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Was ist auf Oak Island?

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17.06.2019 um 19:56
@Anfortas: es waren doch von menschen gemacht dinge in 10X (die vergessene bohrstange etc), also hatten die "Hobbyforscher" tatsächlich recht. Wäre die vergessene borhstange nicht dort unten gewesen, wäre die vorhersage mit sicherheit auch viel viel geringer gewesen (vieleicht 20 oder 30%)!


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17.06.2019 um 21:30
Na ja. Unter Experten verstehe ich in erster Linie Menschen mit einem akademischen Hintergrund. Es gibt z.B. sicher an irgendwelchen Hochschulen in Kanada Experten für die Gegend, die den Laginas ganz genau sagen könnten, wie die Verhältnisse im Untergrund sind, ob und inwiefern es da unten natürliche Höhlen, Gänge etc gibt. Ich habe bisher noch nicht viele Doktoren oder gar Professoren in der Serie gesehen.

Selbiges gilt für die Herumbohrerei, dafür gibt es sicher gut ausgebildete Ingenieure, die mehr von der Sache verstehen als die Laginas.

Und ganz schlimm wird es bei den historischen Ansätzen, da habe ich wirklich den Eindruck, dass es sich durch die Bank weg um Laien handelt (von den Mitarbeitern irgendwelcher Archive mal abgesehen). Meist sind es irendwelche Leute, die ein Buch über dieses und jenes geschrieben haben. Ein Buch kann heutzutage jeder schreiben, egal wie groß der Humbug ist, den er darin kundtut.
Mich würde mal eher die Meinung von Prof. Dr. Soundso, Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Universität Halifax interessieren, der fundiert Auskunft über die Besiedelung der Gegend geben kann.

Wobei es natürlich sein kann, dass sich solche Experten nicht für die Serie gewinnen lassen, weil sie fürchten, sich dadu ihre wissenschaftliche Reputation zu beschädigen


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17.06.2019 um 23:31
Anfortas schrieb:Es gibt z.B. sicher an irgendwelchen Hochschulen in Kanada Experten für die Gegend, die den Laginas ganz genau sagen könnten, wie die Verhältnisse im Untergrund sind, ob und inwiefern es da unten natürliche Höhlen, Gänge etc gibt.
Absolut richtig. Auch hier im thread hat RnineT bereits ausführlich über die Bodenverhältnisse berichtet und auf Bodengutachten verwiesen.
Die Geologie von Oak Island ist also bekannt.
In der Sendung hätte man längst geologische Bodenprofile zeigen können. Andererseits wurde der Boden unmittelbar um den Money Pit schon derart durchwühlt, dass diese Schichten erheblich gestört wurden.
Anfortas schrieb:Selbiges gilt für die Herumbohrerei, dafür gibt es sicher gut ausgebildete Ingenieure, die mehr von der Sache verstehen als die Laginas.
Das sehe ich genauso.
Anfortas schrieb:Und ganz schlimm wird es bei den historischen Ansätzen, da habe ich wirklich den Eindruck, dass es sich durch die Bank weg um Laien handelt (von den Mitarbeitern irgendwelcher Archive mal abgesehen). Meist sind es irendwelche Leute, die ein Buch über dieses und jenes geschrieben haben. Ein Buch kann heutzutage jeder schreiben, egal wie groß der Humbug ist, den er darin kundtut.
Auch hier meine Zustimmung. Aber gerade von diesem Humbug lebt die Sendung. Es ist hier im tread bereits deutlich geworden, dass es sich um einen autokatalytischen Prozess handelt. Immer neue Theorien werden hinzugebracht von Leuten, die auf den Zug aufspringen und somit die Legende stetig erweitern. Wie du bereits geschrieben hast, könnte Vaughan der erste gewesen sein, der so handelte.
Anfortas schrieb:Wobei es natürlich sein kann, dass sich solche Experten nicht für die Serie gewinnen lassen, weil sie fürchten, sich dadurch ihre wissenschaftliche Reputation zu beschädigen
Das ist auch ein wichtiger Punkt. Ein Wissenschaftler, der sich mit Atlantis, dem Nibelungenschatz oder zum Beispiel auch Oak Island beschäftigt, verliert leicht seine Reputation. Dieses Feld überlässt man gerne Amateuren, Autoren, Journalisten und anderen.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Oak Island leider eine Nullnummer.


