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Der Fall Jens Söring

28.986 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:49
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Nur dass er mal Fechter war, davon hat sie nichts ausgesagt.
Und mit dieser Annahme (mehr ist es ja nicht) ist das für dich schon vom Tisch, oder willst du es partout nicht auf dem Tisch haben??

Mir scheint weiterhin hier wird die Unschuld, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, eines JS sehnlichst herbei geschrieben ...


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:55
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Es geht darum dass Frau Hay. zu ihrer rechten mitbekommt wie Söring aufgestanden, den Kopf wohl gegen den Kamin geknallt bekommt und Söring dann von hinten ihrem Mann den Hals durchschneidet.
Nein, darum geht es nicht. Bitte zitiere konkrete Stellen aus meinem Original post, die Du unklar findest + Ich antworte. Ist einfacher.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:56
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Und mit dieser Annahme (mehr ist es ja nicht) ist das für dich schon vom Tisch, oder willst du es partout nicht auf dem Tisch haben??
Auf keinen Fall. Lass es auf dem Tisch. Deiner spekulativen Annahme von Fechtkünsten eines Jünglings begegne ich mit einer Information aus dem Prozess.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Mir scheint weiterhin hier wird die Unschuld, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, eines JS sehnlichst herbei geschrieben ...
Das siehst du falsch. Ich erweitere nur den Horizont auf dem Tisch, bewerten muss jeder selber. Es gibt keinen Richter, der hier noch einmal Recht spricht. Weder pro noch anti Söring.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Nein, darum geht es nicht. Bitte zitiere konkrete Stellen aus meinem Original post, die Du unklar findest + Ich antworte. Ist einfacher.
Das hatte ich bereits. Ich kann dir aber nicht mehr folgen. Mal springst du zu Sörings Geständnis, mal interpretierst du Freitext. Das habe ich zusammenhängend hinterfragt.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 00:15
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Lass es auf dem Tisch. Deiner spekulativen Annahme von Fechtkünsten eines Jünglings begegne ich mit einer Information aus dem Prozess.
JS Fechterei ist nicht spekulativ, er hat selbst davon berichtet, Quelle s.o.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Ich erweitere nur den Horizont auf dem Tisch, bewerten muss jeder selber. Es gibt keinen Richter, der hier noch einmal Recht spricht
Du suggerierst hier, dass JSs Fechtkunst irrelevant ist, weil sie (angeblich) beim Prozess nicht erwähnt wurde, aber dieser (Aus-) Schluss, diese Horizontbegrenzung, ist nicht zwingend.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 00:25
@Mrs.Melody


An Weihnachten schreibt er "My god, how I have got the dinner scene planned out und 3 Monate später passiert Mord genauso.

Von daher: Was verbindet er mit dinner scene + welche potentiellen Vorteile wären damit verbunden, wenn Ausdruck im Zusammenhang einer Mord Planung steht.

Im Klartext: Welche Vorteile würden sich für einen Täter bei Mordbegehung aus aus dinner scene= räumliche Anordnung eventuell ergeben? Strategische Vorteile, die ich dann Punkt für Punkt in Original post erklärt habe.
Darum ging es.

Freitext + mein Verweis auf S. Geständnis nur Antwort auf Deine Fragen. Glaube, Du willst es nicht richtig verstehen, sonst hättest Du konkret nachgefragt, statt Unterstellungen.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 00:58
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Der Jury erklärt Söring das zusammengefasst so.
Leider keine belastbare Quelle.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Die Liebe zu Hay. holt ihn aus seiner depressiv neurotischen Nabelschau heraus in der Form einer Meditation. Und deshalb ist auch Liebe die ultimative Waffe gegen ihren Vater bzw. den Problemen die sie mit ihm haben. Die Dinner Scene wird an dem Medium "Liebe" aufgehängt und er dachte an diese Zusammenkunft
Klingt irgendwie nach letztem Abendmahl. Womit sich der Kreis schließt.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:An Weihnachten schreibt er "My god, how I have got the dinner scene planned out und 3 Monate später passiert Mord genauso.
Eben. Man darf den Brief nicht isoliert betrachten sondern muss ihn im Kontext der späteren Ereignisse sehen.

