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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 12:34
Ein ungeklärter Mordfall aus dem Jahre 2003 aus Nürnberg

Hier ein Artikel:

Die hübsche Studentin wurde erwürgt, unter Laub verscharrt – und erst nach Wochen gefunden. Acht Jahre nach ihrem Tod ermitteln die Profis von der MK 3

NÜRNBERG Die Mordkommission 3 (MK 3) im Nürnberger Polizeipräsidium hat sich die alten Akten vorgenommen. Die so genannten Cold Cases, die „kalten“ Fälle, die ungeklärten Morde. 44 gibt es davon seit 1949 in Mittelfranken. Die Mörder und Totschläger von Säuglingen, Männern und Frauen, Alten und Jungen sind noch immer nicht gefasst. Mit der MK 3 sollen diese Verbrechen nun geklärt werden. Einer der 44 Fälle sorgte am 30. Dezember 2003 für Aufsehen: Am Tiergarten wurde nachts in einem Waldstück die hübsche Studentin Lusine Margaryan gefunden. Die 33-Jährige wurde erwürgt.

Spaziergänger machten den grausigen Fund: Zehn Meter neben dem Fußweg am Tiergarten auf Höhe der Akademie für Bildende Künste lag die junge Frau unter Laub verscharrt. Vermisst wurde sie bereits seit dem 1. Dezember.

Die Armenierin stammt aus einer angesehenen Familie. Sie hatte ihr Studium (Soziologie, Mathematik) in Eriwan erfolgreich abgeschlossen. Im März 2002 kam sie nach Nürnberg, wohnte bei ihrer Cousine in Gostenhof. In Erlangen wollte sie ihren Doktor machen. Sie lernte gerade für ihre Sprachprüfung in Deutsch, besuchte Seminare und Vorlesungen. Später wollte sie sich mit gesellschaftlichen Entwicklungsprognosen befassen. Doch dazu kam es nicht mehr. Ihr Professor damals geschockt zur AZ: „Sie war eine offene, intelligente, pfiffige Person, die wusste, was sie wollte und die zielstrebig gearbeitet hat.“
Mit ihrem Bekannten Fillip verbrachte sie ihre letzte Nacht

In der Tatnacht am 1. Dezember ging Lusine aus. Sie machte sich fein: schwarzer Stoffmantel, weiße Bluse, schwarze Jeans, schwarze Schuhe. Als ihre Leiche gefunden wurde, fehlten Mantel, Schuhe und Bluse.

Wenige Wochen vorher hatte sie in der Disco „Marylin“ in der Luitpoldstraße einen Mann namens „Fillip“ kennengelernt. Auch der wollte in dieser Nacht in die Disco kommen. Knapp vier Wochen suchte die Kripo nach Fillip – und wurde endlich fündig. Jedoch hatten sie mit ihm nicht den Mörder gefunden. Fillip galt weiterhin als Zeuge. Und wurde sofort festgenommen: Denn der 23-jährige Kosovare lebte als abgelehnter Asylbewerber illegal in Deutschland. Was er über die Nacht mit Lusine sagte, bleibt vorerst noch das Geheimnis der Kripo. Die Ermittlungsergebnisse mussten mit anderen Zeugenaussagen verglichen werden.

Viele Fragen sind noch offen: Kannte Lusine Margaryan ihren Mörder? War er mit ihr zum Schmusen ins Wäldchen gefahren? Wurde er zudringlich, hat sie sich gewehrt – und er drehte durch? Oder wurde die 33-Jährige an einem anderen Ort ermordet und ihre Leiche am Tiergarten nur verscharrt? Fragen, die sich die MK 3 erneut stellt.

Quelle:
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.lokales-lusines-leiche-lag-am-tiergarten-ihr-tod-ist-noch-ungesuehnt.aa55c35a...


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13.04.2016 um 12:34
ab 2:12 gehts los:


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 13:21
@stella790
Du hast aber mitbekommen, dass der von Dir verlinkte Zeitungsartikel vom 22.04.2010 also mittlerweile sechs Jahre alt ist?
Damit dürften viele der dort genannten Details wohl nicht mehr dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen entsprechen.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 14:57
@Seefahrer
ist nun mal ein ungeklärter Fall von 2003 und 2010 war der letzte Artikel..., also den ich finden konnte. Wat soll ich machen?!


