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Der Fall Jens Söring

28.989 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 10:07
Zitat von soomasooma schrieb:Wo befinden wir uns da? Wohin führen die Türen/Durchgänge? Was ist das für ein Möbel da links oben?

Ich erkenne auch deutlich ein Dreieck, darin könnte es so herum auch eine 9 oder 3 sein - liegt aber auch an der Qualität, dass man (ich) das nicht richtig erkennen kann.

Und gehe ich richtig in der Annahme, das Du die dunklen Spuren auf dem Bild (hier rechts vor und auf der Türschwelle und rechts vom Möbel) meinst, wenn Du von "Wachstropfen" schreibst?
Gibst du dir etwa Mühe mich absichtlich misszuverstehen? Die bereits gegebene Info Fundstelle Derek Hay. sollte doch klarstellen, dass wir uns an der Umrandung Feuerstelle Durchgang zum Esszimmer und der Kommode. daneben befinden. Wenn du glaubst, dass Paula Zahn, die das hochauflösende Bild vorliegen hat, auf dem Kopf interpretiert hat, als sie von einem Dreickeck und einer 6 darin sprach ist das wohl so. Von mir aus ist es auch eine andere Zahl.
Der tote Finger von Derek Hay. hat diese allerdings ohne Fremdhilfe nicht malen können.
Sind wir uns also einig, dass blutige Zahlen neben Mordopfern für gewöhnlich nichts zu suchen haben?

Auch zum Thema potentieller Wachs vermischt du hier meine konkrete Lagebeschreibung. Diese stimmte überein mit der von Englade. Der Beitrag wurde gelöscht (da das Foto mir persönlich vorliegt). Was man hier bei Derek sieht sind die Degradierungsstufen zu schwarzem Blut, die offensichtlich von Blutmenge und physikalischen Faktoren abhängen.
Du erinnerst dich sicherlich noch, dass im Esszimmer rote Blutstropfen direkt neben den dunklen gleichförmigen Tropfenflecken vorhanden waren, und sich teilweise abgrenzungsscharf überdeckten
(Blut auf dunklem Fleck). Der Wachs ist dank der 3, 6, 9 oder einem V oder Dreieck nicht mehr so entscheidend. Dieses Voodoothema habe ich noch mal aufgemacht weil ich die Haarsträhnen auf Blut gesehen habe und diesem angeblichen Brief.
Beides wurde hier noch nie erwähnt!

Vielleicht macht es aber einfach keinen Sinn hier detailliert sich damit zu beschäftigen, weil die Metaebene bereits abgesteckt ist (Closed Case).


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 10:10
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Gibst du dir etwa Mühe etwas absichtlich misszuverstehen?
Ok, hier hab ich jetzt schon aufgehört zu lesen. :{


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 10:50
Man nennt das Pareidolie. Das bezeichnet das Phänomen, vertraute Muster oder sogar Gesichter in Gegenständen zu „erkennen“.

Das ist keine Krankheit, sondern geht fast jedem Menschen so. Deshalb nutzt es die Kunst ganz bewusst – und nicht nur seit der Moderne in „abstrakten“ Formen, sondern bereits in der Renaissance.

Wenn man sich dieses Phänomens bewusst ist, kann man sich damit an vielen scheinbar tristen Orten spielerisch den Augenblick versüßen. Man sucht nach lustigen Fratzen im hässlichen Tapetenmuster oder „mystischen Botschaften“ unserer Altvorderen in bröckelndem Gemäuer.

Problematisch wird es erst, wenn man die spielerische Ebene verlässt und die Sache ernst nimmt.

Konkret zu dem Foto: Ein Holzboden an einem Essplatz, an dem ständig Stühle hin- und hergeschoben werden, der in der Regel zu den am stärksten frequentierten eines Haushaltes gehört, weist immer eine Vielzahl von Schrammen auf: gerade, krumme, gekringelte – und vielleicht sogar Dreiecke. Allenfalls die Härte des Dielenholzes (Nadelholz vs. Eiche) macht einen gewissen Unterschied. Und erfahrungsgemäß sammelt sich in diesen „alten“ Furchen Schmutz - oder eben Blut, je nachdem.

Was um alles in der Welt soll also die Frage nach Voodoo-Kultigem oder Satanistischem?