Ebenso wie beispielsweise die Flucht kurz vor Abgabe der Fingerabdrücke Bände spricht. Und so vieles mehr.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 09:44
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:JS Fechterei ist nicht spekulativ, er hat selbst davon berichtet, Quelle s.o.
Wenn du das hier zitierst:
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Die oberflächlichen Einstichwunden erinnern daran. Er könnte automatisch im Kampf auf Bewegungsmuster zurückgegriffen haben, die er verinnerlicht hatte.

Mit der du die Verbindung mit den Morden meinst und "könnte" steht, ist es nicht spekulativ?
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:An Weihnachten schreibt er "My god, how I have got the dinner scene planned out und 3 Monate später passiert Mord genauso.
Genauso passiert es eben nicht. Es wurde nicht durch Liebe gekillt und er hat auch kein komplettes Vermögen geerbt und den Ansatz deiner Vorteilsplanung an einem Esstisch zu morden verstehe ich von vorne bis hinten auch nicht. Weder eingeschränktes Gesichtsfeld, da der Kopf von Frau Hay. nicht in einem Schraubstock fixiert ist noch das ungefährliche Besteckmesser was nicht rund, sondern ein spitzes Steakmesser war. Ich könnte darauf Verzichten, dass jemand damit auf mich losgeht. Egal, man darf sich ja gerne uneins sein was Logik angeht.

Ich merke nur, geht es an Details für Belastungsargumente kommt...
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Eben. Man darf den Brief nicht isoliert betrachten sondern muss ihn im Kontext der späteren Ereignisse sehen.
...die simple Vergröberung. Dagegen spricht das "Gedicht" von Hay. eben konkret von Blut, schneiden, Gedärmen und Tod.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Leider keine belastbare Quelle.
Söring erklärt die "Dinner Scene" wieder über 3 Seiten Protokoll. Copy und Paste eines mies kopierten PDFs ist etwas müssig, daher die Zusammenfassung.

@Silentobserver
Ok, du liest bereits mehrere optionale Mordvarianten in dem Brief und auch die Folge. Es regnet Geld.
Wie sieht es mit der Dechiffrierung des Alibis im Weihnachtsbriefs aus, kannst du das auch schon benennen?


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 12:58
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:auch nicht. Weder eingeschränktes Gesichtsfeld, da der Kopf von Frau Hay. nicht in einem Schraubstock fixiert ist noch
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:seiner Seite =wenig Gegenwehr.
( Möglich, dass D. Hay. noch im Stehen angegriffenen wurde, dann wäre auch N. Hay.s Gesichtsfeld versperrt gewesen)
Nur wenn D. Hay. im Stehen angegriffen worden wäre, hätte N. Hay. den Angriff nicht sehen können.

Erfolgte der Angriff auf D. Hay., als er saß, dann wäre ihr Blickfeld natürlich nicht verstellt.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:- Den daraus resultierenden Schockmoment des 2.Opfers nutzt er für Angriff auf eben dieses Opfer
Immer wenn etwas völlig Unerwartetes geschieht, gibt es bei den Beteiligten eine entscheidende Reaktionsverzögerung- Schockmoment oder im Straßenverkehr auch als Schrecksekunde bekannt.
Reaktion dauert den entscheidenden Tick zu lang, Trunkenheit verstärkt die Verzögerung. N. Hay.s Reaktion auf Angriff dürfte zeitversetzt erfolgt sein.

Und selbst wenn sie relativ schnell geschaltet hätte + sich vom Tatort entfernen wollte- Der Täter hätte sie schnell eingeholt oder noch am Tisch überrumpeln können, weil sie eben direkt daneben saß. D. Hay. war in dem Moment mit sich selbst beschäftigt.

Wie in meinem 1.post weiter erklärt, gelang es Täter durch strategische Vorteile in kurzer Zeit, 2 Opfer unter Kontrolle zu bringen.

S. Geständnis spielt nur insofern eine Rolle, weil er den Tatablauf genauso so angegeben hat.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:noch das ungefährliche Besteckmesser was nicht rund, sondern ein spitzes Steakmesser war
Vergiss die Besteckmesser, die haben nichts damit zu tun. Der Täter hatte sein eigenes Messer dabei.
Jedenfalls wurden Messer verwendet, die nicht vom Tisch stammen.

Wenn man einen Mord im Voraus plant + offensichtlich auf eine Überrumpelungstaktik setzt, so wie es dann später auch geschah - welche andere räumliche Situation im Haus außer der "dinner scene" hätte dies ermöglicht?

