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Stierkampf: Pro oder Contra? RSS

1.532 Beiträge, Schlüsselwörter: Stierkampf

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Gurkenhannes
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   Stierkampf: Pro oder Contra? 23.03.2010 um 14:12



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Pro
103 Stimmen (10%)
Contra
973 Stimmen (90%)

Seite 4 von 77 1234561454 ... 77
geistwerk
versteckt


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 19:23

@ToroLoco
Massentierhaltung find ich genau so ekelhaft und abstoßend wie Stierkämpfe.
Ausnutzen ist aber ein klein wenig besser als die Freude am kunstvollen Töten.
Wenn ich rausgehe und einen Mann töte um ihm sein Geld wegzunehmen ist das falsch. Wenn ich ihn aber nur deswegen töte, weil ich Spaß daran hab erst mit ihm zu spielen, ihn kunstvoll zu foltern und zu ärgern um ihn dann zu töten, ist das noch viel widerlicher.



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ToroLoco
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 19:27

@GilbMLRS

Zu deinem Video noch. Kleine Anekdote aus meinem Leben.

In Zaragoza gibts im Oktober immer Fiestas del Pilar. Da wird zur Ehren der Schutzpatronin Pilar gefeiert. Hat im Grunde nix mit Stierkampf zu tun aber morgens kann man immer für 5 EUR in die Stierkampfarena gehn und man kann dort weiter feucht fröhlich feiern oder auch in die Arena und da wird dann immer ein Stier für ein paar Minuten rein gelassen. In einem Punkt hast du Recht völlig hinrissige Leute die da betrunken oder ohne jede Ahnung in die Arena gehn. Und die Leute die da am Zuschaun sind wolln sogar Blut sehn oder eben Spektakel. Gibt da durchaus auch Leute die es drauf haben die springen zum Teil über so nen heranrasenden Stier drüber und machen sonst was für faxen aber der großteil sind betrunkene von denen jeder Stier einen oder zwei erwischt. Jedenfalls bin ich da mal hin da es morgens war und man diese Woche ja feiert natürlich mit ziemlich guter Laune und jeder Menge Mut im Kopf, oder wars Bacardi ich weiß nich mehr genau. Klar das ich auch in die Arena rein wollte, die Gelegenheit bekommst ja nich alle Tage außerdem denkt man natürlich man könnte damit die Frauen die man dabei hat beeindrucken. Dort steh ich also am Rand und jedesmal wenn mich der Stier auch nur schräg anschaut springe ich über die Bande und schreie OLÉ war das knapp. Wars natürlich nich. Irgendwann hatte ich mich dran gewöhnt und gedacht bist ja schnell über der Bande dir kann schon nix passieren. Also tanz ich mit ein paar anderen hirnlosen Typen Macarena in der Arena als der Stier denkt wasn das fürn süßer Arsch den schnapp ich mir. Ich hab ihn so spät bemerkt, dass ich anstatt über die Bande in totaler Panik quer durch die Arena renne. Der Stier mir hinter her. Son Stier is verdammt schnell kann ich sagen. Bacardi sei Dank komm ich ins straucheln verhedere mich mit den Füßen und flieg auf die Schnauze. Ich roll mich in die Embrionalstellung und bete "Nich mein Gesicht bitte nich mein schönes Gesicht" Der Stier war aber von meiner eher unkonvenzionellen Fallweise so überrascht dass er auch stolperte. Die ganze Arena rief "OLÉ" und ich das war knapp und nix wie raus hier. Bin da dann nichmehr rein und würde es auch nie wieder machen.

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mäander
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 19:29

geistwerk schrieb:
Massentierhaltung find ich genau so ekelhaft und abstoßend wie Stierkämpfe.
Ausnutzen ist aber ein klein wenig besser als die Freude am kunstvollen Töten.
Wenn ich rausgehe und einen Mann töte um ihm sein Geld wegzunehmen ist das falsch. Wenn ich ihn aber nur deswegen töte, weil ich Spaß daran hab erst mit ihm zu spielen, ihn kunstvoll zu foltern und zu ärgern um ihn dann zu töten, ist das noch viel widerlicher.
Ganz genau meine Meinung und deswegen ein klares "contra".