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18.06.2019 um 08:01
Anfortas schrieb:Na ja. Unter Experten verstehe ich in erster Linie Menschen mit einem akademischen Hintergrund. Es gibt z.B. sicher an irgendwelchen Hochschulen in Kanada Experten für die Gegend, die den Laginas ganz genau sagen könnten, wie die Verhältnisse im Untergrund sind, ob und inwiefern es da unten natürliche Höhlen, Gänge etc gibt. Ich habe bisher noch nicht viele Doktoren oder gar Professoren in der Serie gesehen.

Selbiges gilt für die Herumbohrerei, dafür gibt es sicher gut ausgebildete Ingenieure, die mehr von der Sache verstehen als die Laginas.

Und ganz schlimm wird es bei den historischen Ansätzen, da habe ich wirklich den Eindruck, dass es sich durch die Bank weg um Laien handelt (von den Mitarbeitern irgendwelcher Archive mal abgesehen). Meist sind es irendwelche Leute, die ein Buch über dieses und jenes geschrieben haben. Ein Buch kann heutzutage jeder schreiben, egal wie groß der Humbug ist, den er darin kundtut.
Mich würde mal eher die Meinung von Prof. Dr. Soundso, Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Universität Halifax interessieren, der fundiert Auskunft über die Besiedelung der Gegend geben kann.

Wobei es natürlich sein kann, dass sich solche Experten nicht für die Serie gewinnen lassen, weil sie fürchten, sich dadu ihre wissenschaftliche Reputation zu beschädigen
Meine Meinung: Solange diese Show weiter Traumquoten erzielt, werden sie das Konzept sicherlich nicht ändern. Wirkliche Wissenschaftler und Fachleute, die die Gegebenheiten nüchtern und rein nach Faktenlage beurteilen, sind nicht gut für die Spannung. Und der der Otto-normal-Zuschauer will nicht hören, dass es auf Oak Island höchstwahrscheinlich nichts gibt oder gab.

Wir hatten das ja hier schon oft: Die Faktenlage ist dünn und bis auf das ehemalige Grundstück von Samuel Ball ist die Insel vom archäologischen Standpunkt aus gesehen vollkommen uninteressant. Vielleicht würden sich sogar Fachleute finden lassen, die Interesse daran hätten. Aber ich denke nicht, dass die Produzenten das wollen.

Ein archäologisch, wissenschaftliches und damit öffentliches, Interesse würde sich nur mit einem tatsächlichen Fund von geschichtlicher Relevanz ergeben. Nur dann würden offizielle Grabungen und Untersuchungen stattfinden, unabhängig von der Serie und den Lagina´s etc.

Und in dem Fall dann natürlich auch nicht mehr mit TV-Geldern finanziert, sondern durch die öffentliche Hand. Sowas wäre zum jetzigen Zeitpunkt ja gar nicht möglich. Man stelle sich mal vor, es würden eine Menge Steuergelder verbrannt nur weil vor über 200 Jahren drei Jungs meinten, hier wäre ein Schatz vergraben....

Ich glaube einfach, wir sollten dankbar dafür sein, dass dort gegraben wird und die Öffentlichkeit es mehr oder weniger mitbekommt, auch wenn man damit natürlich den Produzenten quasi ausgeliefert ist was die Weitergabe von Informationen anbelangt.

Solange kein öffentliches Interesse besteht, ist das ganze alternativlos und es bleibt einzig und alleine die privat finanzierte "Forschung". Und diese ist zwangsläufig abhängig vom jeweiligen Geldgeber.

Wäre der History Channel hier nicht mit eingestiegen, was hätten wir bislang mitbekommen? Nichts. egal, was die Lagina´s dort unternommen hätten, man hätte nichts davon erfahren. Und ohne TV-Gelder wäre das wahrscheinlich auch nicht über ein paar Probebohrungen hinausgegangen....


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18.06.2019 um 11:57
@Anfortas

Das Bohrgerät auf dem Ponton ist ein Erkundungsbohrgerät um Proben zu nehmen.
Das dies von einem Ponton aus geschieht ist nicht verwunderlich, da der Aufwand für die Trockenlegung um ein vielfaches höher ist als von einem Ponton aus zu bohren.

