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Goethe und die Schüler

... aus dem Blog von caesarem   Profil von caesarem

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Goethe und die Schüler


18.09.2009 um 00:12, keine Kommentare
Goethe betritt den (Klassen)Raum:

Die alten Dichter und Genossen,
sich mit Weltlichkeit beschmückt,
reimten Worte unverdrossen,
selbst den Pfaffen nie geglückt.

Nun ihr Schüler, hört gut hin,
als in mir die Faust gebar,
suchte stets mein Ich den Sinn,
bis mir lichte, wurde klar.

Nur das Wort den Anfang schuf,
aus der Urkraft und Verstand,
hörst Du nicht, so hör den Ruf,
so entstand das Werk von Hand.

Ein Schüler springt auf:

Du bist wohl wahr ein feiner Herr,
das Einmaleins, ja bring uns bei,
des Hexens Worte uns so schwer,
dir ist´s leicht, schon einerlei.

Ein zweiter Schüler springt auf:

JAAA, bring uns bei es zu verbinden,
hier die Zahlen Eins bis Zehn,
nicht zu Wissen, kein Befinden,
wenn sich auch, die Mägen dreh´n

Goethe Antwortet lächelnd:

Mir ist nicht Bange es zu sagen,
auch Nichtmahl die größte Last,
doch könnt ihr es denn auch ertragen,
möcht doch nicht, dass ihr mich Hasst.

Doch eines gebe ich euch mit,
so nehmt es auf und lernet dann,
Wissen kommt und geht im Schritt,
Klüger ist, wer Lachen kann!

Ein dritter Schüler tritt auf

Spieglein Spieglein an der Wand,
ist es wirklich schon zu Spät?
wer tut Recht gar mit Verstand?
du allein, der mir verät!

Goethe

Oh, das Sein sich selbst erblickt,
durch das Feuer göttlich Bild,
Wort und Tat im Geist gestrickt,
deine Seele muss gewillt,
doch beachte weise Klug,
dass das Ich nach Wahrheit strebt,
Meide Meide List und Trug,
dann die Kunst das Leben lebt…

Der dritte Schüler:

Sag worin die Weisheit spricht?
was im Spiegel tritt hervor?
wenn die Liebe niemand bricht,
doch sie öffnet Tür und Tor!

Goethe:

Du Menschenseele gebe Acht,
hast das Dumme schnell bestellt,
nur der Narr, der herzhaft Lacht,
hier die Welt im innern hält!

Caesar betritt den Raum und nimmt sich allein den dritten Schüler vor:

willst Du wirklich weiter spinnen?,
oder einfach Weberknechten...,
möcht doch nicht dass Du von Sinnen,
drum setz dich zu meiner Rechten!

höre hin was mir gebracht,
wenn das Dunkle frieden bringt,
dieses Flämmchen in der Nacht,
stets das Lied der Linde singt!

folge nun den sanften Klang,
bis das Täfelchen erhellt!,
schreie, tanze mit Gesang,
hältst in Händen Zeit und Welt,

zitternd bebend bis zum Saum,
schwingt der Kosmos bei der sechs!
ungeahnt von Raum zu Raum,
liegt verborgen Goethes Hex!


Caesar(em)
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