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Die Geschichte der Dämonologie RSS

48 Beiträge, Schlüsselwörter: Geschichte, Dämonen

zur Rubrik (Mystery)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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Chepre
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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 13:52



da in lezter zeit viel über Dämonen geredet wird
dachte ich mir ich mach mal nen thread über die geschichte der selben
damit einige falsche vorstelungen ausgereumt werden

also zu sache

Die Geschichte der Dämonologie ist über lange Zeit hinweg eine Geschichte, die von ihren Gegnern verfaßt wurde. (Dies hat sie z.B. mit den antiken Gnostikern gemeinsam.) Die ersten Erwähnungen von Dämonen sind schon in den ältesten Zivilisationen wie Sumer, Akkad und dem alten Babylon zu finden.
Dort werden Dämonen durchweg als „böse Geister“ definiert.
Es wurde damals eine Vielzahl von Anrufungen und Gebeten entwickelt,
die bewirken sollten, daß einem die Götter gegen sie beistehen.
Auch Talismane, Schutz- und Abwehrriten sowie Exorzismen wurden häufig verwendet („und schütze mich vor den bösen Geistern, die auf der Lauer liegen“ – „und verbrenne die Hexen und Zauberer“).
Bereits in dieser Zeit waren die Dämonen die Bringer des Übels, die alles Böse bewirkten. Ein Beispiel hierfür wären die babylonischen maskim, übersetzt „jene, die im Hinterhalt liegen“ – also jene, die bewirkten,
daß jemand von einer Reise nicht zurückkehrte.
Schon damals war es üblich, daß man Hexen und Zauberern nachsagte,
sie stünden mit Dämonen im Bunde.

Das alte Ägypten dagegen unterschied weniger zwischen den bösen Göttern wie Set und den Dämonen. Bei ihnen war überhaupt die moralische Wertung, mit der ein Gott belegt wurde (ob gut oder böse) eher fließend.
Im Laufe ihrer langen Geschichte kam es diesbezüglich zu so vielen z.T. extremen Verschiebungen – wie z.B. von Set als einem der Götter der
Pharaonen und Schützer des Reiches hin zu der bösartigen Gottheit eines gehaßten Besatzervolkes – daß für die Entstehung von Dämonen als einer feststehenden Kategorie des Bösen kein Raum blieb.
Es wäre eine eher „moderne“ Einordnung, wenn man die Apophis-Schlange, die gegen den Sonnengott kämpft, als Dämon bezeichnete.
Der Begriff vom Dämon war einfach damals noch nicht üblich in der Form,
in der er später entstanden ist;
es wäre sicherlich zutreffender, wenn man von „üblen Geistern“ spräche, die es auch in der ägyptischen Mythologie gab.

Es waren dann die antiken Griechen, die den Begriff Dämon (griech. daimon) überhaupt erst prägten. Bemerkenswert war jedoch das Verständnis der Griechen von diesen Wesen. Sie unterschieden nämlich zunächst nicht zwischen den Worten daimon und theos („Gott“), und die Begriffe wurden über lange Zeit hinweg völlig synonym gebraucht. Es gab zwar die Unterscheidung zwischen guten und schlechten daimones, die nach ihren Wirkungen
unterschieden wurden.

Aber erst unter dem Einfluß des Christentums wurde die Unterscheidung zwischen Dämonen als den Repräsentanten des Bösen und den Engeln auf der anderen Seite getroffen (die auf den griechischen aggeloi – „(Götter)boten“ – beruhten).Bei den Griechen fallen auch die schon in früheren Mythologien bedeutsamen Totengeister begrifflich mit den Dämonen zusammen.
Sie wurden als nekyodaimones oder nekrodaimones bezeichnet.

Hier liegt auch die Schwierigkeit begründet, die Dämonologie von der
Nekromantie (der Weissagung aus oder durch Tote) abzugrenzen.
Diese Schwierigkeit liegt z.T. auch in einer ähnlichen Begriffswahl;
so wird die Dämonologie auch als Nigromantia bezeichnet.
Gerade bei den Griechen ergibt sich also das Problem, daß Dämonen im engeren Sinne (nämlich als dunkle Gegenhierarchie zu den Mächten des Lichts) schwer von Göttern, Geistern eines Ortes oder Totengeistern abzugrenzen sind. Jene Durchmischung setzt sich bis in die Zauberbücher der Renaissance fort, wo viele der Dämonennamen noch als
verstümmelte Varianten alter Gottesnamen zu identifizieren sind.

