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Es ist schon ein Kreuz mit dem Christentum :)

... aus dem Blog von greenkeeper   Profil von greenkeeper

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Es ist schon ein Kreuz mit dem Christentum :)


18.05.2008 um 22:13, ein Kommentar
Nun gut, worum geht es? Nachdem ich alle vier Evangelien in meiner Lutherbibel aufmerksam gelesen habe, mußte ich feststellen, dass dort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu, also dem zentrale Thema des christlichen Glaubens, relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Zum Vergleich:
Matt.: 2 Kapitel von 28
Mark.: 2 Kapitel von 16
Luk.: 2 Kapitel von 24
Joh.: 3 Kapitel von 21
Nicht gerade sehr viel wenn man sich überlegt, dass der gekreuzigte Jesu in jeder Kirche hängt und von allen Gläubigen angebetet wird.

Außerdem machte mich stutzig, dass das erste Symbol der Christen keineswegs das Kreuz war, sondern der Fisch, symbolisiert durch den griechischen Buchstaben alpha, als Synonym für den Menschenfischer.

Auch sind aus dieser Zeit keine Darstellungen der Kreuzigung Jesu überliefert, sondern Jesus wird eher als Hirte oder Predigender dargestellt, wenn man den erhaltenen Wandbildern aus dieser Zeit in den Katakomben von Rom trauen darf.

Laut Wiki ist das Kreuz also erst seit dem 4.Jh als christliches Symbol nachweisbar seinen "Siegeszug" trat es allerdings erst im 5 Jh. an. Wieso eigentlich ?

Dem römischen Kaiser Konstantin erschien das Kreuz als Symbol der Legende nach im Traum, bevor er mit seinem Heer in die entscheidende Schlacht an der Milvischen Brücke ging (312). Er ließ es auf die Schilde seiner Soldaten malen um ihren Kampfesmut zu stärken aber warum ? Weil es ihm im Traum befohlen wurde ?

Also habe ich mir mal angelesen was der Kaiser so gemacht hat bevor er Kaiser wurde und siehe da, er war Befehlshaber der römischen Truppen in Britannien und Gallien, residierte u.a. in Trier. Sein Heer bestand überwiegend aus der dort ansässigen Bevölkerung, will sagen es waren jede Menge Germanen darunter, die seit dem Jahre 9 als die gefürchtesten Krieger im römischen Reich galten.

Die Germanen waren zu dieser Zeit im Gegensatz zur RELATIV aufgeklärten Bevölkerung des Mittelmeerraumes ein Volk mit einer ausgeprägten Natur- und Seelenreligion. Eine Schrift kannten sie nur in Form von Runen, denen allerdings Zaubereigenschaften nachgesagt wurden, so dass man Angst hatte sie für den alltäglichen Gebrauch (also Briefe oder Einkaufslisten schreiben) zu verwenden. So was hätte Unglück gebracht und für den Betreffenden bedeutet, die Götter mit seinem Blut zu versöhnen.

Deshalb sind auch keine germanischen Aufzeichnungen aus dieser Zeit vorhanden, von ein paar Runen eingeritzt in irgendwelche Steine oder Hölzer mal abgesehen. Nicht nur den Runen wurden Zaubereigenschaften angedichtet auch andere Symbole wurden als "heilig" (übrigens ein Begriff aus dem germanischen Sprachraum) angesehen, sie mußten nur von einem germanischen Priester (nicht zu verwechseln mit einem christlichen Priester) geweiht, d.h. mit einem Zauber beseelt sein (auch der Begriff "weihen" ist übrigens germanischen Ursprungs).

Was lag also näher für Konstantin als das damals relativ unbedeutende christliche Symbol des Kreuzes für seine germanischen Kämpfer als "heilig" zu erklären, es ihnen aufs Schild zu malen und sie so für den bevorstehenden Kampf zu motivieren, da sie ja eigentlich in der Unterzahl waren und ihre Lage damit relativ hoffnungslos war. Auch Germanen kämpfen nicht gerne wenn es kaum eine Chance auf den Sieg gibt. Sie wollen schließlich "Beute" machen.

Das Ergebnis der Schlacht sollte Konstantin (wirklich nicht dumm, der Mann) recht geben und so begann der eigentliche Siegeszug des Kreuzes, das Jesus in der Bibel nun wahrlich nicht als christliches Symbol gepriesen hatte.

Also was haben wir? Wir haben ein Kreuz als christliches Symbol, allerdings noch ohne Jesus dran. Und hier wird es meiner Meinung nach erst richtig interessant.

Dafür müssen wir uns nun einem beliebten Thema in der Geschichtsschreibung zuwenden, dass immer wieder gerne von Verschwörungstheoretikern aufgegriffen und für eigene Zwecke zurechtgebogen wird um Bücher zu verkaufen (siehe mein spezieller Freund Icke). Dem will ich natürlich nicht nachstehen und auch mal meinen Senf dazugeben. Es geht um die Merowinger, also um jenes germanische Herrscherhaus, dass durch allerlei Mord und Intrigen im 5 Jh. bei der germanischen Volksgruppe der Franken an die Macht gekommen war und ein bereits vor dem Jahre 496 beachtliches Königreich auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs beherrschte.
Daher wohl auch der Name Frankreich.