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 19:31

ein mensch ist aber teil der eigenen art, die beispiele in denen tiere durch menschen ersetzt werden hinken, wir menschen essen doch auch - bis vllcht geringfügige ausnahmen - kein mensch

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ToroLoco
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 19:58

@GilbMLRS

Die Spieße erklär ich dir gern. Aber ansonsten is es müselig zu diskutieren weil wir uns im Kreis drehn. Ich diskutiere gerne mal über ein Thema und man kann ja auch mal verschiedene Meinungen haben aber dieses ständige tunten Lackaffen usw. muss doch echt nich sein oder? Und auch wenn mentale Stärke nichts mit Intelligenz zu tun hat (Siehe Kahn) machts kein Spaß zu diskutieren wenn man indirekt beleidigt wird.

Die Schaschlikspieße nennt man Banderillas und sie werden von den Banderillos in dem zweiten Teil der Corida gesetzt. Insgesamt drei Paar. Der Banderillo ruft den Stier mit zurufen und versucht die Banderillas dann möglichst so zu plazieren, dass

A: der Muskelstrang am Nacken des Stieres getroffen wird um ein komplettes Eindringen des Degens in der dritten Phase der Corida zu ermöglichen. Also auch einen sichereren Tod bzw. einen schnelleren.

B: wird die Stelle markiert die der Matador später treffen soll. Natürlich darf dabei der Zugang für den tödlichen Hieb nich blockiert werden.

C: sie stecken bleiben um den Stier zu schmücken und natürlich auch zu schwächen. Die Banderillas sind da aber nich sehr Wirkungsvoll eher die Lanzenhiebe der Reiter.

Stiere die den Angriff verweigern bekommen die sogenannten Banderillas de castigo angelegt. Die sind dann schwarz und haben größere Wiederhaken.

Außerdem versucht der Banderillo verschiedene Figuren zu zeigen während er die Banderillas setzt.

Und zum Thema Sport oder nich. Das langjährige Training das man benötigt um die Bewegungsabläufe des Traditionellen Stierkampfes zu beherrschen ist gleichzusetzen mit dem Training das ein Stabhochspringer benötigt.

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:14

contra weil die stiere gequelt werden und außerdem sterben menschen ja auch dabei

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geistwerk
versteckt


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:15

@canpornpoppy
canpornpoppy schrieb:
ein mensch ist aber teil der eigenen art, die beispiele in denen tiere durch menschen ersetzt werden hinken, wir menschen essen doch auch - bis vllcht geringfügige ausnahmen - kein mensch
wir essen kein mensch
warum?
weil wir anerkennen, dass ein anderer mensch, wie wir selbst, eine persönlichkeit, gefühle und empfindungen hat, dass wir diese respektieren und es aus diesen gründen falsch ist ihn zu töten, um ihn zu essen

die gleichen dinge gelten für tiere wie schweine, kühe, stiere und hühner.
aus dem grund ist es falsch ein schwein zu töten

wir essen tiere - aber meiner meinung nach ist es falsch tiere zu töten um sie zu essen
genau aus den gleichen gründen warum es falsch ist menschen zu essen

einem anderen lebewesen leid zuzufügen ist unmoralisch, ist falsch
da sind wir uns einig, hoffe ich

wenn du jetzt sagst, dass es nur falsch ist menschen leid zuzufügen, dann musst du begründen warum tiere in der beziehung weniger wert sind - zählt deren leid nicht? oder sind alle tiere außer dem menschen deiner meinung nach unfähig leid zu empfinden?

gleiches beispiel, nur an dich angepasst: wenn ich in den wald gehe und ein tier töte um es zu essen, ist es weniger schlimm als ein tier zu töten, weil ich spaß am kunstvollen töten habe
töten für einen zweck (nahrung, kleidung), wenn es nicht unbedingt für das eigene überleben notwendig ist, ist zwar falsch aber töten um des tötens willen ist noch schlimmer

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:17


Mit den Baderillas wird die Situation angezeigt und um die Gunst der Zuschauer geworben.
Der Teil mit dem absenken des Kopfes geschieht vorher. Zu lesen im „Ersten Teil“ bei Wiki :)

banderillas

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normalbruda
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:20

welcher vollgestörter psycho hat pro abgestimmt?

