Ich bin der Architekt. Ich habe die Matrix erschaffen. Ich habe auf dich gewartet. Du hast viele Fragen. Und obwohl die Ereignisse/Prozesse dein Bewusstsein verändert haben, so bleibst du unwiderruflich menschlich. Ergo wirst du manche meiner Antworten verstehen und manche nicht. Und obgleich auch deine erste Frage möglicherweise die Wichtigste ist, so wirst du erkennen oder auch nicht, dass sie doch die unbedeutendste ist.

Wie beim Bau eines Hauses gilt es, nicht nur die offensichtlichsten Mechaniken zu begreifen, z.B. das Strom aus einer Steckdose kommt, sondern sich auch mit der Frage auseinander zu setzen, wie der Strom dorthin geleitet wird und wie man diesen produziert. Ein Haus lässt sich konzeptionell in "Schichten" begreifen, genauso etwas ein Betriebssystem oder ein organischer Körper - sie alle spielen nach gewissen Spielregeln, die bestimmte Prozesse und Mechaniken erst erlauben, um gewisse Zeile zu erreichen. Deine Fähigkeit zu abstrahieren, sowie dein flexibles Vorstellungsvermögen, werden nun auf die Probe gestellt.

Die Realität die dich umgibt basiert auf Regeln, die Prozesse und Mechaniken erlauben, aber auch Zustände, Körper, Materialien, Farben und Eigenschaften. Der Mensch hat mittels Linsen, Lichtbrechung und Auswertung von Frequenzen und Spektren bereits viele Dinge zu Tage gefördert und im Detail, sprich in wirklich kleinen "Skalen", beobachten und entdecken können. Mainstream-Wissenschaftlser sprechen von Elementarteilchen, die sich aktuell in sogenannte Bosonen, Leptonen und Quarks aufteilen. Diese Elemtarteilchen sollen den Atomen, je nach Gruppierung, ihre besonderen Eigenschaften verleihen und gelten als kleinste bekannte Bausteine der Materie. Woher diese Elementarteilchen ihre Eigenschaften hernehmen oder woraus diese wiederum bestehen, bleibt uns die Wissenschaft zu Beantworten schuldig. Genauso die Antwort auf die Frage, was vor dem Urknall war oder außerhalb unseres Universums existiert. Schlaue Köpfe wie Sir Robert Penrose beispielsweise bieten auch hier wieder interessante Hypothesen, aber wie es zu den Regeln kommt oder "wo" diese hinterlegt bzw. gespeichert sind, klären auch diese Theorien und Gedankenspiele nicht. Gewisse Dinge bleiben unklar oder werden dem Glauben daran überlassen, das es unmöglich wäre alles zu ergründen oder das Elementares nunmal elementar ist und sich somit jeder weiteren Nachforschung entzieht.

