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Musik und Ich

... aus dem Blog von senedjem   Profil von senedjem

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Musik und Ich


26.06.2007 um 17:53, 3 Kommentare
Gudden

Heute möchte ich euch ein bisschen mein Gefühl zur Musik näher bringen.
Wissenschaftlich gesehen ist Musik nur eine Anreihung von Tönen die sich in Frequenzen aufteilt. Ziemlich kalt beschrieben was? Naja, versuchen wir es mal auf ne andere Weise.

Ich werde euch mal ne Geschichte erzählen.

Es war ein mal ein kleiner Junge, so zwischen 6. und 9. Jahren. Dieser Junge war ein bisschen aussergewönlich, er mochte kein Fussball und auch die anderen Sportarten waren im egal. Da ihn seinen Vater aber "ermunterte" Sport zu treiben entschied sich der Junge für Fusball, was ja bei den anderen Jungs sehr populär war.... Naja, wie soll ich sagen, der Junge war ein Weichei. Er weinte oft, er war so ziemlich auf der untersten Hierarchiestufe (nach den Zimmerpflanzen), und Freunde hatte er sowieso keine.
Das Fusballspielen war langweilig und fad. Nach langem ringen mit sich selber, er wollte seinen vater ja stolz machen, hörte er nach einer Weile wieder auf sinnlos nem Ball nachzurennen. Stattdessen fing er an Karate zu Trainieren, und ganz unter uns, er war ziemlich gut darin. Doch die Geistige Erfüllung blieb aus. Er hörte auch damit auf.
Der Junge wusste von Anfang an das Sport nicht das Richtige war.
Also machte er es wie alle anderen und lebte nach jedem Trend der gerade "in" war.
Dadurch machte er sich auch keine Freunde, er verstand die Welt nicht mehr. War denn da kein Platz mehr für den kleingeratenen Mittläufer der allen in den Arsch kroch?
Schon sehr früh merkte er, das die Erfüllung in ihm drin war, und das nur er alleine sie zum vorschein bringen und ausleben kann. Er zog sich immer weiter zurück, wurde seltsam passiv und fing an seine agressionen, seine negativen Gefühle und alles aufgestaute für sich selber auszuleben, ohne Rücksicht auf andere.....Kurz, er wurde zum riesen Arschloch. Das zog er ne Weile durch und war glücklich. Das änderte sich dann mit der Zeit wieder. Er war eigentlich immernoch ein Mittläufer, hatte Angst seine eigene Meinung preiszugeben, aber jetzt war er schlau und hinterhältig. Mit der Zeit fing er an sich für Musik zu interessieren, das war so mit 12-13 Jahren. Er liebte das spektakuläre, und zum ersten mal wiedersetzte er sich dem Trend, und zwar der Hip Hop Welle die damals das ganze Land erfasste. Er ging sogar soweit, vor seinen "Freunden" Hip Hop zu kritisieren. Das wurde dann oft mit prügel bestraft, aber genau DAS war die Zutat die ihn zu dem Trotzkopf machte der er jetzt ist. Eines Nachmittags,er war alleine zu Hause, lief der Musiksender Viva. Es war gerade "Wunschkonzert" und die Hip Hop Clips schienen sich zu überschlagen. Doch dann als er gerade nicht auf den Fernseher achtete, ertönte eine Gitarre. Sein Blick richtete sich sofort auf das Bild. Mit diesem Song hat alles angefangen. Wie schon Jahre davor als die Generation X aufkam, hat dieser Song in ihm etwas ausgelöst was bis heute andauert. Da fuchtelt doch tatsächlich ein Typ mit langen Haaren auf seiner Gitarre rum,schreit irgendwelche ihm damals unbekannte Wörter rum und seine Agressionen sind fast mit Händen fassbar. Die meisten werden wohl schon wissen welchen Song ich meine;) Smells Like Teen Spirit von der Seattle Sound/Grunge Band Nirvana. Es lohnt sich, sich diesen Song mal anzuhören und dann die Geschichte dazu auf Wikipedia durchzulesen. Never mind....
Er War fasziniert und zum ersten mal in seinem Leben von einer Sache so angetan, das er sie nie mehr vergessen wird. Damit hat eigentlich alles angefangen, von hier aus ging es nurnoch Bergauf. Er war der einzige Typ der sich nicht einem Trend, sondern einem Lebensgefühl hergab. Und somit war ihm der platz als absoluten aussenseiter gewiss. Es sollte aber nicht so kommen.
Aus dem Arschloch wurde(mithilfe einer gewissen S.M.[Na kennt ihr sie noch?;)]) schnell ein ehrlicher, zu sensiblen Typen. Er lies sich die Haare wachsen und sah schonmal ganz ordentlich versifft aus für sein alter. Er war 14 oder 15. an seinem 14. Geburtstag bekam der kleine dann ne occasion also ne gebrauchte Gitarre geschenkt. Er fands toll, etwas zu lernen das die anderen nicht konnten. Vorallem erhoffte er sich das ihn endlich eine Frau beachtete. Nix da, ohne Fleiss kein Preis. Man kann sagen das der Typ halt aus egoistischen und vorallem aus narzistischen Gründe versuchte Musik zu machen. Erst als er mit 16 merkte was Musik überhaupt ist und was man damit machen und erreichen kann, gings dann aufwärts. Er fing an in musikalischer Weise zu denken, in musikalischer Weise zu fühlen und vor allem in musikalischer Weise zu leben.

Es ist schwierig einem Laien die Musikalische Welt zu erklären. Es ist in etwa so, als ob ihr Musik hören würdet und dann plötzlich seit IHR auf der Bühne, IHR spielt euten Lieblingssong und IHR steht vor 10'000 Leuten. Nur Applaus, Geschrei und Musik.
Was machen die meisten wenn es ihnen beschissen geht? Sie hören Musik, die zu ihrer Stimmung passt.Man hat rausgefunden das Musik, ähnlich wie Antidepressiva wirken kann, wenn man regelmässig Musik hört und sich hinein versetzt. Und in Finnland ist es obligatorisch das jeder Schüler ein Instrument spielt. Und die Ergebnisse der Pisa-Studie sprechen ja wohl für sich.

Fazit:
Es lohnt sich immer ein instrument zu lernen. Und vor allem: NIE ZU SPÄT!

Peace

0 Hehe...wunderbar beschrieben^^ Am besten gefällt mir der Teil mir Kurt, das war bei mir fast die gleiche Reaktion, als ich ihn zum ersten Mal gesehen und gehört hab ;) Auch wenns nich dazu gereicht hat, dass ich einigermaßen Gitarre spielen kann...Das Ding steht bei mir rum und ich kom irgendwie nie dazu -.- Naja ich geb nich auf :D
0 Komisch, mir ging`s genau gleich... Mit 13 oder so zum ersten Mal Nirvana gehört - und war hin und weg :) Meine Gitarren liebe ich auch heute noch über alles, auch wenn ich nicht mehr dazu komme, anständig zu üben *hmpf*
0 Grüss dich alter Haudegen ;)

Interessantes Blog, muss ich schon sagen ^^ Ein Eintrag nur der Musik gewidmet, finde ich super! Und mir ging es ähnlich wie dir...den E-Bass zu erlernen war eines der genialsten Entscheindungen überhaupt in meinem bisherigen Leben. Ich war auch immer ein Aussenseiter und versuchte aus dem Mainstream zu gelangen...scheiss auf HIP HOP! Scheiss auf alle Mitläufer-Spastis!

Liebe Grüsse,

Ehecatl
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