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:24

@normalbruda
normalbruda schrieb:
welcher vollgestörter psycho hat pro abgestimmt?

Alles lesen, verstehen, fragen stellen (wenn nötig)!!

Ausserdem kann hier jeder seine Meinung äussern ohne gleich beleidigt zu werden!!


Und NEIN ich wars NICHT!

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ToroLoco
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:31

@geistwerk

Aus moralischen Gesichtspunkten hast du absolut Recht. Es ist unmoralisch ein Tier zu töten. Und es ist auch noch mal ne Stufe unmoralischer Ein Tier zu töten weil es Leute gibt wie mich die so nen Stierkampf gerne sehn wollen. Das muss man leider einsehn. Trotzdem ändert es nix an meiner Sichtweise.

Es mag unmoralisch sein ein Hummer in heißes Wasser zu werfen um danach das zarte Fleisch zu genießen. Aber es schmeckt. Es ist unmoralisch einen Stier in einer Arena zu töten. Aber ich schau gern zu (Nochmal das liegt echt nich daran das dort Blut fließt)

Ich denke es is durchaus verständlich wenn man da was gegen hat. Mich störte nur die Doppelmoral die eben viele an den Tag legen. Du aller Ansicht nach nich. Ich denke trotzdem ich bin kein schlechter Mensch weil ich Stierkämpfe mag.

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:33

@geistwerk

meiner meinung nach essen menschen keine menschen weil es gegen die intention der evolution/natur spricht, nähmlich erhaltung der eigenen art, fortpflanzung und ähnliches

geistwerk schrieb:
wir essen kein mensch
warum?
weil wir anerkennen, dass ein anderer mensch, wie wir selbst, eine persönlichkeit, gefühle und empfindungen hat, dass wir diese respektieren und es aus diesen gründen falsch ist ihn zu töten, um ihn zu essen

das hat meiner meinung nach überhaupt nichts damit zu tun das menschen keine menschen essen

du hast nach der steinigung von frauen nun zum zweiten mal ein beispiel angesprochen bei dem mord an lebewesen der eigenen art erfolgt

und darum geht es mir bei den beispielen, artgenossen von nichtartgenossen zu trennen

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:44

meiner meinung nach essen menschen keine menschen weil es gegen die intention der evolution/natur spricht, nähmlich erhaltung der eigenen art, fortpflanzung und ähnliches

Kannibalismus ist durchaus normal in der Natur, dein Argument müsste für Lebewesen schlechthin gelten, tut es aber nicht:

* Aktiver Kannibalismus ist sehr häufig unter Fischen zu beobachten. Es wird geschätzt, dass bis zu 90 Prozent aller jungen Hechte von größeren Artgenossen gefressen werden. Ähnliches gilt für den Flussbarsch sowie viele andere Raubfische.
* Beim intrauterinen Kannibalismus, der bei einigen ovoviviparen Haien vorkommt, fressen die Embryonen noch im Mutterleib andere (meist) unbefruchtete Eier (Oophagie). Im Falle der Tigerhaie und anderer großer Hochseehaie fressen die Jungtiere sogar andere Föten, so dass vom gesamten Wurf lediglich zwei Jungtiere geboren werden, da das Muttertier zwei getrennte Gebärmuttern hat (Adelphophagie).
* Bei Mäusen und Ratten kann Kannibalismus ebenfalls auftreten. Bei starker Zunahme der Populationsdichte werden häufig Jungtiere von stark gestressten Erwachsenen getötet und gefressen (siehe hierzu auch Infantizid). Dieses Phänomen tritt auch bei der Massentierhaltung auf. Hier fressen Schweine einander die Schwänze oder Ohren ab, Hühner verletzen oder töten sich durch gegenseitiges Anpicken.
* Männliche Alligatoren, Warane und Schlangen töten häufig Artgenossen, denen sie überlegen sind, und fressen diese. So stellen bei solchen Arten besonders die ausgewachsenen Männchen eine große Gefahr für Jungtiere dar, die sich deswegen bis zum Erreichen einer bestimmten Körpergröße verstecken müssen.
* Besondere Aufmerksamkeit wurde von Verhaltensbiologen dem Infantizid bei Löwen gewidmet, nachdem wiederholt im Freiland beobachtet worden war, dass ein neu in ein Rudel kommender Löwe die dort bereits vorhandenen Jungtiere tötet. Im Ergebnis kann sich der neue Rudelführer relativ rasch mit den Löwinnen seines neuen Rudels verpaaren und eigene Nachkommen zeugen. Auch bei der Hauskatze ist ein vergleichbares Verhalten häufig, hierbei ist es jedoch die Katzenmutter, die ihren Nachwuchs tötet. Dieses als Infantizid bezeichnete Phänomen taucht auch bei verschiedenen Primaten auf, so bei Mantelpavianen und bei Hulmanen, eventuell auch bei Schimpansen.
* Insbesondere bei den echten Webspinnen wurden ausgefeilte Verhaltensweisen und Duftstoffe und Sinne entwickelt, die eine Unterscheidung zwischen Artgenossen und Beute ermöglicht. Zuweilen werden trotzdem unvorsichtige Artgenossen als Beute verzehrt. Schwierig wird das bei der Paarung. Die Männchen versuchen, ihre Partnerin zu überraschen, zu umwerben oder durch Fesseln oder „Brautgeschenke“ (Raubspinnen) ruhigzustellen. Nicht immer klappen diese Methoden, und so werden die Spinnenmännchen manchmal noch vor oder während der Paarung zu einer Beute des Weibchens. (Das andere Extrem bilden soziale Spinnen: Baldachinspinnen leben als Paar noch nach der Paarung zusammen; andere Spinnenarten bilden Kolonien mit Aufgabenteilung, gemeinsamer Brutpflege, Aufzucht und Beutefang (Semisozilität)).


Weiterhin gibt es so manche Fälle aus dem Menschenreich:

Der rituelle (d. h. symbolische) Verzehr von Menschenfleisch, teilweise als Menschenopfer, wurde von verschiedenen Kulturen ausgeübt. Dabei waren es vor allem die Körper oder Teile besiegter Feinde, welche die Kannibalen und Kopfjäger verzehrten, um ihre Kräfte zu erlangen. Einige Völker aßen jedoch vornehmlich die Gehirne von Verwandten und Freunden. Alle diese Verhaltensweisen dienten nicht dem normalen Nahrungserwerb. Sie hatten eher religiöse, rituelle und psychologische Hintergründe, die Verzehrenden wollten Eigenschaften der Toten wie Stärke oder Intelligenz mit der Mahlzeit aufnehmen. Deshalb wurden auch Körperteile bevorzugt, bei denen der Sitz der Zauberkraft der Seele vermutet wurde, wie beispielsweise Gehirne und Herzen. Im Umgang mit verstorbenen Angehörigen dient die Aufnahme in den Körper der Lebenden dem Erhalt der Seele des Verstorbenen.
Endokannibalismus und Exokannibalismus [Bearbeiten]

Endokannibalismus bezeichnet den Verzehr eigener Stammesangehöriger, meist aus religiösen Gründen; Exokannibalismus das Essen von (besiegten) Feinden oder Verstoßenen des eigenen Stammes. Die Ethnologin Beth Conklin von der Vanderbilt University in Tennessee beschrieb in ihrem Buch Consuming Grief den im brasilianischen Urwald lebenden Stamm der Wari', die sowohl Endo- als auch Exokannibalismus praktizierten. Beim Verzehr von Feinden wurde dem Opfer keinerlei Respekt entgegengebracht und sein Körper wie der eines erlegten Tieres behandelt (Dominanzverhalten). Eigene Stammesangehörige hingegen wurden respektvoll in aufwändigen Bestattungszeremonien gegessen, um eine Beschmutzung des Körpers des Toten durch die Berührung mit der als unrein geltenden Erde zu vermeiden.[23]
Beispiele [Bearbeiten]