496 ist hierbei eine für das Christentum entscheidende Jahreszahl. In diesem Jahr trat der sagenumwobene Frankenkönig Chlodwig zum Christentum über und zwar nicht alleine sondern zusammen mit nein nicht 300 sondern gleich 3000 seiner Krieger, so geschehen in der Kathedrale zu Reims. Chlodwig war an sich kein Freund des Christentums, dass bei den Germanen keinen guten Ruf hatte, bei der einheimischen Bevölkerung und zum Glück wohl auch bei Chlodwigs Frau aber sehr beliebt war. Hierzu ist von einem Geistlichen ca. 100 Jahre später folgender Dialog überliefert.
Ich zitiere:

Chrodichilde (Chlodwigs Frau): Ohnmächtig sind die Götter, denen ihr dient, denn sie können sich und anderen nichts nützen, dieweil sie ein Gebilde aus Stein, Holz und Erz sind. Tius und Wodan - wie weit reicht denn ihre Macht ? Zauberkünstler mochten ihnen zu Gebote stehen, aber die Macht einer Gottheit hatten sie nimmer.

darauf Chlodwig:
Auf unser Götter geheiß wird alles geschaffen und erzeugt, euer Gott ist augenscheinlich ein ohnmächtiges Wesen und was noch mehr ist, nichtmal vom Stamme der Götter.

Zitat Ende.

Wobei hier Chlodwig mit Gott sicherlich die Person Jesu meint. Aus seiner Sicht hatte er recht, die Germanen konnten keinen Gott verehren der sich seinen Gegnern kampflos ergibt und sich von ihnen dann hinrichten lässt. Das war für die Germanen gleichzusetzen mit Feigheit und Feiglinge wurden mit dem Tode bestraft (in dem Fall mit hängen als Sühne für Wodan, den Gott des Windes und des Krieges). Da das Christentum allerdings für einen Herrscher entscheidende Vorteile bot (das hatten ja die Römer schon erkannt) und er außerdem seine Frau wahrscheinlich zu dieser Zeit sehr mochte, mußte sich Clodwig notgedrungen etwas einfallen lassen um das Christentum seinen Leuten schmackhaft zu machen ohne dafür am Galgen zu enden. Chlodwig war zwar Germane, aber er war nicht blöd, und so kam er auf eine geniale Idee.

Hier beginnt die eigentliche germanische Verschwörung. Zum einen mußte den Germanen gezeigt werden, das der neue Gott (also Jesus) durchaus Macht hatte. Das ging am besten auf dem Schlachtfeld. In einer eilends anberaumten Schlacht mit den Alemannen (den zu dieser Zeit ärgsten Konkurenten der Franken) wurde das ganze so gedreht, dass die Franken kurz vor einer Niederlage standen, aber nach dem der allseits vernehmbaren Ausruf des Frankenkönigs an den neuen Gott: "Er werde sofort seinen Glauben annehmen wenn er ihm in dieser Schlacht den Sieg schenken würde." erklungen war plötzlich (oh Wunder) die Schlacht gewannen und das Alemannische Heer (übrigens die Vorläufer u.a. der Schwaben, also allesamt auch Germanen)vernichteten. Natürlich waren auch die übriggebliebenen Alemannen sehr beeindruckt, keine Frage.

Jetzt bedurfte es nur noch einer kleinen Änderung im christlichen Glauben um das ganze perfekt zu machen. Statt wie bisher die Lehre Jesu vom friedlichen miteinanderleben zu Gottes Wohlgefallen im Mittelpunkt des christlichen allerdings äußerst ungermanischen Glaubens zu belassen wurde das Martyrium Jesu in den Mittelpunkt gedrückt und seine Rolle als Opfer böser Intrigen und schändlichem Verrat mit der ihm gebührenden Achtung versehen, was bei den Germanen der absolute Knaller war, denn schändlichen Verrat kannten sie aus ihrer Mytologie zur Genüge und konnten sich auf diese Art auch sofort mit der Person Jesu identifizieren. Dazu mußte Jesus nur noch als Opfer am Kreuz dargestellt werden, was nun nicht wirklich ein Problem war. Leider konnten die Evangelien nicht dementsprechend frisiert werden, was nun allerdings auch kein Problem war weil die es zu überzeugen galt konnten sowieso nicht lesen.

Lange Rede kurzer Sinn:

Leider muß ich den Christen mitteilen, dass der Großteil ihrer Rituale heidnischen (sprich germanischen) Ursprungs ist (so z.B. Reliquienverehrung, Kindstaufe, um nur einige zu nennen) und die ursprüngliche Botschaft der Evangelien mit germanischer Mytologie stark angereichert wurde. Im Grunde sind diejenigen, die sich nicht kritisch mit der Geschichte des Christentums auseinandersetzen und kommentarlos alles übernehmen was die Kirche (egal ob nun katholisch oder evangelisch) ihnen vorbetet, ohne es sorgfältig mit dem Neuen Testament (also der Lehre Jesu) abzugleichen, Heiden (wie der schlaue Chlodwig vor und nach seiner Taufe auch) und haben sich damit meiner Meinung nach von Gott abgewand. Ich kann nur hoffen das der Herrgott denjenigen diese Sünde vergeben wird und habe Euch hiermit darauf hingewiesen. Nicht das es später dann wieder mal heißt: "Also ICH hab ja von alledem nichts gewußt." Diese Ausrede zieht ab heute nicht mehr. Gott ist mein Zeuge. :)
0 Danke für diese interessanten Zeilen. Hast Du vielleicht auch das Buch „Kreuzschmerzen“ gelesen? Autor: Dr. Claus Nordbruch. Siehe nordbruch.org bzw http://nordbruch.org/buecher/kreuzschmerzen.html
Gruß, Sagres
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