Und selbst wenn JS am Tatort noch rumgepinselt oder -gekratzt haben sollte, so what?

Das mindert doch nichts an seiner Schuld und der Tatsache, dass die Hay.s mausetot sind.

Ich halte die Voodoo-Debatte für eine reine Nebelkerze - aber vermutlich nicht mal von JS selbst gezündet.


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 11:20
Zitat von Miss_PaulaMiss_Paula schrieb:Problematisch wird es erst, wenn man die spielerische Ebene verlässt und die Sache ernst nimmt.
Das haben die Ermittler 1985 dann doch getan.
Wahrscheinlich weil sie sich nicht singulär mit Fratzen oder Krankheiten beschäftigt haben, sondern sich die Elemente dann doch einfach mal untereinander aufgeschrieben haben.

Nebelkerze ist ein gutes Stichwort. Befürchtest du das "Voodoothema" könnte doch negativer auf eine Hay. am Tatort zurückfallen?
Gibt es dafür auch einen Namen?


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 12:18
Zitat von Miss_PaulaMiss_Paula schrieb:Wenn man sich dieses Phänomens bewusst ist, kann man sich damit an vielen scheinbar tristen Orten spielerisch den Augenblick versüßen. Man sucht nach lustigen Fratzen im hässlichen Tapetenmuster oder „mystischen Botschaften“ unserer Altvorderen in bröckelndem Gemäuer.
Oder in Wolken, hat ja jeder von uns schon gemacht! :)
Zitat von Miss_PaulaMiss_Paula schrieb:Ich halte die Voodoo-Debatte für eine reine Nebelkerze - aber vermutlich nicht mal von JS selbst gezündet.
Also erst die Voodoo-These "erhärten" und dann die Täterschaft Sörings Richtung E. Hay. und/oder "Voodoo-Sekte" lenken? Kommt mir auch so vor ............ (und lässt sich besser verkaufen).


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 12:54
Ich würde ihn gern mal wieder in einer Talkshow sehen. Das Video vom Lanz ist leider gelöscht worden bei YouTube.


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 12:55
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Also erst die Voodoo-These "erhärten" und dann die Täterschaft Sörings Richtung E. Hay. und/oder "Voodoo-Sekte" lenken? Kommt mir auch so vor ............ (und lässt sich besser verkaufen).
Sorry, aber wenn du aufmerksam gelesen hättest, wäre dir bekannt, dass ich keine Einzeltätertheorie vertrete. Sörings Nebelkerzen kümmern mich nicht. Einer von beiden war nicht alleine am Tatort und wahrscheinlich waren es beide. Wahrscheinlich traut nicht jeder das was vorgefunden wurde Söring alleine zu. Also besser nicht drüber reden. Das habe ich schon verstanden.

Die Nebelkerze Sörings wäre bereits 1990 in seinem Prozess gezündet worden, als er von dem betreffenden Briefinhalt sprach. Dort beschrieb er das Thema als Red Herring weil er davon ausging das derartiges nicht vorgefunden wurde.
Da er den Brief als Beweismittel nicht vorweisen kann hat seine Aussage juristisch keinen Wert.
Die Ermittler kannten die Aussage vorher nicht und konnten daher auch keine Bezüge zum Tatort anstellen.
Das ist der einzige Hintergrund. Ich bin einfach offen und nicht total voreingenommen. Mir geht es um Tatablauf, Taterlebnis und Tatschilderung und alles was dazu bekannt ist.


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 13:34
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Sorry, aber wenn du aufmerksam gelesen hättest, wäre dir bekannt, dass ...
... auch ich persönlich es für sehr wahrscheinlich halte, dass beide am Tatort waren.

Damit vertrete ich zweifelsfrei eine Mindermeinung. Diesbzgl. also mal kein Plural! ;)
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Die Nebelkerze Sörings wäre bereits 1990 in seinem Prozess gezündet worden, als er von dem betreffenden Briefinhalt sprach.

[...]

Da er den Brief als Beweismittel nicht vorweisen kann hat seine Aussage juristisch keinen Wert.
Eben. Jens Söring wollte mit der Voodoo-Geschichte die Tat Lizzy Hay. zuschreiben. Seine gesamte Prozessstrategie beruhte darauf sie der Tat zu bezichtigen.