Bei welcher anderen denkbaren Situation im Haus, hätte Täter im Voraus wissen können, wann +wo sich beide Opfer zusammen an einem Ort fixiert + nah beieinander befinden samt günstigen Angriffswinkel für ihn? Normalerweise wäre Ablauf des Besuches mehr oder weniger durch spontane Entscheidungen der Opfer verlaufen, Abendessen ist Fixpunkt.

Aber Allmy ist Diskussionsforum eben weil Ansichten auseinandergehen.

Und, nein - im Weihnachtsbrief steht nichts von Alibi


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 13:21
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Nur wenn D. Hay. im Stehen angegriffen worden wäre, hätte N. Hay. den Angriff nicht sehen können.

Erfolgte der Angriff auf D. Hay., als er saß, dann wäre ihr Blickfeld natürlich nicht verstellt.
Ich möchte dir deine Theorie ja gerne lassen, aber scheinbar blendest du komplett aus, was ich bereits angesprochen habe und was Bestandteil des Prozesses war, eben die Darstellung der Story von Söring in London. NH war also nicht verträumt angeheitert in ihrem Essen vertieft, sondern aktiv in ein Streigespräch verwickelt, dass sich bis zu einer Eskalationsstufe hochschaukelte, in der Söring die Situation an Derek Hay. vorbei (was laut Tatortbild schon nahezu unmöglich ist) verlassen wollte. D.h. Frau Hay. hat Söring aufstehen und zu Derek gehen sehen , an die Wand schubsen Messer zücken beobachten können, weil sie gewiss nicht einfach seelenruhig weiter gegessen haben wird. Vielleicht überdenkst du das einfach und startest nicht mit switch on bei Söring steht hinter Derek Hay., der seiner Frau die Sicht versperrt.
Und dann bitte nochmal. Wie kann man sich das planerisch vorher so zu seinem Vorteil erklären, wenn die Theorie vorne bis hinten schon hakt.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Und selbst wenn sie relativ schnell geschaltet hätte + sich vom Tatort entfernen wollte- Der Täter hätte sie schnell eingeholt oder noch am Tisch überrumpeln können, weil sie eben direkt daneben saß. D. Hay. war in dem Moment mit sich selbst beschäftigt.
Da Ham. höchstpersönlich Sörings Geständnis als erlebnisoroentiert wertet, ist mir unerklärlich, wie du schnelle Überrumpelung des 2. Opfers als Tatsache darstellst, obwohl Söring von einem längeren Fight spricht, bei dem er NH, die mit einem Messer (ja welches denn jetzt) auf ihn zu eilt (nicht umgekehrt)
am Handgelenk festhielt, um sie als Schild gegen die Boxangriffe vor Derek Hay. vor sich zu halten. Abgesehen davon, dass in ihrem Autopsiebericht kein Hämatom am Handgelenk gefunden wurde, es geht immer noch um das Messer und den Planungsvorteil. Ach im Blut mehrfach ausgerutscht und wieder aufgestanden sind sie auch noch zu dritt. Der absolut kampfunerfahrene Söring plant das also alles vorher?
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Bei welcher anderen denkbaren Situation im Haus, hätte Täter im Voraus wissen können, wann +wo sich beide Opfer zusammen an einem Ort fixiert + nah beieinander befinden samt günstigen Angriffswinkel für ihn? Normalerweise wäre Ablauf des Besuches mehr oder weniger durch spontane Entscheidungen der Opfer verlaufen, Abendessen ist Fixpunkt.
Na das ist doch genau die Büchse der Pandorra.

Die Mehrtätertheorie!


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 13:41
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Mit der du die Verbindung mit den Morden meinst und " könnte" steht, ist es nicht spekulativ?
Du verwässerst da was:

Es ging um die Frage, ob JS Fechter war, und er war es, dass ist entgegen deiner Darstellung KEINE Spekulation. Wir wissen es im Gegenteil von ihm selbst:

https://mobil.express.de/bonn/seit-27-jahren-inhaftiert-bonner-schreibt-12-seiten-brief-aus-us-knast-4285032
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Söring erklärt die "Dinner Scene" wieder über 3 Seiten Protokoll. Copy und Paste eines mies kopierten PDFs ist etwas müssig, daher die Zusammenfassung.
Und wenn du über 30 Seiten "Abendmahl" hier einkopierst wissen wir immer noch nicht, ob Söring hier die Wahrheit sagt, sondern können im Gegenteil nur ..... spekulieren.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Der absolut kampfunerfahrene Söring plant das also alles vorher?
Der Fechter Söring ....


