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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

161 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Mord, Philosophie, Moral
Warmduscher
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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 17:22
Na dann bin ja beruhigt habe erst nicht verstanden worauf Du hinaus willst - war zu fokuziert auf das Töten.
Das Thema menschliche Abgründe finde ich interessant.
Kennst Du den Fall von Sylvia Likes. Der Fall wurde unter dem Titel American crime
Verfilmt


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Warmduscher
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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 17:28
meinte Sylvia Likens


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 17:31
Nein den kannte ich noch nicht , habe mich nur eben bei Wiki eingelesen. Ein Auswuchs von vielen, solche und andere Dinge passieren ja tagtäglich und vielfach auf dieser Erde.

@Venom
Ja sie sind in der Regel psychisch krank und "können" nichts dafür, dass sie Spaß daran haben oder einen Trieb dazu.

Aber, wieso sollte die Allgemeinheit dafür finanziell und mit ihrem Recht auf Sicherheit geradestehen ?
Sofern es keine Heilung gibt.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 17:48
@Bruderchorge
Bruderchorge schrieb:Aber, wieso sollte die Allgemeinheit dafür finanziell und mit ihrem Recht auf Sicherheit geradestehen ?
Sofern es keine Heilung gibt.
Naja, derzeit gibt es zb keine heilbare Methode gegen Psychopathie, aber es reicht doch wenn die weggesperrt werden. Außerdem haben die ja meistens das Bedürfnis zu leben.

Und leider ist es so, dass sich die Menschen oft erst wenn es zu spät ist und wenn überhaupt Gedanken über diese Täter machen und ihr Leben. Denn oft schauen die Menschen weg wenn jemand misshandelt oder gemobbt wird und solche Sachen. Und dann ist man plötzlich schockiert, wenn jemand aus dem Nichts 20 Menschen ermordet. Verstehst du was ich meine?


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 18:30
@Venom
Ja mit Sicherheit haben die das Bedürfnis zu leben und falls sowas bedingt durch Mobbing etc geschehen ist, soll das nicht gutgeheißen werden. ABER

Die Situation ist doch schon soweit, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist und daher frage ich noch einmal.

Wieso kommt Allgemeinheit finanziell und mit ihrer Sicherheit für den Serienmörder auf ?

Und diese Person wird ja nicht bei Wasser und Brot leben, sondern einen gehobenen Standard, frei von Folter oder sonstigen "unwürdigen" Umständen.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 19:07
Jetzt beweg ich mich zwar auf dünnem Eis da mir ja schon meine Meinung zum Thema Todesstrafe eine Verwarnung einbrachte - jedoch riskier ich's einfach:

Tötung eines Menschen ist in ausnahmslos jedem Fall strafbar, jedoch nicht in jedem Fall moralisch verwerflich. Vor allem wenn es um Selbstjustiz geht bin ich (abhängig von der Geschichte) häufig auf der Seite der Täter.

Deshalb sage ich, in Ausnahmefällen ist es aus meiner Sicht moralisch in Ordnung. Dies gilt zB dann, wenn die Tötung zum Nachteil eines "Täters" geschieht, also, wenn jemand im Vorhinein zB einem mir wichtigen Menschen etwas antut. Beispielsweise eine Tötung, Vergewaltigung oder auch eine schwere Körperverletzung mit tragischen Folgeschäden (wie zB Behinderung). Das sag ich auch ganz ehrlich, wenn einer meiner Frau oder meinem Kind etwas antut, dann kann er nur beten, dass die Justiz ihn vor mir hat und dass er nie wieder auf freien Fuß kommt.