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 16:43
@stella790

Sollte auch kein Vorwurf sein; ich wollte nur sicher sein, dass Du durch die Monatsangabe (April) das nicht irrtümlicherweise für einen aktuellen Artikel gehalten hast.
Das Problem schein mir zu sein, dass wir hier ohne auch nur ansatzweise aktuelles Wissen zu besitzen, dann über alles Mögliche diskutieren, spekulieren und irgendwelche Hypothesen aufstellen, ohne das überhaupt klar ist, ob das überhaupt noch irgendeine Relevanz besitzt, oder ob diese Punkte von der Polizei nicht schon abgearbeitet und geklärt sind.

Ich weiß, dass das in anderen Threads zum Teil ganz ähnlich ist!
Über kurz oder lang werden dann immer abwegigere Theorien aufgestellt nach dem Motto: Je komplizierter und fantasievoller, desto besser.
Aber hilft das überhaupt weiter bei der Klärung eines Falles?

Meiner Meinung nach ist die Behandlung bei Az XY immer ein guter Ansatzpunkt, weil man dann davon ausgehen kann, dass die Informationen einigermaßen aktuell sind - egal was man sonst von den FF hält.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 17:50
Noch ein Nürnberger Mord. Auswärtige müssen momentan denken, Nürnberg sei eine einzige Jauchegrube des Verbrechens... :D

Also die Diskothek "Marilyn" hatte einen sehr zweifelhaften Ruf, genau wie die ganze Luitpoldstraße. Das Etablissmenet war auch mehrmals Thema in der Zeitung, kann mich aber nicht mehr exakt erinnern, wieso, aber es waren keine angenehmen Dinge.
Weiß nicht, wer da reingegangen ist, (normale) Studenten jedenfalls nicht. Und für eine ehrgeizige Doktorandin ist das erst recht kein Umfeld. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Margaryan dort verkehrt wäre, wäre sie nicht von der Mitbewohnerin dazu genötigt worden oder wenn sie Alternativen gekannt hätte. Und die Idee, ausgerechnet in diesem Schuppen jemanden zu finden, der eine Bürgschaft für einen übernimmt, lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Sie ist da - anscheinend unwillentlich - in ein unschönes Umfeld hineingeraten.

Ich kann die Überlegung der Kripo nachvollziehen, dass sie nicht bei einem Fremden, sondern bei einem Bekannten ins Auto gestiegen ist. Denn sie hatte nicht weit nach Hause, höchstens 30 Gehminuten, eher deutlich weniger (kommt darauf an, wo in Gostenhof sie wohnte), Nachtbusse fuhren auch zahlreiche nach Gostenhof, bis um 1:00 Uhr sogar noch die U-Bahn. Und per Anhalter zu fahren war und ist innerhalb des Stadtgebiets völlig unüblich.

Da sie kaum Bekannte hatte und sie die wenigen zumeist aus dem "Marilyn" kannte und sie sich in unmittelbarer Nähe des Marilyn aufhielt, ist es mehr als naheliegend, dass der Bekannte, zu dem sie ins Auto stieg, ebenfalls aus dieser Disko kam. Nur wer war es?

Der Tiergarten liegt in genau der entgegengesetzten Richtung wie Lusines Wohnung, das hätte sie während der Fahrt sicher bemerkt. Die Fahrt zum Tiergarten ist relativ lang, viele Ampeln sind zu überqueren. Es hätte also wohl zahlreiche Gelegenheiten für Lusine gegeben, das Auto zu verlassen, wenn ihr der Fahrer oder das Fahrtziel nicht mehr behagten. Gut, eine Flucht wäre in der Nacht vielleicht nicht ganz risikolos gewesen, aber ich halte es dennoch für wahrscheinlicher, dass Lusine zunächst mit der Fahrt einverstanden war.
Warum der Täter sie dann aber umbrachte, darüber kann man nur spekulieren. Und auch darüber, warum er Teile ihrer Kleidung mitnahm.

Gut wäre es natürlich, wenn wir mehr über diesen "Fillip" wüssten. Anscheinend war er in dieser Nacht in der Disko. Hatten sie gestritten? Ist sie in sein Auto eingestiegen? Und wie kann die Polizei ihn als Täter ausschließen? Vielleicht, weil er als abgelehnter Asylbewerber gar kein Auto besaß?

