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Der Fall Jens Söring

27.852 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 22:41
Jamegumb schrieb:Das Gestammel bedeutet nichts weiter, als dass er seine Schuld nicht durch einen unbedachten Satt auf das tatsächliche Maß bringen wollte.
Inwieweit möchte er seine Schuld mittels ihrer Abwesenheit unter das tatsächliche Maß bringen?


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Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 22:45
@silentlistener
Das habe ich nicht geschrieben. Wenn er gesagt hätte: ich habe das Messer mitgebracht und ich hatte von Anfang an vor, die beiden zu töten, so bedeutete dies gewiss keine mildernden Umstände, die ihn vor dem Old Sparkey bewahrt hätte.


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Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 22:49
Jamegumb schrieb:Das habe ich nicht geschrieben.
Stimmt. Ich habe mich nochmal korrigiert. (Siehe oben.)

Zu dem Aspekt Messer hatte ich wiederum nichts gesagt.
Mir geht es um ihre Ab- oder Anwesenheit und sein Gestammel dazu.

Denn das war die Frage an mich:
yasumi schrieb:Sie scheint tatsächlich auch dabei gewesen zu sein.
An welchen Äußerungen im Verhör machst du das fest?


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Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 23:07
silentlistener schrieb:Mir geht es um ihre Ab- oder Anwesenheit und sein Gestammel dazu.
das Gestammel habe ich mir damit erklärt, dass Söring meinte, nicht alleine im Haus gewesen zu sein. Er fühlte sich beobachetet. Er ging doch davon aus, dass Mrs. Massie ihn beobachtet hatte. Er war verwirrt und sprach mit den Ermitlern über seine Angste, als das Tonband ausgeschaltet war.


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Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 23:21
Rosenmontag schrieb:Er ging doch davon aus, dass Mrs. Massie ihn beobachtet hatte.
So eine fiese Voodoo-Hexe kann einem redlichen Mörder aber auch einen gehörigen Schrecken einjagen.

Dieser Aspekt kann auf dem Weg der Wahrheitsfindung aber eher vernachlässigt werden, da solche Ängste in seiner 1990-Version m.E. keine Rolle mehr gespielt haben.


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Der Fall Jens Söring

28.06.2020 um 23:30
silentlistener schrieb:So eine fiese Voodoo-Hexe kann einem redlichen Mörder aber auch einen gehörigen Schrecken einjagen.
Dieser Aspekt kann auf dem Weg der Wahrheitsfindung aber eher vernachlässigt werden, da solche Ängste in seiner 1990-Version m.E. keine Rolle mehr gespielt haben.
erst war Mrs. Massie die Hexe später erlebte Söring EH als Hexe! Dabei war die ""Hexe nur Teil seines
eigenen sich auflösenden Geistes.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 11:49
War EH am Tatort dabei?
JS eiert an diesem Punkt herum.
So äußert sie sich:
"And then he said that dad had said my God, what do you think you’re doing. He said that he killed my mother first, that they had been talking to him like forty minutes and then he stood up and slit her throat."

Herr Hammel kommentiert das in seinem neusten Beitrag zum Thema:
"Söring fans will note that she says Jens told her that he attacked her mother first, which conflicts with his confessions. I leave it to you, gentle reader, to judge how important this discrepancy is."

Quelle: https://hammeltranslations.com/2020/06/30/elizabeth-haysoms-confession-that-wasnt/

Vielleicht haben beide Recht:
Er sagt: Ich habe zuerst den Vater angegriffen.
Sie meint, dass die Mutter zuerst attackiert wurde.

Beide beschreiben die Mordszene jeweils aus ihrer eigenen Sicht, was auch schwer abzusprechen ist.

Wie wäre es strategisch am "günstigsten" gewesen?
War er alleine, musste er gegen den stärkeren Vater den Überraschungseffekt nutzen und ihn zuerst angreifen.
Wurde die Mutter zuerst von jemand anderem niedergestochen, konnte er anschließend/zeitgleich den Vater übernehmen. Und ihn gleichzeitig davon abhalten, bei dem Angriff auf seine Frau einzugreifen.