Die scheinbare Übereinstimmung der womöglich Voodoo-inspirierten Tatortspuren/Kratzer einerseits, und seiner Voodoo-Aussage von 1990 andererseits, ist natürlich erst mal bemerkenswert (im Sinne von einer Bemerkung wert), sie stellt aber noch keinen zwingenden Beweis dar, dass die Kratzer wirklich einem - tatsächlichen oder fingierten - Voodoo-Ritual entstammen. Von mir aus ein Indiz, aus meiner Sicht aber ein sehr schwaches. Er faselt was von Voodoo und da sind dann diese viel- und letztlich nichtsdeutigen Kratzer. So what?
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Das ist der einzige Hintergrund. Ich bin einfach offen und nicht total voreingenommen. Mir geht es um Tatablauf, Taterlebnis und Tatschilderung und alles was dazu bekannt ist.
Darfst du ja. Aber wir dürfen auch. Und wie ich schon schrieb:
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Ich hoffe du kannst dann auch mit dem Feedback leben! ;)



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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 16:34
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Er faselt was von Voodoo und da sind dann diese viel- und letztlich nichtsdeutigen Kratzer. So what?
Ob das Dreick/V Zahl oder Zeichen in den Holzboden gekratzt sind oder gemalt lässt dieses schlechte Foto nicht zu. Jeder Ermittler sollte sich fragen wieso, weshalb warum.

Kommen wir zu den zwei Haarsträhnen auf Blut, nicht von Söring, nicht von den Opfern.

Wieso, weshalb warum?


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 19:44
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Kommen wir zu den zwei Haarsträhnen auf Blut, nicht von Söring, nicht von den Opfern.

Wieso, weshalb warum?
Den Punkt finde ich in der Tat beachtlich!!

Was ist darüber bekannt? Gibt es eine offizielle Version/Erklärung? Von einem Besen o.ä. können die Haare (ggf. Borsten) nicht stammen? Teile einer Bekleidung/Fransen?

Hier bist du @Mrs.Melody vermutlich mehr drin. ;)


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 21:35
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Was ist darüber bekannt? Gibt es eine offizielle Version/Erklärung? Von einem Besen o.ä. können die Haare (ggf. Borsten) nicht stammen? Teile einer Bekleidung/Fransen?
Auch hier muss es doch eine forensische Untersuchung gegeben haben. In der Tat: Borsten, Hundehaare, Teppichfransen usw. Es bringt nichts, anhand eines Fotos über Haare zu spekulieren, wenn noch nicht mal klar ist, dass es welche waren.

Der tolle Terry-W.-Bericht (auf Deutsch) erwähnt jedenfalls keine Haare auf dem Boden. Wobei an dessen Neutralität doch erhebliche Zweifel angebracht sind. Er ist erklärtermaßen eben nicht neutral - und damit kann er auch nicht objektiv sein.


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 22:04
Zitat von monstramonstra schrieb:Auch hier muss es doch eine forensische Untersuchung gegeben haben. In der Tat: Borsten, Hundehaare, Teppichfransen usw. Es bringt nichts, anhand eines Fotos über Haare zu spekulieren, wenn noch nicht mal klar ist, dass es welche waren.
Hat es auch. Es ist die Spur DR 1-3. Kaukasisches Haar, aber konnte nich zugeordnet werden. Das Bemerkenswerte ist der strähnige Charakter wie gegelt und abgeschnitten. Es ist definiv nicht ausgerissen. Obwohl die Beschreibung oberflächlich erscheint es gäbe neben Abweichungen auch Gemeinsamkeiten zu NH. Da steht nicht nichts von Haarwurzeln, man sieht aber auch keine. Es klebte Blut dran, es ist ganz eindeutig tatbezogen und lag nicht vorher schon da.
Zitat von monstramonstra schrieb:Der tolle Terry-W.-Bericht (auf Deutsch) erwähnt jedenfalls keine Haare auf dem Boden.
Ja der erwähnt ja auch nicht den Brief von EH an JS nach der Begutachtung durch den Psychiater. Dort gesteht sie sich ein wegen ihrer Psychose nicht mehr genau zu wissen was sie sagt und deshalb nichts mehr endgültiges/genaues schreibt.
Wow.