Fragen über Fragen, die wir kaum beantworten können, @Seefahrer hat schon nicht Unrecht. Andererseits unterscheidet das diesen Thread auch kaum von vielen anderen.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 22:44
Mich überrascht, dass man zu diesem Fall aus 2002 (das Datum im Eingangsposting scheint falsch zu sein) im WWW so gut wie nichts findet. Hier noch eine einigermaßen ergiebige Pressemitteilung der Polizei:

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/409271
POL-MFR: NÜRNBERG/SCHWABACH: (6) Frauenleiche aller Wahrscheinlichkeit nach identifiziert - hier: Fahndungsaufruf mit Bildveröffentlichung

02.01.2003 – 14:29
NÜRNBERG/SCHWABACH (ots) - Wie berichtet, machte ein Paar aus Nürnberg am 30.12.2002, gegen 16.00 Uhr, beim Spaziergang mit dem Hund im Waldgebiet am Tiergarten Nürnberg, ca. 10 m abseits eines Fußweges, der von der Bingstraße am Tiergarten in Höhe der Akademie für Bildende Künste in Richtung Osten führt (Betriebshof Tiergarten), eine schreckliche Entdeckung. Unter einem Laubhaufen fanden sie zusammen mit der verständigten Polizei eine Frauenleiche, deren Identität zunächst unbekannt war. Der Tatort befindet sich im Gebiet des Landkreises Nürnberger Land. Eine am Dienstag, 31.12.2002, durchgeführte Obduktion ergab, dass die Frau erwürgt worden ist. Anhaltspunkte für vollendete sexuelle Handlungen haben sich nicht ergeben. Der Todeszeitpunkt dürfte in den frühen Morgenstunden des 1. Dezember 2002 gewesen sein. Zwischenzeitlich konnte die Tote mit großer Wahrscheinlichkeit identifiziert werden. Letzte Gewissheit kann jedoch erst ein DNA-Gutachen erbringen, dessen Ergebnis noch aussteht. Demnach dürfte es sich bei der Frauenleiche um die seit 01.12.2002 vermisste 33-jährige armenische Staatsangehörige Lusine Margaryan aus Nürnberg handeln (siehe Vermisstenfahndung vom 20.12.2002, OTS Nr. 2316). Die Frau, die 160 cm groß ist, braune, große Augen, blonde, mittellange, glatte Haare hat, war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens bekleidet mit schwarzem Stoffmantel, weißer Bluse, schwarzer Jeans und schwarzen Schuhen. Der schwarze Stoffmantel, die schwarzen Schuhe und die weiße Bluse fehlten beim Auffinden der Toten. Die Soziologiestudentin, die bei ihrer Cousine im Stadtgebiet Nürnberg wohnte, wurde zuletzt am 01.12.2002, gegen 01.30 Uhr, gesehen, wie sie eine Diskothek in der Nürnberger Innenstadt verließ. Ab diesem Zeitpunkt verlor sich ihre Spur. Ob ihr Tod damit zusammenhängt, dass sie einige Wochen vorher in der Diskothek einen jungen Mann namens Fillip (phonetisch) kennen lernte, der vermutlich Jugoslawe ist, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Ermittlungen nicht gesagt werden. Die Mordkommission der Nürnberger Kriminalpolizei, bei der der Vermisstenfall bearbeitet wurde, hat deshalb zwischenzeitlich mit personeller Unterstützung der Kriminalpolizei Schwabach federführend die Gesamtermittlungen übernommen. Die Ergebnisse werden in der Ermittlungskommission "Lisa" zusammengeführt. Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt hat die Mordkommission folgende Fragen an die Bevölkerung: Wer hat Lusine Margaryan nach ihrem Weggang aus der Diskothek und gegebenenfalls in welcher Begleitung noch gesehen? Wer kann Angaben über den Bekanntenkreis der Toten machen? Wer hat in den Morgenstunden des 1. Dezember 2002 in der Umgebung des Auffindeortes verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder möglicherweise Hilferufe gehört? Wer kann Hinweise zu den fehlenden Kleidungsstücken geben? Wer kennt eine Person namens Fillip, der der mögliche Bekannte der Frau gewesen sein soll? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben? Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst in Nürnberg unter der Telefonnummer (0911) 211-3333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Anlage: 1 Foto der Toten. ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken PD Nürnberg - Pressestelle Telefon:0911/211-2011/-2012 Fax: 0911/211-2010

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Es gibt noch einige weitere (kürzere) Pressemitteilungen, mit denen u.a. nach dem Diskotheken-Bekannten des Opfers, Filip, gesucht wurde. Man findet sie, wenn man in Google "POL-MFR Margaryan" eingibt.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 23:09
Weil wenig bekannt ist und sich dem WWW so gut wie keine weiteren Infos entlocken lassen, finde ich es sehr schwierig, hier zu spekulieren und zu diskutieren. Aber ich versuchs mal.

