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7 Beiträge, Schlüsselwörter: Manifest, Occupy, Jacobjung

zur Rubrik (Politik)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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DocBrown
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Occupy

19.10.2011 um 15:34



Welche Möglichkeiten die Occupy-Bewegung derzeit bietet:

Derzeit beteht die Bewegung nur aus kleinen Gruppen und Lagern. Extreme Organisationen wie "Anonymus" , protesterfahrene wie "Attac" und vielen kleinen Gruppen von Anti-Atomkraft bis zu esoterisch idealistischen Weltveränderern.

Die 5000er Marke wurde in Frankfurt jedoch durch die Teilnahme der "Normalos" geknackt.

Diese brisante Mischung ohne politische oder religiöse Richtung ist ein Volksaufstand der Menschen gegen die Ungerechtigkeit der Wirtschaft.
Praktisch jeder der den Welthunger "doof" findet gehört dazu.

Und da ist die Möglichkeit seinen Ärger auszudrücken. Nicht allein. Nicht konform. Laut oder Leise. Jeder so wie er mag. In vielen Städten.
Ganz im Ernst und meine persönliche Meinung: Besser geht gar nicht!

Ob es mir oder dir gut geht oder nicht, ist nicht der Beweggrund. Die Antwort auf die Frage WARUM es mir gut geht, ist eher einer.

Ob so eine Bewegung überleben sollte, ist nun auch meine erste Frage hier.

In den nächsten Tagen werden sich aber einige Dinge ändern. Denen, die sich als Kern dieser Bewegung verstehen, wird nun aufgezwungen sich einig zu sein über die Forderung ihres Protestes. Leider wird man sich darauf einlassen.
Bildlich gesprochen, lässt sich der Sand der aus der Sankiste gestiegen ist anschnacken sich in kleine Kuchenförmchen zu begeben.

Sie werden es tun weil sie sich von den verschiedensten Politikern distanzieren wollen. Denn in diesem Moment haben ja die meisten Politiker Verständniss dafür.

Das führt nun zu meiner zweiten Frage. Es gibt ein Manifest, welches die Grundsätzlichen Forderungen der Occupy-Bewegung vereinen soll. Eins von vielen wohl, dennoch ein gutes wie ich finde. Hab ich einfach reinkopiert.



Bewegung 15. Oktober
Manifest für echte Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität



Demokratie

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich zur Demokratie im Sinne einer direkten Volksherrschaft bekennt, die Aufklärung über Manipulation stellt und in der jede Stimme, ohne Ansehen von Vermögen und sozialem Status, gleich viel zählt.

Frieden

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich mit aller Kraft für den Frieden zwischen den Völkern und im Innern einsetzt und in der Krieg und Gewalt geächtet und nicht als Mittel der Politik anerkannt werden.

Meinungsfreiheit

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der jeder seine Meinung ohne Angst vor Verfolgung oder Benachteiligung offen und frei äußern kann.

Toleranz

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der jeder, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion, seiner Überzeugung, seiner sexuellen Orientierung und seinen körperlichen und geistigen Eigenschaften mit Toleranz, Würde und Verständnis behandelt wird

Solidarität

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die Schwachen, Hilfsbedürftigen und Notleidenden, unabhängig von den Ursachen für ihre Schwäche, ihre Hilfsbedürftigkeit und ihre Not, im eigenen Land und in jedem anderen Land solidarisch und hilfsbereit gegenübersteht.

Wirtschaft

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der sich die Wirtschaft dem Wohl der Menschen unterordnet, in der Besitz untrennbar mit sozialer Verantwortung verbunden ist und in der das Streben nach Glück höher bewertet wird als das Streben nach Gewinn.

Arbeit

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich für gerechte und faire Arbeitsverhältnisse einsetzt, die Menschen in allen Lebenslagen und Altersgruppen Perspektiven bietet und die verhindert, dass die Würde der Arbeit der Profitsucht und Gier Einzelner geopfert wird.

Bildung

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der jeder, unabhängig von seiner Herkunft, seinem sozialen oder finanziellen Status, seinem Alter und seiner Vorbildung Zugang zu allen Bildungsangeboten erhält und sich frei und ohne Einschränkungen mit allen Inhalten beschäftigen kann, die ihm für seine persönliche Entwicklung als sinnvoll erscheinen.

Soziale Sicherheit

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der niemand Angst um seine soziale Sicherheit und seine Versorgung mit Wohnung, Nahrung, Wärme, Kleidung, kultureller und sozialer Teilhabe, medizinischer Versorgung, Bildung, Kommunikation, Genuss und Mobilität hat.

Nachhaltigkeit

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der alle mit Sorgfalt und Behutsamkeit mit den Menschen, der Natur, der Umwelt und den Ressourcen umgehen.



Hierbei handelt es sich um einen Vorschlag. Jeder, der sich zugehörig zu der Bewegung fühlt, soll den Entwurf prüfen, ihn erweitern, ergänzen und verbreiten, bis er sich zum Konsens entwickelt hat, der den Protesten ein klares Gesicht verleiht und es den Medien und der Politik unmöglich macht, sie für sich und ihre eigenen Ziele zu vereinnahmen und zu missbrauchen.


http://jacobjung.wordpress.com/2011/10/17/occupy-the-occupy-bewegung-15-oktober-wird-vereinnahmt/


Was haltet Ihr von diesen Forderungen?
Könnt Ihr Euch in so einem System vorstellen?
Habt Ihr Angst vor Veränderungen an Eurem Lebensstil?
Seid Ihr mit dem jetzigen System einverstanden?

