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Faszination des Todes RSS

275 Beiträge, Schlüsselwörter: Faszination

zur Rubrik (Menschen)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

Seite 1 von 1412311 ... 14
Peisithanatos
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 13:38



"Etwas anderes als die endlose Nicht-Existenz können sich die meisten Menschen im Tode ernsthaft gar nicht vorstellen. Das spüren sie, nicht nur die Freidenker, sondern auch die Mehrzahl der Gläubigen aller Religionen. Danach verhalten sie sich jedenfalls. Ihre Ziele wollen sie alle noch im Leben erreichen. Danach geht nichts mehr, meinen sie im Vertrauen, selbst wenn sie nebenher dennoch auch einen kleinen Obulus auf das ewige Leben im Himmel ihrer jeweiligen Religion setzen. Es wird nichts nützen, sagen sie, aber es schadet nicht. In der Nicht-Existenz ist automatisch alles vergeben."



Warum war und ist der Tod einer der faszinierendsten und existentiellsten Punkte menschlicher Existenz?
Warum gibt es Morde, bei denen die Mörder einfach mal nur das Gefühl gehabt haben wollen,wie es ist einen Menschen getötet zu haben?
Warum können die wenigsten Menschen einen endgültigen Tod akzeptieren und brauchen eine gewisse Spiritualität im Leben?
Haben sich die Religionen mit aus dem Bewusstsein des Menschen bezüglich seiner eigenen Sterblichkeit entwickelt?
Wie würde sich die Menschheit verändern, wenn die Menschen Gewissheit hätten, dass nach dem Tod nichts mehr ist ???

Würde mich freuen, wenn sich aus dieser Thematik eine adäquate, interessante Diskussion entwickeln könnte.



forget the light, everything has to die, all life is pain and all life must end.....

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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 13:50

Warum war und ist der Tod einer der faszinierendsten und existentiellsten Punkte menschlicher Existenz?
Warum gibt es Morde, bei denen die Mörder einfach mal nur das Gefühl gehabt haben wollen,wie es ist einen Menschen getötet zu haben?
Warum können die wenigsten Menschen einen endgültigen Tod akzeptieren und brauchen eine gewisse Spiritualität im Leben?
Haben sich die Religionen mit aus dem Bewusstsein des Menschen bezüglich seiner eigenen Sterblichkeit entwickelt?
Wie würde sich die Menschheit verändern, wenn die Menschen Gewissheit hätten, dass nach dem Tod nichts mehr ist ???



Weil der Mensch sich schon immer fragte, ob die relativ kurze Spanne des Lebens, alles sein soll..
Solche Morde, wurden von Psychisch sehr desolaten Menschen verursacht, über die wahre Intention kann man wohl nur mutmaßen.
Wieso einen endgültigen Tod akzeptieren? Ich strebe ihn an, als Buddhist hoffe ich eines ins Nirwana einzugehen, bis dahin werde ich wohl wiedergeboren werden..
Ja, die Sterblichkeit, das Leben nach dem Tod, ist in allen Religionen sehr zentral gelegen...
Es würde sich viel ändern, was genau, das kann man nicht sagen...

Gruss

Say your prayers little one dont forget, my son to include everyone tuck you in, warm within keep you free from sin till the sandman he comes sleep with one eye open gripping your pillow tight...


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kokain
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:07

"Wie würde sich die Menschheit verändern, wenn die Menschen Gewissheit hätten, dass nach dem Tod nichts mehr ist ???"

sie würde sich sehr verändern, gut das wir diese gewissheit niemals haben werden !!



~Die Realität ist eine Illusion, die durch den Mangel an THC hervorgerufen wird~




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Peisithanatos
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:13

Hmmm, da der Buddhismus ja eine atheistische Religion ist müsste man sich als Buddhist doch trotzdem fragen, wer denn diesen Kreislauf von Wiedergeburt, dem mit Verschlöschen im Nirwana ein Ende gesetzt wird, in Gang gesetzt hat.
Welche Kraft war das und warum müssen wir dann überhaupt leben, warum nicht einfach die Nichtexistenz eines jeglichen Lebens, wenn alles Leben nach der buddhistischen Lehre sowieso nur Leid ist, dass aus der Begierde und aus den Trieben heraus resulitiert (mal ganz lapidar gesagt) ?

