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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

128 Beiträge, Schlüsselwörter: Schizophrenie, Dopamin

Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.01.2013 um 09:41
@EDGARallanPOE
Du hast einfach nur beschrieben, wie man eine psychische Störung definiert, aber man muss bedenken, dass die Betroffenen leiden, eine Gefahr für sich und ihr Umfeld sein können


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.01.2013 um 10:09
@Rhythm

Das ist ja schön, wenn du mit deiner Schizophrenie gut umgehen kannst. Natürlich ist das viel wert.

Du solltest aber auch wissen, dass dies nicht auf alle Betroffenen zutrifft.

Ein Beispiel: Man sitzt in einer Gruppe, wird angesprochen und reagiert dann natürlich auf die Fragen, führt eine Weile ein Gespräch, eventuell wird das etwas hitziger, man schimpft auch, weil dumme Sprüche kommen.

Und irgendwann tippt dir jemand auf die Schulter und fragt dich:,,Sag mal, Kollege, mit wem redest du eigentlich?"


Der Schizophreniker hat sich in dem Fall die ganze Zeit mit einer für andere Menschen nicht existenten Stimme unterhalten.

Dass dies bei den anderen Leuten in der Gruppe zu Unverständnis führt, ist naheliegend, selbst wenn sie wissen, dass der Betreffende Mensch schizophren ist.

Was sollen sie denn auch machen, das Normale ist, dass du dich nur mit existenten Personen besprichst.
Und als Nicht-Betroffener weisst du dann auch oft nicht:,,Spricht der jetzt mit mir? Oder nicht?"


Unter solchen Umständen kannst du dich nicht ,,normal" unterhalten mit einem Schizophreniker.


Und es kann auch ganz konkrete Gefahren geben, ich habe in einem anderen Thread das Beispiel geschrieben, dass der Schizophreniker beispielsweise bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert ist.
Er ist Kranführer, hat vom Einsatzleiter die Order bekommen, den Kran nach links zu wenden, weg vom Haus. Und plötzlich hört er, wie ihm der ,,Einsatzleiter" zuruft, er solle den Kran nach rechts wenden, wodurch er seine Kollegen in große Gefahr bringt.


Also ich glaub nicht, dass dies nun so supertolle Umstände sind, wenn man schizophren ist, das ist sehr schwierig.

@EDGARallanPOE
EDGARallanPOE schrieb:Und nun stellt euch vor ihr würdet von einer Minute auf die andere in diese Zeitepochen versetzt und würdet dort mit derselben Lebensart die ihr im "Hier und Jetzt" habt, auch dort euren Alltag bewältigen.


Das Ergebnis liegt auf der Hand. Eure Mitmenschen in den anderen Zeitepochen würden euch mindestens verhaltensauffällig, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aber als psychisch schwer gestört wahrnehmen.
Man würde sich vielleicht über meine Kleider wundern oder über meine Sprache und eventuell mein Wissen. Aber mehr auch nicht.
Wenn ich zum Beispiel im Mittelalter landen würde und mich dann dort regelmäßig mit abgekochtem Wasser waschen täte, wäre das zwar ein ,,ungewöhnliches Verhalten", aber deshalb würde man mit Sicherheit nicht als psychisch gestört gelten.

Oder wenn ich um 1900 in Europa, wo Rassismus und Judenhass populär waren, landen und mich dort gegen Judenhass engagieren würde, würden vielleicht auch viele Leute sagen:,,Ein komischer Typ!"

Aber sicher nicht:,,Der ist geisteskrank, ab in die Klappse mit dem!"


Denn der Unterschied ist, dass ich mich zum Beispiel nicht mit nicht-existenten Stimmen unterhalte oder die Existenz irgendwelcher Gegenstände oder Personen oder Tiere halluziniere.
EDGARallanPOE schrieb:Gesellschaften aus anderen zeitlichen Epochen hatten gänzlich andere Normen als unsere heutige Gesellschaft.
So einfach kann man es sich nun wahrlich nicht machen.

Es gab zwar Zeiten, in denen Homosexualität weithin als Krankheit betrachtet wurde.
Gesellschaftliche Normen mögen wohl ein Teil bei der Definition von Krankheiten sein.

Aber sie sind nicht DAS Kriterium schlechthin.