Die Mythologie ist sich in den frühen Zivilisationen – bei den Griechen mit Einschränkung –einig, daß Dämonen üble Wesen sind, die soviel Macht über Menschen haben, daß sie für alles Üble zuständig sind.
Der Gedanke hingegen, daß ein Magier jene mächtigen Wesen für
seine Zwecke einspannen könne, ist zwar alt – schon im alten Babylon wurden der Dämonenmagie verdächtige Zauberer auf Scheiterhaufen gestellt.
Aber die erste „Gebrauchsanleitung“, welche mir dem Namen nach bekannt ist, tritt erst vergleichsweise spät auf. Dabei handelt es sich um das:
„Testamentum Salomonis“, welches aus der Zeit zwischen 100-400 n.u.Z. stammt. Vom Inhalt her dürfte es dabei um eine Abwandlung des
Mythos um König Salomo aus dem Alten Testament handeln.

Demnach habe der weise König Salomon als Lohn seiner Dienste für Gott Herrschaft über einige Geister erhalten.
Jene wiederum sollen ihm dann ermöglicht haben, Wissen, Macht und Reichtum zum größeren Ruhme Gottes anzuhäufen.
Dieser und ähnliche Mythen werden im Mittelalter und der Renaissance von einigen Magiern wieder aufgegriffen. Jene Epoche war die Blütezeit der Grimoires (oder eingedeutscht Grimoarien). Dabei handelte es sich um Zauberbücher, die mit einer Auflistung bestimmter Dämonen samt Zuständigkeitsbereichen und Beschwörungsformeln dem Magier ein
Werkzeug an die Hand geben sollte, um die Dämonen zu beherrschen und in seine Dienste zu verpflichten. Dennoch fällt es enorm schwer, eine Art „Ahnengalerie“ zum Thema Dämonologie zusammenzustellen,
da aus verständlichen Gründen nur wenige praktizierende
Dämonenbeschwörer mit ihren Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gegangen sind. Entsprechend wenig weiß man auch um die Lebensumstände der Autoren der alten Grimoarien, und ob es sich dabei tatsächlich um Praktiker handelte oder nicht.

Historische Persönlichkeiten, denen man nachsagt, daß sie praktizierende Dämonologen gewesen seien, sind dünn gesät und erweisen sich bei näherer Betrachtung entweder als mythologische oder zumindest nicht mehr nachvollziehbare Gestalten (wie z.B. „Abraham von Worms“,
der angebliche Verfasser der „Heiligen Magie des Abramelin“,
oder der große König Salomo) oder als jemand mit vielleicht einem gelehrten Interesse am Thema, der aber keinen nachweisbaren praktischen Bezug dazu hat. Beispiele für letztere Kategorie sind Cornelius Agrippa von Nettesheim (anscheinend, ebenso wie John Dee, eine der Vorlagen für die Figur des Faust), und Johannes Wierus (Weyer). Nach „Magie und Sternenzauber“
war Agrippa kein praktizierender Dämonenbeschwörer – das vierte Buch seiner „De occuIta Philosophia“, welches sich mit dem Thema Geisterbeschwörung befaßt, wurde ihm später untergeschoben, wie es ja damals gang und gäbe war. Auf diese Weise gewann man auf der
einen Seite den Namen einer Autorität für seine Bücher, und schützte auf der anderen Seite seine eigene Haut. Johannes Wierus, der Schüler von Agrippa, war nach Biedermann ein Gegner der Hexenverfolgung und wurde daher stark von Jean Bodin (Johannes Bodinus) angegriffen, einem der bedeutenderen Autoren, der sich gegen Hexen, Zauberer und Dämonen richtete.
Jener Jean Bodin erhob dann auch den Vorwurf, daß Wierus ein Dämonenbeschwörer sei. Dagegen spricht, daß Wierus damals schon eine Persiflage eines „höllischen Dienststellenplanes“ verfaßte, das Buch
„Liber apologeticus de Pseudo-Monarchia Daemonum“.
Als letztes klassisches Beispiel für jemanden, dem die Befassung mit der Dämonologie nur von seinen Gegnern nachgesagt wurde, sei John Dee genannt.
Dieser war der Begründer der Henochischen Magie, und nach Aussage von Frank-Daniel Schulten war er eher Spiritist als Dämonologe.

