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Der Fall Jens Söring

29.376 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:01
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Ich hatte hier gelesen, dass JS am 05. bereits andeutungsweise gestanden hätte, nicht um EH direkt rauszuhalten, aus Angst sie könnte
etwa selbiges begehen, sondern weil die Beweislage entsprechend wissentlich gegen ihn sei (Aufzugvideo, Flucht, Fingerabdrücke Kaffetasse).
In dem Teil "Der Verrat" des 4-Teilers "Killing for Love" wird ab Minute 9.35 (=Quelle) die Sicht der weiblichen Täterin dargestellt: "Ich war zornig darüber, dass Jens mich im Stich ließ. Während ich weiterhin versuchte, ihn zu decken."
Ein Riesen-Missverständnis zwischen den beiden schrecklich Liebenden?
Er gesteht, um sie zu retten und sie fühlt sich durch sein Geständnis verraten, weil er zugibt, dass beide etwas mit der Tat zu tun haben. Hat Jens Söring seine schrecklich Geliebte etwa gar nicht gefragt, ob sie "gerettet" werden möchte?
Auf jeden Fall haben beide eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung von den Verhaltensweisen des jeweils anderen.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:03
Zitat von WattWatt schrieb:Bis heute liegt keine eidesstattliche Erklärung des Prof. für Anthropologie vor.
Das liegt wohl daran, dass Neaton sich das vermutlich nur ausgedacht hat. Er wurde deswegen auch als Anwalt suspendiert.
The attorney who defended Jens Soering [...] has been suspended from practicing law in Michigan for mishandling portions of Soering's case. [...]
The discipline board concluded that Neaton failed to competently handle Soering's habeas corpus appeal following his trial, misappropriated $5,000 of Soering's funds, lied to Soering about obtaining witnesses, created phony affidavits with fictitious notary signatures and refused to turn over files to Soering once Soering decided to drop Neaton as his attorney.

https://scholar.lib.vt.edu/VA-news/ROA-Times/issues/1996/rt9607/960726/07260044.htm

In etwa (mit Hilfe von Deepl.com):
Der Anwalt, der Jens Soering [...] verteidigt hatte, wurde von der Anwaltstätigkeit in Michigan suspendiert, weil er Teile des Falles von Soering falsch behandelt habe. [...]
Der Disziplinarausschuss kam zu dem Schluss, dass Neaton die Berufung von Soering nach seinem Prozess nicht kompetent behandelt hat. Dass er 5.000 Dollar aus Soerings Geldern veruntreut, Soering über die Beschaffung von Zeugen belogen hat, gefälschte eidesstattliche Erklärungen mit fiktiven Notarunterschriften erstellt und sich geweigert hat, Soering Akten auszuhändigen, nachdem Soering beschlossen hatte, Neaton als seinen Anwalt fallen zu lassen.
Aber es wurde hier ja unterstellt, Söring habe nichts unternommen. Weil er natürlich wusste, dass das sein Abdruck ist und nur er allein am Tatort war. Kein Gutachten hätte ihn entlasten können. Ist seine Untätigkeit nicht ein Beweis mehr für seine Schuld? etc blabla.

Er wollte was unternehmen. Nur sein Anwalt hat es verkackt.

Und dann als Söring sagte, sein Anwalt habe es verkackt, wurde gesagt: Echt?, sieht doch alles schick aus:
However, the Virginia Supreme Court, in a ruling last month, rejected Soering's claim of ineffective counsel. (Gleiche Quelle wie eben)
Ich denke, mit der Entscheidung von Richter Sweeney, Robert Hallett nicht als Experten aussagen zu lassen, war das Thema Sockenabruck durch.

Soweit ich das verstanden habe interessieren sich Berufungsgerichte nicht dafür ob ein Urteil falsch war. Sie interessieren sich nur dafür, ob es fehlerhaft zustande gekommen ist. Da die Jury entschied (und nicht ein Experte), dass der Abdruck auf Söring passt, ist es verfahrenstechnisch gesehen kein Fehler, auch wenn sich rausstellen sollte, dass Sörings Fuß zu groß für diesen Abdruck ist. Der Verteidiger hätte ja was entgegnen können - wir kennen inzwischen die wortreichen Argumente.