Die Halluzinierung von Personen, von Gegenständen, von Stimmen und die Reaktion darauf, ohne dass andere Menschen dies nachvollziehen können, dürfte immer schon ,,seltsam" gewesen sein.
Selbst dann, wenn man es als ,,Verbindung zu den Göttern" ansah.

,,Normal" waren diese Leute dann auch in ihrer Zeit nicht, sondern vielleicht Priester, Medien oder ähnliches.
EDGARallanPOE schrieb:Ich habe über längere Zeit mit einem Mann in einem Haus gewohnt bei dem Schizophrenie diagnostiziert wurde. Wir haben ein paar mal zusammen Kaffee getrunken und ich habe ihn unterstützt als er einen Bandscheibenvorfall hatte.

Ich habe ihn nicht als krank empfunden. Natürlich konnte ich nicht in die Welt vordringen in der er lebte.
Aber wir haben es hinbekommen freundlich und respektvoll miteinamder umzugehen.
Das ist ja schön. Aber es hat auch niemand hier behauptet, dass man Schizophrene nicht respektieren oder guten Umgang mit ihnen pflegen könnte.
Sondern es ist einfach eine Tatsache, dass es sehr schwierig sein KANN, mit ihnen Umgang zu pflegen oder sie in die Gesellschaft einzubringen, je nachdem, wie sich die Schizophrenie äußert.

Der eine hat vielleicht alle halbe Jahre mal ,,außerkörperliche Stimmen", die er hört und reagiert gar nicht drauf. Und der andere führt täglich stundenlange Dauergespräche mit einer Person, die er direkt neben sich stehen sieht, die aber für niemand anderen existent ist.


Und bei weitem nicht jeder weiss:,,Aha, okay, das kann nur ich sehen und hören. Vielleicht ist es gar nicht real."

Sondern es ist gut möglich, dass man die Existenz der (halluzinierten) Person so real wahrnimmt oder die Stimmen, mit denen man sich unterhält, so real hört, dass man davon unbedingt andere Menschen überzeugen will.
Wenn das nicht klappt, kann das auch zu Verzweifelung und Wut führen, denn für den betreffenden Schizophreniker ist ja ,,der Typ da in der Ecke" real und er kommt sich blöd dabei vor, es reisst ihm irgendwann der Geduldsfaden, wenn er immer wieder erfährt, dass niemand sonst ihn sieht.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.01.2013 um 10:42
@Kc
Kc schrieb:Sondern es ist gut möglich, dass man die Existenz der (halluzinierten) Person so real wahrnimmt oder die Stimmen, mit denen man sich unterhält, so real hört, dass man davon unbedingt andere Menschen überzeugen will.
Das stimmt schon, dass man andere davon überzeugen mag, aber mit der Krankheitseinsicht ( und den nötigen Medikamenten ) wird der Schizophreniker wohl eher keine Gefahr für seine Umwelt darstellen. Da kann man dann die innerern Stimmen und die, die von den Mitmenschen kommen, ganz gut unterscheiden ;)
Und soweit ich weiß, kommen Halluzinationen nur in Stresssituationen vor ( nicht die Stimmen, die halluzinierten Menschen -> Psychose )

@Aniara
Eine Krankheit, die man sehr wohl unter Kontrolle bringen kann. Ich sag nur Neuroleptika, damit gehen die ganzen Positivsymptome weg. An den Negativsymptomen hat mensch schon ein wenig mehr und länger zu knabbern.

Und zum allgemeinen Thema: Ich fühl mich durch meine Schizophrenie nicht als Glückspilz...


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.01.2013 um 10:53
@fiberkid

Klar, das ist mir bekannt, dass man auch einen ganz guten Umgang mit seiner Schizophrenie haben, kann, das freut mich auch, wenn es gelingt :)


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.01.2013 um 11:14
@Kc

Muss man halt standhaft bleiben und für die gegebene Zeit ( manchmal auch lebenslang ) die bösen Neuroleptika nehmen :) Nebenwirkungen sind halt nicht ohne...

