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2 Beiträge, Schlüsselwörter: Verschwörung, Politik

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terrorluffi
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Feldpolitik

31.08.2010 um 22:52



Die neue Feldordnung
20. Juli 2010

Es war einmal das Märchen vom Ende der Geschichte, und wie ich das ganze verstanden habe ging es darum: Der Kapitalismus hat gewonnen, weil der Kommunismus verloren hat. Ende.

Ich finde den Gedanken faszinierend, daß unsere Spezies sich aus etwas heraus entwickelt hat, das nicht unsere Spezies war. Aus den Affen. Und die Affen entwickelten sich aus etwas, was kein Affe war. Und so führt sich die biologische Geschichte von der Entstehung eines Einzellers bis zum heute: Der Epoche, wo der Mensch als Krönung eines Asts der biologischen Evolution seine Lebenswelt in einem rasenden Spurt verändert. Wir nennen das Fortschritt.

Entwicklung ist das Grundprinzip der Biologie, man könnte wohl sagen, daß die Biologie sich aus der Chemie heraus entwickelt hat, der Einzeller aus einer Suppe. Und die Chemie ist die Weiterentwicklung der Physik, von Wellen und atomaren Bausteinen hin zu chemischen Verbindungen. “Geschichte” ist dann wohl das, was die Entwicklung des Menschen aus der Biologie her darstellt. Und die ist jetzt zuende?

Woran merkt man, daß Dinge sich ändern. Indem man auf die Uhr schaut. Wir schreiben das Jahr 2010 und wir sind alle belogen worden. Keine fliegenden Delorians in Sicht, keine Zeitreisen, keine wahrhaft menschliche Gesellschaft. Marx und Lenin, H.G.Wells, Michael J. Fox und Robert Zemeckis haben uns betrogen. Das erste Jahrzehnt des dritten Jahrtausends begann mit einem lauten Knall. Hochhäuser stürzten ein und wir dachten, wir würden uns dieses Jahrzehnts aufgrund dieses Dienstags im September erinnern. 99% der Leute, die an jenem Tag am weltumspannenden medialen Netzwerk angedockt waren, wissen, wo sie an jenem Tag, in jener Sekunde waren, als sie davon hörten. Doch das erste Jahrzehnt des dritten Jahrtausends wird uns auch wegen der Jahre 2008 und 2009 in Erinnerung bleiben. Dies werden uns rückblickend die Jahre sein, in denen die große Wirtschaftskrise ausbrach.

Wir sind älter geworden. Jeder von uns ist eine Dekade gealtert. Wir haben Kinder kommen sehen und Menschen gehen. Vor dem Industriezeitalter, an dessen Schwelle wir uns sicherlich bewegen, war eine Dekade noch ein Drittel bis ein Viertel eines ganzen Lebens. Heute sagen die Wahrsager, jeder einzelne von uns darf sich auf 7, 8 oder gar 9 Dekaden freuen. Vorausgesetzt, die Geschichte hat keinen Haken.

Mich ängstigt das Gefühl, in den Ball der Geschichte komme grade etwas Drall. So als ob jemand an der Uhr gedreht hätte. Große Männer deutscher Politik treten ab. Zunehmend freiwillig. Fehlt eigentlich nur noch, dass jemand sagt, er liebe uns doch alle. Herr Westerwelle, wie wärs? Andernorts werden Kämpfe ausgefochten, von denen viele sicherlich sagen, sie seien nur Theater, so wie Fußball. Der Kampf ums Bundespräsidentenamt erschien mir nie so öffentlich geführt wie diesmal. Und man stelle sich nur vor, wenn Gauck wirklich Bundespräsident geworden wäre, dann hätten zwei Ostdeutsche die höchsten Plätze des Staates besetzt! Ich meine: Nach 20 Jahren ungleicher Löhne und dahergestolperter Integrationspolitik wär das doch endlich mal was, aber der kinderliebende Jungstar ist mir (mit Gauck im medialen Rücken) letztlich gar nicht so unlieb. Peinlich fand ich nur, wie der rotgrüne Block im Parlament nach der Bekanntgabe der Ergebnisse immer noch stehend applaudierte, als Gauck das bereits sichtlich peinlich war. Aber naja, die standen ja alle hinter ihm. (Dass es zur Empathie Augenkontakt braucht ist in der Mediakratie nicht so wichtig.)

