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Der Fall Jens Söring

28.986 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

29.10.2020 um 21:19
Zitat von sf008sf008 schrieb:Wie Hamilton zu der Erkenntnis kommt "They bought the knife ..." wissen wir nicht. Vielleicht hat Söring das gesagt, vielleicht Elizabeth (ich vermute: beide, sonst hätte Hamilton das nicht als Fakt formuliert).
Maßgeblich ist: Dieser Bericht wird von Sörings Eltern bezahlt und an seinen Anwalt Dr. Frieser geschickt.
Dann folgt das Geständnis vor dem dt. StA. Auch hier versucht Söring wieder der Frage nach der Herkunft der Tatwaffe auszuweichen. Am Ende des Interviews fragt der StA Söring, ob er den Hamilton-Bericht bekommen könne. Söring antwortet, das müsse Dr. Frieser entscheiden. Dieser stimmt einer Herausgabe zu. Daraufhin sagt Söring: "I am absolutely sure that this report will also answer your questions with regard to the knife.
Hast du mal für einen Augenblick darüber nachgedacht warum ein psychologisches Gutachten, welches wie du sagst den Grund hatte die belastenden Aussagen Sörings zu entlasten, zusätzlich belastende Aussagen enthalten soll in Richtung vorsätzlich geplant was Söring dadurch wiederum bei Hamilton negiert dass er ohne feste Mordabsicht dorthin gefahren ist klar stehen auch andere Sachen darin weil ein Psychologe ja auch andere Dinge fragt. Ich bin mir sicher das Hamilton Zugriff auf die Verhörprotokolle beider hatte. Und sie hat den Messerkauf ja schon in London erzählt und das falsche Messer gemalt was sie dann 1990 als Lüge zugibt, da sie das Messer nie gesehen haben will.
Sicher als Ham.anhänger musst du ihr ja so einiges glauben.
Das mit Rosenfield interessiert mich. Du glaubst also Rosenfield hat eigenmächtig gehandelt und die gute Hay. hat den bösen Rosenfield rausgeschmissen, weil das mit dem Deal mit der Verteidigung nicht abgesprochen war? 😂
Hat Ham. dir mal das komplette Prozessprotokoll gegeben?


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 10:20
@Mrs.Melody
Ich bin kein "Ham.anhänger", habe keinen Kontakt zu Herrn Ham. und er hat mir auch nichts gegeben, und nein, über die Intentionen von Hamilton habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, weil sie letztlich belanglos sind und einen Aluhut trage ich auch nicht !

Maßgeblich bleibt: Söring hat in Anwesenheit seines Anwalts zugegeben, daß er und/oder Elizabeth am Tattag ein Messer für ihn beschafft haben (das sogar unter die Waffengesetze von D.C. fiel). Wozu wohl ? Zum Kuchenessen ?

Ich glaube sogar, daß Söring ohne feste Mordabsicht losgefahren ist, aber für den Fall, daß die Hay.s ihn nicht als zukünftigen Schwiegersohn feiern würden, hatte er eben das passende Werkzeug dabei.

Was die Sache mit Rosenfield angeht, wurde meine Frage im Blog von Ham. inzwischen beantwortet, schau einfach da mal nach !


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 13:04
Zitat von sf008sf008 schrieb:Was die Sache mit Rosenfield angeht, wurde meine Frage im Blog von Ham. inzwischen beantwortet, schau einfach da mal nach !
Und Werbung für den Blog machst du ja auch nicht.
Ham. interessiert mich nicht. Auch nicht seine redaktionell betreuten Kommentare.Es ging um deine Meinung zu dem Vorfall dass Hay. vor dem Prozess Kontakt mit der Verteidigung Sörings hatte, und es ging mal wieder um Geld.
(
Das Kreuzverhör zu doeser Angelegenheit ergab natürlich wieder dubiose Aussagen ihrerseits.
Zitat von sf008sf008 schrieb:ch glaube sogar, daß Söring ohne feste Mordabsicht losgefahren ist, aber für den Fall, daß die Hay.s ihn nicht als zukünftigen Schwiegersohn feiern würden, hatte er eben das passende Werkzeug dabei.
Deinen Glauben kenne ich auch mittlerweile😉
Aber bitte keine stehende Klinge, die schmerzt im Sitzen.