Deshalb sage ich, wer andere Leben zerstört oder nimmt, sollte auch sein eigenes Recht auf ein lebenswertes Leben verwirkt haben.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 21:13
@Bruderchorge
Bruderchorge schrieb:Ist die Tötung (ohne Schmerzen und psychisches Leid) eines Menschen, der weder Freunde noch Angehörige oder sonstige Personen hat, die eine persönliche Beziehung zu diesem haben, moralisch verwerflich ?
Generell, ja. Wenn betreffende Person damit einverstanden ist, dann weniger. Würde sowas aber trotzdem noch recht fragwürdig finden.
Ich verstehe nicht so richtig, wieso du den existenziellen Sinn dieses Menschen von seinen sozialen Kontakten abhängig machst. Als ob er ohne Freunde bzw. Familie keine Daseinsberechtigung hätte.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 21:19
Bruderchorge schrieb:Ist die Tötung (ohne Schmerzen und psychisches Leid) eines Menschen, der weder Freunde noch Angehörige oder sonstige Personen hat, die eine persönliche Beziehung zu diesem haben, moralisch verwerflich ?
Wer keine Follower auf Twitter oder wie das heißt, hat, ist zum Abschuss freigegeben?
Wer keinen kennt der jemanden kennt, ist zum Abschuss freigegeben?
Wer viele kennt, jedoch selbt nicht bekannt ist? Wer viele Feinde hat? Sind Feinde auch Beziehungen?
Ist Beziehung einsetig oder auf Gegenseitigkeit beruhend?
Ist es maßgebend, was die Nachbarn denken, oder ob man Nachbarn hat?

Ich finde die Frage grenzwertig. Niemand hat das Recht, einen Menschen zu töten, egal, wie dessen Beziehungsstatus ist, oder ob jemand seinetwegen trauern würde.


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Agnodike
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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 21:41
Bruderchorge schrieb:Wieso kommt Allgemeinheit finanziell und mit ihrer Sicherheit für den Serienmörder auf ?
Du kannst noch so sehr nach diesem Wieso…? fragen, es existieren in Deutschland nun mal Gesetzte die dies verbieten. (Tötung)
Im Amiland wird schnell mal so ein Serienmörder hingerichtet, wenn er dort im „falschen“ Bundesland lebt.

Eins verstehe ich trotzdem nicht, diese/deine Frage:
Bruderchorge schrieb:Ist die Tötung (ohne Schmerzen und psychisches Leid) eines Menschen, der weder Freunde noch Angehörige oder sonstige Personen hat, die eine persönliche Beziehung zu diesem haben, moralisch verwerflich ?
Was hat diese Frage jetzt mit einem Serienmörder zu tun? *kopfkratz*

Ich möchte dir hier nichts unterstellen, aber irgendwie klingt dies alles sehr *hüstel* merkwürdig.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

20.03.2015 um 21:57
Zuerst einmal habe ich schon erläutert, dass ich ein solches Vorgehen nicht als probates Mittel sehe oder in irgendeiner Form anstrebe.

Weiterhin bin ich zu der Serienmördernummer gekommen, da es in einem Post um so etwas ging.

Außerdem ging es mir um ein konsequenzloses Handeln, das schließt auch staatliche Repression aus.

Möglicherweise wird diese Frage ja immer und einhellig mit ja beantwortet, das ist ja wie gesagt nur philosophischer Natur.

Es hätte ja sein können, dass es jemand zu argumentieren vermag, wie eine solche Handlung im Geiste vor dem eigenen Gewissen freigegeben werden könnte, daher auch meine Frage, ob es einen Unterschied machen würde, wen es trifft, gut oder böse.

Ähnlich wie in den genannten Experimenten, dort werden Menschen zu Monstern, bloß weil jemand sagt Tu es, das ist "richtig"


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

21.03.2015 um 06:35
Guten Morgen @Bruderchorge
um das (Handeln ohne Konsequenzen) zu untersuchen, brauchst du kein künstliches Experiment weit herholen
Bruderchorge schrieb:Experiment zeigt ja was passiert, wenn das eigene Handeln scheinbar keine Konsequenzen hat.
Ähnlich wie bei...
...uns.
denn in genau DER Situation befindet sich jeder Luxurianer* in der Industriegesellschaft. Wir haben uns genommen was allen gehört. Und wir tragen keine Konsequenzen für unser Handeln.


= DU KENNST DAS REALE ERGEBNIS DEINES gedankenEXPERIMENTS längst IN DER PRAXIS, @Bruderchorge.





*) der ein Gedankenexperiment nach dem anderen betreibt - aus schierer Langeweile und Sattheit


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pike
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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

21.03.2015 um 07:23
Jede Tötung ist schändlich! Menschen töten andere Menschen und Länder entscheiden über das Leben anderer. Sie vertreten die Ansicht, dass nur sie die Menschen verurteilen und töten dürfen. Verbieten aber in der eigenen Verfassung die Tötung. Was für eine Ironie!

