hat ob er glücklich oder unglücklich war.
<<

Er ist aber vermutlich auch nicht schön für den betroffenen.
Insofern wäre er sehr wohl weit besser dran gewesen wäre er lebendig.

____________________________

>>
Nichtexistenz ist nichts Schlechtes. Während des Lebens haben wir noch die Möglichkeiten zum Wollen, zum Hoffen und Streben, und in dem Moment der Selbsttötung (oder allgemeiner im Moment des Todes) ist es bereits Bedeutungslos dass wir diese Möglichkeiten nicht mehr haben.
<<

Naund?
Natürlich kann man objektiv argumentieren dass die Welt auch komplett ohne Menschen und leben funktioniert, aber das ist auch kein argument dafür ne atombombe zu zünden und uns alle zu töten.
Die Entscheidung dazu, menschen zu helfen, schwache zu stützen und arme zu speisen ist eine entscheidung der menschlichen gesellschaft, das selbstbild des Menschen.
Und das ist meiner Meinung nach eine ziemlich gute Entscheidung.

>>
Vorausgesetzt habe ich deine Prämisse, dass mit dem Tod die Existenz endet, was ich persönlich jedoch eher nicht vermute. Daher würde ich Selbsttötung nicht als leichtfertig anwendbare Methode zur Problemlösung betrachten.
Doch wer sich genau mit den Möglichen Konsequenzen auseinandergesetzt und sich zu diesem Schritt entschlossen hat, dessen Willen respektiere ich.
<<

Also würdest du, wie ich mein beispiel immer gern anfüge, ne 13 jährige mit liebeskummer in den tod springen lassen, oder wie?

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 15:59

@Shionoro
shionoro schrieb:
aber diejeniegen die existieren sollten glücklich sein und nach oben streben.
Und wie der tod genau ist weiß niemand, diesen als Argument anzuführen ist sinnfrei.

Denke dass wir immer im Dilemma bleiben sollten , ob etwas mehr unternommen hätte werden sollen, um jemandems Suizid zu verhindern!
Aber man kann auch nicht in Selbstvorwürfen versinken,:
hätt ich doch etwas gemerkt! Und reagiert, wie auch immer!

Es ist schwierig, sich in einen anderen Menschen zu versetzen,
und die Seelen gründen tiefer als sie manchmal selber erkennen!

Manchmal ist man schon ein "Loch im Netz" stopfend mit kleiner Aufmerksamkeit, Blick, Bemerkung etc.,
das soziale Netz und genügend Anlaufpunkte bei Suizidgefährdeten ist das A und O.
Das kann Familie, aber auch Nachbarschaft und sonstige soziale Kontakte sein.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 16:17

@lilit

Das Problem ist, dass viele suizidgefährdete gerade dieses soziale netz unterlaufen und sich abgrenzen.

Es ist nicht leicht für Freunde und famile, das zu verstehen und nicht irgendwann zu resignieren und den kontakt selbst komplett abzubrechen.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 16:32


@shionoro
shionoro schrieb:
Das Problem ist, dass viele suizidgefährdete gerade dieses soziale netz unterlaufen und sich abgrenzen.

Es ist nicht leicht für Freunde und famile, das zu verstehen und nicht irgendwann zu resignieren und den kontakt selbst komplett abzubrechen.

Und dann muss man sich auch keine Vorwürfe machen,
man kann nicht die Verantwortung für Andere übernehmen,
oder dazu zwingen, Hilfe anzunehmen!

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 16:34

@lilit

Es geht hier doch nicht darum frei von schuld zu sein.
Schuld ist bei dieser frage sowieso irrelevant.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 17:02

shionoro schrieb:
Es geht hier doch nicht darum frei von schuld zu sein.
Schuld ist bei dieser frage sowieso irrelevant.

Es geht,
also wenn wir beide von Selbstmordfrage reden ist Schuld auf alle Seiten nicht irrelevant!

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 17:26

@lilit

KLar sit sie das 0.o

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delayer
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ehemaliges Mitglied


   

Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 17:49

shionoro schrieb:
Das Problem ist, dass viele suizidgefährdete gerade dieses soziale netz unterlaufen und sich abgrenzen.

Wenn sich jemand abgrenzen will, sollte er das dürfen! Wie kannst du denn als Außenstehender über den Willen eines anderen urteilen? Dann noch zu sagen, du tust das aus Helferswillen finde ich nicht gut.

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Die Philosophie des Selbstmords

02.12.2010 um 18:07

@Delayer

Du kannst da eigentlich überhaupt nicht mitreden.



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