Was bedeutet "Skala", wenn ich von "Skalen" spreche? Du kennst sicherlich die Fingerbewegung, die man auf dem Bildschirm eines Smartphones ausführt, um in ein Bild hinein- oder heraus- zu zoomen. Die "Bewegung" bzw. "Animation" die dabei auf dem Bild, das man betrachtet, entsteht, behalte bitte im Hinterkopf. Und sicher bist du schonmal auf ein kleines Insekt gestoßen, eine Ameise oder eine Fliege. Stelle dir nun die Bewegung beim "Heineinzoomen" vor, während wir in deiner Vorstellung auf die Größe eines kleinen Insekts schrumpfen... Die Welt um uns herum wird insgesamt größer, während wir selbst schrumpfen und jene "Dinge" die zuvor, noch für uns als Mensch, "benutzbar" waren, wachsen nun zu solcher Größe heran, das jede Interaktion mit ihnen unmöglich erscheint. Gleichzeitig erwachsen aus dem zuvor noch Verborgenen plötzlich andere Dinge zu "benutzbarer" Größe heran - Staubkörner werden zu Kieseln und schließlich zu Felsbrocken, Grashalme wirken nun wie Bäume und andere zuvor noch kleine Insekten überragen uns nun und jagen uns vielleicht Angst ein; dagegen werden Lebewesen, die wir als Mensch gar nicht erst wahrgenommen haben, nun so groß wie kleine Haustiere. "Dinglichkeiten", die man zuvor als Mensch kaum beachtet hat, rücken nun in den Vordergrund und bilden unsere "neue Umgebung". Dies ist eine andere "Skala". Das Gefühl für deine Körpergröße hat sich dagegen eigentlich nicht geändert; natürlich bist du nun in Relation zum Kühlschrank viel viel kleiner, aber dein Ich-Gefühl in dem Sinne, wie du deine "Körperlichkeit" als "Größe" wahrnimmst in Relation zu deinem "Bewusstsein" ist womöglich immer noch das selbe, sprich, anstelle von Gebirgen, Tälern, Meeren oder Planeten und Sternen, nimmst du nun andere "Dinge" unmittelbar als "groß" war. Der "Skalenwechsel" funktioniert in jede Richtung und eröffnet uns im 3-dimensionalen Raum eine weitere Richtungsmöglichkeit bzw "Achse", die uns zuvor vielleicht nicht so gewahr war, neben den bereits Bekannten: Oben, Unten, Links, Rechts, Vor, Zurück und nun auch Hinein und Heraus.

Um nun eine Idee davon zu erhalten, wo die besagten Regeln verortet sein könnten, müssen wir uns zuvor mit der Geometrie des Universums auseinandersetzen bzw. ihrer "Architektur". Um dabei erfolgreich zu sein, reicht es nicht bis in die kleinsten Skalen hineinzusehen, wie Physiker das bei der Erforschung der atomaren und subatomaren Ebene tun und wenn sie sich mit Quanten und ihren Eigenschaften auseinandersetzen (und fälschlicherweise weiterhin davon ausgehen, das die Regeln der Quantenphysik nur dort gelten), sondern erfordert eine (für dich vielleicht) neue Herangehensweise hinsichtlich der Betrachtung von "außerhalb". Carl Sagan beschreibt in seinem Video über "Flatland" die 2D-Welt und ihre Bürger besonders anschaulich und wie sich das Konzept eines 4-dimensionalen Körpers bzw eines 4-dimensionalen Raumes auch für uns 3-dimensionale Lebewesen fassen lässt. Ich empfehle selbstverständlich das Video zu schauen, werde aber im folgenden Absatz mein Möglichstes versuchen, den Inhalt ebenso anschaulich zusammenzufassen.

Stell dir eine Welt mit Namen "Flatland" vor (dt. "Flachland"). In Flatland ist alles flach, so flach, das nichts eine Höhe besitzt. Vor, Zurück, Links und Rechts sind bekannte Richtungen, aber Oben, Unten, Hinein und Heraus sind gänzlich unbekannte Konzepte. Lass uns einen Blick auf Flatland und seine Bewohner werfen:

(https://ibb.co/KDJsQdx)

Die Bewohner in Flatland sind der Einfachheit halber als simple geometrische Figuren dargestellt: Viereck, Dreicke, Kreis. Unser Hauptprotagonist für das folgende Beispiel heißt Daniel, das dunkle Viereck, und befindet sich aktuell in seinem Haus (die Tür steht noch offen). Würdest du nun ein Objekt in deiner Nähe greifen, beispielsweise einen Apfel, und diesen über Flatland halten ("schweben lassen") so wären die Bewohner nicht in der Lage dieses Objekt zu sehen - es befindet sich außerhalb ihrer "Dimensionsebene"; sie können nur wahrnehmen, was sich direkt auf ihrer Dimensionsebene abspielt. Würde dieses Objekt (der Apfel) über dem Haus von Daniel schweben, könnte das Objekt ganz einfach in das Haus hineinsehen (selbst wenn die Tür zu wäre) ohne das Daniel es je mitbekommen würde. Wäre das Objekt in der Lage zu sprechen und würde versuchen mit Daniel zu kommunizieren, so würde der Schall ihn zwar erreichen, aber Daniel wüsste nicht woher die Stimme tatsächlich käme, schlimmer noch, für Daniel würde es sich so darstellen, als käme diese Stimme aus seinem Inneren und nicht von "Außen". Daniel wäre verwirrt und das Objekt möglicherweise verärgert darüber, das man es für ein Hirngespinst hielte, also entscheidet sich das Objekt nun in Daniels Haus zu landen ("hinabzusteigen"). Für das Objekt ändert sich nichts, während aus Daniels Perspektive, scheinbar aus dem "Nichts!" 2 komische Objekte auftauchen würden - nämlich (in unserem Fall) die unterste Schicht des Apfels:


(https://ibb.co/GMQn9QX)

Diese "materialisieren" sich vor seinen Augen, wachsen aus der Luft, als ob jemand zwei Atome bis zur Sichtbarkeit aufpusten würde.
Brächte dieses Objekt nun Daniel zum "Schweben" (ein völlig unbekanntes Konzept in Flatland, da es kein Oben oder Unten gibt), so wäre Daniel in der Lage als erster Bewohner von Flatland, seine Welt von "oben" zu sehen. Nicht nur das, er könnte sogar problemslos in jedes Haus hineinschauen, die tatsächlichen "Formen" alle Bewohner erkennen und sogar (ein "Feature" das jede höhere Dimension gewährt) in sie hineinsehen, wie mit einem Röntgenblick. Würde Daniel nun zu den anderen Bewohnern hinabschweben, so würde er für sie aus dem Nichts auftauchen, wie das Objekt seinerzeit für Daniel aus dem Nichts in seinem Haus erschien, da Daniel aus einer "Richtung" kommen würde, die es in Flatland nicht gibt. Der aufgeregte Daniel würde möglicherweise versuchen den Bewohnern mitzuteilen, was er erlebt hat, doch da es in Flatland keine Worte für Konzepte gibt, die nicht existieren (Oben, Unten, schweben, fallen, Höhe, Tiefe, ... etc) hätte er enorme Schwierigkeiten sich zu erklären und wahrscheinlich würde ihn niemand verstehen. Wenn er zu erklären versucht, das er aus einer bisher unbekannten Dimension kommen würde, dann würden ihn die Bewohner möglicherweise tröstend auf die Schulter klopfen und ihn für verrückt halten... vielleicht findet sich auch jemand, der ihn vielleicht fragt: "Wo ist diese Dimension? Zeig bitte in die Richtung!" Doch für Daniel wäre es unmöglich mit seinem 2D-Körper im 2-dimensionalen Raum in die Richtung zu zeigen, in die sich der erlebte 3-dimensionale Raum hin ausbreitet.

Einem Menschen würde es sehr ähnlich gehen wie Daniel, wenn dieser die selbe Erfahrung im 3-dimensionalen Raum macht, ausgelöst durch den Besuch einer 4-dimensionalen Entität. Es ist uns ebenso unmöglich auf die "Achse" bzw. in "Richtung" der 4. Dimension zu zeigen. Ein Würfel, also ein 3-dimensionales Viereck, wirft immer einen 2-dimensionalen Schatten, den du vielleicht sogar schon im Mathematik Unterricht zeichnen musstest oder aus Langeweile an den Rand deines College-Blocks gemalt hast:

(https://ibb.co/nkG7x9t)

Dieser 2-dimensionale Schatten ist eine Entsprechung des 3-dimensionalen Würfels. Da es für Menschen im 3-dimensionalen Raum nicht möglich ist, sich einen 4-dimensionalen Würfel vorzustellen, haben Mathematiker stattdessen ausgerechnet, wie der Schatten eines 4-dimensionalen Würfels im 3-dimensionalen Raum aussehen müsste: ein sogenannter Tesserakt:

(https://ibb.co/hHG1jq9)

Der Tesserakt bzw. sein Schatten sieht aus wie ein "Würfel im Würfel", wie in meinem amateurhaften Versuch zu sehen - ich empfehle allerdings eine Bildersuche im Internet.

