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Das Höhlengleichnis

... aus dem Blog von despoina   Profil von despoina

Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.




Aristoteles

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Das Höhlengleichnis


24.08.2007 um 22:13, 2 Kommentare
Wer sich für Philosophie interessiert, kann ja ab und zu hier vorbeischauen.
Für den Anfang


Platons Höhlengleichnis



Platon beschreibt einige Menschen, die in einer unterirdischen Höhle von Kindheit an so festgebunden sind, dass sie weder ihre Köpfe noch ihre Körper bewegen und deshalb immer nur auf die ihnen gegenüber liegende Höhlenwand blicken können. Licht haben sie von einem Feuer, das hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und ihren Rücken laufen Menschen die Gegenstände tragen vorbei, die Schatten an die Wand werfen. Die „Gefangenen“ können nur diese Schatten der Gegenstände sowie ihre eigenen Schatten und die ihrer Mitgefangenen wahrnehmen. Wenn die Träger der Gegenstände sprechen, hallt es von der Wand so zurück, als ob die Schatten selber sprächen. Da sich die Welt der Gefangenen ausschließlich um diese Schatten dreht, deuten und benennen sie diese, als handelte es sich bei ihnen um die wahre Welt.
Was würde passieren, wenn man einen Gefangenen entfesselte und ihn dann zwänge, sich umzudrehen? Zunächst würden seine Augen schmerzlich vom Feuer geblendet werden, und die Figuren würden weniger real erscheinen als zuvor die Schatten an der Wand. Der Gefangene würde wieder zurück an seinen angestammten Platz wollen, an dem er deutlicher sehen kann.
Was würde passieren, wenn man den Befreiten nun mit Gewalt, die man jetzt wohl anwenden müsste, an das Sonnenlicht brächte? Er würde auch hier zuerst von der Sonne geblendet werden und könnte im ersten Moment nichts erkennen. Während sich seine Augen aber langsam an das Sonnenlicht gewöhnten, würden zuerst dunkle Formen wie Schatten und nach und nach auch hellere Objekte bis hin zur Sonne selbst erkennbar werden.
Der Mensch würde letztendlich auch erkennen, dass Schatten durch die Sonne geworfen werden. Erleuchtet würde er zu den anderen zurückkehren wollen, um über seine Erkenntnis zu berichten. Da sich seine Augen nun umgekehrt erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen müssten, könnte er (zumindest anfangs) die Schattenbilder nicht erkennen und gemeinsam mit den anderen deuten. Aber nachdem er die Wahrheit erkannt habe, würde er das auch nicht mehr wollen. Seine Mitgefangenen würden ihn als Geblendeten wahrnehmen und ihm keinen Glauben schenken: Man würde ihn auslachen und „von ihm sagen, er sei mit verdorbenen Augen von oben zurückgekommen“.
Damit ihnen nicht dasselbe Schicksal zukäme, würden sie von nun an jeden umbringen, der sie „lösen und hinaufbringen“ wollte.

Jetzt könnt ihr eure Gedanken machen , würdet ihr die Reale Welt wählen oder doch ohne Fragen die Sicherheit der Höhle bevorzugen?
0 eine intressante geschichte die platon sich da ausgedacht hat. ich denke, wer direkt ins licht blickt wird geblendet und blind, er kann dann gar nicht mehr sehen, besser währe es die menschen langsam ans licht zu führen, stück für stück und jeder so viel wie er will. manche menschen wollen das licht gar nicht sehen und weiterhin in dunkelheit leben. freiheit bedeuted immer auch verantwortung für sein tun übernehmen und ist oftmals sehr schwer umzusetzen.

liebe Grüße
sarivella
0 im grunde ist das ja platons kritik am alltäglichen, am hinnehmen des scheins der dinge. er stellt sich mit dem gleich, der in die sonne blickte, wie in seiner staatstheorie der philosophenkönig der ist, der die wahrheit am besten sieht.
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