Ich kenne @Rythm aus einem anderen Forum und war da auch ein wenig baff, als ich mir die, zum Teil haarsträubenden, Theorien zu Gemüte geführt habe. Aber das war noch lange kein Grund den Threadersteller anzugiften, er solle doch seine Medikamente nehmen oder... oder war es doch die zweite Persönlichkeit? ( sollte eine Seite geben wie die altbekannte "Nazis nicht mit Skinheads verwechseln" a la "Du sollst Schizophrenie nicht mit Dissoziativer Identitätsstörung verwechseln" )


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

28.01.2013 um 20:18
Es geht nicht darum, ein Teil von sich abzugrenzen. Mir wurden vor Jahren auch viele Krankheiten diagnostiziert Schizophrenie, Persönlichkeitsstörungen, schwere Depression. Später nach 2 sv lag ich im Koma und hatte mehrere Erlebnisse, einsam lag ich in der Dunkelheit und suchte nach dem Licht, es folgten viele Erlebnisse, dann kamen Indianer und zeigten mir die Liebe, sie heilten mich, meine Lebensziele wurden klar, liebe und vertrauen, das Gefühl war plötzlich wieder da, das bedingungslose Urvertrauen in die Liebe, sie ist immer da ich danke euch
Mani wastete yo


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

30.01.2013 um 10:22
@matraze106
matraze106 schrieb:aber wenn du wie ich mal gefährlich nah und ausgeliefert bei schizophrenen bist
Würde mich interessieren, was Dir da so passiert ist?!?


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matraze106
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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

30.01.2013 um 11:10
@Nabucco
per pn.


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Ekon3
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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

16.02.2013 um 05:52
@Wanagi
Ich glaube auch, dass es Heilung gibt. Das freut mich, das zu lesen, was du erlebt hast. Ist ja wie ne zweite Chance oder ein neues Leben :)


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saba_key
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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

27.05.2013 um 14:05
Ich bin selbst schizophren und verstehe mich mit anderen bestens.
Ich sehe es vielen an und sehe teilweise auch andere psychische Krankheiten.

=>Meiner Meinung nach ist Robbie Williams auch schizophren, der hat so einen leicht verrückten Blick.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

23.08.2013 um 20:46
es gibt keine "paranoide schizophrenie" es gibt aber zigtausend fachidioten die gern mit diagnosen umsichschmeißen um sich nicht mit ihrer eigenen armseeligkeit auseinandersetzen zu müssen.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

23.08.2013 um 21:05
@kubu

wieso gibt es keine paranoide Schizophrenie?


http://www.icd-code.de/icd/code/F20.0.html


Wikipedia: Schizophrenie#Paranoide_Schizophrenie


http://www.aok.de/bundesweit/91267.php?id=2519


Jetzt sag mal einem paranoid Schizophrenen, er hätte sowas nicht...

Ah, und dein Beitrag beleidigt wohl alle Psychiater und Psychologen dieser Welt. Und auch die Kranken, die mit der Krankheit leben müssen. Vielen Dank dafür.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

23.08.2013 um 21:08
@saba_key

Welche Art Schizophrenie hast Du?


Bei Bedarf gerne per pN.


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saba_key
ehemaliges Mitglied

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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

23.08.2013 um 22:32
@knollengewächs

Diagnostiziert ist paranoide Schizophrenie.
Wobei ich natürlich für eine veränderte Wahrnehmung andere Erklärungen habe wie die Allgemeinmedizin.
Zum Glück bin ich aber seit ca. 5 Jahren ziemlich beschwerdefrei,
selten sind akustische Halluzinationen, noch seltener optische.
Ich hatte noch nie Stimmen im Kopf und hoffe, dass das so bleibt,
aber was ich so nenne: Gedankenüberflutung, d. h. dir schießen viele einzelne Sätze in den Kopf,
die nichts miteinander zu tun haben und für sich nur Müll sind, der sich aber wiederholt.
Ist wie ein Bombardement.
Da kannst du nichts mehr tun, nur dich auf das Bett werfen und warten bis es vorüber ist.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

24.08.2013 um 00:38
@saba_key
Oh Gott!

In meiner schlimmesten Phase war der Himmel pink, eine tiefe Stimme hat nur meinen halben Namen gerufen.

