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Wie der Lousberg entstanden ist

... aus dem Blog von Jofe   Profil von Jofe

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Wie der Lousberg entstanden ist


09.04.2010 um 00:12, keine Kommentare
Wie der Lousberg entstanden ist - Die Sage vom Teufel und der Marktfrau

Der Teufel war beim Dombau böse überlistet worden - statt der erhofften Menschenseele war die Seele einer Wölfin sein Lohn gewesen. Diese Schmach, von den Aachenern überlistet worden zu sein, konnte er nicht unbeantwortet lassen. Sie sollten vernichtet werden! Er lief bis zur Nordsee, lud dort Dünen in zwei Säcke und schleppte diese zurück Richtung Aachen. Seine Rache sollte es sein, den Dom, die Stadt und alle Aachener mit Sand zuzuschütten.

Der Weg war weit und die Säcke schwer. Außerdem blies ihm der Wind ins Gesicht und behinderte seine Sicht. In der heutigen Soers angekommen war ihm sehr nach einer Pause zumute, da begegnete ihm eine Marktfrau. Diese war trotz des hinter ihr liegenden Arbeitstages wach und wachsam. Sie erkannte sogleich den Pferdefuß ihres Gegenübers und ahnte, dass sein Besuch nichts Gutes bedeutete. Als er sich bei ihr erkundigte, wie weit es denn noch bis Aachen sei, antwortete sie, auf ihre alten Treter weisend, diese Schuhe habe sie in Aachen auf dem Markt neu erstanden und er solle doch nur sehen, wie abgelaufen die schon seien, dann könne er ermessen, wie weit der Weg für ihn noch sei.

Der Teufel hörte die Worte, sah die Schuhe und wusste, dass er einen so weiten Weg mit der schweren Last nicht bewältigen konnte. Voller Wut und Erschöpfung warf er auf der Stelle beide Säcke ab und zog davon. Die Berge aus Dünensand sind noch heute zu sehen: Lousberg und Salvatorberg.

Die Schlauheit im Umgang mit dem Teufel verhalf dem Berg möglicherweise zu seinem Namen. Im Oecher Platt steht das Wort "lous" für schlau.


Der klugen Marktfrau ist 1985 von Krista Löneke-Kemmerling ein Denkmal gesetzt worden, das eine beliebte Attraktion für Besucherinnen und Besucher ist, wie die "polierten" Stellen an allen markanten Teilen der Figuren beweisen.

In einer geheimen Aktion wurde der Teufel auf sagenwelt-historisch richtigen Stand gebracht, indem der rechte Daumen des Gehörnten, der ja bekanntlich in der Türe des Aachener Doms steckengeblieben ist, abgesägt wurde.

Es gibt verschiedene Varianten der Sage, z.B. trug der Teufel dann nur einen Sack, der sich beim Aufprall teilte, oder aber die Marktfrau warf ihren Rosenkranz auf die Säcke, die der Teufel auf der Stelle abwerfen musste, der Kern aber bleibt: die Geistesgegenwart der Marktfrau hat Aachen davor bewahrt, im Sand zu versinken, und hat die Sandberge an den Rand der Stadt positioniert, wo sie nicht nur keinen Schaden angerichtet haben, sondern heute viel zum Wohlbefinden beitragen.

Text von Ursula Bein
Quelle: http://www.lousberg-gesellschaft.de/lousberg/legenden


Dies ist eine weitere Sage aus meiner Heimat, der Städteregion Aachen!!
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