* Am 21. Juli 1867 soll der englische Missionar Thomas Baker in dem Dorf Nabutautau, das zu Fidschi gehört, auf Grund einer Tabuverletzung verspeist worden sein. Denn es gilt auf den Fidschi-Inseln als Beleidigung, wenn man die Haare eines anderen berührt. Die Bewohner der Insel entschuldigten sich bei den Nachfahren Bakers im Jahr 2003 in feierlicher Form.[24]
* Im Opferkult der Azteken sollen in religiösen Schlachtfesten von 1325 bis 1519 (Beginn der spanischen Eroberung) jeweils bis zu 14.000 Opfer verspeist worden sein. Dazu zählten oft Tausende von Kriegsgefangenen aus gegnerischen Stämmen. Das Herz ging dabei für die Verwendung in Feuer-Ritualen an die Priester, die Schädel wurden in einem Tzompantli aufgereiht. Der Rest des Körpers ging an die Familie des Kriegers, der das Opfer gefangen hatte, wurde gegart, leicht gesalzen zu gekochtem Mais gegessen. Bernal Díaz del Castillo fand allein in der Stadt Xocotlan über 100.000 als Reliquien aufbewahrte Schädel.[25] In Zultepec fanden Archäologen die Beweise, dass an diesem Ort 550 Menschen aus dem Tross des Pánfilo de Narváez geopfert und zum Teil verspeist wurden.
* James Cook wurde auf seiner zweiten Südseereise auf Neuseeland gemeinsam mit der gesamten Schiffsmannschaft (u. a. den Naturwissenschaftlern Georg u. Johann Reinhold Forster, dem Bordastronom William Wales und dem dritten Leutnant Richard Pickersgill) Augenzeuge für den Kannibalismus der Maori. Ein Maori war bei einer Stammesfehde erschlagen worden und die Sieger hatten den Körper zerstückelt und teilweise verzehrt. Cooks dritter Offizier Richard Pickersgill kaufte einem Maori den Kopf ab und nahm ihn mit an Bord des Schiffes HMS Resolution. Am Nachmittag kamen einige der siegreichen Maori an Bord. „So bald sie des Kopfes ansichtig wurden, bezeugten sie ein großes Verlangen nach demselben, und gaben durch Zeichen zu verstehen, dass das Fleisch von vortrefflichem Geschmack sey.“ Pickersgill „… erbot sich ihnen ein Stück von der Backe mitzutheilen (…) sie wolltens aber nicht roh essen, sondern verlangten es gar gemacht zu haben. Man ließ es also in unsrer aller Gegenwart ein wenig über dem Feuer braten, und kaum war dies geschehen, so verschlungen es die Neu-Seeländer vor unsern Augen mit der größten Gierigkeit.“[26] Die Begebenheit ist in mehreren privaten Bordtagebüchern der Reiseteilnehmer Cooks dokumentiert.[27] Der Naturwissenschaftler Georg Forster vermutete „Wut und Rachsucht“ als Ursache des Kannibalismus, während der Bordastronom William Wales meinte, dass die Maori Menschenfleisch „wegen des Geschmacks“ mochten. Einig waren sich die Beobachter, dass der Kannibalismus keinesfalls durch Hunger oder Mangel an Fleisch verursacht war.
* In Papua-Neuguinea soll für den Stamm der Fore belegt sein, dass sie das Fleisch der verstorbenen Angehörigen aus rituellen Gründen essen. Darauf soll auch die Ausbreitung der Kuru-Krankheit zurückzuführen sein. Dies wird allerdings von manchen Autoren in Frage gestellt.[28]
* Die im Amazonas ansässigen Yanomami rühren die Asche ihrer Verstorbenen während einer Zeremonie in einen Bananenbrei, welcher dann verzehrt wird. Aschekonsum (besonders Knochenaschetrinken) ist eine glaubhaft belegte Form von sozial akzeptiertem Kannibalismus.