@s..zwerg05

Das es nur Laien gibt kann man nicht wirlich behaupten. Zumindest wenn es um die Untersuchung irgendwelcher Funde geht.
  • Bleikreuz: Untersucht durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Uni Bochum
  • Knochfragmente: Untersucht an entsprechenden Instituten in Kanada



Ansonsten ist die Expertelage aber eher dünn. Meiner Meinung nach vor allem bei der/den Bohrfirmen.

Privat finanzierte Schatzsuche bleibt halt Schatzsuche, dass Sie eine archeologische Begleitung haben, durch Laird Nyven, scheint Sie ja manchmal auch mehr zu stören als Ihnen zu helfen :-)


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19.06.2019 um 11:50
RnineT schrieb:Das es nur Laien gibt kann man nicht wirlich behaupten. Zumindest wenn es um die Untersuchung irgendwelcher Funde geht.

Bleikreuz: Untersucht durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Uni Bochum
Knochfragmente: Untersucht an entsprechenden Instituten in Kanada
Ja, allerdings werden hier nur ausgewählte Funde analysiert bzw. nur die Ergebnisse zu ausgewählten Funden bekannt gegeben. Nämlich nur diejenigen, welche die Schatzgeschichte stützen oder zumindest nicht wiederlegen.

Wirkliche Forschung kann nur vor Ort stattfinden sofern irgendetwas in unberührtem Grund und Boden gefunden wird. Alles andere hat absolut keine Aussagekraft. Selbst wenn z. b. das Kreuz zweifelsfrei den Templern, einem Piraten oder dem Monster aus der Sesamstraße zugeordnet werden könnte, hätte es absolut keine Beweiskraft. Denn keiner kann mehr feststellen, wann es auf die Insel gelangte. Das ist ein großes Problem!
RnineT schrieb:Ansonsten ist die Expertelage aber eher dünn. Meiner Meinung nach vor allem bei der/den Bohrfirmen.

Privat finanzierte Schatzsuche bleibt halt Schatzsuche, dass Sie eine archeologische Begleitung haben, durch Laird Nyven, scheint Sie ja manchmal auch mehr zu stören als Ihnen zu helfen :-)
Als Nyven zum ersten Mal auftauchte wurde das mit einer Regierungsauflage begründet. Man stellte Ihnen also jemanden zur Seite, der aufpassen sollte, dass alles mit rechten Dingen zugeht und nichts bedeutsames zerstört wird. Mittlerweile bin ich aber nicht mehr sicher, ob Nyven tatsächlich noch unabhängig agiert.... Es macht mir nicht den Eindruck. Ist aber nur Mutmaßung.


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19.06.2019 um 15:23
@s..zwerg05
s..zwerg05 schrieb:Wirkliche Forschung kann nur vor Ort stattfinden sofern irgendetwas in unberührtem Grund und Boden gefunden wird. Alles andere hat absolut keine Aussagekraft. Selbst wenn z. b. das Kreuz zweifelsfrei den Templern, einem Piraten oder dem Monster aus der Sesamstraße zugeordnet werden könnte, hätte es absolut keine Beweiskraft. Denn keiner kann mehr feststellen, wann es auf die Insel gelangte. Das ist ein großes Problem!
Da bin ich voll Deiner Meinung! Ich wollte auch nur sagen, dass es nicht nur windige "Hobbyexperten" in der Sendung gibt :-)


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19.06.2019 um 19:33
s..zwerg05 schrieb:Wirkliche Forschung kann nur vor Ort stattfinden sofern irgendetwas in unberührtem Grund und Boden gefunden wird. Alles andere hat absolut keine Aussagekraft.
Absolut richtitg. Für die archäologische Forschung sind derartig gestörte Gebiete weitgehend uninteressant. Sollte jedoch eine bisher unberührte Kammer entdeckt werden, so wäre das eine Sensation. In diesem Fall würden Archäologen sofort zur Stelle sein.


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19.06.2019 um 19:35
RnineT schrieb:Ansonsten ist die Expertelage aber eher dünn. Meiner Meinung nach vor allem bei der/den Bohrfirmen.
In den ersten Folgen der ersten Staffel haben die Bohrversuche noch ziemlich dilettantisch ausgesehen.

Mit den Jahren haben offensichtlich professionelle Unternehmen die Leitung übernommen, die hochmoderne Maschinen und Geräte einsetzen. Das liegt wohl auch daran, dass die Finanzierung durch HC gesichert wird. Auch eine staatlich finanzierte Suche könnte wohl nicht mehr an technischem Equipment aufbieten.