Vielleicht war der Ausruf des Vaters: "Oh Gott, was machst Du da?" in Richtung seiner Tochter gemeint.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 12:08
Das wusste ich auch noch nicht:

Elizabeth Haysom hatte ja behauptet, sie habe nur die doppelten Kinotickets gekauft, und Jens Söring sei losgefahren um die Eltern zu töten. Das sagte sie am 8. Juni abends.

Als ihr - so interpretiere ich das - dann bewusst wurde, dass sie in einem ihrer Briefe offenbar schon eine gemeinsame Tat gestanden hatte, versucht sie noch mitten in der Nacht, dieses schriftliche Eingeständnis wegzuerklären.
[...] as I said in one of my letters, we did it together and in some ways I’m more guilty than he is, because I mean he loved me beyond reason; I loved him beyond reason, too. I loved him beyond reason, and I suppose I used that love, and because of my own weakness of character I many times have tried to wriggle out of that responsibility and that guilt of putting him in this position. I can’t do that any longer. I can’t bear leaving my last statement as it stands.
Sie habe Jens Söring nur geschrieben, sie hätten die Tat gemeinsam begangen, um ihn zu beruhigen. Er sei emotional instabil gewesen, da er merkte, wie sehr der Tod ihrer Eltern sie zu schaffen machte. Und überhaupt, sie sei ja im Geiste am Tatort gewesen.
I believe in my last letter of April the 18th, which date I have now memorized, I wrote to the effect I was talking about him, thinking. He threatened to give himself in, he threatened to commit suicide and it was about an argument we had because he had seen how upset I actually was about my parents’ death.

And he felt that I in some way was now turning on him and accusing him of doing something that I hadn’t wanted. And so I was trying to reassure him that in my mind we did it together. Although I wasn’t physically present, I suppose I was spiritually there.
Das ist geschickt gemacht, und möglicherweise der Ursprung der Elizabeth-Legende. Da ist schon alles drin: sie Leide unter dem Tod ihrer Eltern. Und sie trage auch seine Schuld, die des eigentlichen Mörders - weil sie sich schuldig fühle.
Bonus-Track: Söring sei emotional labil.

Daraus wurde dann die bereuende Elizabeth Haysom, die zu ihrer Schuld stehe, anders als der gestörte Herr Söring.

Möglicherweise sollten diese Einlassungen aber auch nur ein Ablenkungsmanöver sein.

PS: Es gibt da noch ein einen merkwürdigen Satz zu Elizabeths Mitbewohnerin:
Also, I want to clear up one point about Christine…. My weakness and my confusion of the guilt and conscience and loyalty, I did say to her on one occasion that I thought Jens might have murdered my parents. However, later on I went out of my way to make sure that she was not suspicious of him in any way. She can’t be held responsible, in no way responsible, for ever thinking that Jens killed my parents.
Elizabeth habe ihrer Mitbewohnerin gegenüber den Verdacht geäußert, Jens sei der Mörder. Dann habe sie alles getan, um von Jens als Mörder abzulenken. Sie - die Mitbewohnerin - könne nicht verantwortlich gemacht werden, dafür, dass sie dachte, Jens habe ihre Eltern getötet.

Warum wäre es schlimm, wenn ihre Mitbewohnerin glaubte, Jens Söring sei es gewesen? Ist das ein Fehler in der Aufzeichnung?