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 13:55
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:unmöglich ist) verlassen wollte. D.h. Frau Hay. hat Söring aufstehen und zu Derek gehen sehen , an die Wand schubsen Messer zücken beobachten können, weil sie gewiss nicht einfach seelenruhig weiter gegessen haben wird. Vielleicht
Der Angriff auf D. Hay. erfolgte innerhalb von Sekunden. Beide Opfer waren hoch alkoholisiert + keiner von beiden hatte mit so etwas gerechnet.

Schockmoment trat hier definitiv ein, zudem hätte er sie schnell eingeholt, wenn sie sich vom Tatort entfernt hätte. Ich sehe hier keinen Widerspruch.

Zudem legte das Photo, was Du selbst vor kurzem hier eingestellt hattest ( wurde gelöscht) die Möglichkeit nahe, dass D. Hay. im Stehen angegriffen wurde, weil auf seinem Stuhl nicht so viel Blut war, wie es nach S. Aussage hätte sein müssen.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:, obwohl Söring von einem längeren Fight spricht, bei dem er NH, die mit einem Messer (ja welches denn jetzt) auf ihn zu eilt (nicht umgekehrt)
am Handgelenk festhielt, um sie als Schild gegen die Boxangriffe vor Derek Hay. vor sich zu halten.
Den Kampf hatte S. vornehmlich mit D. Hay..
N. Hay. hatte laut Autopsie keine Stichverletzungen im Rücken
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:einfacher. Sobald er das weibliche Opfer in seiner Gewalt hat, kann er dem 1.Opfer drohen, dieses zu verletzen- was S. auch so angegeben hat. Er spielt Opfer gegeneinander aus.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:avon, dass in ihrem Autopsiebericht kein Hämatom am Handgelenk gefunden wurde
Wie bereits erwähnt, ich glaube S.s Aussage nicht, dass N. Hay. mit Messer auf ihn zu ist. Er wollte damit auf die Notwehrschiene juristisch.

Dass Hay. mit am Tatort war ist denkbar, aber momentan nicht zu beweisen. Muss man abwarten, was Small town big crime als Nächstes ausgräbt.

Nochmal: S. hatte damals ganzes Wissen + Anregungen aus true crime dokus- er hat sich einiges zu unrealistisch vorgestellt.

Hätte er die Schlagader auf Anhieb getroffen, hätte sich der Rest von selbst erledigt.

Mir kann niemand erzählen, dass man an Weihnachten so einen Satz in einer Reihe belastender Aussagen schreibt + wenn Ereignis genauso eintritt, das nichts zu bedeuten hat.

planned out impliziert detaillierte Planung.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 14:06
Ich würde gerne die bekannt gewordenen Briefe Mal in Gänze lesen auf Deutsch. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass immer nur bestimmte Sätze oder Passagen diskutiert werden. Mir fehlt da ein wenig das Gefühl für den kompletten, soweit bekannt, Schriftverkehr. Wer schrieb wann was, wer antworte wie usw. Wurden auch Banalitäten oder anderes nieder geschrieben, was nichts mit dem Verbrechen zu tun hat?

Gibt es irgendwo die Möglichkeit die vollständigen Briefe zu lesen?


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 14:17
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb:Ich würde gerne die bekannt gewordenen Briefe Mal in Gänze lesen auf Deutsch
Mir ist keine Quelle bekannt, die die wichtigen Briefe wie Weihnachtsbrief von S. ins Deutsche übersetzt hätte.
Wenn man diese auf Deutsch lesen will, bleibt glaube ich nur copy +paste in Übersetzungssoftware. Deep translator ist in gewissem Umfang gratis +nach meiner Erfahrung brauchbar.
Natürlich ist das nicht ideal. Ich finde es auch schade, dass S. Verhör auf Deutsch mit deut. Staatsanwalt im Dezember nicht im Original vorliegt. Deutsch ist als Sprache ist genauer als Englisch +hat mehr Nuance. Gerade weil sich S. immer so vage ausdrückt, wäre hierv Original interessant.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 16:15
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Wie bereits erwähnt, ich glaube S.s Aussage nicht, dass N. H. mit Messer auf ihn zu ist. Er wollte damit auf die Notwehrschiene juristisch
Auf S. 756 Allmy sieht man Foto, wonach Küche eine Tür nach außen hatte.