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Peisithanatos
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:16

....sowieso nur Leid ist, das aus....

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Peisithanatos
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:17

resultiert...

peinlich, peinlich :)

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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:21

Hmmm, da der Buddhismus ja eine atheistische Religion ist

Nein das ist er nicht, tut mir leid ;) Ich klär dich über PN gerne auf ..:)


wer denn diesen Kreislauf von Wiedergeburt, dem mit Verschlöschen im Nirwana ein Ende gesetzt wird, in Gang gesetzt hat.


Der Kreislauf des Karma, existiert, seit es Leben gibt, er wird niemals enden,
denn jede Sekunde entsteht neues Leben...

Welche Kraft war das und warum müssen wir dann überhaupt leben, warum nicht einfach die Nichtexistenz eines jeglichen Lebens, wenn alles Leben nach der buddhistischen Lehre sowieso nur Leid ist

Hm, ok da muss ich dich wieder Korrigieren, also es lautet so :

Die vier edlen Weisheiten

1. Es gibt Leiden im Leben/ das Leben ist frustrierend, unvollkommen
2.Dieses Leid entsteht durch Begierde/Durst/Sich-Anklammern, Egoismus
3.Es ist möglich, sich vom Leid zu befreien
4.Der Weg ddazu wird gezeigt im sogenannten Achtfachen Pfad, zum rechten Leben

Bei Unklarheiten werde ich gerne auf einzelne Punkte eingehen und sie erläutern.



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obermagier
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:23

Der Tod fasziniert sich für Katzen und Curry ^^

Faszination für den Tod
=
Neugier vor dem Ungewissen


Sapere Aude
Was man in Punin nicht kennt das gibt es nicht...oder ?


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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:27

Obermagier, Terry Pratchett ist wirklich eine ausgesprochen gute Lektüre...

:)

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Peisithanatos
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:33

Danke prayer!

Du hast mir schon sehr weitergeholfen, aber ich denke, wenn man sich wie ich nur am Rande mit dem Buddhismus beschäftigt, fällt es einem enorm schwer sich in diese Denkweise hineinzuversetzen.
Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe ist, warum mit dem Auslöschen im Nirwana, der endgültige Tod das Ziel ist und warum es dann überhaupt "Leben" gibt. Ich glaube diese Frage ist für mich am wesentlichsten.

Lg, Sadness



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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:36

Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe ist, warum mit dem Auslöschen im Nirwana, der endgültige Tod das Ziel ist und warum es dann überhaupt "Leben" gibt. Ich glaube diese Frage ist für mich am wesentlichsten.

@Peisithanatos,

Zunächst, es freut mich dir helfen zu können.
Das Leben, ohne das Leben könnte kein Tod existieren, nicht wahr? Der Kreislauf des Karmas ist nur durch das Leben existent, denn ohne Leben, könnte kein Karma existieren. Und vielleicht ist "der entgültige Tod" das falsche Wort, besser geeignet wäre vielleicht die "entgültige Erlösung" von allem was uns belastet. Ich werde versuchen es dir per PN zu erklären :)

Gruss

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_sternschnuppe_
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:45

"Warum war und ist der Tod einer der faszinierendsten und existentiellsten Punkte menschlicher Existenz?"

Wir sind pure Neugierde, gierig nach Erfahrung und Wissen.

"Warum gibt es Morde, bei denen die Mörder einfach mal nur das Gefühl gehabt haben wollen,wie es ist einen Menschen getötet zu haben?"

Weil sie sich darin erfahren. Wie und warum auch immer.

"Warum können die wenigsten Menschen einen endgültigen Tod akzeptieren und brauchen eine gewisse Spiritualität im Leben?"

Spiritualität ist, so wie wir nicht nur Körper sind, sondern auch Geist, Seele, Bewusstsein.
Wenn ein Mensch einmal erfahren hat, dass er mehr ist als sein Körper, dann wird er an seiner immerwährenden Existenz nicht mehr zweifeln.

"Wie würde sich die Menschheit verändern, wenn die Menschen Gewissheit hätten, dass nach dem Tod nichts mehr ist ???"