In China haben sich bis in die heutige Zeit spezielle Bestattungsrituale und ein Ahnenkult erhalten, die wesentliche Bestandteile der chinesischen Kultur sind. Den Verstorbenen werden vor ihrer Beerdigung von den leiblichen Verwandten Opferspeisen dargebracht, die heute vor allem aus Reisgerichten bestehen. Die Quellen belegen jedoch, dass früher auch Menschenopfer üblich waren, die dann auch rituell verspeist wurden. „Über die Länge der chinesischen Geschichte hinweg lässt sich bei den Opferspeisen eine Entwicklung ablesen. Sie reicht vom Menschenopfer zum Tieropfer und schließlich zum vegetarischen Opfer. (…) Das Opfern von Menschen bedeutete zugleich das Verspeisen von Menschen.“[29] Geopfert wurden vor allem Kriegsgefangene, die zu Barbaren erklärt und dadurch auf eine Stufe mit Tieren gestellt wurden, also mit jagbarem Wild. „Möglicherweise wurden manche Kriegszüge nur deswegen durchgeführt, weil man Menschen als Opfer für die Ahnen benötigte.“[29] Durch Quellen belegt sind Menschenopfer für die Ahnen für die Shang-Dynastie und die Zhou-Dynastie.

Auch verhasste Feinde wurden mitunter als besondere Strafe und als Ausdruck des Triumphes im alten China verspeist, ebenfalls zu Ehren der eigenen Ahnen. „Als zum Beispiel Zhou, der letzte Herrscher der Shang-Dynastie, sich durch Vorwürfe zweier Herren in seiner Ehre getroffen fühlte, ließ er den einen zu Hackfleisch in Pökelsoße verarbeiten, den anderen kochen und ihn, gewürzt und in Scheiben geschnitten, servieren. Diese Speise opferte er unter Beachtung der Riten im Tempel seiner Ahnen.“[30] Im Jahr 756 nach westlicher Zeitrechnung soll ein Rebellenführer einen Gegner aufgegessen haben. Eine Quelle aus der Zeit der Song-Dynastie berichtet von Menschenopfern in der Provinz Hunan.[31] Obwohl Kannibalismus unter dem Einfluss des Buddhismus unüblich wurde, kam er Quellen zufolge auch in jüngster Vergangenheit noch vor, allerdings nicht mehr religiös motiviert. Der bekannte chinesische Schriftsteller Zheng Yi dokumentierte einige Fälle von Kannibalismus während der Zeit der Kulturrevolution in der Provinz Guangxi, wo angebliche Klassenfeinde zu Opfern wurden.[31]

„Kannibalismus gab es in historischer Zeit auch, wenn jemand eines natürlichen Todes in der Familie gestorben war. Hier diente der Kannibalismus zugleich dazu, die Knochen des Toten von der Verunreinigung durch das sich zersetzende Fleisch des Leichnams zu befreien. Der Leichnam wurde auf diese Weise rituell gereinigt. Dies geschah dadurch, dass der Nachfolger des Verstorbenen in der Familienhierarchie vom Fleisch des Verstorbenen aß oder eine davon bereitete Brühe trank. (…) Dieser innerhalb der Familie praktizierte Kannibalismus galt als eine Pflicht der Pietät gegenüber dem Verstorbenen.“[31]


aus Wikipedia

Also....das Essen von Menschen ist auch nur ne Sache von Tradition und Kultur. Im Grunde könnte man da genauso argumentieren. Also unterscheidet sich der Mensch auch in dieser Hinsicht nicht sonderlich vom Tier....auch, wenn er andere Motive hat.

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geistwerk
versteckt


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:47

@canpornpoppy
du hast immer noch nicht begründet warum deiner meinung nach ein mord an einer anderen art besser oder weniger schlimm ist als an der gleichen art

und komm mir bitte nicht mit evolution, oder glaubst du wirklich dass die evolution die quelle von moral sein sollte? evolution kennt keine intention, evolution ist nichts weiter als natürliche selektion und mutation. der überlebende gibt seine gene weiter. das ist alles.
da steckt keine intention dahinter und keine absichtvolle kraft. wenn evolution die quelle von moral sein soll, dann wäre der einzige grundsatz "überleben, fortpflanzen"... und ich denke nicht dass du in so einer welt leben willst.
sozialdarwinismus ist das letzte

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:54

@GilbMLRS

das c'n-p hätteste dir sparen können, von schlichtweg allen hab ich nie gesprochen, aber das geht aus meinen posts auch hervor, sofern man sie - aufmerksam - liest