In Killing for Love sieht man, dass an Küche weiterer Wohnraum anschließt.

Hätten S. zugelassen, dass N. Hay. nach dem Angriff auf D. Hay. aus der Küche Messer holt, hätte er riskiert, dass sie zur Hintertür rausrennt, um Nachbarn zu alarmieren oder gegf im anschließenden Raum telefoniert, sofern Telefon vorhanden. Hatte Küche Telefon?

S. sprach davon, dass er nach Angriff geschockt war + Blut in D. Hay.s SCHOß lief, so S. wörtlich - aber auf +unter Stuhl ist keine entsprechende Blutmenge.

Das Sprühmuster passt zu dem, was Mark Benecke zu weniger tiefen Verletzungen schreibt


https://home.benecke.com/publications/2013/8/24/kehlenschnitt-was-passiert-wenn-einem-menschen-der-hals-durchgeschnitten-wird

Oder D. Hay. stand noch


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27.11.2020 um 17:13
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Es ging um die Frage, ob JS Fechter war, und er war es, dass ist entgegen deiner Darstellung KEINE Spekulation. Wir wissen es im Gegenteil von ihm selbst:
Nö, dass Söring ca. 4J ein Kinder Fechtkurs war weiss ich schon lange, das muss ich nicht in Frage stellen. Ich bezweifel arg dass ihm das mehrere Jahre noch was brachte.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:die Möglichkeit nahe, dass D. H. im Stehen angegriffen wurde, weil auf seinem Stuhl nicht so viel Blut war, wie es nach S. Aussage hätte sein müssen.
Ich finde auch dass da mehr Blut auf dem Stuhl hätte sein müssen. Ich bin aber der Meinung er wurde von links angegriffen und das dritte Besteck wird es eher nicht gegeben haben.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Mir kann niemand erzählen, dass man an Weihnachten so einen Satz in einer Reihe belastender Aussagen schreibt + wenn Ereignis genauso eintritt, das nichts zu bedeuten hat.

planned out impliziert detaillierte Planung.
Ich frage mich eher warum dann solange Pause dazwischen und wie man Söring schon nach 4 Wochen dazu rumgekriegt haben soll, eine Detailplanung einer blutigen Mordszene auszuarbeiten.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 17:51
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:. Ich bin aber der Meinung er wurde von links angegriffen
Was meinst Du genau damit? Also nicht von hinten, wie im Prozess durch Personen simuliert? Wie dann?

S. soll ihn von hinten angegriffen haben + als Rechtshänder hat er Messer auf linker Halsseite angesetzt. Bevor er mit Handbewegung durch war, hat sich D. Hay. bewegt, weshalb intiale Verwundung hauptsächlich auf linker Halsseite bei 1.Angriff. Erst tiefer, dann nach rechts hin immer oberflächlicher. Durch H.s Bewegung ist Messer verrutscht.

Benecke schreibt im o. g. Link, dass bei oberflächlicher Verwundung der Schlagader eben kein Blutschwall kommt, sondern tropfenförmige kleinteilige Sprühmuster entstehen- die dann entsprechend nur links von D. H. zu sehen wären = so wie am Tatort vorgefunden : Tropfen auf Serviette + Boden links vom Stuhl. Die dunkleren Blutspuren sind die ältesten am Tatort + waren bei S.s Wischaktion bereits getrocknet, kann auch venöses Blut sein. ( N. H.s getrocknetes Blut in Küche genau so dunkel)
Benecke schreibt, dass Forensiker aus Sprühmuster Bewegungsprofil des Opfers ableiten können. Dürfte man damals wahrscheinlich so gemacht haben.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:d das dritte Besteck wird es eher nicht gegeben haben
Warum + was genau soll das bedeuten?
Du meinst, der Täter saß gar nicht mit am Tisch oder wie?

Und:

Ich würde das mit dem Fechten nicht so runterspielen. Gelernt ist gelernt.


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Der Fall Jens Söring

27.11.2020 um 18:01
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Nö, dass Söring ca. 4J ein Kinder Fechtkurs war weiss ich schon lange, das muss ich nicht in Frage stellen. Ich bezweifel arg dass ihm das mehrere Jahre noch was brachte.
Du drehst es halt wie Du's brauchst.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Und:

Ich würde das mit dem Fechten nicht so runterspielen. Gelernt ist gelernt.
Eben. Das ist schon mal mehr als 99,99 % der Bevölkerung vorweisen können.


