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Der Fall Jens Söring

29.384 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

30.08.2021 um 23:25
Sicher wird es ein spannendes neues Buch. Ich bin sehr gespannt denn er hat ja eine völlig neue Welt entdeckt. Seine Leidenszeit ist vorbei er ist zurück in der geliebten Heimat und lässt uns an seinen neuen Erfahrungen teilhaben. Das ist doch etwas sehr schönes.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 00:17
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Er wird sein Leben mit dieser Lüge verbringen müsse. Das ist schlimmer als im Gefängnis zu verrotten
Wie kommst du auf das dünne Brett?
Das wird ihm völlig egal sein, denke ich mal.
Nach 33 Jahren Gefängnis ist vermutlich alles besser als Knast.
Ich persönlich vermute, dass er seine Story mittlerweile selber glaubt. Also so richtig glaubt. Komplett abgespalten.
Muss aber nicht sein. Vielleicht ist ihm auch klar, was für eine Lügenstory er allen serviert. Und es ist ihm egal.
Er hat mutmaßlich 2 Menschen brutal abgeschlachtet. Was interessieten ihn da ein paar Lügen....?


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 00:17
Keine Ahnung, ob er die nächsten 30 Jahre Lebenszeit von den Büchern leben kann, was ich ehrlich bezweifle o ob seine Unterstützer ihm dauerhaft eine Wohnung zur Verfügung stellen o ihn weiter finanziell unterstützen.
Aber von irgendwas muss er leben u wenn er nicht der Allgemeinheit zur Last fällt ist es doch gut- wenn das nicht längst so ist .
Dazu muss er Werbung für sein Geschreibsel machen und den einen o andren Euro für Auftritte mitnehmen.
Dass da Dinge zur Sprache kommen, die in solchen Talk Shows nicht sehr kritisch hinterfragt werden ist so.
Er hat ja kein Redeverbot .
Inzwischen dürfte das nur noch einen kleinen Teil der Menschen draußen interessieren.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 00:44
Zitat von StradivariStradivari schrieb:Inzwischen dürfte das nur noch einen kleinen Teil der Menschen draußen interessieren.
Ich denke es besteht relativ grosses Interesse. Herr Söring ist ein außergewöhnlicher Mensch mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Ich glaube sogar er hat ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Solange inhaftiert von Jugend an zu einer Zeit, in der sich technisch und damit gesellschaftlich so ziemlich alles änderte, und die Wahrnehmung der Änderungen intellektuell zu reflektieren...wo gab es das schonmal?


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 00:48
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Ich persönlich vermute, dass er seine Story mittlerweile selber glaubt. Also so richtig glaubt. Komplett abgespalten.
Ich persönlich glaube, dass da nichts abgespalten o verdrängt ist bei ihm.
Er weiß relativ genau, was da passiert ist u wer bei der Tat anwesend war.
Er ist sehr kontrolliert, in allem was er sagt u das hat er über die Jahre verinnerlicht .
Er wiederholt immer wieder die gleichen Sätze, wenn man genau hinhört u dieses Kontrollierte gibt ihm Sicherheit .
Er weiß ja inzwischen auch, was an Aussagen gut beim andren ankommt .
Er lässt halt einfach alles weg, was nicht stimmig ist .


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 01:02
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Solange inhaftiert von Jugend an zu einer Zeit, in der sich technisch und damit gesellschaftlich so ziemlich alles änderte, und die Wahrnehmung der Änderungen intellektuell zu reflektieren...wo gab es das schonmal?
Das gab es schon immer, auch in D,.
Aber normal hinterlässt eine solange Haft ihre Spuren.
Aber er ist in der Öffentlichkeit halt bekannt geworden und wahrscheinlich liegt es in seiner Persönlichkeit, wie er das weggesteckt hat.
Aber ich bin nicht so dafür, ihn da jetzt so hervorzuheben..