@geistwerk

geistwerk schrieb:
du hast immer noch nicht begründet warum deiner meinung nach ein mord an einer anderen art besser oder weniger schlimm ist als an der gleichen art

und komm mir bitte nicht mit evolution

wenn dus nich hören/lesen willst, dann kann ichs mir ja vorab sparen, danke :)

geistwerk schrieb:
oder glaubst du wirklich dass die evolution die quelle von moral sein sollte?

wie kommst du darauf?!

geistwerk schrieb:
evolution kennt keine intention, evolution ist nichts weiter als natürliche selektion und mutation. der überlebende gibt seine gene weiter. das ist alles.

so einfach ist es dann doch nicht, aber das entfernt uns zu weit vom thema

geistwerk schrieb:
da steckt keine intention dahinter und keine absichtvolle kraft. wenn evolution die quelle von moral sein soll, dann wäre der einzige grundsatz "überleben, fortpflanzen"... und ich denke nicht dass du in so einer welt leben willst.
sozialdarwinismus ist das letzte

davon hat auch keiner gesprochen und in welcher welt ich leben will hast du nicht zu entscheiden noch hab ich darüber auskunft gegeben

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:57

von schlichtweg allen hab ich nie gesprochen, aber das geht aus meinen posts auch hervor, sofern man sie - aufmerksam - liest

Du hast aber davon gesprochen, dass es der Mensch nicht macht wegen der Arterhaltung usw., der Mensch tut/tat es aber. Also unterscheidet er sich in der Hinsicht auch nicht vom Tier, was du ja so beteuerst.

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ToroLoco
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 20:59

@geistwerk

Ein Mord an einem Menschen ist nunmal schlimmer wie an einem anderen Lebewesen. Warum sollte man das begründen müssen. Es mag für dich ja erschütternt sein aber ein Menschenleben ist mehr Wert als das Leben von einem Tier. Moral hin oder her. Wo kämen wir den da hin wenn wir das gleich setzen. Alle Autofahrer wegen Massenmord an Fliegen ab in den Knast. Und das töten von einem Tier is auch kein Mord.

Mord gilt in allen Rechtsordnungen als gravierendste Straftat gegen das Leben eines Menschen. Sowohl Mord als auch Totschlag sind vorsätzliche Tötungen eines anderen Menschen, wobei Mord schwerer bestraft wird als Totschlag. (DEFINITION)

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Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 21:05

Sowohl Mord als auch Totschlag sind vorsätzliche Tötungen eines anderen Menschen

Totschlag äußert sich vor allem darin, dass er im Affekt geschieht. Wenn ich einen die Treppe runterstoße, weil ich grade im Streit mit ihm bin, dann ist das Totschlag, wenn ich aber eine Schnur spanne, ihm auflauer und dann noch "nachhelfe", dann ist es Mord.

Und das töten von einem Tier is auch kein Mord.

Siehe meinen Link, das unnötige und vorsätzliche Töten von Wirbeltieren wird in Deutschland als Tierquälerei verolgt und geahndet.

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geistwerk
versteckt


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 21:10

ToroLoco schrieb:
Wo kämen wir den da hin wenn wir das gleich setzen.

wo kämen wir dahin, wenn wir anfingen andere lebewesen ebenso zu achten wie menschen?
kA, zu einer besseren welt vllt
naja gut, nicht unbedingt für torreros, die wären job und männlichkeit los

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ToroLoco
ehemaliges Mitglied


   

Stierkampf: Pro oder Contra?

23.03.2010 um 21:17



@GilbMLRS

Absolut das is der Unterschied zwischen Mord und Totschlag. Wusst ich aber hab ich nich nach gefragt. Und nur weil man in Deutschland keine Wirbeltiere Töten darf is es trotzdem kein Mord sondern das Töten eines Wirbeltieres. Werd da auch in Deutschland ja wohl nich wegen Mord angeklagt.

Was kreig ich denn für ne Strafe wenn ich jetzt die Katze meines Nachbars töte weil sie mir mit ihrem ewigen gemautze auf die Nerven geht? Ne Geldstrafe bestimmt. Freiheitsentzug ich glaub nich. Ne einstweilige Verfühgung gut möglich. Vielleicht muss ich noch zum Psychodoc aber das wars. Bring ich aber meinen Nachbar um.......... und jetzt sagt mir nich da sei kein Unterschied.

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