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 15:20
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Und Werbung für den Blog machst du ja auch nicht.
Richtig, Herrn Ham. und seinen Blog hast du in die Konversation eingeführt, nicht ich.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Es ging um deine Meinung zu dem Vorfall dass Hay. vor dem Prozess Kontakt mit der Verteidigung Sörings hatte, und es ging mal wieder um Geld
Besten Dank für dein Interesse an meiner Meinung. Diese ist: Ich halte EH für die eigentliche treibende Kraft der Morde und sie hat in JS den ausführenden Depp gefunden, den sie anläßlich Ihrer Zeugenaussage halt nochmal (finanziell) zur Ader lassen wollte. Das Wesen ihrer Beziehung zu Männern hat sie ja in einem ihrer Briefe zum Ausdruck gebracht. Psychopathisch durch und durch.
Sie wurde völlig zu Recht für das verurteilt, was sie getan hatte, allerdings mit U.S. üblichen überzogenen Strafmaß.


Im Übrigen @Mrs.Melody:
Wenn man den Fall Söring ohne die Brille eines Söring Supporters mal objektiv betrachtet, ist er eigentlich ganz einfach:

Jemand bringt 2 Menschen um und gesteht das wiederholt. 4Jahre später widerruft er diese Geständnisse und präsentiert eine neue Version. Man muß nun entscheiden, welche Version denn die Wahrheit ist. Dafür spielt die Begründung, die derjenige für den Widerruf seiner Geständnisse abgibt, eine ganz entscheidende Rolle. Und was hat uns Söring da erzählt ?

1. Er habe bei seinem ersten Verhör in England drei Tage lang geschwiegen und dann aus irgendeinem Zeitdruck am vierten Tag überhastet gestanden (nachweislich eine platte Lüge, er hat bereits am 1.Tag gesungen)
2. Er habe diese Geständnisse abgegeben und auf einen Anwalt verzichtet, weil Elizabeth physische Gewalt angedroht worden sei (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Lüge, Aussage der Polizeibeamten)
3. Ihm sei ein Anwalt verweigert worden (nachweislich eine platte Lüge, vgl. Vernehmungsprotokolle) und deshalb seien die Geständnisse nicht verwertbar.

Erst als ihm der Richter all diese Lügen nicht glaubt und die Geständnisse zuläßt, kommt noch finale Begründung:

4. Er sei der Meinung gewesen, er hätte diplomatische Immunität (nachweislich eine Lüge; er wurde darüber informiert, daß er wahrscheinlich in die USA ausgeliefert wird) und deshalb habe er Elizabeth "retten" wollen (nachweislich eine Lüge, er bezichtigt sie der Anstiftung, Mitwisserschaft, Beschaffung der Tatwaffe und in seinem Geständnis vom 30.12.86 sogar der möglichen Anwesenheit am Tatort).

Wenn jemand als Grund für den Widerruf seines Geständnisses nichts als Unwahrheiten erzählt, dann kann man sein "neues" Geständnis wirklich nicht ernst nehmen. So einfach ist das.


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 17:12
Zitat von sf008sf008 schrieb:Richtig, Herrn Ham. und seinen Blog hast du in die Konversation eingeführt, nicht ich.
Ich hab hier noch keinen Ham.link gepostet. Zähl mal deine Ham.verweise auf den letzten zwei Seiten .
Zitat von sf008sf008 schrieb:Im Übrigen @Mrs.Melody:
Wenn man den Fall Söring ohne die Brille eines Söring Supporters mal objektiv betrachtet, ist er eigentlich ganz einfach:
Wenn man zu dem Schluss kommt, dass beide am Tatort waren, ist man also Söring Supporter, und wenn man die Forensik einfordert, vor der er eigentlich Angst haben müsste, also auch.

Aber schön kurz dein zusammengefasster Epilog.
Deine Vorlage war da mit über 20.000 Wörter um einiges länger. 😉
Ich folge da lieber @monstra. Mindestens einer von beiden hatte ein Messer.