Fahnenflüchtig werden in der Bundesrepublik ja nun eher ein paar Leute vom rechten Block. Und im Golf von Mexiko löst sich einer der größten Konzerne des Planeten auf. Spanien kommt eine Region abhanden. Und den am weltumfassenden Ökonomienetz angedockten mangelt es immer häufiger am Vertrauen in ihr Währungssystem. Da ist einiges im Wandel. Wer hätte das 1999 gedacht? Damals dachten wir, die Welt ginge an Silvester unter, weil ein paar Programmierer in den 1960ern nicht weit genug gedacht haben und ein paar Digits in ihren Computern gespart haben. Das ist halt das Problem, wenn die Entwicklungen sich so rasant beschleunigen, daß man kaum noch 30 Jahre vorausschauen kann. Heute läuft das mit den Computern ja schon fast ein bissl aus dem Ruder, jeder trägt seinen Anschluss ans globale Netz in der Hosentasche mit sich rum, bestimmt arbeitet schon eine Agentur an der Werbekampagne fürs Reinoperieren.

(Ein paar Digits fehlten den öffentlichen US-Schuldenuhren übrigens auch im Jahr 2008. Weit vorausschauend hat man sie um 2 Stellen ergänzt.)

Wann wüßten wir, wenn eine neue Feldordnung unseren Planeten ergriffen hätte? Wenn China Fußballweltmeister wird? Oder Indien Exportweltmeister? Wenn sich eine Achse Südamerika-Arabien formt? Wenn ein Mindestlohn in Ghana existiert? Wenn darüber diskutiert wird, die D-Mark in Jugoslawien wiedereinzuführen? Oder wenn Handyimplantate Standardoperationen in Geburtskliniken werden? Die meisten von uns denken “Weltordnung” politisch: Es muss erst ein Parlament “im Westen” gestürmt werden, bis wir sagen: Jetzt ist es passiert.

Dabei ist es nicht leicht, die heutigen Schlachtfelder so eindeutig zu bestimmen, auf denen der Kampf mit der alten Ordnung geführt wird. Das ist ganz sicher nicht nur die Politik. Noch weniger leicht ist es, die Vielzahl der Kampfgruppen zu unterscheiden. Bilderberger gegen Attac. Al Quaida gegen Atlantikbrückler. ISM gegen INSM. Freie Wähler gegen Violette. IHK gegen Handwerksbetrieb Müller. Und wer gewinnt?

Die Physik hat aus Atomen die Chemie daherkombiniert, die Chemie aus Molekülen die Biologie. Der Mensch kombiniert Schrauben und Kram, nennt es Ingenieurwesen und landet planlos im Industriezeitalter, an dessen Ende er ab und zu ein paar Digits vergisst. Immer “leichtstofflicher”, wie “die Esoteriker” sagen, scheint das menschliche Leben zu werden: vom Goldklumpen zum E-Geld, vom Neandertaler zum Bewusstsein, vom Öl zur Elektrizität, vom Jäger und Sammler zum Vegetarier. Man kann nur hoffen, daß all die Nebenprodukte unseres Fortschrittswahns nicht jenen Ast der Evolution ansägen, auf dem manche von uns die “Krone der Schöpfung” sehen. 392 Kohlendioxidteilchen pro einer Million Teilchen Atemluft stellt für uns domestizierte Affen kein Lungenproblem dar. Aber möglicherweise für andere Teilbereiche aus Physik, Biologie oder Chemie. Ich halte mir da immer die “Geruchsschwelle” vor Augen, die Menge an Teilchen einer Substanz in der Luft, die nötig ist, damit ich sie rieche. Chlor braucht nur eine Menge von einem Teilchen auf drei Millionen Teilchen Luft, damit es Wirkung auf unsere Nase hat. Der faule-Eier-Geruch von Wasserstoffoxid nur 0,0047 Teilchen pro 1 Million. Soll ich da glauben, daß eine Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration in unserer Atmosphäre keinerlei Wirkungen hat?