Es gibt aus meiner Sicht nur drei berechtigte Tötungsfolgen, die ich als unverwerflich ansehen könnte:

a. Aus Notwehr mit Todesfolge
b. Selbsttötung durch eigene Entscheidung
c. Durch Emotionen (Vergeltung/Rachsucht). Wenn z.B. ein Familienmitglied betroffen wäre und aus welchen Gründen auch immer getötet wird.

Was deine Frage (TE) im ersten Beitrag betrifft, sie ist zu schwammig gestellt und unverständlich für mich. Daher ist meine Antwort eher auf die Tötung allgemein bezogen. Jeder ist im Stande einen anderen Menschen zu töten, dies kann meist nur von der Situation abhängig gemacht werden. Keine Tat rechtfertigt eine Tötung und auch keine Selbstjustiz bringt die Menschen weiter.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

21.03.2015 um 11:33
@Bruderchorge
So ganz ohne Kontext sage ich töten ist nicht moralisch verwerflich. Erst die Umstände einer Tat machen sie moralisch bewertbar.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

21.03.2015 um 23:22
In meinen Augen ist die Thematik folgender Maßen zu betrachten:

I.) Niemand bringt einen Menschen ohne Grund um. Mordet jemand aus " Spaß " ( für mich gleichzusetzen mit grundloser Ermordung ), so wäre lebenslange Haft ( die in diesem Fall auf wesentlich längere Zeit festgelegt wäre ) die Strafe der Wahl.
II.) Wenn jemand umgebracht wird aufgrund der Tatsache, dass der Täter von Dritten dazu getrieben wurde, (oder) um sich selbst zu retten ( in Notwehr etwa ) ist die Beatwortung der Schuldfrage auch anfechtbar.
III.) Bringt man einen Menschen aus Neid um, sollte eine gewisse Unzurechnungsfähigkeitstoleranz eintreten, da nach einer solchen Tat eine gewisse Reue eintritt, die schon ein Stück der Strafe darstellen könnte.
IV.) Jemanden umzubringen, weil man psychisch krank ist, sollte abgewogen werden. In jedem Fall sollte die Haftstrafe, die eigentlich im Gefängnis abgebüßt werden sollte zur Heilung in einer entsprechenden Anstalt verlagert werden. Das wäre viel effektiver als eine meist ergebnislose Haft.
V.) Bei Betrunkenheit oder Drogeneinfluss ( oder dem Einfluss anderer Suchtmittel ) sollte man eine besonders harte Strafe in Erwägung ziehen, da die " Unzurechnungsfähigkeit ", die in so vielen Fällen vorgeschoben wird, damit aufgehoben ist, dass der Mensch sich freiwillig betrunken oder in einen Rauschzustand versetzt hat.

* Um die Ähnlichkeit zu Fall 3 und 5 zu erläutern: Neid ist etwas, in das man in vielen Fällen nicht unbedingt von selbst rein rutscht, sondern es einen Auslöser hat. In einigen Fällen ist es sogar so, dass dieser Neid bewusst herausprovoziert wird. Was den Alkohol und Drogen-Absatz angeht, sei gesagt, dass diese Mittelchen freiwllig und ohne Zwang zugeführt werden, was dazu führt, dass eine moralische Schuldfrage nicht mehr möglich ist. Daher ist eine Ignoranz der Unzurechnungsfähigkeit notwendig, um eine erhöhte Strafe zu verhängen, um das, was durch den Einfluss dieser Stoffe verloren ging, auch Deutlichkeit zu verleihen.

Ich gebe zu, das ganze ist etwas hart und am einen oder anderen Punkt ist auch eine Schmerzgrenze bei vielen da. Aber wenn man das mal von der Seite der Vernunft sieht ( und das Rechtssystem, welches für die zu entscheiden versuchtt, die sich ohnehin nicht mehr dazu äußern können, nämlich die Opfer ausser Acht lässt ) dann grenzt es an Wahnsinn, wenn man liest, dass ein Mörder, der aus niederen Bewegründen gemordet hat viel stärker bestraft wird, als jemand, der im Drogensumpf eine solche Tat begeht...
Als Schlusssatz würde ich noch anfügen, dass Mord in jedem Fall eine verwerfliche Tat ist, die es aber trotzdem verdient, vernünftig gesehen zu werden.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

23.03.2015 um 15:36
@QuaestioFilius
Ich sehe das nicht so, jemand der beispielsweise aus Sadismus tötet, bei dem kann man eher zurechnen, dass er bösartig ist.