Ich habe während der Vorlesung Mülltüten rumschwirren sehen, ich war davon überzeugt, dass meine Kommilitonen mein Handy angezapft haben, ich war davon überzeugt, dass mein gr. Bruder und meine Eltern versteckte Videokameras in meinem Zimmer plaziert haben und all meine Telefongespräche aufzeichnen. Jetzt, seit ein paar Wochen bin ich wieder etwas stärker misstrauisch... .

Welche medikamente nimmst Du?

Ich Olanzapin und Fluoxetin. Zu meinen schlimmeren Zeiten waren es noch dazu Solvex, Abilify( das mich erst recht in den Abgrund gerissen hat), und noch ein anderes, kann mich aber nicht mehr erinnern, wie das heißt!


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

24.08.2013 um 00:43
Ach ja, das andere war ein SNRI, weiß den Namen aber nicht mehr!


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

24.08.2013 um 01:08
Für mich ist der Eingangspost definitiv ein Teil der Krankheit. Die Betroffenen glauben etwas, das absolut nicht der Wahrheit entspricht, aber sie sind zu 100% überzeugt, dass es ganz genau so ist.

Ich würde sowas zu den schlimmeren Phasen zählen. Kenne das aus dem Bekanntenkreis. Mag ja sein, dass der TE/die TE sich damit wohler fühlt, dennoch ist es ein Tiefpunkt. Denn wenn es keine solche miese Phase wäre, dann wäre dieses Denken SO gar nicht da. Je nach aktuellen Situationsveränderungen gibt es da diese, ich nenne es mal, "Schübe". Wenn die wieder nachlassen, weiß sie Person meist, dass das damals gedachte unsinnig war. Kann aber auch passieren, dass sie genau diese Denkweise wieder bekommt, wenn sie daran denkt. Schizophrenie ist unberechenbar - ein ewiges Auf und Ab.

Mit Medikamenten kann man diese Krankheit zwar einigermaßen in den Griff bekommen, aber ganz weg ist sie nie! Es macht nur ab und an den Anschein, als wäre alles okay, das kann sich aber schlagartig wieder ändern.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

25.08.2013 um 04:04
Glückskrankheit???? Gibt es sowas überhaupt?


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saba_key
ehemaliges Mitglied

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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

25.08.2013 um 11:40
@knollengewächs

Zur Zeit muss ich keine Medikamente nehmen.
Sollte sich irgendwelche Symptome einstellen würde ich sehr schnell wieder Abilify nehmen. Ich vertrage das -bisher- sehr gut, ich weiß, dass es da aber kein einheitliches Bild gibt. Für mich ist Zeldox das reinste Nervengift, so wie für andere Abilify.
In der Vergangenheit gab es bereits zwei Medikamente, die ich zunächst einigermaßen vertrug, die dann aber irgendwann zu Spannungszuständen (Clozapin) und Übelkeit (Zeldox) führten.
Das Zeldox führte unter anderem dazu, dass ich einen Schiefhals bekam und eine 60%-ige Körperbehinderung attestiert wurde. Dies kam auch durch die Überdosierung (viel hilft viel), ich musste das Doppelte der empfohlenen Tagesmaximaldosis dauerhaft schlucken.
Diese Behinderung hat sich zum Glück vollständig zurückgebildet, was es mir zum Beispiel wieder ermöglicht, Auto zu fahren, aber diese Rückbildung muss nicht zwangsläufig sein, es gibt wohl Menschen, die dann dauerhaft damit klarkommen müssen.
Ich muss dazu sagen, dass ich freiwillig zwei Wochen in die Klinik bin, um die Alternative Abilify auszuprobieren, in der Klinik ereignete sich natürlich nichts, aber es ist schwierig dagegen zu argumentieren.
Man kann die Zeit zwischen 1998 und 2008 nicht rückgängig machen, es ist ein Bestandteil meines Lebens. Natürlich tut es mir leid, wenn ich mich ab und zu in der Klinik unverständlich benommen habe, aber wenn du Zeldox, Glianimon, Diazepam, ein Mittel gegen zu viel Spucke, dass aber eigentlich ein Mittel mit einer anderen Hauptwirkung ist, und hier nur die Nebenwirkung ausgenutzt wird, dann manchmal noch Schlafmittel und Taxilan bekommst, dann bist du einfach anders und geschwächt.
Und wenn du Spannungszustände hast, vielleicht auch nur durch die Absetzung von Diazepam, und dein Tagesbetreuer mit dem Bedarf ist nicht auffindbar, dann versuchst du, irgend etwas zu verändern und das ist dem Umfeld nicht nachvollziehbar.
Ich bin dann in meine Wohnung abgehauen, habe mir Bier gekauft, hat aber nichts geändert,
dann habe ich mein Auto verbrannt (Schaden inkl. Bergung ca. 4.000 DM), weil ich unter anderem ein Buch gelesen hatte, wonach Autos auch Lebewesen seien.
Immerhin bin ich dann auch in den Genuss eines Polizei-Mercedes gekommen. Zum Glück wollten sie weiter nichts von mir, ist ja mindestens eine Ordnungwidrigkeit den Wagen in einen Wald zu fahren (Verlassen der zugelassenen Wege, Wasserschutzgebiet), dann zu verbrennen (Verstoß gegen Emissionsgesetze), Fahren unter Alkohol- (hatte aber nicht viel getrunken) und Medikamenteneinfluss.
Also mindestens 4 Punkte wo man einen Strick drehen kann.