Auch ich finde merkwürdig, dass L.M. in dieser für eine zielstrebige Doktorandin anscheinend überhaupt nicht passenden Diskothek verkehrte. Selbst wenn sie anfänglich von ihrer Mitbewohner dorthin mitgeschleppt wurde - sie war seit bald einem Jahr in D; da hätten sich doch ein paar andere Kontakte ergeben müssen?! Kann es sein, dass das Marilyn eine Anlaufstelle für in Nürnberg ansässige Armenier war? Oder dass dort zumindest viele Russen verkehrten? Russisch ist in Armenien auch heute noch eine sehr wichtige Fremdsprache; höchstwahrscheinlich konnte L.M. Russisch. Wenn sie sich dort sprachlich "zuhause" fühlte, würde dies die seltsame Vorliebe erklären.

Fast noch weniger passend wirkt ihr 23-jähriger Disco-Bekannter Filip: in einer der Pressemitteilungen der Polizei Mittelfranken wird er als schwarzgelockter Südländer mit gebräuntem Teint und Macho-Gehabe beschrieben
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/407280

Dass die Spur zum "Filip" letztlich im Sande verlief, erkläre ich mir damit, dass es sich anscheinend lediglich um einen Bekannten handelte, der am Abend ihres Verschwindens ebenfalls in der Disco gewesen sein soll. Dass er die Disco mit ihr verlassen hat oder gar mit ihr im Auto weggefahren ist, geht aus keinem der Berichte hervor. Gut möglich, dass es viele Zeugen gab, die ihn auch nach dem Aufbruch von L.M. noch in der Disco gesehen haben, und er dadurch entlastet war.

Wenn sie zu jemand anderem eingestiegen ist, den sie ebenfalls schon etwas länger aus der Disco kannte, hätte diese Person eigentlich anhand von Beobachtungen der Mitbewohnerin auffindbar sein müssen. Wenn es aber jemand war, den sie anderweitig kannte (vll. aus der Uni), und der rein zufällig an ihr vorbeifuhr, würde das erklären, dass es anscheinend keine rechten Ermittlungsansätze gab.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

13.04.2016 um 23:54
Die Umstände - vermutlich zu jemandem freiwillig ins Auto gestiegen, Auffindeort ist beliebter Rückzugsort für Paare und wahrscheinlich auch Tatort, erwürgt, teilweise entkleidet - deuten für mich darauf hin, dass ihr letzter Begleiter und Mörder bei ihr "landen" wollte, sie aber nicht wollte, und das ganze dann mit fatalen Folgen aus dem Ruder gelaufen ist.

Besonders tragisch ist, dass sie in Armenien wohl Ehemann und Kinder hatte.

Die Vorgehensweise erinnert mich an einen weiteren Fall aus dem Nürnberger Raum, nämlich den der Florawirtin Claudia Obermeier (1990), der hier ebenfalls in einem Thread diskutiert wird. Auch dort wurde das Opfer auf dem nächtlichen Nachhauseweg erwürgt und teilweise entkleidet, aber nicht missbraucht; auch dort wurde Kleidung des Opfers vom Täter mitgenommen.

