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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

46.260 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 14:36
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:wo hast Du das ernsthaft je vernommen?
vielleicht hier?:
Die Krone der Schöpfung
...
Der Mensch ist dazu bestimmt, Gott auf dieser Erde darzustellen, zu repräsentieren, und er soll in seinem Wesen ähnlich sein wie Gott. Tatsächlich bekam der Mensch die Stellung des Herrschers über die Schöpfung und repräsentierte damit Gott in dieser Eigenschaft der Regierung.
https://www.bibelstudium.de/articles/4067/die-krone-der-schoepfung.html


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 16:03
Zitat von KybelaKybela schrieb:vielleicht hier?
Ach das, nee, das mein ich nicht. Selbst innerhalb der evangelischen Theologie wird das so erklärt. Genau das sagt 1.Mose1 ja nun mal wirklich aus. Zugleich aber steht in 1.Mose2 das genaue Gegenteil, daß der Mensch dazu geschaffen ist, die Schöpfung, den von Gott angelegten Garten "zu bewahren und zu bebauen". Hier Herrscher über, da Diener für.

Klar würde ich, wenn Du mich danach fragst, bejahen, daß die Bibel uns Menschen als Krönung der Schöpfung darstellt. Fragtest Du hingegen, wofür ich uns Menschen halte, käme ich nicht ansatzweise auf den Gedanken, von der "Krone der Schöpfung" zu sprechen.

Und so wirst Du es im Gespräch mit Christen, auch konkret mit Kreationisten so gut wie nie hören/lesen. Klar kannst Du es in irgendwelchen Abhandlungen und Artikeln mal lesen. Aber darum geht es nicht. Sondern: wer hält sich dafür? Wirklich, in seinem Leben, ganz real, wer tritt so auf, weil er so von sich denkt?

Gib mal in die SuFu "Krone der Schöpfung" ein. Du wirst diese Wendung nahezu ausschließlich bei solchen Leuten finden, die sich darüber mokieren, daß andere sich dafür halten. Woher aber stammt das Wissen um diese anderen? Wo ist denn bittschön allenthalben zu lesen oder zu hören, daß Menschen sich und ihresgleichen dafür halten? Klar kannste danach googeln, und irgendwann gelingt es Dir sogar, ne Site wie die aus Deinem Link zu finden. Aber darüber stolperste nicht in Deinem Leben, so erhältst Du nicht den Eindruck, daß dies ne verbreitete Auffassung ist.

Niemand mokiert sich über "jene, die sich für die Krone der Schöpfung halten", weil er solche Auffassung mehrfach persönlich erlebt hat oder medial damit berieselt wurde, wie jemand sich dafür hält.

Wer sich über die Sichfürkronederschöpfunghalter ausläßt, der tut dies, weil er immer und immer wieder hört oder liest, daß andere sich ebenfalls über jene auslassen.

**********

Es gab wirklich mal ne Zeit, da Menschen sich ganz offen und bewußt so dargestellt und verstanden haben. Aber das ist schon "ein paar" Jahrzehnte her. Es begann mit einer Epoche, da hielt man den Menschen für ein Kulturwesen, das sich von den Naturtrieben befreien könne, und der Freitod, zu dem kein Tier in der Lage ist,, galt als Beispiel dieser Freiheit des Menschen über die übrige Natur hinaus. Man hielt den Menschen für das Maß aller Dinge und gelangte zumindest mit dem menschlichen Geiste per aspera ad astra. Vor allem war man kirchenkritisch, wenn nicht gar kirchenfeindlich und bemängelte an Kirchens, daß diese den Menschen doch so niedrig halte und in die Rolle des demütigen, unwürdigen Knechtes zwänge. Nein, wir sind was, wir sind wer, wir sind göttergleich.

Nicht ohne Grund wurde schon bei den frühesten bildlichen Darstellungen der Evolution des Lebens in Form eines verzweigten Baumes der Mensch in die Baum- äääh: Krone gesetzt. Garantiert nicht, weil dies ja von Christen so gesehen wurde!

Es waren ganz andere, die den Menschen so hoch angebunden propagiert haben.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 16:36
Zitat von KybelaKybela schrieb:vielleicht hier?:
bibelstudium.de? Um Jottes willen. Abgesehen vom etwaigen ironischen Charakter der Worte "Krone der Schöpfung", klingelt's bei mir da nur in Verbindung mit Aristoteles und Naturphilosophie; in Bibelkunde bin ich hingegen nicht sattelfest.