Deswegen stehen dann in den Wiederaufnahmeanträge solche Sachen wie: erzwungenes Geständnis, Landstreicher, ineffektive Verteidigung etc. Die Logik der Rechtsprechung erfordert es, dass man dann sowas anführt: Hätte die Jury nicht wissen sollen, dass es andere Tatverdächtige gab? War das ein Verfahrensfehler? etc. Sich deswegen über einen Verurteilten lustig zu machen - haha, jetzt verdächtigt er noch Landstreicher, wie absurd - ist deswegen albern.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:09
Zitat von yasumiyasumi schrieb:erzwungenes Geständnis,
bitte belege das! Es gibt offizielle Dokumente die belegen, dass JS ganz freiwillig gestanden hat. Ich bitte dich daher, diese Aussage zu belegen, natürlich mit Dokumenten, und nicht mit Aussagen des verurteilten Doppelmörders. Es ist wohl verständlich, dass man diesen Aussagen nicht unbedingt glauben schenken kann.
Zitat von yasumiyasumi schrieb:, ineffektive Verteidigung
deiner Meinung nach? Oder gibt es dazu etwas offizielles? Danke schon mal für deine Quellenangaben. Deine Ausführungen sind hier letztlich nur deine persönliche Meinung. Ich hoffe, du weist das?
Denn wie hier schon geschrieben, hat JS Neaton auch im Berufungsverfahren mit seiner Verteidigung beauftragt und kein Berufungsgericht konnte Neaton irgendwelche Formfehler in der Verteidigung nachweisen.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:22
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Es ist egal wie man es dreht, sowas ist eben Täterwissen.
Sicherlich es ist belastend, wenn jemand erzählt, er hätte sich bei der Tat geschnitten und es gibt Täterblut am Tatort.
(0 erst einmal ausgeklammert). Da es deutliche Wischspuren gibt müsste man annehmen, dass der Täter sein
eigenes Blut vermischen wollte. Er wurde sicherlich danach befragt. Das von dem Verdächtigenkreis Blutproben verlangt wurden,
und EH am Tatort Blutspuren sichten konnte, wird ihm nicht entgangen sein.
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:In dem Teil "Der Verrat" des 4-Teilers "Killing for Love" wird ab Minute 9.35 (=Quelle) die Sicht der weiblichen Täterin dargestellt: "Ich war zornig darüber, dass Jens mich im Stich ließ. Während ich weiterhin versuchte, ihn zu decken."
Ein Riesen-Missverständnis zwischen den beiden schrecklich Liebenden?
Dazu musste Sgt. Beever aber zu ihr mit vorgehaltener Hand in die Zelle, abends am 05.06.86? Ich kenne nur Darstellungen, dass dieser sich nicht zu der Nachfrage (Tatgeständnis Söring) von Haysom en detail geäußert hatte, sondern strategisch durch das Guckloch zufrieden feixte und dann flötend davon eilte.

Demnach ein potentielles Märchen?


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:28
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:ass der Täter sein
eigenes Blut vermischen wollt
ich denke eher, dass er seine Schuhabdrücke verwischen wollte.

Was ich mich frage ist, JS hat nachgewiesener Maßen gelogen. Denn entweder stimmt seine erste erzählte Geschichte oder seine zweite. Und trotzdem glauben ihm hier einge jedes Wort was er erzählt und drehen alles immer zu seinen Gunsten. Ich verstehe das nicht. Da wird absolut NICHTs von seinen Äußerungen kritisch hinterfragt. Aber die Arbeit von Richtern, Staatsanwälten, Ermittlern in Frage gestellt. Als ob sie alle ein persönliches Interesse hatten, unbedingt JS des Verbrechens zu überführen.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:30
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:konnte Neaton irgendwelche Formfehler in der Verteidigung nachweisen.
Damit triffst du doch genau den Punkt. Es gab keine Formfehler. Es geht aber um miserable Verteidigungsleistung.
Das ist etwas ganz anderes. Das bewertet auch kein Berufungsgericht. Der Angeklagte, bzw. Vater hat hier offensichtlich einen
schlechten Griff getan, mit dem Freund aus Detroit und einem schweigenden Cleveland.
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Er wollte was unternehmen. Nur sein Anwalt hat es verkackt.
Wenn deine Quelle von ´91 richtig wäre, dann hätte dieses affidavit nicht mehr zur 21-Tage Regel gepasst.
Also Müll.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:31
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:amit triffst du doch genau den Punkt. Es gab keine Formfehler. Es geht aber um miserable Verteidigungsleistung.
dann beantworte die Frage, wenn er sich so schlecht verteidigt fühlte, warum hat er ihn im Berufungsverfahren erneut beauftragt? ich meine es ging hier um sein Leben. Ich gehe nämlich davon aus, dass er sich zu der Zeit gar nicht so schlecht verteidigt fühlte.
Reingeritten hat er sich höchstpersönlich in diese Geschichte. Aber es ist immer leicht, allen anderen die Schuld für das eigene Versagen unterzuschieben.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:35
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:dann beantworte die Frage, wenn er sich so schlecht verteidigt fühlte,
Glaubst du denn, dass Söring mit 21 schon nach seinem ersten verlorenen Mordprozess beurteilen konnte, was die Unterschiede
zwischen einem guten und einem schlechten Verteidiger sind, wenn man sich in 2020 hier in einem Forum anscheinend
noch nicht einmal darüber klar wird?