@RnineT
Liege ich mit dieser Haltung vollkommen falsch? Du bist Tiefbauingenieur und kannst es beurteilen.

Offtopic:
Mittlerweile habe ich erfahren, dass RnineT ein Mofa von BMW ist. Habe neulich ein Exemplar auf der Straße gesehen; ist schon eine außergewöhnliche Maschine!


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24.06.2019 um 12:10
@Hildesheimer

Ja, ich bin Bauingenieur und seit 20 Jahren im Spezialtiefbau tätig :-).
Die Bohrfirmen, die für die Erkundungsbohrungen eingesetzt werden, sind inzwischen wirklich sehr modern und können entsprechend qualitativ hochwertige Proben aus grösseren Tiefen liefern.
Bei der Firma, die sich mit der Greiferbohrung immer wieder an H8 zu schaffen macht bin ich anderer Meinung.
Vorallem die Aktion bei der Sie das Bohrrohr um viele Meter anheben und hoffen, dass etwas interessantes von der Seite nachfällt ist an Dilletantismus nicht zu überbieten! Die Vorstellung, dass irgendeine Kammer (vorher durch das Bohrrohr verschoben) wieder zurückrutscht (wird so in einer Animation gezeigt) ist purer Schwachsinn!
Schwachsinn auch deshalb weil sehr gefährlich! Durch das Ziehen des Bohrrohrs kommt es zu Grundbrüchen und kontrollierten Umlagerungen im Baugrund.
Hydraulische Grundbrüche hatten Sie ohnehin schon erkannt, denn als Sie wieder angefangen haben, war in dem Bohrrohr 5m Material angestiegen, bei einem Durchmesser von 1500mm immer hin knapp 9m³!
Wieviel Material Sie durch das Ziehen des Bohrrohrs dann noch zusätzlich entzogen haben weiss ich nicht aber die Mengen werden ebenfalls beträchtlich gewesen sein.
Dieser Bodenentzug in der Tiefe führt dann ja auch zu einem Tagbruch (die Umgebung des Bohrlochs kolabiert). Das ist ein völlig unkontrollierter Prozess der sich schlagartig ereignen kann. Wenn da zum falschen Zeitpunkt jemand steht oder vorbeiläuft haben sie den nächsten Toten auf der Insel.
Das die Bohrfirma sich auf ein solchens Vorgehen einlässt ist grobfahrlässig! Die blonde Bauleiterin hätten Sie als erstes in den Knast gesteckt wäre etwas passiert.


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24.06.2019 um 16:47
Ich hatte hier ja auch schon geschrieben, dass ich mitunter die Professionalität der Mitarbeiter in Zweifel ziehe. Davon, dass Marty Lagina seit Jahrzehnten im Ölbohrgeschäft ist, merkt man meiner bescheidenen Ansicht nach auch nichts.
Mal zum Vergleich dazu: Ich habe vor einigen Tagen eine Dokumentation über einen Nazi-Schatz im Toplitzsee in Tirol gesehen. Um es kurz zu machen: Die Nazis haben dort bei Kriegsende eine Reihe von Kisten versenkt, die sie später wieder bergen wollten, was ihnen aber natürlich nicht mehr möglich war. Im Jahre 1959 hat man dann einen Großteil der Kisten geborgen, sie enthielten gefälschte britische Banknoten. Der Initiator der Aktion war ein Reporter des Stern namens Loehde. Dieser war im Krieg bei der Kriegsmarine und hatte sich gewisse Kenntnisse angeeignet. Er hat den Seegrund mithilfe einer Kamera und eines Greifers abgesucht und dabei die Kisten gefunden.
Man muss jetzt nur noch wissen, dass der See sehr tief ist, bis zu 103 Meter, und dass es ab 20 Meter keinen Sauerstoff mehr gibt. Das bedeutet, dass alles Äste und Baumstämme, die im See landen, auf den Grund sinken und nicht verrotten, sodass da unten ein wilder Urwald entsteht.
Fakt ist aber, dass es dieser Mann (mit seinem Team) innerhalb von 14 Tagen mit selbst konstruierten Geräten geschafft hat, die Kisten zu bergen - und das vor 60 Jahren! Dagegen sehen die Laginas ziemlich alt aus, finde ich.
Auch in anderen Sendungen habe ich schon Geräte im Einsatz gesehen, bei denen sich mir die Frage stellt, warum die Laginas nicht darauf zurückgreifen. So z.B. ein Bodenradar, mit dem man offenbar Hohlräume bis 50 Meter Tiefe sehr gut sichtbar machen kann.