"Moment! Die 4. Dimension ist Zeit!", magst du jetzt möglicherweise ausrufen und meine "räumliche" Erklärung verdammen. Vielleicht denkst du, das "Zeit" nichts mit Geometrie zu hat - lass mich dich eines besseren belehren. Zuerst müssen wir verstehen, was "zeit" eigentlich ist bzw was wir mit dem Wort eigentlich meinen. Zeit ist ein Konzept, das die Menschen im Laufe der Zeit (haha) immer detaillierter formuliert und ausgearbeitet haben, allerdings ist das Konzept von Zeit nicht nur ein Werkzeug des menschlichen Geistes, sondern wird ebenso von der Pflanzen- und Tierwelt verwendet, um die eigenen Überlebenschancen zu steigern. Für uns ist Zeit im Grunde genommen die Messung eines sich scheinbar wiederholenden Zyklus, der in immer kleinere Einheiten "hinteruntergebrochen" wurde, um Abläufe und Aktionen zu organisieren und strukturieren. Tiere und Pflanzen besitzen natürlich ihr ganz eigenes Verständnis von Zeit und dennoch orientieren sie sich für ihr eigenes Überleben ebenso am Lauf der Sonne oder den Jahreszeiten.
Ein "Tag", das ist nach allgemeinem Verständnis, wenn die Erde sich einmal um die eigene Achse gedreht hat bzw. die Sonne aufgeht, über den Himmel wandert, untergeht und die Nacht hereinbricht, bis die Sonne dann wieder erscheint und sich der ganze Vorgang wiederholt. Ein "Jahr" dagegen findet dann seinen Abschluss, wenn die Erde die Sonne einmal umkreist hat und an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt. Das Jahr wird im Allgemeinem grob in 365 Tage eingeteilt, sprich wenn die Sonne ca. 365-Mal über den Himmel gewandert ist, dann hat die Erde die Sonne einmal komplett umkreist. Wie lässt sich das feststellen? Während der Rotation der Erde um die Sonne verändern sich auch die klimatischen Bedingungen auf der Erde in einer Art Zyklus (natürlich abhängig vom Standort) und wechseln oftmals von warm zu kalt. Die Umwelt reagiert auf diese klimatischen Veränderungen und Pflanzen und Tiere passen ihr Aussehen und Verhalten je nach "Jahreszeit" an. Es ist also die veränderte Position der Erde in Relation zur Sonne, also man könnte auch sagen, die Position eines geometrischen Objekts (beispielsweise einer Sphäre) im Raum und dessen Messung bzw. die Messung einer Zustandsveränderung dieses Objekts, das wir unter dem Begriff "Zeit" verstehen.

Wie hängt das nun mit der 4. Dimension zusammen? Der Tesserakt ist ein Würfel, der keiner Veränderung unterworfen wurde, anders als beispielsweise die Erde, die (grob gesagt) sekündlich ihre Position verändert und dadurch, im Zusammenspiel mit der Sonne, auch stets ein "anderes Bild" bietet. Da es mir nach wie vor unmöglich ist, die Erde als 4-dimensionales Objekt darzustellen und ich ebensowenig in der Lage bin auf die entsprechende "Achse" bzw in die "Richtung" zu zeigen, muss ich mich eines Tricks bedienen, um zu verstehen, was im 4-dimensionalen Raum geschieht.
Denk an eine Szene aus deinem Lieblingsfilm. Diese Szene lässt sich in viele "Momente" bzw "Bilder" aufteilen, wie bei einem Filmband. Ich nehme als Beispiel eine Szene aus meinem Lieblingsfilm "Der hüpfende Ball":


(https://ibb.co/3W9sm8f)