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:37
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Demnach ein potentielles Märchen?
Ken Englade schreibt in seinem Buch "Wo alles Mitleid endet" (Bastei Lübbe 1992) in Kapitel 27, Seite 213:
"Tatsächlich hatte er ihr vielleicht sogar mehr verraten, als er von ihr erfahren hatte. Als sie in ihre Zelle zurückkehrte, musste Elizabeth, völlig zu Recht, angenommen haben, dass Jens wild drauflos plauderte, während sie bisher noch gar nichts gesagt hatte. Und das war etwas, das sie wirklich nachdenklich werden ließ."

"er" = Ermittler Beever während eines Verhörs


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:39
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Glaubst du denn, dass Söring mit 21 schon nach seinem ersten verlorenen Mordprozess beurteilen konnte, was die Unterschiede
zwische
er war doch beim Prozess anwesend und bekam seine Verteidigung hautnah mit. Ich denke schon, dass man mit 21 Jahren beurteilen kann, ob alle entlastenden Beweise angeführt worden sind oder nicht. Oder ob der Verteidiger ihn gut vor Gericht verteidigte oder nicht. Immerhin war sein Vater bei der Gerichtsverhandlung anwesend, und konnte ihm beratend zur Seite stehen.
Hinterher ist es immer leicht zu behaupten, alles sei falsch gelaufen.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:42
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Was ich mich frage ist, JS hat nachgewiesener Maßen gelogen. Denn entweder stimmt seine erste erzählte Geschichte oder seine zweite. Und trotzdem glauben ihm hier einge jedes Wort was er erzählt und drehen alles immer zu seinen Gunsten. Ich verstehe das nicht. Da wird absolut NICHTs von seinen Äußerungen kritisch hinterfragt. Aber die Arbeit von Richtern, Staatsanwälten, Ermittlern in Frage gestellt. Als ob sie alle ein persönliches Interesse hatten, unbedingt JS des Verbrechens zu überführen.
Macht den Thread aber auch interessant .
Es offenbart so viele Denkweisen, psychische Abgründe, soziales Verhalten, Kontrollverlust ect.
Am Urteil kann keiner mehr was ändern.
Und JS muß Überlebensstrategien entwickeln, er muß damit zurechtkommen und sich ein soziales Umfeld aufbauen.
Seine Geschichten sind ja sein Lebensinhalt und wirklich frei ist er nicht.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 12:42
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:"Als sie in ihre Zelle zurückkehrte, musste Elizabeth, völlig zu Recht, angenommen haben, dass Jens wild drauflos plauderte, während sie bisher noch gar nichts gesagt hatte. Und das war etwas, das sie wirklich nachdenklich werden ließ."
Bestimmt, weil sie tagelang nur kurz zu dem Betrug interviewt wurde. Sie hatte ja auch Kontakt zu dem gemeinsamen Anwalt Barker, der ihr beiwohnte und ihr bestimmt erzählte, dass man ihn interviewt, ohne das er dabei ist.
Aber nicht etwa weil Beever ihr etwas gesagt hatte. Oder schreibt Englade etwas darüber?


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 13:20
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Oder schreibt Englade etwas darüber?
Er arbeitet eher mit Rückschlüssen.
Kapitel 29, "Wo alles Mitleid endet" (Bastei Lübbe 1992):
"Elizabeth dachte den ganzen Sonntagnachmittag und den größten Teil des Abends darüber nach, was Jens den Polizisten erzählt haben mochte. Je länger sie darüber nachdachte, desto mehr war sie überzeugt, dass sie verraten worden war. Sie hatte geschwiegen, während Jens alles ausplauderte. Um fünf vor zehn drückte sie den Rufknopf in ihrer Zelle. Als der diensthabende Beamte erschien, teilte sie ihm mit, sie wolle Beever sprechen."