Ist eine neue Feldordnung über uns gekommen, wenn die “Umweltdiktatur” ausgerufen wird, wie einige meinen? Oder ist sie es, wenn dezentrale Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Quellen die 4 Besatzungsmächte abgelöst hat? Oder erschlägt uns die neue Ordnung von hinten, weil wir einfach so weitershoppen und weitermalochen wie bisher, die Meere voll Öl pumpen, die Atmosphäre voll säuernden Gasen; die Nahrungsketten sprengen. Dann würde die neue Ordnung sich wohl eine andere Krone der Schöpfung erschaffen, die Evolution einen anderen Ast bevorzugen und nach ein paar tausend Jahren würden die Spuren dieser Epoche erodiert sein.

Doch soweit sind wir nicht. Der neuere Teil der Geschichte wird uns vermutlich erstmal Neuwahlen präsentieren, was auch immer sich danach ändern sollte. Neue finanzielle Erschütterungen sind spätestens im Herbst zu erwarten. Und da der Griff ins Portemonaie noch die meisten Leute in Rage bringt, werden noch mehr Leute ihre paar Kröten in Sicherheit bringen wollen, noch mehr Leute in ominösen Internetforen lesen (selbst im tiefsten Sommerloch), noch mehr Zweifel in die Hirne Einzug halten. Und noch mehr Ratlosigkeit wird sich breit machen angesichts der Vielzahl an Schlachtfeldern, Kampfgruppen und Ängsten. Die alte Ordnung zeigt ihre Risse, doch für die neue fehlen uns noch die handfesten Visionen, an denen wir uns orientieren können, die uns Licht ins Dunkel bringen, die uns Gemeinsamkeiten zeigen, auf die es sich zuzugehen lohnt. Was wir bräuchten wäre ein Jahr Urlaub für alle, Zeit zum Nachdenken und Neuanfangen. Doch die Hamsterräder quietschen “Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran!” und “Jajaja, jetzt wird wieder in die Hände gespruckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt” und der kollektive Blick übern Tellerrand bleibt aus. Wir werden weiter getrieben statt selbst die Richtung vorzugeben. Aber vermutlich war’s schon immer so: Wir stolpern von einer Ordnung in die nächste. Bis zum Ende der Geschichte.

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Feldpolitik

31.08.2010 um 23:46

terrorluffi schrieb:
Ich finde den Gedanken faszinierend, daß unsere Spezies sich aus etwas heraus entwickelt hat, das nicht unsere Spezies war. Aus den Affen. Und die Affen entwickelten sich aus etwas, was kein Affe war.

Das ist absoluter Blödsinn. Menschen und Affen haben vermutlich gemeinsame Vorfahren, was aber noch nicht bewiesen ist. Was jedoch bewiesen ist, ist dass der Mensch nicht vom Affen abstammt (wie denn auch; Menschen und Affen leben schließlich gleichzeitig zur selben Zeit).

Das nur am Rande. Vielmehr würde mich interessieren, worüber Du eigentlich diskutieren möchtest; was ist die Diskussionsgrundlage? Welche Antworten erwartest Du?

Von Michael J. Fox verarscht worden zu sein, deutet für mich auf einen Provo-Beitrag hin (das kann ja wohl niemand ernst meinen). Aber da es sehr schön, lyrisch und flüssig geschrieben wurde, habe ich die Hoffnung, dass vielleicht mehr dahinter steckt (wenn der Text nicht per Copy & Paste aus dem Netz geklaut wurde).



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