Es würde kein Leben geben. Wir würden nicht existieren.

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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:46

Es würde kein Leben geben. Wir würden nicht existieren.


Woher nimmst du diese Gewissheit?

Gruss

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_sternschnuppe_
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:58

@prayer

Ich sehe das Leben als Schöpfungsprozess, in welchem wir uns innerhalb des von uns geschaffenen Kontextes erfahren.
Das Leben hat für mich rein spirituelle Bedeutung, deshalb sehe ich keinen Sinn darin, würde die Existenz meines Bewusstseins mit dem Tod enden. Ergo es für mich logische Konsequenz, dass ich dann nicht wäre.

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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 14:59

Nun ist es doch ein Glaube, dem du anhängst, und Glaube beruht immer ein bisschen auf dem Mangel an Wissen, oder denkst du nicht?

Gruss

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_sternschnuppe_
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 15:37

Natürlich, es ist meine Sicht und da ich mich darin erfahre, ist es für mich(!) Gewissheit und für dich Glaube. Ich erhebe aber auch nicht den Anspruch auf eine allgemeingültige Wahrheit, denn die gibt es m.E. nicht.

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prayer
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Faszination des Todes

28.05.2005 um 15:42

Natürlich, es ist meine Sicht und da ich mich darin erfahre, ist es für mich(!) Gewissheit und für dich Glaube. Ich erhebe aber auch nicht den Anspruch auf eine allgemeingültige Wahrheit, denn die gibt es m.E. nicht.

@sternschnuppe

Ja, denn Wahrheit ist subjektiv und liegt im Auge des Betrachters, nie wird jemand die absolute Wahrheit kennen können.

Gruss

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Faszination des Todes

20.03.2014 um 20:34


um die angst zu bekämpfen muss man sich ihr stellen und deswegen muss sich eigentlich jeder irgendwie oder irgendwann damit auseinandersetzen. wenn man sich damit länger befasst gewöhnt man sich wohl an den gedanken und der tod kommt einem nicht fremd vor. viele kulturen haben den tod ja irgendwie in kulutur aufgebaut, deswegen überrascht der tod die menschen nicht so wirklich...

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Peisithanatos
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Faszination des Todes

21.03.2014 um 09:06

@Billy73

Natürlich sollte man sich mit dem Tod beschäftigen, er ist allgegenwärtig, trifft jeden ( „Wenn das Spiel zuende ist, landen König und Bauer wieder in derselben Schachtel.“) und bevor es einen selbst trifft, sterben Eltern, Verwandte, Freunde und Feinde, Bekannte...etc.
Seneca meint dazu
"Leben muss man ein Leben lang lernen, und, darüber wirst du dich vielleicht am meisten wundern: ein Leben lang muss man sterben lernen." - De Brevitate Vitae 7, 3
und weiter
Der lebte gewiß schlecht, der nicht gut zu sterben weiß.
Denn wer das Elementarste in unserem Leben ausklammert, legt damit an den Tag, dass er nicht reflektiert genug ist, um das Leben zu leben... der geht am Leben vorbei. Intensiver lebt der jederzeit im völligen Bewusstsein lebt, dass in Bruchteilen von Sekunden alles zerbrechen kann.

Aber der Tod hat nicht nur schreckliche Seiten und kann auch Trost sein:
"Der Tod löscht alle Schmerzen aus. Er ist ihr Ende, und über ihn geht unser Leiden nicht hinaus. Er führt uns wieder in den gleichen Ruhezustand zurück, in dem wir uns vor der Geburt
Seneca

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Eya
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Faszination des Todes

21.03.2014 um 09:46

@Peisithanatos

Ich durfte einmal dabei sein wie ein Mensch "gegangen" ist, da dieser durch das Alter friedlich starb, fand ich es faszinierend und irgendwie "komisch" einen Menschen beim Übergang zu begleiten, mit zu erleben wie der letzte Atemzug getätigt wird und die Blässe sofort einsetzt. Wie eine Wachsfigur, wo einst Leben inne wohnte, lag nun da eine leblose wächserne Hülle.

Ich denke, es kommt darauf an "wie" man stirbt und dass man sich davor am Meisten fürchtet.



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