Es macht den Anschein, als wollte sie an dieser Stelle die Deutungshoheit zurückgewinnen. Zuvor hatte sie stur geleugnet und ließ die Ermittler damit verzweifeln. Nach den Geständnissen ihres Mittäters war sie plötzlich seiner Version ausgeliefert. Da sie nicht abschätzen konnte, inwieweit sie vom Komplizen belastet wurde, gestand sie nun eine eigene Version.
Das könnte darauf hinweisen, dass sie selbst am Tatort war und sie ihre Beteiligung nun so gering wie möglich erscheinen lassen wollte.
Der ZDF-Vierteiler spiegelt die beiden Charaktere sehr schön wider:
Sie: verschlagen, lavierend, unglaubwürdig, nach der günstigsten Antwort suchend
Er: altklug plappernd und plappernd und plappernd. Und wahnsinnig überzeugt davon, dass seine cleveren Versionen sehr glaubhaft sein müssten.

Was mir schon in der Kurzversion auffiel: Der "reife" Jens Söring zieht ins Lächerliche, wie die Londoner Ermittler eine Verbindung zu den Morden in den USA herstellten: "... und da haben die, weil sie nichts anderes zu tun hatten, in diesem Luxusvorort da in London, sich die Zeit genommen, in ganz Virginia herumzutelefonieren,... Nach dem Motto: Wie kann man nur so blöd sein.
Dieser Mensch Jens Söring scheint in einer ganz eigenen Welt zu leben.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 13:39
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:diesem Luxusvorort da in London, sich die Zeit genommen, in ganz Virginia herumzutelefonieren,... Nach dem Motto: Wie kann man nur so blöd sein.
das ist sein fehlendes Schuldbewußtsein. Er sieht immer noch nicht ein, dass er derjenige ist, der etwas Furchtbares getan hat. Er fühlt sich im Recht dieses Verbrechen begangen zu haben und rechtfertigt es mit Sicherheit vor sich selber. Er ist lediglich wütend darüber, dass ihn andere überführt haben. Und noch wütender, dass man seine Geschichte anzweifelt. Auch wenn er es mittlerweile nicht mehr nach außen trägt, hat er dieses jahrelang getan.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 13:52
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:Es macht den Anschein, als wollte sie an dieser Stelle die Deutungshoheit zurückgewinnen. Zuvor hatte sie stur geleugnet und ließ die Ermittler damit verzweifeln. Nach den Geständnissen ihres Mittäters war sie plötzlich seiner Version ausgeliefert. Da sie nicht abschätzen konnte, inwieweit sie vom Komplizen belastet wurde, gestand sie nun eine eigene Version.
Das könnte darauf hinweisen, dass sie selbst am Tatort war und sie ihre Beteiligung nun so gering wie möglich erscheinen lassen wollte.
Der ZDF-Vierteiler spiegelt die beiden Charaktere sehr schön wider:
Sie: verschlagen, lavierend, unglaubwürdig, nach der günstigsten Antwort suchend
Er: altklug plappernd und plappernd und plappernd. Und wahnsinnig überzeugt davon, dass seine cleveren Versionen sehr glaubhaft sein müssten.
Ja Englade vermutet nur. Solange er nicht schreibt, was Beever explizit gesagt hat und weiterhin die Variante vom flöten schreibt ist das widersprüchlich.

Mit Rückschlüssen wird doch hier seit über 1.400 Seite gearbeitet. Oder gab es einen Augenzeugen des Tathergangs.
Einfaches beispiel "unfähiger Anwalt". Rückschluß "Lizenzentzug" und "Verteidigungsunterlassung" gegen "Urteilsentscheid".
Alles ist durchsetzt mit subjektiven Meinungen.
Man müsste die Verhöre von ihm und ihr komplett vorliegen haben und dann wären es immer noch subjektive Rückschlüsse.
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:Der "reife" Jens Söring zieht ins Lächerliche, wie die Londoner Ermittler eine Verbindung zu den Morden in den USA herstellten: "... und da haben die, weil sie nichts anderes zu tun hatten, in diesem Luxusvorort da in London, sich die Zeit genommen, in ganz Virginia herumzutelefonieren,... Nach dem Motto: Wie kann man nur so blöd sein.
Dieser Mensch Jens Söring scheint in einer ganz eigenen Welt zu leben.
Wie kann man 33J im Knastleben reifen ausser äußerlich?
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:das ist sein fehlendes Schuldbewußtsein.
Das ist ja das Ambivalente an dem Fall. Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass er nicht der Täter war. Ohne Drehen und Wenden
taucht es in seinem Verhalten wieder auf.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 13:56
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Das ist ja das Ambivalente an dem Fall.
man kann aber auch als Täter ein fehlendes Schuldbewußtsein verfügen.