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 20:46
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Wenn man zu dem Schluss kommt, dass beide am Tatort waren ....
Diese Version ist nicht völlig ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.

Dagegen sprechen doch einige Indizien wie z.B. der Hotelzettel, auf dem Sie die PIN Ihrer Karte notiert, der Zimmerservice, den ja irgendjemand bestellt und in Empfang genommen haben muß, das Licht, das nur vom Master-Bedroom ausgeschaltet werden konnte und auch der Umstand, das beide das nie behauptet haben, etc.

Dafür spricht: Eigentlich nichts.

Letztlich ist auch nicht wesentlich ob EH am Tatort war oder nicht, denn sie wurde ohnehin wegen Beihilfe verurteilt.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:..., ist man also Söring Supporter
so hatte ich den Satz nicht gemeint. Ich wollte darauf abstellen, daß der Fall eigentlich ganz klar und einfach war .... außer, man glaubt Sörings Märchenerzählung aus dem Hauptverfahren.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Zähl mal deine Ham.verweise auf den letzten zwei Seiten
Das waren sicher etliche, um deine Fragen zu dessen Blog zu beantworten.

Letztlich alles Nebensache.


Die interessanten Dinge am Fall Söring sind andere:

Wie hat es Elizabeth geschafft, einen Menschen wie Söring, der zuvor wohl keiner Fliege etwas zu Leide getan hat, zu so einem Verbrechen zu bringen, insbesondere vor dem Hintergrund, daß dieses mit der Todesstrafe bedroht war ? Dazu wurde im gesamten Verfahren kaum etwas gesagt.
Strafen sollen abschrecken. Wenn schon die Todesstrafe in diesem Fall nicht abschreckt, wären die Gründe hierfür schon interessant.

Wie konnte Söring auch viele intelligente Menschen von seiner (nicht vorhandenen) Unschuld überzeugen ?


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 21:06
JS ist ein verurteilter Mörder, an dessen Schuld keine Zweifel bestehen, wenn man den T.W. Report gelesen hat.
Die weiblichen Unterstützer sind unter Hybristophilie zu kategorisieren.


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Der Fall Jens Söring

30.10.2020 um 21:19
@sf008
Ist es wirklich so erstaunlich für dich , dass eine junge Frau mit einiger Reife und Erfahrung ( was das männliche Geschlecht angeht ) einen guten Sensor entwickelt hat , für den richtigen Typ , der ihr Resonanzboden wird . Da haben sich zwei gefunden . Beide mit diffuser Ablehnung ihrer Eltern und Verachtung für fast alles , was man bürgerlichen Mief nennt . Herr Söring war genau der Richtige, sexuell unerfahren , zu ihr bewundernd aufblickend . In dem Alter tun sie doch blind vor Liebe alles .
Da haben sich zwei aufgestachelt, hochgepusht . Plus Hormon Schub . Das eine gefährliche Mischung .
Und , dass ein verehrtes Publikum relativ leicht manipuliert werden kann , liegt sicher in der a) optischen Realität des JS zB vor Gericht . Große Brille , unschuldiger u ungläubiger Dackel Blick . Hilflose Versuche Intellekt zu demonstrieren . Das unsichere Lächeln im Zeugenstand . Nicht untypisch für den Nerd , der er damals war .
So was wirkt unbeholfen und erweckt bei vielen Verständnis, Anteilnahme und damit natürlich auch Parteiname.
dazu Bilder aus der Haft , ein schmächtiger Mann mit Fussfesseln , mitten unter den ordinären Kriminellen , dazu noch im harten US Vollzug , und das alles im bösen Amerika .