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 01:41
Zitat von peterleepeterlee schrieb:und die Wahrnehmung der Änderungen intellektuell zu reflektieren...
Ok, das ist vielleicht ungewôhnlich, dass jemand nach so langer Haft sich hartnäckig in der Öffentlichkeit äußert.
Während meinem Studium in den Sozialstationen hab ich echte Langzeithäftlinge kennengelernt.
30,35 Jahre saßen die ein.
Einer kam dann erst nach 50 Jahren(!) 2015 raus. Der ist glaub ich mit Mitte 20 inhaftiert worden .
Da hatte sich die Welt da draußen aber 3 mal gedreht .
Aber der hatte paar Interviews gegeben u das wars dann auch . Allerdings hielt der sich auch nicht für unschuldig.
So ändern sich halt auch die Zeiten .


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 03:01
Ich würde auch zu mehr Gelassenheit raten. Es ärgert mich zwar auch, dass Söhring als Justizopfer präsentieren und dafür keinen Widerspruch ernten wird (was in solchen Fällen auch meistens schwierig ist, sofern man den Sachverhalt nur aus der Presse/Darstellungen aus zweiter Hand) kennt. Das ändert aber nichts an der rechtskräftigen Verurteilung von Söhring und der Zeit, die in - wirklich harten - amerikanischen Gefängnissen verbracht hat. Er hat für sein Verbrechen gesühnt und zwar mehr als die meisten anderen Täter in Deutschland. Nur zum Vergleich, die RAF-Mörder waren durschnittlich nach 20 Jahren draußen und eine Zschäpe wird vermutlich aich keine 30 Jahre im Gefämgnis sitzen.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 04:22
Ich bezweifle nicht dass wir hier von einen Doppelmörder reden Doch sehe ich auch die zeitgenössische Figur Söring eben nach 33 Jahren Haft und die finde ich nicht uninteressant. Er hat seine Strafe gehabt und verbüsst. Wie er weitermacht in der Öffentlichkeit ist spannend, das mindert nicht seine strafrechtlich/ moralische Verantwortung.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 04:31
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Ich bezweifle nicht dass wir hier von einen Doppelmörder reden Doch sehe ich auch die zeitgenössische Figur Söring eben nach 33 Jahren Haft und die finde ich nicht uninteressant. Er hat seine Strafe gehabt und verbüsst. Wie er weitermacht in der Öffentlichkeit ist spannend, das mindert nicht seine strafrechtlich/ moralische Verantwortung.
So etwas könnte interessant sein. Aber nicht bei einem durch und durch arroganten und verlogenen Menschen. Hier wird keiner darauf vertrauen können, dass auch nur ein Wort in den "Memoiren" wahr ist, und dann sind sie nicht mehr interessant.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 07:45
@Rick_Blaine


Da hast recht er wirkt verbissen und rechthaberisch. Das ist eigentlich schade wäre er wirklich "geläutert" wäre er vielleicht sogar eine Person die Mut machen könnte (zweite Chance etc). Das kann er nicht das sehe ich jetzt auch. Leider ist das wirklich so.

Lesen werde ich das Buch aus Interesse trotzdem. Die Talkshow gucke ich nicht da wird das gleiche kommen wie immer (Fast Vergewaltigung DNA Tests Schreiben als Hilfe bla).


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 09:06
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Ich bezweifle nicht dass wir hier von einen Doppelmörder reden Doch sehe ich auch die zeitgenössische Figur Söring eben nach 33 Jahren Haft und die finde ich nicht uninteressant. Er hat seine Strafe gehabt und verbüsst. Wie er weitermacht in der Öffentlichkeit ist spannend, das mindert nicht seine strafrechtlich/ moralische Verantwortung.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:So etwas könnte interessant sein. Aber nicht bei einem durch und durch arroganten und verlogenen Menschen. Hier wird keiner darauf vertrauen können, dass auch nur ein Wort in den "Memoiren" wahr ist, und dann sind sie nicht mehr interessant.
Sehe ich auch so. Die Person wäre - vielleicht - interessant, wenn sie (durchgängig) geständig und (glaubhaft) reuig gewesen wäre. Ist sie aber nicht.

Die ganze Verlogenheit eines JS und die Scheinwahrheit, die er sich (und anderen) konstruiert hat, macht ihn - wenn überhaupt - als schreckliches Beispiel eines Menschen interessant, wenn man sich denn an Horror ergötzen kann und mag, an einem durchtriebenen, höchst manipulativem Charakter mit Mördervergangenheit, der keine Skrupel zeigt die Wahrheit bis zum bersten zu verbiegen und den Menschen das Gehirn bis in die letzte Zelle zu waschen, wenn es nur seinen Interessen dient (hier seiner erhofften Freilassung wegen Unschuld, was dann ja "nur" auf Bewährung wurde, was auch gerne unter den Tisch fällt).