Ein gedankliches Auseinandersetzten mit diesen Vorschlägen und der derzeitigen Wirtschaftslage würde mich freuen.

Die immer wiederkehrende Klage das nichts veränderbar ist findet glaube ich in einem anderen Threat statt. Und das Einschleichen von böser Energie in jegliches System ist auch schon oft genug diskutiert worden.

Wie es Euch dabei dieser Entwicklung in der Welt geht, halte ich für interessanter.

Doc Brown

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Amedeusz
ehemaliges Mitglied


   

Occupy

19.10.2011 um 15:48

@DocBrown
Allein das dort Esoteriker mit machen , macht die Bewegung unattraktiv.

Und vorallem ist es wieder sowas wie eine Piratenpartei am Ende.
Halte für ziemlich nutzlos .

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bug
versteckt


   

Occupy

19.10.2011 um 15:48

Ich finde das jetztige System eigentlich gut und eine Veränderung des Systems wird keiner so schnell schaffen. Immerhinn hat es sich in zig hundert Jahren entwickelt und man würde wahrscheinlich auch geneusolange brauchen um es vollständig zu ändern.
Natürlich gibt es Misstände und Ungerechtigkeiten, aber diese muss man einzeln betrachten und individuell Lösen.
Diese Bewegungen jetzt überall auf der Welt bringt doch rein gar nichts. Es gibt keinen Plan, keine gemeinsamen Vorstellungen über eine "bessere" Welt - man mekert einfach nur rum: Alles ist schlecht.

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Occupy

19.10.2011 um 17:06

DocBrown schrieb:
Solidarität

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die Schwachen, Hilfsbedürftigen und Notleidenden, unabhängig von den Ursachen für ihre Schwäche, ihre Hilfsbedürftigkeit und ihre Not, im eigenen Land und in jedem anderen Land solidarisch und hilfsbereit gegenübersteht.

Und wie genau ist die Haltung dieser Leute z.B. zum Thema Griechenland-Hilfen? Das Land ist eindeutig hilfsbedürftig. Das haben sie sich zwar selbst eingebrockt, u.a. indem sie sich mit Schummeleien in den Euroraum gemogelt haben, aber da steht ja kompromisslos "unabhängig von den Ursachen".

DocBrown schrieb:
Bildung

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der jeder, unabhängig von seiner Herkunft, seinem sozialen oder finanziellen Status, seinem Alter und seiner Vorbildung Zugang zu allen Bildungsangeboten erhält und sich frei und ohne Einschränkungen mit allen Inhalten beschäftigen kann, die ihm für seine persönliche Entwicklung als sinnvoll erscheinen.

Dann darf ich mein Leben lang studieren was ich will, ohne was arbeiten zu müssen (würde ja den freien Zugang einschränken) und werde trotzdem von der Allgemeinheit mitversorgt? (sonst wäre ich ja notleidend)

DocBrown schrieb:
Frieden

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die sich mit aller Kraft für den Frieden zwischen den Völkern und im Innern einsetzt und in der Krieg und Gewalt geächtet und nicht als Mittel der Politik anerkannt werden.

Wir: "Nie wieder Krieg, auf keinen, gar keinen Fall, völlig egal was passiert!"
Jemand anders: "Macht alles was wir wollen, sonst erklären wir euch mit unserem veralteten und völlig unterlegenen Militär den Krieg!"
Wir: "Naja ok."
Das ist nunmal das Problem mit diesen absoluten Friedensaussagen.

Da gibts imho noch so EINIGES nachzubessern.

Abgesehen davon, warum nennt sich eine Bewegung "Occupy Wall Street", wenn die Forderungen doch eigentlich Gott & die Welt betreffen? Die Banken kommen in dem Text ja bestenfalls am Rande vor!

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Occupy

19.10.2011 um 17:19

bug schrieb:
Immerhinn hat es sich in zig hundert Jahren entwickelt und man würde wahrscheinlich auch geneusolange brauchen um es vollständig zu ändern.

Lenin hat es damals schneller geschafft. :D Wenn die Not erstmal groß genug ist, geht das alles recht schnell gehen.

Amedeusz schrieb:

Und vorallem ist es wieder sowas wie eine Piratenpartei am Ende.

Naja, Börsen- und Bankenregulierung ist ja nicht unbedingt die Kernthemen der Piratenpartei...

Ich finde die einzelnen Punkte ganz nett, würde mir aber wünschen, dass die etwas genau sagen was genau geändert werden soll (und wie). Einige der Punkte sind ja bereits erfüllt, von daher macht es keinen Sinn noch dafür zu protestieren oder?^^

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Amedeusz
ehemaliges Mitglied


   

Occupy

19.10.2011 um 17:31

@Maxman90
Das System regelt sich schon selbst oder fällt zusammen , man braucht nix zu tun :)

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Occupy

19.10.2011 um 17:35

@Amedeusz
Wenn es zusammenfällt bedeutet das aber Gewalt und Elend. Der Gedanke dahinter ist ja etwas zu ändern, bevor es zu spät ist. :)



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