Obwohl Religiosität schon was an sich haben kann, denn kurioserweise könnte ausgerechnet die Evolutionstheorie selbst einen Sinn für das Überleben/Erstarken von Religionen liefern. In der sozialen Evolution sind Religionen nämlich sehr erfolgreich. Protziges, nur schwer nachahmbares Verhalten wird evolutionär belohnt - so ähnlich wie das bunte, jedoch unpraktische Federkleid eines Pfaus. Verstiegene religiöse Vorstellungen wie eine postmortale körperliche Auferstehung sind halt einfach packender und erzeugen mehr Aufmerksamkeit, als nüchterne Erklärungen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 17:02
Zitat von KybelaKybela schrieb:perttivalkonen schrieb:
wo hast Du das ernsthaft je vernommen?

vielleicht hier
Wie Du an der Antwort sehen kannst, Kybela, ist es tatsächlich nicht die eigene Erfahrung, sondern der ideologische Vorentscheid und das Verwenden vorgegebener Stereotype, die zur kritischen Kronen-Kolportage geführt haben.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 19:28
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Wirklich, in seinem Leben, ganz real, wer tritt so auf, weil er so von sich denkt?
du meinst im Sinne von überheblich, stolz oder besser?
Kam mir nicht unter.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

06.06.2020 um 20:46
Zitat von KybelaKybela schrieb:du meinst im Sinne von überheblich, stolz oder besser?
Ach, darüber will ich mich gar nicht äußern. Nur so viel, da es nun mal angesprochen wurde, ich beurteile oder bewerte diese Auffassung nicht so.
Zitat von KybelaKybela schrieb:Kam mir nicht unter.
Eben. Das "Wissen", daß es diese Leute gibt, speist sich nicht aus der Erfahrung, sondern aus ner weit verbreiteten Mär.

Man trifft solche Leute (so gut wie) nicht. Man muß um sie wissen, um überhaupt nach ihnen suchen zu können.

Was mich zu der Frage führt, was für eine Wahrnehmung der haben muß, der sich über die mit der Kronederschöpfung-Auffassung mokiert. Man könnte die Realität wahrnehmen, und da begegnet einem schlicht niemand, der seine Auffassung "wir sind die Krone der Schöpfung" rumposaunt oder sonst wie erkennen läßt. Und man kann eine andere "Realität" "wahrnehmen", nämlich daß Hinz und Kunz sich über diese Leute mokieren, also isses wahr, paßt ja auch gut zu meiner sonstigen Vorab-Meinung über diese Leutz, etc.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

08.06.2020 um 16:57
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:wer hält sich dafür? Wirklich, in seinem Leben, ganz real, wer tritt so auf, weil er so von sich denkt?
Auch wenn es nicht wirklich hier hin gehört, aber ich vernute mal das Rassisten ein dem entsprechendes Weltbild haben könnten. Wenn man sich als Teil der Schöpfung sieht und nicht als deren Krönung, funktioniert Rassismus nicht mehr richtig. Der Umkehrschluss, das jeder Kreationist ein Rassist ist, ist selbstverständlich falsch, nur um dem Vorzubeugen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 14:45
Zitat von SpaceDemonSpaceDemon schrieb:Gott kann laut christlichem Glauben in jedem Ereignis wirken. Wenn Menschen nach Krankheit Gesund werden, bei einem Unfall unverletzt bleiben oder großes Glück finden wird Gottes wirken darin gesehen. Warum sollte Gott ausgerechnet in der Evolution nicht wirken können?
Wenn das kleine rattenartige Säugetier vor unzähligen Millionen Jahren nicht vom Dino gefressen wurde und deshalb seine Gene weitergeben konnte, sodass sich in einer langen Kette von Ereignissen der Mensch entwickeln konnte, so ist das im christlichem Glauben Gottes Plan entsprungen. So wie alles Gottes Plan entspringt.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ich würd mich nicht mal drauf festlegen, daß deswegen Gottes Absicht in allem stecken muß (darf aber).
Ich hab schon öfter den Vergleich mit nem Romanautor gebracht. Bei einem guten Roman ereignet sich alles Gelesene so, als hätte es so auch real stattfinden können, alles wirkt in sich stimmig, logisch, kausal, nicht aufgesetzt. Dennoch drückt sich darin die Absicht des Autors aus. Die Romanwelt mag nach Vorstellung des Romanautoren ebenfalls aus einem Urknall, das Romanleben über Evolution entstanden sein, aber die vorkommenden Figuren sind allesamt vom Autor beabsichtigt.
Das finde ich interessante Gedanken dazu, dass sich - auch als gläubiger Mensch - die Schöpfung allen Lebens (und auch des Menschen) mit der Evolution vereinbaren lässt.