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31.10.2020 um 03:43
Zitat von sf008sf008 schrieb:Dagegen sprechen doch einige Indizien wie z.B. der Hotelzettel, auf dem Sie die PIN Ihrer Karte notiert, der Zimmerservice, den ja irgendjemand bestellt und in Empfang genommen haben muß, das Licht, das nur vom Master-Bedroom ausgeschaltet werden konnte und auch der Umstand, das beide das nie behauptet haben, etc.
Der Pin ihrer Karte. Kannst du mal einen Beweis dafür liefern, dass das ihr festgestellter Pin war?
Genauso wie ihr angeblicher Anruf bei ihrer Freundin Kim. Das sind doch all ihre Behauptungen.
Da sie Bargeld durch Schmuckverkauf hatte benötigte sie ihte Karte doch gar nicht. Das steht also im Widerspruch. Herr W. pickt sich die Dinge raus und setzt sie eben an den Punkt DC.
Deswegen sollte man auch nicht einzig auf den W. Bericht setzen, dem du ja blind vertraust.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Das waren sicher etliche, um deine Fragen zu dessen Blog zu beantworten.
Ich hatte gar keine Frage zu dessen Blog sondern zu deinem Kommentar dort. Und nur weil jemand dort Antworten nach dir gibt, bzw. vorgibt Insights zu haben glaubst du dem?

@Watt
@Calligraphie

Die wirklichen Supporter sind doch ganz klar männlich und haben neben einer juristischen oder polizeilichen Vorbildung.
Wie ist eure Erklärung zu denen? Auch über geschlechtlich anziehend?


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 08:30
Zitat von WattWatt schrieb:Die weiblichen Unterstützer sind unter Hybristophilie zu kategorisieren.
Diese Aussage ist unter Sexismus zu kategorisieren.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Strafen sollen abschrecken. Wenn schon die Todesstrafe in diesem Fall nicht abschreckt, wären die Gründe hierfür schon interessant.
Das ist falsch. Die Todesstrafe schreckt potentielle Täter nicht ab, die lebenslängliche Freiheitsstrafe auch nicht. Für den Täter spielt die konkret zu erwartende Strafe bei den meisten Taten keine Rolle.

Er weiß, dass er eine Straftat begeht, die sehr schwer bestraft wird. Aber begeht sie trotzdem. Weil der Erfolg in diesem Moment wichtiger ist und/oder weil er glaubt, sich einer Bestrafung entziehen zu können.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Wenn man zu dem Schluss kommt, dass beide am Tatort waren,
Fände ich - unabhängig von den Aussagen der beiden Beteiligten - objektiv auch ziemlich sympathisch, weil die Tötung der Hay.s so brutal vor sich gegangen ist, dass man es einer Person alleine einfach nicht zutraut.

Dann stellt sich jedoch die Frage, ob die Spuren in Washington im fraglichen Zeitraum fingiert werden konnten? Und es stellt sich die Frage - einmal angenommen, Söring sagt heute die Wahrheit - ob seine Verteidigung eine solche Möglichkeit zulassen würde?


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 11:06
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:nicht einzig auf den W. Bericht setzen, dem du ja blind vertraust
Diesem Bericht vertraue ich gewiß nicht blind; ich habe mir es auch nicht angetan, diese 450 Seiten komplett zu lesen.

Du hast recht: all die Spuren in D.C. sind nur Indizien dafür, daß EH dageblieben ist; einen echten Beweis gibt es dafür nicht. Die stärksten Indizien sind für mich auch garnicht diese Spuren, sondern:

1. Die Tatsache, daß sowohl EH als auch JS nie etwas anders erzählt haben.
Beide habe in ihren diversen Geständnissen widersprüchliche und unglaubhafte Dinge erzählt, insbesondere EH (wobei JS mit seinem 1990er Märchen schon den Vogel abgeschossen hat). Zwei Psychopathen eben. Deswegen kann man schon davon ausgehen, daß sie dann, wenn sie unabhängig voneinander dasselbe ausgesagt haben, mal die Wahrheit gesagt haben.

2. EH ergriff nicht die Flucht, als die Abgabe von Fingerabdrücken von ihr verlangt wurde. Im Gegenteil: Laut Tagebuch hat sie noch fast 2 Wochen danach gemütlich einen Kuchen mit ihren Kameradinnen gebacken ! Das legt doch nahe, daß sie sich sicher war, daß ihre Fingerabdrücke, etc. nicht am Tatort gefunden werden konnten , .... weil sie eben nicht da war.