Bei der Drogengeschichte ist das kritischer zu sehen, derjenige ist ja nicht vom innern her ein schlechter Mensch und dann wird derjenige das ganze auch bereuhen hinterher, auch wenn er sich freiwillig in diesen Zustand versetzt hat, dann wahrscheinlich nicht mit der Absicht zu töten (falls doch ist das natürlich was anderes, wird aber in unserem Strafrecht auch berücksichtig). Das ganze ist ja vergleichbar mit jemandem, der durch zu schnelles Fahren einen anderen Menschen tötet, der ist auch freiwillig zu schnell gefahren, wieso auch immer, aber er wollte niemandem was böses damit.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

23.03.2015 um 16:56
@Bruderchorge

Ein Sadist, der tötet ist psychisch beeinträchtigt und sollte somit nicht sofort als bösartig gelten. Er ist hilfebedürftig und die sollte man ihm auch zukommen lassen. So einem Menschen von vornherein eine Bösartigkeit zu unterstellen taucht das Ganze zwar in ein hübsches schwarz-weiß, ist aber nicht tragbar. Oft liegt der Knackpunkt bei Betroffenen in ihrer Kindheit.
Sowieso finde ich, dass es von Schubladendenken zeugt, einem Menschen Bösartigkeit anzukreiden.

In Bezug auf den Drogenonsum ist für mich die naive Ebene zu beachten. Immerhin ist die Beherrschung des eigenen Selbst eines der wichtigsten Träger des sozialfähigen Menschen.
Begebe ich mich in einen Rausch, dann muss ich damit rechnen, dass mir die Kontrolle über mich abhanden kommt. Aufgrund des Wissens darum ist für mich jede moralische und rechtliche Verständnis ausgeschöpft, wenn jemand in diesem Zustand zu morden bereit ist. Da er sich dann freiwillig in einen Zustand versetzt hat, der ihn zu so etwas befähigt.

Es wäre für mich sogar sinnvoll, bereits die Aufnahme einer solchen Substanz als Basis der Bestrafung zu benutzen. Die Tötung wäre ein externer Punkt, der in vollem Maße bestraft und dazu gezählt gehört. In dieses Urteil sollte dann aber noch die freiwillige Gefährdung des eigenen Lebens und die der Öffentlichkeit, einberechnet werden.

Beim zu schnellen Fahren ist man meist Herr seiner Sinne und auch voll verantwortlich für das, was man tut. Ich finde, man sollte das nicht mit Drogenkonsum vergleichen (es sei denn man macht es wieder Sänger der 'Böhsen Onkelz' Kevin Russel).
Im Regelfall ist man im Verkehr achtsam und passt auf. Kommt beim Autofahren ein Mensch zu Tode, obwohl sich der Fahrer im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten befindet, sollte hier Raum für seine Reue, sein schlechtes Gewissen bleiben. Diese Situation wurde ja nicht " freiwillig " und " beabsichtigt " herbeigeführt.
Im Unterschied zum Drogenkonsum kommt der freiwillige Aspekt an anderer Stelle zum Einsatz und hat für mich die Tragweite von Vorsatz.
Ich finde, jemand der unabsichtlich jemanden überfährt bzw. zu tode fährt, da er geistig voll funktionsfähig ist, unterscheidet sich stark von jemandem, der sich freiwillig irgendwelchen Suchtmitteln hingibt und in diesem Zustand einen Mord begeht.

Ich finde einfach, dass die Gesetzeslage, die sowieso jede Kleinigkeit eines Vorfalls bewertet und berücksichtigt, enthält in diesen Punkten Lücken.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

23.03.2015 um 18:04
QuaestioFilius schrieb:Begebe ich mich in einen Rausch, dann muss ich damit rechnen, dass mir die Kontrolle über mich abhanden kommt. Aufgrund des Wissens darum ist für mich jede moralische und rechtliche Verständnis ausgeschöpft, wenn jemand in diesem Zustand zu morden bereit ist. Da er sich dann freiwillig in einen Zustand versetzt hat, der ihn zu so etwas befähigt.
Dieses Argument ist nicht haltbar.