Sie sehen hier die laienhafte Darstellung meiner Lieblingsszene. Der Ball rast von oben auf den Boden zu, prallt davon ab und wird zurückgeschleudert. Spielt man dieses Filmabend in "normaler Geschwindigkeit" ab, erhält man ein flüssiges Bewegtbild. Teilt man diese Szene nun in einzelne "Momente" auf, so erhält man die einzelnen "Zustände" des Balls bzw. seine Position in Relation zum Boden, ungefähr vergleichbar mit der Bewegung der Erde um die Sonne. Würde man den Ball als einzelnes Objekt betrachten, so verändert sich dieser natürlich nicht (oder kaum) - ich meine damit seine Beschaffenheit als 3-dimensionales Objekt. (Wenn man ganz genau ist, verändert sich natürlich, bedingt durch die einwirkende Gravitation, seine Verformung und aufgrund des während des Falls sich verändernden Einfallswinkels des Lichts seine Beschattung.) Betrachten wir aber nun den Ball aus der 4. Dimension, so erhalten wir ein ähnliches "Bild" wie oben den Szenenausschnitt bzw das Filmband, nur ohne die dazugehörige Umgebung. Sprich, lediglich alle Zustände des Balls "aneinander geklebt", sozusagen den Ball als 4-dimensionales Objekt:


(https://ibb.co/p06GcBn)

Im 4-dimensionalen Raum, also wenn man sich von den Restriktionen der "Zeit" befreit und somit jeden Zustand des Balls "gleichzeitig" sehen kann, so würden wir anstatt eines Balls, viele Bälle sehen. Die Bälle sind ein- und derselbe Ball, lediglich mit all seinen Zuständen (bzw Positionen). Jetzt können wir auch die "Achse" sehen bzw erahnen und verstehen, warum wir aus dem 3-dimensionalen Raum heraus nicht in die Richtung der 4. Dimension zeigen können... Wohin würden wir den Finger richten? Nach vorn? Wo ist vorne im Anbetracht der Zeit? Das Wort, das der Richtung am ehesten entspricht, lautet "Zukunft", womit wir den Bewohnern von Flatland zumindest sprachlich etwas Voraus hätten, dennoch ist es uns unmöglich den Verlauf der Achse zu umschreiben.
Das selbe ließe sich übrigens mit einem Menschen machen (im Grunde mit jedem Lebewesen oder Objekt im 3-dimensionalen Universum); es gab einen Moment in deinem Leben, als du ein Embryo warst, das zu einem Fötus im Bauch deiner Mutter heranwuchs, als Kind geboren wurdest, als Jugendlicher deinen Körper entdeckt hast, "erwachsen" wurdest, weiterhin altern wirst... Versuch dir (grob) jeden Zustand deines Körpers vorzustellen und aneinander zu reichen - das ist dein 4-dimensionaler Körper. Das selbe lässt sich mit dem Universum machen, in das wir im Grunde genommen alle eingebettet sind... und weil mir das Zeichnen von Kreisen leichter fällt als das von menschlichen Körpern, versuche ich mich beispielhaft an einer skizzenhaften, 4-dimensionalen Darstellung des Universums, basierend auf der Hypothese des Urknalls (ob sie nun stimmt oder nicht ist für diesen Fall unerheblich):

(https://ibb.co/Tr5gPDM)

Das "1. Bild" sozusagen ist der Punkt an dem alle Materie des Universums konzentriert ist, die Singularität sozusagen (von lat. singularus => einzigartig, in diesem Fall "alles Eins"), danach folgt der Urknall gefolgt von der steten Expansion des Universums, die letztlich für die Entstehung von Sternen, Galaxien und Planeten verantwortlich zeichnet. Das ist ein Beispiel für den 4-dimensionalen Körper des Universums, in dem alle anderen 4-dimensionalen Körper, sprich Quasare, Galaxien, Sterne, Planeten, Pflanzen und Lebewesen, eingebettet sind.