@Calligraphie

Deine Darstellung ist sicher korrekt, nur 2 Anmerkungen dazu:

1. Soooo selten kommt es gewiß nicht vor, daß Eltern etwas gegen die Beziehung ihrer jugendlichen Kinder haben. Trotzdem werden Eltern nicht ständig erstochen. Es muß also schon noch etwas spezielles in diesem Fall vorgelegen haben. Etwas tief in Sörings Charakter ....

2. Sicher mag Sörings Story überzeugend rübergekommen sein. Ein schönes Märchen: der weiße Ritter. Und sicher hat er auch gewisse antiamerikanische Klischees in der hiesigen Bevölkerung bedient; und nicht nur Klischees.
Trotzdem: er unterhielt zu vielen "Supportern" Kontakt: per Brief, zeitweise sogar per Blog. Aber immer dann, wenn einer dieser "Supporter" mal eine Nachfrage stellte, brach er den Kontakt ab, sogar jetzt noch mit dem Podcast. Letztlich hätte also jeder einfach feststellen können, daß mit seiner Geschichte etwas nicht stimmt. Insofern verwundert es mich schon, daß so ihm viele geglaubt haben.
Es ging ja so weit, daß Buchverlage sein Märchen in Form von Büchern publiziert haben ! Und zwar bis zum heutigen Tage !

Wohlgemerkt: Es gibt nichts dagegen einzuwenden, daß er während seines "Freiheitskampfes" alles mögliche erzählt, um aus dieser viel zu langen Haft frei zu kommen. Und die Menschen, die ihn dabei unterstützt haben, verdienen Anerkennung.
Aber die Märchenstunde geht ja immer weiter ....!


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 11:51
Zitat von sf008sf008 schrieb:Wie hat es Elizabeth geschafft, einen Menschen wie Söring, der zuvor wohl keiner Fliege etwas zu Leide getan hat, zu so einem Verbrechen zu bringen, insbesondere vor dem Hintergrund, daß dieses mit der Todesstrafe bedroht war ? Dazu wurde im gesamten Verfahren kaum etwas gesagt.
Strafen sollen abschrecken. Wenn schon die Todesstrafe in diesem Fall nicht abschreckt, wären die Gründe hierfür schon interessant.
Dazu müsstest du dir von Ham. die Verfahrensakte zu 1987 geben lassen. Da das dort bereits festgestellt wurde, trotzdem Hay. mit ihrer 4 hrs drive den freien Willen ihres Manipulationsopfers heftig deklarierte. Der Jury 1990 wurde kein psychologisches Gutachten vorgelesen.
Aber es gab interessante Schlussfolgerungen der jeweiligen Examinations.
Zitat von sf008sf008 schrieb:EH ergriff nicht die Flucht, als die Abgabe von Fingerabdrücken von ihr verlangt wurde. Im Gegenteil: Laut Tagebuch hat sie noch fast 2 Wochen danach gemütlich einen Kuchen mit ihren Kameradinnen gebacken ! Das legt doch nahe, daß sie sich sicher war, daß ihre Fingerabdrücke, etc. nicht am Tatort gefunden werden konnten , .... weil sie eben nicht da war.
Das ist ein Zirkelschluss. Ihre Fingerabdrücke waren ja da. Nur keine tatbezogenen. Es gab ja auch keine Mordwaffe. Bzw. alle aufgefundenen wurden ihrer Fingerabdrücke nicht dem Tatort/Tatzeitpunkt zugeschrieben. Insofern war sie fein raus, insbesondere als man den Ermittlern sagte man soll niemamden mehr aus der Familie verdächtigen, was sich erst wieder durch Howard Hay. änderte, der EH verdächtigte.
Freiwillig heisst übrigens nur, dass man keinen Search Warrant benötigte, ob es widerwillig geschah, weiss nur sie.