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 14:50
Zitat von fischersfritzifischersfritzi schrieb:Er hat mutmaßlich 2 Menschen brutal abgeschlachtet. Was interessieten ihn da ein paar Lügen....?
Komisch, dass nun ich hier milder über Herrn Söring urteilen muss. Er war, als er die Tat beging, wirklich noch sehr jung. Haysom ebenfalls: Er 19, sie 21. In Deutschland wären sie wohl beide nach Jugendstrafe verurteilt worden. Jeder, der jung war, sollte wissen, wie übersteigert damals Emotionen einer Liebesbeziehung sind. Ich finde es nachvollziehbar, dass sich zwei junge Menschen mit morbiden Neigungen völlig in so eine Sache hineinsteigern. Siehe die Briefe.
Entschuldigt das irgendetwas? Nein, tut es nicht. Sie haben die Morde gemeinsam geplant, er hat sie in grausamer Weise begangen, sie haben beide völlig zurecht dafür ihre Strafe verbüßt. Aber: sie zu eiskalten Psychopathen zu erklären, macht die Sache viel zu einfach. Das entspricht wohl eher unserer Neigung, solche extremen Taten rational erklären zu wollen. Wie kann ein junger, leidlich begabter Student eine solch unfassbare Bluttat begehen? Wie kann eine Tochter ihren Freund zu solch einem Mord an den eigenen Eltern anstfiten? Da muss doch bei allen beiden eine psychopatische, sadistische, abartige Neigung dahinterstehen!
Nö, sehe ich nicht so. Das Erschreckende ist doch, dass solche Taten eventuell unter entsprechenden Umständen von jedem begangen werden könnten. Das Potential steckt vielleicht jedem von uns.
Das macht in meinen Augen auch den Fall Söring so interessant - für uns alle. Hat sich niemand mal insgeheim gefragt, ob er in einem bestimmten Alter aus besinnungsloser Liebe eine solche Tat ausgeführt hätte? Oder sich an der Möglichkeit berauscht hätte, jemanden zu so etwas anzustacheln?
Deshalb sehe ich auch nicht, dass Söring bis heute ohne Wimperzucken mit seiner Tat leben kann und es ihm egal ist, was die Öffentlichkeit über ihn denkt. Im Gegenteil, er versucht die Morde für sich - für seine Selbstwahrnehmung - von sich zu schieben. Da er fraglos narzistische Züge hat, kann er sich nicht eingestehen, "so etwas" getan zu haben. Würde er es sich eingestehen, bräche sein Selbstbild zusammen. (Wahrscheinlich musste er sich deshalb auch im Gefängnis vom Christentum abwenden - denn wer das Christentum wirklich verstehen will, erkennt auch die Notwendigkeit von Reue nach so einer Tat.) Da halte ich es für nachvollziehbarer, dass er inzwischen seine eigenen Geschichten glaubt, oder sogar glauben muss. Was bliebe noch von ihm, wenn er die Tat jetzt eingesteht? Denn dann wären ja nicht nur die Jahre im Gefängnis verpfuscht, sondern auch alle Tage seitdem. Alle Worte, die er im vertrauten Kreis mit seinen Fand und Anhänger(innen) austauscht. Buchstäblich ALLES.
Er verkennt freilich, dass es zu so einer Selbsterkenntnis nie zu spät ist - und nach einer sehr krassen öffentlichen (Selbst-)Demütigung könnte er wirklich neu beginnen, in innerer Freiheit. Es wäre ihm sehr zu wünschen.
OK, das ist jetzt sehr psychologisierend. Aber dieser Überlegungen finde ich persönlich längst interessanter, als den x-ten Aufguss der bekannten Fakten und den neusten Kreiseldrehungen des "JS Freundeskreises".


