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Stimmen im Kopf zu hören ist normal

Artikel aus der Rubrik: Menschen
Schlüsselwörter: Seele, Stimmen, Psychologie

Stimmen im Kopf zu hören ist so weit verbreitet, dass Psychologen es als normal ansehen. Holländische Forschungen deuten darauf hin, dass einer von 25 Menschen regelmäßig Stimmen hört. Entgegen dem verbreiteten Glauben muss das Hören von Stimmen laut britischen Wissenschaftlern der Manchester University nicht das Symptom einer Geisteskrankheit sein.

Tatsächlich suchen viele Menschen, die Stimmen hören, keine Hilfe auf und behaupten, dass die Stimmen einen positiven Einfluss auf ihr Leben haben, sie trösten und inspirieren. Der Forscher Aylish Campbell sagte: "Wir wissen, dass ein großer Teil der Bevölkerung Stimmen hört, jedoch niemals daran dachte sich deswegen in medizinische Behandlung zu begeben." "Manche Forscher gehen sogar davon aus, dass mehr Menschen Stimmen und keine psychologische Hilfe beanspruchen, als jene, die dies tun."

Einige Menschen, die Stimmen hören, beschreiben es als ob jemand den eigenen Namen ruft nur um festzustellen, dass niemand da ist. Die Stimmen scheinen von irgendwo außerhalb ihrer selbst zu kommen. Sie haben keine Ahnung, was die Stimme sagen wird. Die Stimme kann einen sogar in eine Unterhaltung verwickeln.

Das Manchester Team will herausfinden, warum manche Menschen ihre Stimmen als positiv betrachten, während es andere bekümmert und sie medizinische Hilfe suchen.

Frau Campbell sagt: "Es scheint nicht das Stimmenhören an sich zu sein, das das Problem verursacht. Viel wichtiger scheint zu sein, wie die Menschen die Stimmen interpretieren." Externe Faktoren, wie Lebenserfahrung und persönlicher Glauben könnten laut Campbell dafür verantwortlich sein.

"Wenn eine Person damit kämpft ein Trauma zu überwinden, sich selbst als wertlos und verletzbar ansieht oder andere Menschen als aggressiv wahrnimmt, dann könnte es wahrscheinlicher sein, dass sie ihre Stimmen als schädlich, feindlich oder dominant empfinden."

"Umgekehrt könnte eine Person, die in ihrem Leben mehr positive Erfahrungen gemacht hat und einen gesunden Glauben an sich selbst und andere Menschen entwickelt hat, eine positivere Sicht von ihren Stimmen entwickeln."

Ältere Studien haben gezeigt, dass Menschen, die Stimmen hören, oft eine traumatische Kindheit hatten. Laut Frau Campbell könnte auch die Stigmatisierung der Gesellschaft eine Rolle spielen.

"Wenn eine Person anfängt Stimmen zu hören und in einer Gesellschaft aufgewachsen ist, in der dies als mentale Krankheit angesehen wird, dann wird es ihr größerer Probleme bereiten. Es hält sie außerdem davon ab, mit anderen darüber zu sprechen."

Professor Marius Romme, Vorsitzender von Intervoice, einem "Stimmenhören" Wohlfahrtsverband, sagte: "Aufgrund der Ängste und Missverständnisse in der Gesellschaft und innerhalb der Psychiatrien über das Hören von Stimmen, werden sie als Symptom einer Krankheit angesehen, etwas Negatives, das man loswerden muss. Folglich wird der Inhalt und die Bedeutung der Stimmen fast nie diskutiert."

"Unsere Arbeit und Forschung haben gezeigt, dass mehr als 70% der Menschen, die Stimmen hören, auf ein bestimmtes traumatisches Erlebnis in ihrem Leben deuten können, das die Stimmen auslöste. Über die Stimmen und deren Bedeutung zu reden ist ein sehr wirksamer Weg, um Ängste und Isolation zu bekämpfen. Selbst, wenn die Stimmen überwältigend und anscheinend zerstörerisch erscheinen, haben sie oft eine wichtige Mitteilung für den Hörer."

von: Edmund Schaaf
letzte Aktualisierung: 21.02.2010





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