Im Flora-Fall zog die Polizei einen vorgetäuschten Sexualmord in Betracht. Mangels "vollendete sexuelle Handlungen", wie es im oben zitierten Polizeibericht heißt, könnte man auch hier auf diesen Gedanken kommen. Spekulativ: Vielleicht kam es dem Täter, der L.M. schon seit längerem "anhimmelte", allein auf eine einvernehmliche Annäherung an - er hatte überhaupt nicht vor, Gewalt anzuwenden, sondern wähnte sich am Ziel seiner Hoffnungen, als er an jenem Abend L.M. traf, sie zu ihm ins Auto stieg und zunächst für seine Avancen recht offen schien. Als sie dann aber wider Erwarten doch nichts weiter von ihm wollte, ihn vielleicht sogar beleidigte, beschimpfte oder auslachte, eskalierte die Situation so extrem, dass er sie aus Wut und Enttäuschung tötete. Um von sich abzulenken (vielleicht befürchtete er, dass jemand sein Interesse für L.M. mitbekommen hatte und er in Verdacht geraten könnte), täuschte er einen Sexualmord vor und zog sie deshalb teilweise aus.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 00:02
Die Frage ist, ob die #Doktorantin# (was ich bezweifle) nicht noch einen Job hatte, mit dem Sie Geld verdiente, das sie fÜr sich und die Familie in Armenien brauchte und der sie nachts in Autos umherfahren liess. Mein erster Kommentar zum Thema wurde leider gelöscht, obwohl er sachlich und - wie ich glaube - zielführend war.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 00:07
@planetzero
Dass sie Studienabschlüsse aus Armenien hatte und hier Doktorandin war, bezweifle ich aufgrund der Infos aus dem Filmfall nun nicht. Aber das schließt gefährliche Nebenjobs natürlich trotzdem nicht aus.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 07:41
Es ist schwierig, ohne Hintergrundinformationen hier zu spekulieren, aber eines ist hier schon angemerkt worden: Die Luitpoldstrasse ist sozusagen das Herz des recht kleinen Nürnberger Rotlichtviertels in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das war noch nie eine sonderlich seriöse Gegend und schon immer, zumindest seit ich mich erinnern kann eine Gegend, in der Ausländer, besonders vom Balkan sich gerne aufhielten. Es sind zwar nur wenige Schritte zum Hauptbahnhof in die eine, und wenige Schritte in das Herz der Fussgängerzone rund um die Lorenzkirche in die andere Richtung, aber nach Geschäftsschluss und nach Einbruch der Dunkelheit ist die Luitpoldstrasse eine Welt für sich.

Ich muss zugeben, ich kann den Gedanken @planetzero s hier gut folgen...


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 08:19
@Rick_Blaine
Das geht mir grds. ja genauso. Allerdings wird im Filmfall geradezu betont, was für tolle Studienabschlüsse sie schon hatte und wie zielstrebig sie hierzulande ihre Promotion vorangetrieben habe. Und dass sie aus einer angesehenen Familie stammt und selbst schon Mann und Kinder hatte, wird auch noch erwähnt. Hingegen kein Wort in Richtung Rotlicht-Aktivitäten.

xy hatte ja von jeher die Gewohnheit, ehrenrührige Details aus dem Leben der Opfer eher auszublenden oder nur sehr verbrämt zu kommunizieren. Wenn es zB im Filmfall nur hieß "Herr O. war alleinstehend und suchte häufig den Kontakt junger Männer" war dem kundigen Zuschauer klar, dass das Opfer schwul war und Stricher in Anspruch nahm. Aber der Mrgaryan-Fall ist aus 2003, da waren sie eigentlich schon direkter mit solchen Infos. Und dass es der Polizei entgangen ist, falls L.M. im Rotlichtbereich aktiv war (da drängt sich natürlich in erster Linie eine Tätigkeit als Prostituierte auf), kann ich mir nicht recht vorstellen.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 08:40
Da stimme ich zu, und obwohl es ein naheliegender Gedanke ist und bleibt, will ich gar nicht unterstellen, dass sie irgendwie in solche Dinge verstrickt war - aber wenn sie in der Luitpoldstrasse in der Disko verkehrte, dann waren da sicher einige, die von ihr gedacht haben, dass sie zumindest ein leichtes Spiel haben könnten. Da versammelten sich immer auch Gruppen von zumeist Ausländern, die sich 1. für absolut unwiderstehlich hielten, 2. Frauen grundsätzlich für leichte Beute hielten und daher jemand vielleicht hier von Lusine eine falsche Vorstellung hatte und seine Meinung dann recht brutal durchsetzte.


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DaScully
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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 09:36
Interessant ist aus der Sendung von XY folgendes:

1. Lusine kommt als Doktorandin nach Deutschland.
2. Sie wohnt bei einer Freundin, die für sie bürgt.

3. Die Freundin verliert ihren Job,
4. Der Aufenthalt der Lusine wird unsicher.

5. Die Freundin nimmt sie mit in den Rotlichtbezirk.
6. Fragt herum, ob jemand für Lusine bürgen mag.

7. Nun ist klar, dass sie in einer Notsituation ist.
8. Sie kriegt ein Angebot, dass sie ablehnt.

Ich frag mich, ob die Freundin schon Punkt 1-8 mehrmals mit anderen Frauen durchgezogen hat, in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder. Ist es Frauen vor und nach Lusine ähnlich gegangen?