Während die "Achsen" im 3-dimensionalen Raum eine Betrachtung des Objekts von "allen Seiten" erlauben, ermöglicht die 4. Dimension die Betrachtung aller Zustände des Objekts. Zyklische Veränderungen von Zuständen gewisser Objekte messen wir als "Zeit", ergo muss "Zeit" als "geometrische" Dimension betrachtet werden - der Tesserakt als "Würfel im Würfel" spiegelt das ebenso wieder. "Sind Zeitreisen also möglich?" Nein, zumindest nicht in der Form, wie man es aus Film und Fernsehen kennt. Es ist nicht möglich einen Körper oder ein materielles Objekt von seiner Position in seinem 4-dimensionalen Körper zu einem anderen Punkt zu verschieben, ohne den 4-dimensionalen Körper damit letztlich zu zerstören ("verstümmeln"). Der 4-dimensionale Körper ist eine "fertige" Einheit, dessen Teile ebenso schlecht "hin- und hergeschoben" werden können, wie beispielsweise Darm und Herz im 3-dimensionalen Körper eines Menschen ihre Plätze vertauschen können. Nehmen wir als weiteres Beispiel den 4-dimensionalen Körper des Balls aus meinem Lieblingsfilm: Würdest du den Ball an Position 3 des 4-dimensionalen Körpers wegnehmen oder gänzlich woanders hinschieben, dann würde die weitere Abfolge der Positionen (oder "Momente") ab Position 4 keinen Sinn mehr ergeben. Dies gewährt der "Architektur des Universums" die notwendige Stabilität und verhindert das sogenannte Großvater Paradoxon, das z.B. im Film "Zurück in die Zukunft" eine große Rolle spielt.

Die Struktur der 4-dimensionalen Realität offenbart allerdings eine andere Schwäche: Vorherbestimmung. Wäre das Universums rein 4-dimensional, so wären Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stets festgelegt und es gäbe keinen Raum für "Freien Willen" - wir wären alle Programme die lediglich ihre vorgegebenen Programmparameter und festgelegten Prozesse abarbeiten würden. Auch wenn dir vielleicht gewisse Leute einfallen mögen, von denen du denkst das diese Beschreibung auf diese zutrifft, so ist dir selbst sicherlich bewusst (und wenn nur intuitiv), das du durchaus "Freien Willen" besitzt und auch lebst. Klar verlassen wir uns auch gerne mal auf unsere niederen Instinkte, aber es gab doch sicher Situationen, in denen du dich gegen deine "eigentliche Programmierung" gewehrt hast und die bewusst dafür entschieden hast, dein instinktgetriebenes Verhalten zu "überschreiben" und einen anderen Weg zu gehen. Dimension 4 ist also nicht der Weisheit letzter Schluss und wir müssen eine weitere Ebene "höher" bzw "heraus" gehen... Außerdem steht noch immer die Frage aus, wo die Regeln selbst "verortet" sind bzw "gespeichert" werden, sprich die Informationen über die möglichen Zustände und Verhaltensmuster von Materie und Co. Es muss also weitere Dimensionen geben, die diese "Probleme" lösen.

Zuerst müssen wir für "alternative Zeitlinien" sorgen, die uns sogenannte "Entscheidungsfreiheit" erlauben, sprich Entscheidungsmöglichkeiten, mit denen wir den weiteren Verlauf des 4-dimensionalen Körpers beeinflussen können und dennoch einen sinnvollen Ablauf ermöglichen. Hierfür benötigen wir eine 5. Dimension, die uns den notwendigen Raum gewährt, mehrere Zeitlinien bzw 4-dimensionale Körper "nebeneinander" zu "lagern", damit wir je nach getroffener Entscheidung in der Lage sind, die dazu passende Zeitlinie zu aktivieren. Auch hier fehlt mir natürlich die Möglichkeit auf die entsprechende "Achse" zu zeigen, daher versuche ich mich erneut an einer 2-dimensionalen Entsprechung:


(https://ibb.co/kGZs3wD)