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 13:09
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Ihre Fingerabdrücke waren ja da. Nur keine tatbezogenen. Es gab ja auch keine Mordwaffe. Bzw. alle aufgefundenen wurden ihrer Fingerabdrücke nicht dem Tatort/Tatzeitpunkt zugeschrieben
Das alles konnte sie nicht wissen als sie zur Abgabe der Fingerabdrücke aufgefordert wurde. Es wurden nicht nur Fingerabdrücke angefordert, sondern auch Blutprobe, Fußabdrücke, Haarprobe ....
Sie konnte nicht wissen, welche tatbezogenen Beweismittel vorlagen. Die Polizei hätte inzwischen das/die Messer mit Fingerabdrücken finden können, zweifelsfreie Fußabdrücke, ..., es waren ja inzwischen Monate vergangen.
Daß sie dennoch nicht flüchtete, ist schon ein sehr starkes Indiz dafür, daß sie nicht da war. Söring hatte dasselbe (Nicht-) wissen bzgl. Beweismittel. Er flüchtete, sie nicht. Sagt schon einiges.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Dazu müsstest du dir von Ham. die Verfahrensakte zu 1987 geben lassen
Ich kenne Herrn Ham. nicht, habe und hatte nie Kontakt zu ihm, glaube aber nicht, daß er den Aktenverteiler spielt - oder hast du die Akte von ihm bekommen ?
Zitat von monstramonstra schrieb:Die Todesstrafe schreckt potentielle Täter nicht ab, die lebenslängliche Freiheitsstrafe auch nicht. Für den Täter spielt die konkret zu erwartende Strafe bei den meisten Taten keine Rolle.
Na das erzähl mal einem deutschen Strafrichter. Da wirst du schnell etwas von der (angeblich) "generalpräventiven" Wirkung von Haftstrafen zu hören bekommen, ebenso wie von deren Notwendigkeit zur "Verteidigung der Rechtsordnung". Lies dir auch mal §56 StGb durch.
ICH gebe dir allerdings recht.


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 13:29
Zitat von sf008sf008 schrieb:Da wirst du schnell etwas von der (angeblich) "generalpräventiven" Wirkung von Haftstrafen zu hören bekommen, ebenso wie von deren Notwendigkeit zur "Verteidigung der Rechtsordnung".
Strafe als Solche hat natürlich eine generalpräventive Wirkung. Aber nicht nur diesen Zweck.

Empirisch ist belegt, dass Strafverschärfungen oder -milderungen zumeist wenig Auswirkungen auf die Häufigkeit der Taten haben. Jedenfalls gilt das Freiheitsstrafen über 10 Jahre bis hin zur Todesstrafe, weil die wenigsten Täter rational handeln. Mord rentiert sich nie. Aber da sind wir ja nicht auseinander.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Er flüchtete, sie nicht. Sagt schon einiges.
Söring sagt: Um die Aufmerksamkeit auf sich und von Elizebeth wegzuziehen. Deshalb auch der kryptische Brief an die Ermittler. Er versuchte sich als das überlegene Super-Brain zu inszenieren. Angesichts der Beweislage damals ist diese Erklärung Sörings zumindest nicht abwegig.


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 13:43
Zitat von sf008sf008 schrieb:Blutprobe, Fußabdrücke, Haarprobe ....
Das war dann erst in der dritten Septemberwoche.
Dann sind wir wieder beim kurzen Abstand zur Flucht.

Da müssen wir nicht noch mal drüber reden.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Die Polizei hätte inzwischen das/die Messer mit Fingerabdrücken finden können, zweifelsfreie Fußabdrücke, ..., es waren ja inzwischen Monate vergangen.
So ein Unsinn. Wenn Hay. am Tatort war, wusste sie wo das Messer hin ist. Sie wusste um die Qualität der Fussabdrücke. Vielleicht sind die in der Mordnacht erst gar nicht aufgefallen und sind durch Trocknung erst deutlicher im Kontrast geworden.