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Der Fall Jens Söring

20.11.2020 um 22:25
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Hat es auch. Es ist die Spur DR 1-3. Kaukasisches Haar, aber konnte nich zugeordnet werden. Das Bemerkenswerte ist der strähnige Charakter wie gegelt und abgeschnitten. Es ist definiv nicht ausgerissen. Obwohl die Beschreibung oberflächlich erscheint es gäbe neben Abweichungen auch Gemeinsamkeiten zu NH. Da steht nicht nichts von Haarwurzeln, man sieht aber auch keine. Es klebte Blut dran, es ist ganz eindeutig tatbezogen und lag nicht vorher schon da.
Wäre es möglich, dass das Haar im Kampfgeschehen abgeschnitten wurde?


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Der Fall Jens Söring

21.11.2020 um 07:49
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Wäre es möglich, dass das Haar im Kampfgeschehen abgeschnitten wurde?
Dann hätte das Haar eigentlich problemlos durch simples Mikroskopieren (Faserexperten) zweifelsfrei einer (anwesenden) Person zugeordnet werden müssen. Das wurde es allerdings laut Gutachten nicht.


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Der Fall Jens Söring

21.11.2020 um 12:15
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Dann hätte das Haar eigentlich problemlos durch simples Mikroskopieren (Faserexperten) zweifelsfrei einer (anwesenden) Person zugeordnet werden müssen. Das wurde es allerdings laut Gutachten nicht.
Also ein real existierendes unaufgeklärtes Mysterium. Interessant.

War eine dritte Person mit langen Haaren vor Ort und hat sich eine Strähne abgeschnitten? Oder welche Erklärungen haben die beiden Lager (Söring ./. Hay.) dafür?


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21.11.2020 um 15:05
https://www.sueddeutsche.de/wissen/forensische-analyse-weshalb-haare-keine-guten-beweismittel-sind-1.2444310

Auch wenn ich jetzt nur sehr oberflächlich dazu recherchiert habe und dies deshalb unter Vorbehalt poste - Bereits damals war scheinbar bekannt, dass Fehlerquote bei Haaranalysen relativ hoch + Rückschlüsse nur eingeschränkt verwertbar.

https://www.welt.de/vermischtes/article139839196/Unschuldige-mit-falschen-Proben-in-Tod-geschickt.html

In Killing for Love gab es ja noch weitere ungeklärte Haarprobe aus Abfluss Badezimmer.


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Der Fall Jens Söring

21.11.2020 um 16:00
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Auch wenn ich jetzt nur sehr oberflächlich dazu recherchiert habe und dies deshalb unter Vorbehalt poste - Bereits damals war scheinbar bekannt, dass Fehlerquote bei Haaranalysen relativ hoch + Rückschlüsse nur eingeschränkt verwertbar.
Der erste Artikel beschreibt eine Trefferquote von 95% - 5%Fehlerquote wären nicht zweifelsfrei.

Der zweite klingt wieder etwas nach bösem US Rechssystems....man sucht Schuldige, exekutiert diese und die Haarbrobe als Indentifizierungsmethodik kommt in Verruf. Warum, weil das FBI nachhilft.

Für den Fall waren Haarproben (DR/B) eingegeben. Es gab nur Unähnlichkeiten mit NH (eine Ähnlichkeit), DH, JS. Ein Vergleich mit EH taucht gar nirgendwo auf.
Es gibt eigentlich kein wirkliches Ergebnis was falsch sein könnte, da keine personelle Zuordnung erfolgte.


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21.11.2020 um 23:44
Interessant ist für mich, betreffend dem Thema Voodoo und Annie Massie, nach den ersten Verhörtagen Anfang Juni 1986, JS nie mehr dieses Thema erwähnte, welches er selbst ins Spiel brachte...laut W. jedenfalls


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 16:30
Zitat von TeepusterTeepuster schrieb:nach den ersten Verhörtagen Anfang Juni 1986, JS nie mehr dieses Thema erwähnte, welches er selbst ins Spiel brachte...laut W. jedenfalls
Das ist die Darstellung des Autors des Berichts. Schlüssig von vorne bis hinten plus "Siegelmarke Scottland Yard".