Man kann ja darüber lachen oder sagen, hier der Kranke, das zeigt ja wieder, wie krank der ist, nur eines: Mein Vater war Zahnarzt. Zu diesem kamen ab und zu Patienten, die solche Schmerzen hatten, die würden in dieser Situation ihr ganzes Vermögen dem Arzt überschreiben, nur damit er sie von den Schmerzen befreit. Die sind dem Arzt ein Leben lang dankbar.
So etwas gibt es sogar häufig.
In der Regel habe ich nur 4 Medikamente parallel bekommen und gehörte da noch zu den Privilegierten. Ich kenne Patienten, die allerdings zusätzlich noch unter einer Zuckererkrankung litten, die 14 verschiedene Medikamente bekamen.
Das ist dann schon relativ aufwändig, das zu Hause für sich selbst zu richten, vor allem wenn der Ehepartner ebenfalls noch einmal ca. 6-8 andere Medikament einnimmt.

Da muss es einen anderen Weg geben, als 14 verschiedenen Medikamente.
Abilify kosten 100*10mg 600 Euro. Bei einer Behandlung sind das zwischen 6 und 12 Euro am Tag.
Wie viel kostet es, einen Menschen in der dritten Welt zu ernähren (zu retten). Manche sagen, das geht mit einem Euro am Tag?

Meine Meinung zu Psychopharmaka ist ganz klar: Sie sind unnötig, zu teuer und schädlich. Noch nicht ein Mensch wurde durch Psychopharmaka geheilt, wenn doch, bitte bei mir melden.
Deshalb gehören sie verboten.
Beruhigungsmittel wie Diazepam und Tavor sind noch etwas anders, aber hier gehört der Einsatz strengstens reglementiert.
Aber das ist politisch kein Thema, nicht einmal für die Grünen, was wieder einmal die Verlogenheit der Politik zeigt.
Für diese Medikamente ist immer Geld da und für die Psychiatrien ebenfalls.


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Schizophrenie oder die Glückskrankheit

25.08.2013 um 20:04
@saba_key schrieb:
Meine Meinung zu Psychopharmaka ist ganz klar: Sie sind unnötig, zu teuer und schädlich. Noch nicht ein Mensch wurde durch Psychopharmaka geheilt, wenn doch, bitte bei mir melden.
Psychopharmaka sind ja auch nicht auf's heilen ausgelegt...
Sie unterstützen nur die Behandlung und helfen die guten Phasen eines Patienten zu verlängern, den Hirnstoffwechsel zu stabilisieren und/oder neu einzurichten.

Ich nehme auch Medikamente und ohne sie wäre ich heute wohl nicht mehr unter den Lebenden.
Sie haben mir sehr geholfen und stabilisieren mich.
Ich habe natürlich noch Tiefphasen, aber über diese komme ich jetzt hinweg ohne gefährdet zu sein.
Des Weiteren ist meine Stimmung stabilisiert und ich fühle mich erleichtert.
Meiner Meinung nach ist es auch nicht möglich psychische Störungen zu heilen, man kann nur lernen mit ihnen zu leben und Medikamente unterstützen dabei.


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