Interessant ist ein Tatortfoto von Haarsträhnen die wie zusammengeklebt aussehen und in der Nähe von DHs Sitzposition liegen. Unter seinem Stuhl sind schwarze Wachsflecken. Im Kreuzverhör erzählt dann Söring Neaton die Details, die im Brief von ihr an ihn standen. Dort vermutet Hay. jemand nach ihr hätte den Tatort betreten. Und das angeblich Wachsaltare und afrikanische Masken dagewesen wären. Ob da jemand einen Red Herring werfen wollte oder etwas tatsächlich zelebriert wurde wird man nie erfahren. Total unverständlich ist für mich dass mehere, blutige New Balance Sohlenabdrücke um das Tischeck gewandert sind und kein Ermittler hat auf New Balance geachtet. Wer Blutstropfen,Fingerabdrücke und Fussabdrücke verwischt hat und diese NB Tritte dort platziert hat,muss irgendein logisches Problem gehabt haben.
Ebenso der nahezu komplette Klinkengriff der Screendoor war rot. Die Klinke auf der linken Seite. Man bedient diese mit der rechten Hand und Sörings Narben sind links.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Ich kenne Herrn Ham. nicht, habe und hatte nie Kontakt zu ihm, glaube aber nicht, daß er den Aktenverteiler spielt - oder hast du die Akte von ihm bekommen ?
Na wenn du so eifrig bei ihm kommentierst, hat er dich sicherlich wohlwollend registriert. Schreib ihn doch mal an. Seine Beiträge verteilt er ja auch gerne gegen eine DM.


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 18:46
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Das war dann erst in der dritten Septemberwoche.
Dann sind wir wieder beim kurzen Abstand zur Flucht.
Da müssen wir nicht noch mal drüber reden.
Offenbar schon, denn ich hatte dir seinerzeit schon erklärt, daß 2 Wochen kein kurzer Abstand waren:
Wenn jemand in Virginia 2 Morde begeht und annehmen muß, die Polizei habe forensische Beweise vom Tatort gegen ihn (was dort i.A. eine Direktfahrkarte in die Todeszelle darstellt) , dann wird er/sie nicht 2 Wochen mit der Flucht warten, vermutlich noch nicht mal 2 Stunden.
Die Fingerabdrücke hatte sie übrigens schon viel früher abgegeben. Wäre sie am Tatort gewesen, hätten auch diese sie überführen können: Es hätte Tatzeit bezogene Fingerabdrücke, z.B. blutige geben können.
Daß die Polizei keine solchen Beweise hatte, ändert garnichts, denn das wußte EH nicht.

EH war sich aber offenbar sicher, daß es keine forensischen Beweise vom Tatort gegen sie gibt. Warum wohl ? Weil sie halt nicht da war.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Dort vermutet Hay. jemand nach ihr hätte den Tatort betreten. Und das angeblich Wachsaltare und afrikanische Masken dagewesen wären
Nach Ihr ? Sie hat nie gesagt, daß sie da war.
"Wachsaltare und afrikanische Masken" so so. Sicher kann man die wildesten Theorien entwickeln. Vielleicht waren auch noch die Aliens da. Es gibt schließlich keinen unwiderlegbaren Beweis, daß sie nicht da waren.
Vielleicht war alles auch viel einfacher; nämlich so, wie JS und EH übereinstimmend ausgesagt haben.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Na wenn du so eifrig bei ihm kommentierst,....
Ich habe in seinem Blog ein paar Kommentare geschrieben und ein paar Fragen gestellt; jeweils weniger als andere; von "eifrig" kann keine Rede sein.
Wenn du irgendein Problem mit Herrn Ham. oder seiner Analyse der Geschehnisse hast, dann sollte dich nichts davon abhalten, auch dort zu posten; dann kann man darüber diskutieren.
Es macht aber nicht viel Sinn, sich bei Dritten (z.B. bei mir) über Ham.s Analysen zu beklagen und diese in Zweifel zu ziehen. Ich bin weder sein rechtlicher Vertreter noch sein Vormund.


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 18:57
Zitat von monstramonstra schrieb:Söring sagt: Um die Aufmerksamkeit auf sich und von Elizebeth wegzuziehen
Der Jens hat aber auch für Alles eine Erklärung !

Mal im Ernst: Stell dir vor, du hättest als Ausländer (aus welchen Gründen auch immer) in Virginia Morde begangen, die man als "Capital murder" einstufen kann. Die Konsequenz, wenn du erwischt wirst und dir das nachgewiesen werden kann, ist klar: ab in die Todeszelle.

Und nun wirst du aufgefordert Fingerabdrücke und noch einiges andere abzugeben.