Würde also - wenn ich Euch richtig verstehe - bedeuten, dass Gott in die Evolution da und dort auch mal manipulierend eingegriffen haben könnte.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 15:00
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Würde also - wenn ich Euch richtig verstehe - bedeuten, dass Gott in die Evolution da und dort auch mal manipulierend eingegriffen haben könnte.
Könnte so sein, Belege dafür gibts afaik aber nich. Nötig, um die Erklärungskraft der Evolutionstheorie zu erhalten, wäre es aber auch nich, die funktioniert auch prima ohne Schöpfer.
Wer also das wirken eines omnipotenten Schöpfers in der Beobachtbaren Evolution sehen möchte, den wird man davon kaum abhalten können.

mfg
kuno


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 16:18
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Würde also - wenn ich Euch richtig verstehe - bedeuten, dass Gott in die Evolution da und dort auch mal manipulierend eingegriffen haben könnte.
Warum hätte er es tun sollen?
Und wie Kuno schon schrob. Erkennbar ist es nicht.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 16:24
Zitat von CachalotCachalot schrieb:Erkennbar ist es nicht.
zB:
die Evo sieht nach Zufall aus, ist es aber nach nicht.
bei der Abiogenese haben die Götter mehr Spielraum.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 17:58
Zitat von KybelaKybela schrieb:die Evo sieht nach Zufall aus, ist es aber nach nicht.
Eigentlich schon. Was sollte es sonst sein?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:09
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Was sollte es sonst sein?
zB: vor 66 Millionen Jahren hat ein Raumschiff mit einem Traktorstrahl einen Asteroiden auf die Erde gelenkt. Danach verschwanden 75% aller Arten.

Man kann sich durchaus Sachen basteln, die mit der Evo kompatibel sind.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:18
Zitat von KybelaKybela schrieb:zB: vor 66 Millionen Jahren hat ein Raumschiff mit einem Traktorstrahl einen Asteroiden auf die Erde gelenkt
Das wäre aber auch Zufall.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:22
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das wäre aber auch Zufall.
Dann haben halt die Aliens bei der Abiogenese nachgeholfen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:28
Zitat von KybelaKybela schrieb:die Evo sieht nach Zufall aus, ist es aber nach nicht.
Also ich find ja nich, das die Evolution nach Zufall aussieht, zufällig sind lediglich die Mutationen, der Rest scheint schon nach erkennbaren Regeln abzulaufen.

mfg
kuno


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:42
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:der Rest scheint schon nach erkennbaren Regeln abzulaufen.
was für Regeln meinst du? Dass sich alles vom Niederen (z.B. Einzeller) zum Höheren (z.B. Säugetiere) entwickelt?

In diesem Zusammenhang wundert mich übrigens immer wieder, dass es - nach den x Mill. Jahren - nun immer noch ganz niedere Lebensformen gibt, bzw. dass sich offensichtlich ein Teil von denen höher entwickelt hat und ein anderer Teil nicht?

Nun aber bitte nicht darauf verweisen, ein Teil hatte andere Lebensumstände und aufgrund von Mutationen passierten Abspaltungen usw.
Ja sicher, so war es auch teilweise. Jedoch gibts ja nicht nur räumlich begrenzt noch niedere Lebensformen, sondern rund um den Globus gleichmäßig verteilt. Da können also nicht nur andere Lebensumstände verantwortlich sein...
(hoffe, ich konnte deutlich machen, worauf ich damit hinaus will?)


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:47
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dass sich alles vom Niederen (z.B. Einzeller) zum Höheren (z.B. Säugetiere) entwickelt?
Nein.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In diesem Zusammenhang wundert mich übrigens immer wieder, dass es - nach den x Mill. Jahren - nun immer noch ganz niedere Lebensformen gibt, bzw. dass sich offensichtlich ein Teil von denen höher entwickelt hat und ein anderer Teil nicht?
Warum? Es heißt "Survival of the Fittest" oder auch "Überleben der (am Besten) Angepassten" und nicht "der am höchsten Entwickelten".


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:47
Zitat von OptimistOptimist schrieb:immer noch ganz niedere Lebensformen gibt,
was wäre das? sind sie schlechter?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

05.07.2020 um 18:51
Warum sollte auch der Stamm aussterben, wenn positive Mutationen davon abzweigen und einen eigenen Weg gehen?
Solange die Lebensgrundlage gegeben bleibt wird nicht ausgestorben- siehe Haie, Krokodile, Quallen, usw..

:mlp:


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