Ich finde das erkennt man u. a. ganz gut daran, wie er erzählt, als EH ihm die Morde an ihren Eltern gestand. Sein erster Gedanke war gewesen ihr zu helfen. Kein Wort darüber, dass er schockiert, angewidert oder irgendeine üblicherweise folgende emphatische Reaktion gegenüber der Ermordung ihrer Eltern zeigte. Nein, er wollte sie, EH, die Mörderin beschützen.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 14:04
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass er nicht der Täter war.
Mit dieser Behauptung arbeitet Söring seit 30 Jahren.
Und die Filmemacher seit 2016.
Das sind aber keine Hinweise, dass er nicht der Täter war.
Es wird versucht, die Indizien zu entkräften, dass er der Täter war.
Socke? zu undeutlich!
Richter? befangen!
Täter? Könnte auch der Freundeskreis von Elizabeth gewesen sein!
Geständnis? Zu fehlerhaft!
Jens Söring? Viel zu intelligent und zu vernünftig!

Mehr ist das nicht.
Und ja: Es fiel der Staatsanwaltschaft schwer, ihn zu überführen.
Aber einen Menschen laufen lassen, bei all diesen Hinweisen auf seine Täterschaft?


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 14:14
Zitat von Dr.LencoDr.Lenco schrieb:Wie kann man 33J im Knastleben reifen ausser äußerlich?
Puh, da haben wir aber unterschiedliche Sichtweisen zum Alltag in einem amerikanischen Knast.


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 14:20
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:Es wird versucht, die Indizien zu entkräften, dass er der Täter war.
Socke? zu undeutlich!
Richter? befangen!
Täter? Könnte auch der Freundeskreis von Elizabeth gewesen sein!
Geständnis? Zu fehlerhaft!
Jens Söring? Viel zu intelligent und zu vernünftig!
Da ist man den Indizien nachgegangen, die zu seiner Verurteilung geführt haben. Es gibt ja genügend
Personen, die beiden Prozessen beigewohnt haben und ebenso ihre Meinung haben.

Nachdem du ja den 4 Teiler trotzdem gesehen hast. Und gesehen wie Gardner sich vor der Jury am Tisch den Tatablauf schildert.
Kannst du dir vorstellen, dass das wirklich so abgelaufen ist?


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Der Fall Jens Söring

08.08.2020 um 14:30
Zitat von silentlistenersilentlistener schrieb:Er: altklug plappernd und plappernd und plappernd. Und wahnsinnig überzeugt davon, dass seine cleveren Versionen sehr glaubhaft sein müssten.

Was mir schon in der Kurzversion auffiel: Der "reife" Jens Söring zieht ins Lächerliche, wie die Londoner Ermittler eine Verbindung zu den Morden in den USA herstellten: "... und da haben die, weil sie nichts anderes zu tun hatten, in diesem Luxusvorort da in London, sich die Zeit genommen, in ganz Virginia herumzutelefonieren,... Nach dem Motto: Wie kann man nur so blöd sein.
Dieser Mensch Jens Söring scheint in einer ganz eigenen Welt zu leben.
Ich darf noch ergänzen: Die anmaßende und schlechthin völlig unverschämte Art, die er in dem "Abschiedsschreiben" an die us-amerikanischen Ermittler schrieb.

Er hielt und hält sich allen anderen Leuten gegenüber für intellektuell maßlos überlegen. Damals gegenüber den Ermittlern, die er mit immer neuen Einlassungen narrte, gegenüber den Gerichten, später bis hin zu heute gegenüber der Öffentlichkeit.

Warum haben er oder sein Anwalt nicht auf "unzurechnungsfähig wegen schwerer Persönlichkeitsstörung" plädiert?


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