Tatsächlich lese ich das etwas anders. Weder am 05. noch am 06. noch am 07. taucht in den Verhörprotokollen der Name Massie auf. Es wird darauf verwiesen, dass man ihn am 05. off the record zum Thema Voodoo gesprochen hätte und er die Frage beantwortet hätte, die er wiederholt am 06. per Aufnahme nicht beantworten will. Diese hiess, ob er Voodoo an den Opfern vollzogen hätte. Am 07. fragt Gardner, ob er das Voodoo-Thema zuvor mit W., Beever oder ihm diskutiert hätte und er verneint und meint die Quellen für das Thema seien der Daily Mirror mit der bekannten
Überschrift. die er am 05.06.85 gelesen hatte und den Verstümmelungen die der Bruder Howard Hay. als Ermittlungsergebnisse preisgab.

Fazit: Distanzierung vom Thema Voodoo

Im Prozess 1990 führt Söring dies en detail aus, allerdings sind wir dann genau bei einem Howard Hay. der über okkulte Ermittlungen sprach, und dem Brief von Hay., mit Wachsaltaren, afrik. Masken, Massie, die von ihr verdächtigt wurde,Schriften in Blut, was es alles offensichtlich nicht gab. Der Red Herring. Updike konfrontiert ihn dann mit einer handschr. Aufzeichnung von W. vom 08.06. in der in Bezug auf Einbrüche in der Gegend Söring gesagt hätte, er wollte es nach etwas anderem aussehen lassen. Söring bestreitet das: Einbruch und Voodoo gab es nicht.

Im Interview mit dem dt. Staatsanwalt auch kein Voodoo und Distanzierung darüber was er den Polizisten im
Juni 86 über Mrs Massie (?) erzählt hätte. Im Dez 86 ging es im Verhör darum, dass er anscheinend nicht wusste, dass Hay. Massie nach den Morden angerufen hatte.

Laut Prozessprotokoll, lagen Sörings Verteigern zu diesem Zeitpunkt schon Autopsiebericht, und Fotokopien von Fotos vor.

Der Autor des W. Reports rundet den Voodoo ab mit der Behauptung Söring hätte tagelang in London davon erzählt vor allem von der bösen Hexe Massie.

Merkwürdigerweise kommt davon weder etwas in den Zeugenaussagen W.s noch Beevers am 07/08.06'90.

Was bleibt?

- Hat sich Einzeltäter Söring lustig gemacht, Verstümmelungen genossen, die Polizei mit 2/3 obskuren Details fehlzuleiten? Hay. (Brief) und Massie (Hexe) beschuldigen Dazu der Gedanke an lange Sicherheitsverwahrung nach Haftstrafe nach Deutschland (W.s Darstellung)

-Hat Söring der nicht am Tatort war, Erklärungsnöte bezüglich Verstümmelungen, die er nicht kannte und Tatortspuren, die er nicht zu verantworten hatte
Dazu der Gedanke an langer Sicherheitsverwahrung nach Haftstrafe nach Deutschland

-Ein Söring der am Tatort war und wirklich ablenken wollte, hätte sicherlich Einbruch gewählt?

Daher, warum sollte Söring egal welche Variante sich nach 1986 überhaupt zu Voodoo äußern.
Es ist immer noch der Red Herring.

In Bezug auf den W. Report erkennt man ziemlich gut wieder, dass W., Nigel, Cousine von EH und Ham. ein Lager bilden.


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Der Fall Jens Söring

23.11.2020 um 18:55
@Mrs.Melody

Du hast recht, namentlich erwähnt JS Mrs. Massie nie in den offiziellen Protokollen.
W. schreibt, dass es außerhalb der aufgezeichneten Aussagen passierte...auch da folge ich dir.
Nun frage ich mich, als normal denkender Mensch, welchen Grund sollte W. haben nicht die Wahrheit zu scheiben?
Und diese Frage würde ich auf den ganzen langen Bericht erweitern wollen...
Denkst du, dass jeder einzelne Punkt den er contra JS bringt, anzuzweifeln ist?

Welchen Gewinn hätte er, so detailgetreu nicht die Wahrheit über seine Sicht der Ereignisse zu schreiben?


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