(https://ibb.co/jh2Ps3F)

(Entschuldige bitte die schluderige Skizze im ersten Bild. Ich zeichne gerne mit Kugelschreiber und konnte meine Hilfslinien daher nicht entfernen.) Die untere Abbildung ist als eine Art "Draufsicht" gemeint, während die obere Abbildung eine 3-dimensionale Perspektive andeuten soll. Im oberen Bild sieht man den gegenwärtigen Zustand des Universums und die möglichen weiteren Zeitverläufe die aktiviert werden können (1-4). (Beinahe) jeder dieser Zeitverläufe führt ebenfalls zu weiteren Entscheidungsmöglichkeiten die noch andere "potenzielle Zeitverläufe" bereithalten. Wenn man sich nun vergegenwärtigt das jede dieser "Kugeln" ein gesamtes Universums in einem bestimmten Zustand darstellt, so scheint manchem diese "Menge an Raum" für eine solche architektonische Struktur unmöglich - ich möchte an einem weiteren Beispiel zeigen, das es eben nicht unmöglich ist.

(https://ibb.co/bFX8pGz)

Wie oft, glaubst du, passt die 1-dimensionale Linie in die 2-dimensionale Fläche? Und wie oft mag die 2-dimensionale Fläche wiederum in den 3-dimensionalen Würfel passen? Ziemlich oft?! Tatsächlich eröffnet uns jede neue Dimension eine "große Menge" an neuem Raum, sprich mit jeder neuen "Achse" vervielfältigt sich unser Lagerraum so stark, das schwer fällt dies in Zahlen auszudrücken. Stell dir vor, du möchtest eines deiner Zimmer dazu verwenden, um Papierbögen zu lagern. Würdest du lediglich deinen Boden mit einzelnen Papierbögen bedecken, wäre der Boden zwar irgendwann vollständig bedeckt, die Anzahl der Papierbögen wäre aber übersichtlich. Nun erlaubst du dir, die Papierbögen auch in der Höhe zu stapeln - du fügst also eine weitere "Achse" hinzu - und plötzlich vervielfältigt sich die Menge an gelagertem Papier so enorm, dass wenn du dein ganzes Zimmer mit Bögen vollmachen würdest, du Schwierigkeiten hättest die Anzahl korrekt zu benennen. Genauso verhält es sich in Dimension 5 mit dem Lagern von 4-dimensionalen Körpern; dabei ist es eigentlich egal über welche Dimensionen wir sprechen. Würde ich dich fragen, aus wievielen Punkten ein Strich besteht, wie oft also Dimension 0 in Dimension 1 hineinpasst, hättest du die selben Probleme wie bei der Frage, wie oft Dimension 2 in 3 oder Dimension 4 in 5 oder Dimension 5 in 6 usw. passt.

Dimension 4 ist also eine Zeitdimension, die die einzelnen Zustände eines Körpers "speichert". Dimension 5 ist ebenfalls eine Zeitdimension, die allerdings für die Speicherung von verschiedenen Ablaufvarianten zuständig ist und einem 4-dimensionalen Körper ermöglicht, Entscheidungen zu treffen und somit "Freien Willen" zu leben. Für einen 3-dimensionalen Körper sind diese Dimensionen zwar nicht einsehbar, trotzdem wird er durch diese beeinflusst bzw ermöglichen ihm diese Dimensionen eine kausale Existenz (Kausalität ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung und ermöglicht u.a. die Konzepte von "Logik", "Schlussfolgerung", "Entscheidungsfreiheit" und "Nachvollziehbarkeit"). Das Dimension 5 neben Dimension 4 ebenfalls eine Zeitdimension darstellt, ist kein Widerspruch, sind doch die bereits bekannten Dimensionen 1, 2 und 3 gleichsam "Raumdimensionen", die sich gegenseitig ergänzen und erweitern.