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29.11.2020 um 18:28
@Mrs.Melody

Abschließender Kommentar zu unserer "dinner scene" Diskussion :

Im Hamilton Gutachten auf S. 6 gibt S. zu, dass beide am Samstagmorgen in Washington Messer mit Klingenlänge von 7,5 - 10 cm gekauft haben sollen. Damit wäre Vorsatz bewiesen.

Es würde tatsächlich nicht zu S. passen, als Einzeltäter ohne Plan, was er damit gegfalls anfangen will, aufs Geradewohl nach L. C zu fahren- auch, weil zu viel auf Spiel stand, wenn er angefangenen Mordversuch am Ende verbockt hätte, sei es, dadurch dass eines der Opfer entkommt oder sich Opfer vereint gegen ihn wehren. (Das meinte ich oben auch mit "Opfer unter Kontrolle bringen", strategische Überlegungen wären für Einzeltäter wichtig )

Nur als Beispiel: Im Eingangsbereich des Hay. Hauses war Sitzgruppe, Sofa stand direkt vor Wand.
Hätte das Gespräch nur dort stattgefunden +D. H. hätte sich auf dieses Sofa gesetzt, hätte Überrumpelungstaktik von hinten schon nicht mehr geklappt.

Hier Spiegelbericht, der detailliert beschreibt, wie relativ einfach +schnell, der Hals angreifbar ist, auch von Laien.

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13500349.html

Jedenfalls zitiert sowohl Killing f L wie auch Whright den Satz mit dinner scene, weil Wortwahl in der ganzen Passage sehr auffällig ist.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2020 um 19:12
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb am 26.11.2020:Und warum ist Love die ultimative Waffe und nicht etwa Hate?
Und warum sollte Söring als Folge eines Essens das Gesamtvermögen bekommen
Sorry, hatte ich vergessen zu beantworten.

Weihnachtsbrief besteht aus mehreren, abgeschlossen Einzelbriefen. Der Satz mit "dinner scene" ist in einem Einzelbrief, von S7. - S12
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb am 26.11.2020:Elizabeth, I love you completely, passionately, wholly. If I repeat this some more I will get out of SRAPON. Love is a form of meditation, and the ultimate „weapon" „against" your parents. My God, how I have got the dinner scene planned out. Unfortunate for you, result, dad might leave me all his loot.
Was der letzte Satz bedeuten soll lässt sich nicht eindeutig entziffern. Aber direkt auf der nächsten Seite, S. 11, kommt er in anderen Kontext auf Geld des Vaters zurück.
.. "... or he could do something silly, +give me all his dough". Das kommt unmittelbar nach

"your dad could die from confrontation with.." ( =mit Kraft, die aus Meditationserfahrung resultiert, auch sehr unklar beides )

Grundsätzlich ist dieser ganze Weihnachts Brief voller Gedankensprünge +logischer Brüche, weil Schreibexperiment, das unkannalisiert wiedergeben sollte, was ihm direkt durch Kopf ging( so S selbst)

Aber Satz mit dinner scene ist in Einzelbrief eingebettet, in dem es 4, meist gewaltvolle Anspielungen auf Eltern auf 5 Seiten gibt, die hier schon x-mal diskutiert wurden + in Presse zu den meistzitierten Passagen des ganzen Brief gehören. Deshalb habe ich diese oben nicht mehr erwähnt.
Das lässt den Satz mit "dinner scene" nicht mehr harmlos erscheinen, zumal er Brücke von Gewalt / Eltern zu seinen sexuellen Phantasien schlägt nur 2 Seiten später.

@Mrs.Melody postete am 26.11.20 S. Erklärung im Prozess, warum er o. g Passage geschrieben haben will. Genau wie im Brief selbst, - viel Blabla, ohne inhaltlich logischen Zusammenhang dazwischen.
Zitat von Spekulatius666Spekulatius666 schrieb am 27.11.2020:Gänze lesen auf Deutsch. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass immer nur bestimmte Sätze oder Passagen diskutiert werden
Siehe oben


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Der Fall Jens Söring

30.11.2020 um 19:34
Ich komme zu dem Schluß: Nur ein weiter, verkrampfer Versuch, Nebel zu produzieren, damals wie heute. Zwei mörderische Königskinder - ganz ohne Voodoo, vielleicht mit Analverkehr. 🤷🏽‍♀️


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