Alle Zitate: https://hammeltranslations.com/2020/06/30/elizabeth-haysoms-confession-that-wasnt/


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 12:32
yasumi schrieb:Als ihr - so interpretiere ich das - dann bewusst wurde, dass sie in einem ihrer Briefe offenbar schon eine gemeinsame Tat gestanden hatte, versucht sie noch mitten in der Nacht, dieses schriftliche Eingeständnis wegzuerklären.
yasumi schrieb:Sie habe Jens Söring nur geschrieben, sie hätten die Tat gemeinsam begangen, um ihn zu beruhigen. Er sei emotional instabil gewesen, da er merkte, wie sehr der Tod ihrer Eltern sie zu schaffen machte. Und überhaupt, sie sei ja im Geiste am Tatort gewesen.
An dieser Stelle klingen ihre Erklärungen dann genauso unglaubwürdig wie seine:
"Ich bin geflohen und habe die Morde nur gestanden, weil ich sie so schrecklich liebte."
"Ich habe zwar geschrieben, dass ich dabei war, wollte damit aber nur den wahren Mörder trösten, weil der so deprimiert war."


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 12:53
silentlistener schrieb:An dieser Stelle klingen ihre Erklärungen dann genauso unglaubwürdig wie seine:
"Ich bin geflohen und habe die Morde nur gestanden, weil ich sie so schrecklich liebte."
"Ich habe zwar geschrieben, dass ich dabei war, wollte damit aber nur den wahren Mörder trösten, weil der so deprimiert war."
Sie erzählen im Prinzip jeweils fast spiegelverkehrte Versionen der Ereignisse.
silentlistener schrieb:So äußert sie sich:
"And then he said that dad had said my God, what do you think you’re doing. He said that he killed my mother first, that they had been talking to him like forty minutes and then he stood up and slit her throat."
silentlistener schrieb:Vielleicht haben beide Recht:
Es wäre sicherlich von Vorteil gewesen, da bei Elizabeth nachzuhaken. Wo saß Jens Söring, als das passierte? Wurde gegessen?

Letztlich geht es ja darum welche Version überhaupt mit den Tatortspuren in Einklang zu bringen ist.

Söring hat z.B. in dem Verhör am 5. Juni gesagt, dass die Eltern schon gegessen hätten und dass Frau Haysom, die zuvor die Treppe runtergekommen sei, ihm etwas zum Essen aufgewärmt habe.
- They didn't eat
- They have already eaten?
- Yeah, or [...] I don't know
[...]
- So evidently she [Mrs Haysom] warmed you something up and invited you to the table
- Right
(ab Min. 18:19 https://hammeltranslations.com/2020/06/22/jens-sorings-june-5-1986-recorded-interview-in-full/)
Der gedeckte Tisch wirkt jedoch so, als ob mindestens zwei Menschen essend am Tisch saßen.

Vielleicht wäre Elizabeths Version stimmiger gewesen.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 13:09
yasumi schrieb:Der gedeckte Tisch wirkt jedoch so, als ob mindestens zwei Menschen essend am Tisch saßen.
Vielleicht gerade schon den Nachtisch (Eis?), man lud ihn zu Tisch und Frau Haysom hat ihm vom Hauptgericht noch etwas warm gemacht/machen wollen? Dann stimmt es wieder?


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 13:20
yasumi schrieb:Der gedeckte Tisch wirkt jedoch so, als ob mindestens zwei Menschen essend am Tisch saßen.
sooma schrieb:Dann stimmt es wieder?
Hat er "sein" Gedeck (und vielleicht noch ein weiteres) nicht in einem entfernten Müll-Container entsorgt?
Um dann auf Socken nochmal reinzugehen?

Ich sehe gerade nicht die Unstimmigkeit zwischen der Anzahl der Gedecke und der Anzahl der Mörder.

Und: Macht man einem unliebsamen Besucher "etwas warm"? (Nach dem Motto "Junge, Du hast bestimmt Hunger.") Es ist etwas anderes, wenn die eigene Tochter mit Freund unangekündigt vorbeikommt.