Wenn ich als Autofahrer am Straßenverkehr teil nehme, muss ich damit rechnen, dass ich mit meinen 1-2 Tonnen Stahl Menschen töte. Ich erhöhe die Gefahr für andere und nur um meins Vorteils willen.

Aber wenn ich jemanden unabsichtlich im Straßenverkehr töte, bin ich doch kein Mörder. Obwohl dieses Risiko von mir begründet wurde.
Nichts anderes gilt beim Drogenkonsum. Ich erhöhe das Risiko für andere (indem ich meine Hemmschwelle senke), aber mehr auch nicht.

In beiden Fällen - Straßenverkehr und Drogenkonsum - erhöhe ich durch mein Verhalten das Risiko für andere.
QuaestioFilius schrieb:Ich finde einfach, dass die Gesetzeslage, die sowieso jede Kleinigkeit eines Vorfalls bewertet und berücksichtigt, enthält in diesen Punkten Lücken.
Da gibt es keine Lücken. Lies Dich z.B. mal zu a.l.i.c. ein.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

23.03.2015 um 18:23
@kleinundgrün

Das soll lediglich meine Meinung sein. Von daher ist es in Zeiten der Meinungsfreiheit nicht ungewöhnlich, dass Du sie nicht teilst. Als Argument lässt sich das auch gar nicht verwerten, schon allein aufgrund der sehr starken subjektiven Note.
kleinundgrün schrieb:Wenn ich als Autofahrer am Straßenverkehr teil nehme, muss ich damit rechnen, dass ich mit meinen 1-2 Tonnen Stahl Menschen töte. Ich erhöhe die Gefahr für andere und nur um meins Vorteils willen.
Ich erinnere mich etwas in dieser Richtung erwähnt zu haben.
kleinundgrün schrieb:Aber wenn ich jemanden unabsichtlich im Straßenverkehr töte, bin ich doch kein Mörder. Obwohl dieses Risiko von mir begründet wurde.
Nichts anderes gilt beim Drogenkonsum. Ich erhöhe das Risiko für andere (indem ich meine Hemmschwelle senke), aber mehr auch nicht.
Ein Opfer des Straßenverkehrs unterscheidet sich von einem Opfer eines Drogenkonsumenten. Den Impuls eines Vorwurfs würde für mich in jedem Fall der Drogenkonsument wecken. Dem Autofahrer wäre maximal kurze Unachtsamkeit anzukreiden, die beim Drogenkonsumenten, allein schon in Bezug auf sein Verhalten und seiner Selbstbeherrschung ( auch ohne Auto ) vorprogrammiert ist.
kleinundgrün schrieb:In beiden Fällen - Straßenverkehr und Drogenkonsum - erhöhe ich durch mein Verhalten das Risiko für andere.
Da stimme ich Dir zu.
kleinundgrün schrieb:Da gibt es keine Lücken. Lies Dich z.B. mal zu a.l.i.c. ein.
Ich finde, ich kenne mich in dieser Thematik gut genug aus, um eine solche These, wie diese mit der Lücke, die für mich immer noch als faktischer gilt, stellen zu können.


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23.03.2015 um 18:27
Tötung eines Menschen, moralisch verwerflich ?
Nein. Tötet mich.


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Tötung eines Menschen moralisch verwerflich?

23.03.2015 um 18:37
@QuaestioFilius
Ich verstehe diese Argumentation (noch) nicht. Jemand der durch regelwidriges Verhalten im Straßenverkehr jemanden tötet macht sich der fahrlässigen Tötung schuldig.

Wo ist der Unterschied zu einer Person die auf Grund eines Trips oder Suffs die Kontrolle verloren hat, auch hier kann man in der Regel nicht von Vorsatz ausgehen. Möglicherweise hat die Person das erste mal Alkohol getrunken und konnte das gar nicht wissen.

Etwas anderes wäre es natürlich, wenn die Person schon mehrfach ähnlich gewaltätig reagiert hat im suff und man sagen kann, derjenige greift jedes mal Menschen an und daher hat er vielleicht sogar bedingt vorsätzlich gehandelt.

Aber genau diese Differenzierung wird vom Strafrecht abgedeckt, also wieso Nachholbedarf?


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