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24.06.2019 um 17:14
@Anfortas
Anfortas schrieb:Davon, dass Marty Lagina seit Jahrzehnten im Ölbohrgeschäft ist, merkt man meiner bescheidenen Ansicht nach auch nichts.
Da muss man Ihm zugute halte, dass das Ölbohrgeschäft mit dem was sie da machen nichts zu tun hat.
Er hat sicher ein gewisses technisches Grundverständnis aber seine Erfahrungen aus dem Ölgeschäft sind hier nicht anwendbar.
Ölbohrungen sind in der Regel Tiefbohrungen das geht so ab 1000 bis 2000m los.
Ich hätte auch keine Ahnung (oder nur gefährliches Halbwissen :-) von der Bohrtechnik im Ölgeschäft.


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24.06.2019 um 19:10
Trotzdem sollte man doch meinen, dass Marty in seiner Firma Experten hat. Zieht er die nicht zurate? Bisher habe ich noch in keiner Folge, die ich gesehen habe, etwas davon bemerkt.


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25.06.2019 um 01:37
@RnineT

Vielen Dank für den Einblick in die Vorgänge.
Es ist schon bedenklich, dass man so leichtfertig die Gefahr eines Tagbruches mit eventuell verheerenden Folgen in Kauf nimmt.
Die Folge mit dem Anheben des Bohrrohres war mir bisher nicht bekannt, aber es ist nach Deinen Schilderungen purer Leichtsinn.
Kann man überhaupt noch mit einem Erfolg der Bohrversuche rechnen oder ist dieses Kapitel abgehakt?


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25.06.2019 um 08:25
Hildesheimer schrieb:Kann man überhaupt noch mit einem Erfolg der Bohrversuche rechnen oder ist dieses Kapitel abgehakt?
Es wird derzeit allem Anschein nach weiterhin am Moneypit gegraben. Insofern sollte das nicht abgehakt sein.

Ansonsten fehlt mir da zur Technik das nötige Fachwissen. Ich kann nicht beurteilen, ob es bessere Methoden gäbe oder nicht.
Anfortas schrieb:Auch in anderen Sendungen habe ich schon Geräte im Einsatz gesehen, bei denen sich mir die Frage stellt, warum die Laginas nicht darauf zurückgreifen. So z.B. ein Bodenradar, mit dem man offenbar Hohlräume bis 50 Meter Tiefe sehr gut sichtbar machen kann.
Es gab doch einige Versuche mit Bodenradar und zusätzlich noch die seismischen Tests. Aus meinem laienhaften Wissen heraus scheint es mir aber plausibel, dass man damit nicht weit kommt. Denn es befinden sich ja unzählige Hohlräume und Kammern dort unten. Teils durch ehemalige Schatzsucher erzeugt, teils durch Einbrüche entstanden und auch natürliche Hohlräume. Außerdem ist ja nicht gesagt, dass eventuell dort vergrabene Dinge überhaupt in einem der Hohlräume liegen. Wenn dort etwas in einer Art Kammer vergraben wurde, könnte diese ja längst eingestürzt sein. Aber wie gesagt, alles nur laienhaftes Verständnis...


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25.06.2019 um 12:15
@Hildesheimer
Hildesheimer schrieb:Kann man überhaupt noch mit einem Erfolg der Bohrversuche rechnen oder ist dieses Kapitel abgehakt?
Die Folgen des Tagbruchs haben Sie ja offenbar behoben, also können sie auch weiter bohren. Die Gegend um H8 ist auf jeden Fall die interessanteste, mit den Knochen und dem Porzellan welche man dort gefunden hat.

@s..zwerg05
@Anfortas
s..zwerg05 schrieb:Es gab doch einige Versuche mit Bodenradar und zusätzlich noch die seismischen Tests. Aus meinem laienhaften Wissen heraus scheint es mir aber plausibel, dass man damit nicht weit kommt.
Wenn dort etwas in einer Art Kammer vergraben wurde, könnte diese ja längst eingestürzt sein. Aber wie gesagt, alles nur laienhaftes Verständnis...
Ein Bodenradar oder seismische Untersuchungen sind nur indirekte Baugrund- / Boden-Aufschlüsse welche einem Anhaltspunkte geben können. Erkundungsbohrungen mit kleinen Durchmessern sind dann direkte Aufschlüsse, nach der Analyse dieser Aufschlüsse entscheidet man dann wo und wie man weiter vorgeht. So auch alles in allem bei H8 so geschehen, was ich bemängele ist die Art und weise wie sie dann weiter vorgegangen sind (siehe oben).