Und: Hat man als Ehepaar denn schon gegessen, wenn noch Besuch angekündigt ist? Er eiert ja auch in dieser Frage herum. Bei "Treppe herunterkommern und noch warm machen" klingt das eher nach unangekündigt.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 14:48
silentlistener schrieb:Ich sehe gerade nicht die Unstimmigkeit zwischen der Anzahl der Gedecke und der Anzahl der Mörder.
Naja, wenn das Ehepaar Haysom schon gegessen hatte, Frau Haysom schon nach oben gegangen war zum Malen und dann ein Besucher kam, dem sie noch etwas aufwärmte, dann würde ich nur ein Gedeck am Tisch vermuten.

Die beiden Gedecke, die am Tisch waren, wurden aber dem Ehepaar Haysom zugeordnet. Das Gedeck des Mörders soll von diesem entfernt worden sein.

Wenn Elizabeth jetzt gesagt hätte, ihr habe Söring erzählt, ihre Eltern wären beim Essen gewesen und hätten ihn eingeladen, sich dazu zu setzen, dann hätte Elizabeth etwas erzählt, was viel besser zu den Tatortspuren passt. Gut, ihre Informationen hätte sie dann immer noch von Söring haben können, und Söring konnte während seines Verhörs einfach falsche Angaben gemacht haben. Das entlastet ihn also noch nicht.

Ich finde jedoch, dass Söring in seinen Vernehmungen dann doch erstaunlich viele Details falsch wiedergibt. Mich würde da schon interessieren, warum das so ist.

Söring zeichnete z.B. zwei Skizzen, in die er die Toten markierte.

In der ersten Skizze zeichnete er den Leichnam von Frau Haysom richtig herum ein. Den Körper von Herrn Haysom zeichnete er jedoch falsch ein, nämlich horizontal und nicht vertikal:

Sketch bodies 1

Ein paar Tage später will er sich korrigieren.
Er dreht nun den Körper von Frau Haysom in der Skizze um 90°, ändert aber ansonsten nichts.

Sketch bodies 2

Quelle: Wright-Bericht, Seiten 298 und 299. https://soeringguiltyascharged.files.wordpress.com/2020/01/the-detectives-report-by-terry-wright-final.pdf

Ich weiß nicht, mit wem alles Söring zu dieser Zeit Kontakt hatte. Aber es wirkt so, als ob er jemandem von der Skizze erzählte, und ihm dann gesagt wurde, sie sei falsch, er müsse den einen Körper um 90° drehen. Und er das dann machte, nur eben mit dem falschen.

Aber vielleicht gibt es auch eine andere Erklärung für wiederholte falsche Angaben über Details, die er eigentlich als Täter wissen müsste.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 15:12
Für alle die "das Versprechen noch nicht gesehen haben.
Das ZDF hat eine Programmänderung vorgenommen.
Am 4.8.2020 um 20.15 Uhr.

https://www.presseportal.de/pm/105413/4637482

Da wird sich der Herr Hammel aber freuen, dass er so ernst genommen wird, dass die Leute, die die Geschichte noch nicht kannten (vor Lanz) sich endlich ein Bild machen können.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 15:19
Bluelle schrieb:Das ZDF
Es handelt sich lediglich um den Spartensender ZDFinfo. Nicht die hellsten Kerzen auf der Torte schauen den eh nicht...


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 15:37
yasumi schrieb:Naja, wenn das Ehepaar Haysom schon gegessen hatte, Frau Haysom schon nach oben gegangen war zum Malen und dann ein Besucher kam, dem sie noch etwas aufwärmte, dann würde ich nur ein Gedeck am Tisch vermuten.
Wenn er in dieser Sache stammelt, könnte das natürlich bedeuten, dass er überhaupt keine Ahnung davon hatte, dass Mörder und Opfer miteinander gegessen haben. Das hieße also, dass die alleinige Mörderin ihm davon nichts erzählt hat. Irgendeinen Ablauf muss sie ihm aber erzählt haben, sonst wäre seine Story viel weniger detailliert ausgefallen.
Aber sind die Morde nicht während oder direkt nach dem Essen geschehen? Blutige Serviette, Abstützen mit blutiger Hand auf dem Stuhl? Hat sie dieses wichtige Detail vom gemeinsamen Essen wirklich vergessen, ihm mitzuteilen?