Wie lange würdest du in den USA bleiben ? 2 Wochen, 2 Monate, 2 Stunden ?

Ich glaube, ich kenne die Antwort, du auch ?
Anders als du sah EH sah keinen Grund zu rascher Flucht. Warum wohl ?


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Der Fall Jens Söring

31.10.2020 um 19:00
Zitat von sf008sf008 schrieb:Offenbar schon, denn ich hatte dir seinerzeit schon erklärt, daß 2 Wochen kein kurzer Abstand waren:
Wenn jemand in Virginia 2 Morde begeht und annehmen muß, die Polizei habe forensische Beweise vom Tatort gegen ihn (was dort i.A. eine Direktfahrkarte in die Todeszelle darstellt) , dann wird er/sie nicht 2 Wochen mit der Flucht warten, vermutlich noch nicht mal 2 Stunden.
Doch natürlich, die Forensik war deutlich langsamer. Das Gutachten zu ihrem Fuss war erst im Nov fertig. Zum Blut hat Burton von April 85 - August 85 gebraucht. Deswegen meinte ich das auch ihr Bruder der beide sehen wollte, aufgescheucht hat. Das der Fall bald gelöst ist war natürlich ein Bluff.
Zitat von sf008sf008 schrieb:Es macht aber nicht viel Sinn, sich bei Dritten (z.B. bei mir) über Ham.s Analysen zu beklagen und diese in Zweifel zu ziehen. Ich bin weder sein rechtlicher Vertreter noch sein Vormund.
Allerdings bist du mein Ansprechpartner wenn du 1:1 seine Argimente und Diktion übernimmst und dem W. Bericht gerne glaubst.
Natürlich auch wenn du Fragen an dich mit Antworten in Richtung Ham. Blog verweist.

Eigentlich habe ich dir nur einen Tip gegeben wie du dir noch weitere Hintergrundinformationen zum Fall besorgen kannst.
Du musst dich einfach damit abfinden, dass nicht jeder Ham. folgen muss, auch wenn es dir noch so einfach erscheint. Egal ob Männlein oder Weiblein. Supporter oder Fallinteressierter.
Das ist doch auch ganz einfach.


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31.10.2020 um 19:17
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Doch natürlich, die Forensik war deutlich langsamer
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Das der Fall bald gelöst ist war natürlich ein Bluff.
Belanglos, das wußte sie alles nicht.
Wenn es um Leben oder Tod geht, verläßt man sich auch nicht auf die Langsamkeit eines Labors !
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Allerdings bist du mein Ansprechpartner
Da muß ich dich enttäuschen, das bin ich nicht.
Ansprechpartner bin ich grundsätzlich nur gegen Honorar !


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31.10.2020 um 19:52
Zitat von sf008sf008 schrieb:Wie lange würdest du in den USA bleiben ? 2 Wochen, 2 Monate, 2 Stunden ?
Für die Antwort auf diese Frage verlange ich kein Geld, ich bitte das positiv zu vermerken:

1. Würde ich keinen Mord begehen.
2. Nicht in den USA, weder 1985 noch 2020.
3. Würde ich unmittelbar danach heim ins sichere Deutschland, wo man mich nicht ausliefern kann und wo ich weiß, dass ich maximal eine Jugendstrafe von bis zu 10 Jahren zu erwarten hätte. Und nicht warten, bis die Polizei mir auf den Fersen ist.
4. Würde ich den Ermittlern keine frechen Briefe schreiben, etwaige Verletzungen der Tat so verbergen, dass sie jeder sieht und nicht auch noch einen regen Briefverkehr mit der zweiten Verdächtigen der Tat pflegen.
5. Würde ich nicht quer durch die Welt jetten und mich ausgerechnet in Great Britain, dem engsten Verbündeten der USA, von der Polizei erwischen lassen.

Du hast selbst darauf hingewiesen, wie unlogisch so Vieles im Verhalten der beiden Protagonisten ist. Ich finde es nur komisch, dass Söring immer dann, wenn es seine Schuld beweisen soll, plötzlich - Schnipp! - rational und logisch handelt. Nein, tut er nicht.


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