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26.06.2019 um 01:07
RnineT schrieb:Die Folgen des Tagbruchs haben Sie ja offenbar behoben, also können sie auch weiter bohren. Die Gegend um H8 ist auf jeden Fall die interessanteste, mit den Knochen und dem Porzellan welche man dort gefunden hat.
Das Bohrloch H8 ist aufgrund der Funde sehr interessant.
Aber ist dort tatsächlich Porzellan gefunden worden?

Chinesisches Hartporzellan war in Europa spätestens seit dem 13.Jh. bekannt.

Das europäische Porzellan wurde allerdings erst 1708 von Johann Friedrich Böttger erfunden.

Sollte es sich im Bohrloch H8 um europäisches Porzellan handeln, dann ließe sich aus archäologischer Sicht ein terminus post quem von 1708 festlegen.

Damit ließen sich alle früheren Kandidaten wie Tempelritter, Francis Drake und Francis Bacon schon einmal ausschließen.


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26.06.2019 um 08:06
Hildesheimer schrieb:Das Bohrloch H8 ist aufgrund der Funde sehr interessant.
Aber ist dort tatsächlich Porzellan gefunden worden?
ja, allerdings nicht ausschließlich dort. Es wurde auch in umliegenden Bereichen in großer Tiefe gefunden. Es scheint dort verstreut zu liegen und es wurde wurde ja auch bereits von früheren Schatzsuchern immer mal wieder Porzellan gefunden. Der erste Porzellanfund der Lagina´s stammt übrigens aus der allerersten Folge der allerersten Staffel. Eine wahllose Probebohrung im Moneypitbereich brachte hier auch Porzellan zu Tage.
Hildesheimer schrieb:Das europäische Porzellan wurde allerdings erst 1708 von Johann Friedrich Böttger erfunden.

Sollte es sich im Bohrloch H8 um europäisches Porzellan handeln, dann ließe sich aus archäologischer Sicht ein terminus post quem von 1708 festlegen.

Damit ließen sich alle früheren Kandidaten wie Tempelritter, Francis Drake und Francis Bacon schon einmal ausschließen.
Man muss es wohl eher mit "Keramik" oder "Töpferware" übersetzen. Ich glaube nicht, dass es sich um wirkliches Porzallan handelt. Sie hatten es in der Serie mal von irgendwem begutachten lassen (Müsste ich jetzt raussuchen) und es wurde gesagt, dass es sich um damals weit verbreitete Ware handelt. Nichts besonderes, eher Massenware und dass diese Art hauptsächlich - aber nicht nur - in England hergestellt wurde. Es war eher eine Imitation von chinesischem Porzellan. Daher auch der oft verwendete Name "Chinese". Da wurden auch Daten genannt aber ich müsste mir die Folge nochmal raussuchen... Habs nicht im Kopf.

Mal was wieder aktuelle Bilder von "der anderen Seite". Die Materiallieferungen gehen munter weiter:

oi1

oi2

oi3


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26.06.2019 um 09:28
@s..zwerg05

Schöne Bilder :-)

Was auf dem 2. Bild zu sehen ist kann ich nicht genau erkennen. Sieht aber aus wie Kontergewichte von dem grossen Seilbagger (das schwarze was flächig auf dem Auflieger liegt), 2 Lichtgiraffen oder Stromaggregate (die weissen Dinger) und ein hydraulik Aggregat (das rote Teil hinten).
Auf dem 3. Bild ist eine Gittermastverlängerung für einen grossen Seilbagger zu sehen.
Entweder ziehen sie die Spundwand in Smith-Cove oder sie machen weiter mit Greiferbohrungen am MP.


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26.06.2019 um 11:25
Denke eher, dass das keine Kontergewichte sind, sondern Balken damit etwaige Ladung nicht verrutscht-sieht aus als wäre das durch die Ladefläche gesteckt. Das weiße könnten auch Pumpen sein


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