Andereseits klingt sein ganzes Verhör nicht wie die flüssige Erzählung einer Person, die den Ermittlern eine glaubwürdige Geschichte zur Ablenkung von seiner mordenden Freundin erzählen möchte.
Zu hören sind die widerwilligen Äußerungen eines geschnappten Täters, der am liebsten gar keine Fragen beantworten würde.


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30.06.2020 um 15:37
@SomertonMan

Das ist Deine Meinung oder?
Ich finde dort passt es genau rein.

True Crime, Dokumentation, Geschichte usw.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 15:50
Bluelle schrieb:Für alle die "das Versprechen noch nicht gesehen haben
In der Tat ist das ein ganz toll gemachter, spannender und dramatischer Film.
Den lohnt es sich, immer wieder anzusehen.

Schade, wenn er nicht im Hauptkanal des ZDF läuft.
Sonst würden hier bestimmt einige weitere, interessierte Diskutanten hinzukommen, um dann ernüchternd festzustellen, dass die DNA der beiden großen Unbekannten wahrscheinlich vom Opfer stammt.
Bluelle schrieb:dass er so ernst genommen wird,
Höre ich da Schadenfreude?
Bluelle schrieb:endlich ein Bild machen können.
Ist das wirklich Deine Meinung? "Das Versprechen" ist ein objektiv informierender Film?


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 15:52
silentlistener schrieb:enn er in dieser Sache stammelt, könnte das natürlich bedeuten, dass er überhaupt keine Ahnung davon hatte, dass Mörder und Opfer miteinander gegessen haben.
Wenn man jemanden durch ein falsches Geständnis retten möchte, dann informiert man sich wahrscheinlich so gut, dass die Ermittler das Geständnis glauben. Das wird hier aber, wie so viele andere Dinge, einfach übergangen. Die Geschichte passt vorne und hinten nicht. Sie wird aber immer wieder von einigen zu seinem Gunsten (aus welchem Grund auch immer) gedreht.


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Der Fall Jens Söring

30.06.2020 um 18:38
silentlistener schrieb:Andereseits klingt sein ganzes Verhör nicht wie die flüssige Erzählung einer Person, die den Ermittlern eine glaubwürdige Geschichte zur Ablenkung von seiner mordenden Freundin erzählen möchte.
Zu hören sind die widerwilligen Äußerungen eines geschnappten Täters, der am liebsten gar keine Fragen beantworten würde.
Söring war offenbar vorbereitet. Er verweist zwischendurch auf Notizen, die er sich - so wie es scheint - zuvor gemacht hatte. In den Pausen zwischen den Aufnahmen werden anscheinend sowas wie Vorgespräche geführt, um zu klären, was als nächstes besprochen werden soll, wenn das Aufnahmegerät wieder an ist. Er geht davon aus, dass die Aufnahmen einer Jury vorgespielt werden.

Für dieses Verhör hatte er eine klare Botschaft: Er war in Loose Chippings, während Elizabeth in Washington blieb. Das sagte er mehrmals.

Zu allem anderen wollte oder konnte er in diesem Verhör nichts sagen.

Söring behauptet, sich in diesem Verhör sehr zurückhaltend zum Tatgeschehen geäußert zu haben. Und dass er Elizabeth raushalten wollte. Die Aufnahme dieses Verhörs steht nicht im Widerspruch zu dieser Behauptung.
Söring has repeatedly claimed that he told detectives “as little as possible” before June 8, 1986. Now you can judge for yourself. https://hammeltranslations.com/2020/06/22/jens-sorings-june-5-1986-recorded-interview-in-full/
In diesem Sinne.


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