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 19:00
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Entschuldigt das irgendetwas? Nein, tut es nicht.
Warum schreibst Du dann in der Richtung?
Für die Gefühlswelten derer, die zu Tätern wurden und warum, sind Psychiater zuständig.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Das Erschreckende ist doch, dass solche Taten eventuell unter entsprechenden Umständen von jedem begangen werden könnten. Das Potential steckt vielleicht jedem von uns.
Derartige Annahmen halte ich doch für sehr gewagt.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:r versucht die Morde für sich - für seine Selbstwahrnehmung - von sich zu schieben. Da er fraglos narzistische Züge hat, kann er sich nicht eingestehen, "so etwas" getan zu haben. Würde er es sich eingestehen, bräche sein Selbstbild zusammen.
Ich denke eher, das er sich für den Nabel der Welt hält u. es gibt sicherlich Täter, die meinen, sämtliche Rechte zu haben.
So auch, das er ein Recht hatte, die "Täterin" vor gerechter Strafverfolgung zu schützen u. somit die Öffentlichkeit zu gefährden.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Da halte ich es für nachvollziehbarer, dass er inzwischen seine eigenen Geschichten glaubt, oder sogar glauben muss.
Ich vermute bzw. bin mir sicher, das er ganz anders denkt, als Du meinst.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 19:30
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Im Gegenteil, er versucht die Morde für sich - für seine Selbstwahrnehmung - von sich zu schieben. Da er fraglos narzistische Züge hat, kann er sich nicht eingestehen, "so etwas" getan zu haben. Würde er es sich eingestehen, bräche sein Selbstbild zusammen.
Kann sein, aber das wäre leider nur der ganz gewöhnliche Allerweltsnarzissmus. Ein Narzisst höherer Stufe würde erkennen, was für ein gigantisch geiles Gefühl es sein kann, Charakter zu zeigen und reinen Tisch zu machen. Dann hätte Söring das Heft des Handelns wieder in der Hand.


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 19:31
@blorgempire
Nein so was fragt sich mit Sicherheit nicht jeder insgeheim. Schon gar nicht auf Grund vom Söring Fall. Da fragt man sich doch nicht "oh, ich könnte meine beinahe Schwiegereltern auch mal beim Dinner überraschen und sie mit Hilfe meiner Freundin ins Jenseits befördern"
Also wirklich, was für eine seltsame Sicht auf so einen Fall. Killing for Love, mag ja als Filmtitel oder Buch oder im Schmonzettenroman noch idealisiert und mit Romantik und heißen Liebesschwüren durchgehen.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß nun jeder, der sich Söring/ Haysom's Story mit Gänsehaut reinzieht, Parallelen zu seinem Leben als Teenager darin sieht.
Dafür braucht es schon ein bisschen mehr und mit Sicherheit mehr als das bloße blinde Verliebtsein. Gewisse Vorläufe und Prädispositiinen, also das Leben und die Ereignisse vor den Morden.
Du verwechselst da evtl spontane snapped Gewaltausbrüche die in Beziehungen schon mal ungeplant bis zu einem Todesfall führen können.
Aber hier, hier gab es einen delikaten Vorlauf, den Countdown dokumentiert durch die beiden Beteiligten.
Das nun alles auf die Schiene ungestüme Jugend und heiße Shakespeare Liebe zu schieben, wäre zu einfach.
Solche Akte an Brutalität können ja wohl nicht nur mit Liebe und Triebe erklärt oder relativiert werden.
Anschließend ist das liebende Paar gen Europa geflohen, hat dort weiter Kleinkriminalität zelebriert und Jens S hat sogar noch einen "netten" Abschiedsbrief an die US Ermittler hinterlassen. Das deutet eher auf sehr geplantes, beinahe profihaftes Verhalten hin. Abgeguckt bei wem? Bonnie&Clyde?
Und die immer wieder erwähnte Liebe, kann so tief und heiß bei Söring nicht existiert haben, so schnell wie er Elizabeth dann hat fallen lassen und sie ihn.

Daher habe ich auch keine große Lust den Fall nun neuerdings mit ganz neuen Augen zu sehen. Nicht mehr die ala Söring Suche nach neuen Beweisen oder Tätern beobachten. Das scheint irgendwie sich in Luft aufgelöst zu haben. Anscheinend sollen wir das alles als Zuschauer vergessen und den Fall nun mit den Augen eines verliebten 19 jährigen sehen? Er konnte nicht anders? Und zukünftig nur noch plaudern über seine schrecklichen 33 Jahre im furchtbaren US Knast.
Und das findest du bemerkenswert und interessant?
Und die Opfer? Oder das Leiden der Opferangehörigen? Und ein wenig Reue und Reflexion zumindest, wäre zuviel verlangt bevor man mit dem Leben wieder in die vollen geht und den Leuten ein Buch anbietet gegen Bares. Wäre da nicht etwas Ethik bezgl der Opfer angebracht? Wenigstens im Vorwort oder mal als Zeichen, dass man begriffen hat?


