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Ja, Insidious: Chapter 3 hat derbe Schockmomente, leider aber welche von der Sorte die absolut billig rüberkommen. Protagonist rollt die Augen, dreht den Kopf, hinter ihr steht eine dunkle Silhoutte – plötzliches lautes Geräusch = Horror ? Ist das Rezept so easy? Mir haben die Vorgänger sehr gut gefallen, deswegen hab ich mich auch auf diesen gefreut. Leider musste ich bis weit über die erste Filmhälfte warten, bis überhaupt mal was passiert. Die Handlung ist so dermaßen öde. Mutter stirbt, überforderter Vater + 2 Kinder bleiben zurück. Teenagermädchen versucht Kontakt zum Geist ihrer Mutter aufzunehmen und lockt dabei einen Dämonen an. Nun kann nur das bekannte Medium aus den ersten beiden Teilen noch helfen. Später sind noch zwei durchgeknallte Geisterjäger mit von der Partie, was das ganze unterhaltsamer gestaltet, und man auch etwas tiefer in die Welt der Toten eindringt. Bis es soweit kommt – herrscht gähnende Leere – und Jump-Scares, Jump-Scares, Jump-Scares.

Auch wenn I3 einige fiese Schockmomente bereit hält, und hat manchen Stellen ordentlich creepy daherkommt konnte mich die lahme Story und die langweiligen Charaktere nicht begeistern. Einzig das Medium und die Geisterjäger waren ein kleiner Lichtblick. Morbiden, hintergründigen Horror findet man hier seltener, dafür aber eine Geisterbahnfahrt die zwischen Einschlafgefahr und…augenaufreißenden Jump-Scares schwankt.

Für mich eine klassische lieblos gemachte Fortsetzung, die nicht an die ersten beiden Teile rankommt. Aus alles für die Kunst wurde alles für die Kohle. Ob das an den Kinokassen so dufte ankommt, mag bezweifelt werden. Allerdings immer noch besser als das Poltergeist-Remake, soviel sollte gesagt werden.

6/10