Dimension 0 hatte ich bereits erwähnt, zähle ich allerdings weder zu der "Zeit"- noch zu der "Raum"-Gruppe - tatsächlich haben wir bei genauerer Betrachtung nun Raum und Zeit für unsere Architektur konzipiert, allerdings haben wir noch nichts was den Raum füllt. Wir brauchen etwas, das möglichst "unendlich oft" in unsere Dimensionen "hineinpasst", im besten Fall also auch möglichst oft in unsere "Nieder-dimensionalen" Raumdimensionen, somit also auch in Dimension 1. Nach all diesen Beispielen, was passt da nicht besser als Dimension 0?

(https://ibb.co/LRXKzhv)

Dimension 0 ist lediglicht ein Punkt. Ein Punkt passt was-weiß-ich wie oft in eine Linie (Dimension 1) - entsprechend größer ist die Zahl an Punkten, die in einem 2- bzw. 3-dimensionalen Raum Platz findet - als wenn man "nahezu unendlich" mit einem Faktor von 3 multipliziert. Dimension 0 ist also hervorragend dazu geeignet, um unsere Materie-Dimension zu werden, denn wir können durch ihre "niedrige Dimensionalität" jeden beliebigen "höher-dimensionalen Raum" mit ihr "vollpacken", was uns "unendliche Variationen" bei der "Gestaltung" von Formen und Körpern ermöglicht, und es ermöglicht uns somit die Konstruktionen von "Teilchen", die wiederum als "Bausteine" verwendet werden können, um uns verschiedene "Skalen" zu ermöglichen und noch komplexere Körper zu formen: "Elementarteilchen" für den Aufbau von "Atomen", "Atome" um verschiedene Materialien und Aggregate zu ermöglichen, wie Plasma, Gase, Flüssigkeiten, Festkörper und Kristalle, woraus sich wiederum "Organismen" zusammensetzen lassen...
Das Wort "Elementarteilchen" ist im Grunde genauso "falsch" gewählt die der Begriff "Atom", das vom griechischen abgeleitet "unteilbar" bedeutet. Auch die sogenannte "Planck-Länge" als kleinste Einheit ist im Grunde ein Irrtum, denn das Fundament von Materie , so wie wir sie kennen, ist Dimension 0, also ein Punkt. Materie bestehen somit aus "Punkt-Gebilden"; verschiedene "Punkt-Gebilde" besitzen spezielle Eigenschaften, die es dem Punkt-Gebilde ermöglichen sich mit anderen Gebilden zu verbinden oder diesen entgegenzuwirken oder zu reagieren, abhängig davon welche Information und Regeln für jede Art von Punkt bzw Punkt-Gebilden hinterlegt sind.


Mit der Etablierung von Dimension 0 als "ausfüllende Dimension" bzw. "Materie-Dimension", den Raumdimensionen 1, 2 und 3 und den Zeitdimensionen 4 und 5 haben wir nun endlich eine Grundlage geschaffen, die es uns ermöglicht etwas so komplexes wie das dir bekannte Universum bzw. die dir bekannte "Skala" innerhalb dieses Universums bzw. das was du gerade vor dir siehst, zu erschaffen... zumindest fast... wir sind nahe dran. Uns fehlen im Grunde noch 2 Dinge: die bereits mehrfach erwähnten "Informationen und Regeln", die die Prozesse und Mechaniken steuern, und etwas, das bisher keine Erwähnung fand aber essentiell ist, damit Entscheidungen überhaupt getroffen werden können und die Organismen nicht einfach nur stumpf einer vorgegebenen Programmierung folgen - Bewusstsein. Der 2. Teil wird erklären, wo diese Dinge dimensional liegen, was der Unterschied zwischen "Bestimmung" und "Freier Wille" ist, was "Unschärfe" im Kontext von "Potentialität" bedeutet, was "Akausalität" heißt und was es mit dem Matrix-Zitat auf sich hat.

Die Bilder konnte ich bisher nicht einbetten, allerdings kann man diese betrachten, wenn man den Links von "ibb.co" folgt.