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Der Fall Jens Söring

31.08.2021 um 20:47
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Nein so was fragt sich mit Sicherheit nicht jeder insgeheim. Schon gar nicht auf Grund vom Söring Fall. Da fragt man sich doch nicht "oh, ich könnte meine beinahe Schwiegereltern auch mal beim Dinner überraschen und sie mit Hilfe meiner Freundin ins Jenseits befördern"
Gut, da gebe ich dir recht. Ich sehe ein, dass mein obiger Post ungut formuliert ist. Denn du hast recht (und alle anderen, die meine Worte kritisiert haben): Es ging ja über die Phantasie zweier morbider junger Menschen hinaus. Der Mord wurd geplant. Und: Er wurde umgesetzt. Mit Vorsatz.
Allerdings: Die Grausamkeit (Übertötung) kann, aber muss nicht das Ergebnis reiner Mordlust sein. Es kann auch "kaltblütig" zu solchen massakerhaften Zurichtung der Opfer durch Söring gekommen sein, um den Verdacht "Helter Skelter"-mäßig von seiner Geliebten (und damit von sich) abzulenken. Mir scheint die entsprechende Hinterlassung des Tatorts und die Verwischung der Spuren (die ja in der Tat relativ gut gelang) sehr kalkuliert zu sein.

"Bemerkenswert" und "interessant" finde ich Söings Buch brigens nicht. Wie gesagt, ich würde es nicht lesen und erst recht nicht kaufen. Ich sage nur: Theoretisch sind Innenansichten US-amerikanischer Gefängnisse interessat und lesenswert. Aber bitte nicht von JS. Deshalb sollte der NDR ihm kein Forum bieten - meiner Meinung nach.
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Nicht mehr die ala Söring Suche nach neuen Beweisen oder Tätern beobachten. Das scheint irgendwie sich in Luft aufgelöst zu haben.
Leider eben nicht. Wie gesagt: Es werden immer wieder von irgendwelchen Crime-Bloggern/Youtubern etc. Beiträge zu dem Fall online gestellt - meistens Neulinge, die zum ersten Mal davon hören. Und interessanterweise kommen sie immer durch "Killing for Love", "Dr. Phil", John Grisham und all den anderen Söring-Fans zu ihren Informationen - und verbreiten dann seine Märchen weiter. Das hat sich eben nicht in Luft aufgelöst. Wer macht sich die Mühe, den W.-Report zu lesen? Fast keiner. Die wenigsten erfahren überhaupt davon.


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Der Fall Jens Söring

01.09.2021 um 04:29
Wenn er er es war & sich das eingesteht (und nicht ihr die Schuld für seine Tat gibt ) wird es ihn wurmen das sein perfekter Plan nicht aufgegangen ist.
Da war er in meiner Wahrnehmung ein bisschen zu überzeugt von sich , das er schlauer ist als "das System" (sie retten und selbst nichts abbekommen) .
Allein die Tatsache daß er eben zumindest der Beteiligung (und sei es nur durch nicht Verhinderung der Tat ) an der Tat überführt wurde , wird ihn empfindlich getroffen haben.
Abgleich egozentrisches Weltbild und Realität...


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Der Fall Jens Söring

05.09.2021 um 09:44
Zitat von PixyqueenPixyqueen schrieb am 01.09.2021:Da war er in meiner Wahrnehmung ein bisschen zu überzeugt von sich , das er schlauer ist als "das System" (sie retten und selbst nichts abbekommen) .
"Sie retten" - darum ging es ihm nie. Er hat sie doch von anfang an mit hineingeritten.
(Wobei sie als Anstifterin ja auch zurecht ihr Fett wegbekommen hat.)


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05.09.2021 um 09:57
Dann habe ich da was mit dem wiederrufenen Geständnis absolut falsch verstanden, mein Fehler .


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