Mag sein, dass Lusine mit Polizei gedroht hat und jetzt jemand im Hintergrund aktiv wurde, weil hier nicht ein Mensch, sondern eine Organisation gefährdet war. Es sieht danach aus, als wäre Punkt 1-8 eine Möglichkeit, Frauen für den Rotlichtbezirk zu beschaffen.

Hat denn Lusines Freundin einen neunen Job und eine neue Mitbewohnerin bekommen?


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 09:40
mal bewußt provozierend:

- der Abou-Chaker-Clan ist im Libanon auch hoch "angesehen"

- Studienabschlüsse waren in Ländern wie Armenien vor Ende der Sowjetunion für Kinder aus "angesehenen Familien" anders zu erreichen als bei uns üblich ...das Opfer war übrigens 33!

- "In Erlangen wollte sie ihren Doktor machen. Sie lernte gerade für ihre Sprachprüfung in Deutsch, besuchte Seminare und Vorlesungen."...hört sich nicht danach an, als dass sie an der Uni bereits offiziell aktiv gewesen wäre

- die offizielle Absicht, in Deutschland an der Uni arbeiten zu wollen, führt in Kombination mit einem vorzeigbaren Studienabschluss zu einem Aufenthaltsrecht

- der "Bekannte" Filip und die Luitpoldstraße passen nicht ganz ins soziale Milieu einer 33jährigen Akademikerin, die promovieren möchte.

- der Tiergarten bietet reichlich Parkmöglichkeiten, die nachts jenseits von Wohnhäusern und weitgehend bar von zufällig vorübergehenden Passanten zu benutzen sind


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14.04.2016 um 10:23
@Rick_Blaine

Auslaender sollte man nicht so ueber einen Kamm scheren. Du hattest ja such schon mal angedeutet, dass Du mehrmals im Ausland warst, und sogar dort gelebt hast. Aber das heisst nun nicht, dass Du Dich auch im Rotlichtbezirk herumgetrieben hast, nur weil andere Auslaender auch dort waren. Es gibt solche und solche. Das muss man differenzierter beobachten.

@planetzero

Fuer einen Nebenjob als Prostituierte waere sie denkbar falsch gekleidet gewesen. Bis auf die Plateauschuhe war ihre Kleidung durchaus buerotauglich. Man haette sie nicht als Prostituierte wahrgenommen.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 10:30
@AnnaKomnene
Nein, da hast Du mich falsch verstanden, ich will damit nichts unterstellen. Aber es war Fakt: Dieses kleine Viertel war (und vermutlich ist noch) nicht nur Rotlichtviertel, sondern offensichtlich auch Treffpunkt zahlreicher Ausländer. Damit will ich weder andeuten, dass diese damals Anbieter oder Kunden des Rotlichtviertels waren. Das war eher so ein Nebeneinanderleben. Sicherlich gab es da aber Übergänge.


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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 10:40
@ AnnaKomnene

Vorweg, ich habe gegenüber Frauen, die sich prostituieren, keine moralisch abschätzige Meinung. Aber sie sind nun mal spezifischen Risiken ausgesetzt.

Ob das Opfer der (Nebenerwerbs)Prostitution nachging, ist unklar. Klar ist aber, dass sie sich in Milieus aufhielt, in denen Prostitution ein Thema ist und ihre Leiche an einem Ort aufgefunden wurde, der auch mit Prostitution assoziiert ist.

Dass eine (noch) junge Frau aus den ehemaligen Ostblockstaaten, die offensichtlich nicht über viel Geld verfügte und im Jahr 2003 in diesem Milieu verkehrte, zu entsprechenden Überlegungen Anlass gibt, wird nicht nur mir so gehen, sondern - ich unterstelle das mal - auch der Kripo in Nürnberg.

Dass alle Prostituierte aussehen wie Prostituierte glaube ich übrigens nicht. ;-)


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DaScully
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Lusine Margaryan Leiche am Tiergarten Nürnberg gefunden - 2003

14.04.2016 um 10:57
@planetzero
@AnnaKomnene
Für mich ist offensichtlich, dass sie eben nicht wollte. Ihre Freundin hat sie mit reingezogen. Die Freunde der Freundin sind interessant.
planetzero schrieb:Klar ist aber, dass sie sich in Milieus aufhielt, in denen Prostitution ein Thema ist und ihre Leiche an einem Ort aufgefunden wurde, der auch mit Prostitution assoziiert ist.
Es sollte SO aussehen, die Täter bedienen auch unsere Vorurteile.


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