Daß keiner der genannten klassischen Autoren sich als Dämonenbeschwörer „outete“, ist ziemlich verständlich, wenn man sich die Drücke und Zwänge gerade im sogenannten
Zeitalter der Aufklärung vor Augen führt. Wer sich öffentlich zu solchen Dingen bekannte,mußte damit rechnen, auf dem Scheiterhaufen zu enden, und immer wieder mußten sogar die oben genannten Autoren fliehen oder verloren die Gunst eines der Fürsten, in dessen Diensten sie standen. So kam es wohl auch zu jener Tradition, die dem Problem dadurch aus dem Weg zu gehen trachtete, daß sie sich unter dem Deckmantel christlicher Tugend und aufklärerischer Gelehrsamkeit mit dem Thema befaßte. Der letzte bedeutende Exponent dieser
Richtung war dann auch Samuel Liddell MacGregor Mathers, das Ordensoberhaupt des Golden Dawn, der mit dem gleichen moralisch erhobenen Zeigefinger aus alten Manuskripten das „Grimoire Armadel“,
„Die Heilige Magie des Abramelin“ und den „Schlüssel des Königs Salomon Clavicula Salomonis“ übersetzte.

In der modernen magischen Szene sind es dann vergleichsweise viele, die ihre Befassung mit der Dämonologie öffentlich bekanntgaben.
Da ist zum einen – natürlich – Aleister Crowley,
der in dem von ihm herausgegebenen Magazin „Equinox“
Bartzabel Evokationen abdruckte und auch sonst ziemlich viel mit Dämonen herumexperimentierte. Am berühmtesten war wohl seine
„Evokation“ des Dämons Choronzon, des Hüters des Abyssos im Zuge seiner
Bereisung der Äthyre des Henochischen Systems.
Auch in der Chaosmagie, dem Kursus der Praktischen Magie und den Reisen durch die Sphären, die im Hermetischen Orden der Goldenen Dämmerung einen hohen Stellenwert einnahmen, finden sich noch praktische
Angänge an die Dämonologie (als dem Bemühen um die Herstellung von Kontakt zu fremden Wesen). Festzuhalten bleibt jedoch, daß in der modernen Magie die Dämonologie mehr und mehr den Stellenwert einer Antiquität einnimmt – irgendwo geachtet, aber unpraktisch und
aufgrund ihres dogmatischen Ballastes für die Praxis verworfen.
Einen wirklich praktischen Angang haben allerdings noch in jüngster Zeit
Jason Black und Christopher S. Hyatt mit ihrem Buch „Pacts with the Devil“ versucht, in dem sie die alte Thematik des Teufelspaktes mit einigen alten Quellen angereichert in eine modernere Form bringen.
Dennoch zeigt sich eine zunehmende Tendenz zur Psychologisierung der Dämonologie, die ja – seit Austin Osman Spare – insgesamt mit einem psychologischen Modell der Magie einhergeht.

Die wenigen, die sich wohl wirklich noch „ernsthaft“ mit Dämonologie beschäftigen, sind wohl eher in der Ecke der „schwedischen Volksmusik“
zu suchen – also dem Umfeld der skandinavischen Death-Metal-Musik. Immerhin gibt es dort mit dem „Dragon Rouge“ einen in seiner Selbstdarstellung im Internet „echt schwarzmagischen“ Orden mit angeblich über 500 Mitgliedern. In diesem Umfeld gedeihen auch Bands wie z.B. „Therion“, die in einigen ihrer Lieder „barbarische Namen der Evokation“ (entstelltes Henochisch) einfließen lassen und sich ganz offen als Dämonenbeschwörer geben. So war es denn bis vor einigen Jahren
(und wahrscheinlich auch heute noch) üblich, daß man in einschlägigen Musikkatalogen wie z.B. Frontline auch gleich das im Schikowski-Verlag erschienene „Necronomicon“mitbestellen konnte.
Letzteres stammt ja angeblich aus dem Nachlaß von Altgroßmeister
Gregor A. Gregorius? , auch wenn die 1980 bei dem amerikanischen Verlag Avon Bookserschienene Originalausgabe noch von irgendeinem mysteriösen Reisenden namens Simon zu berichten wußte, der das magische Manuskript den entzückten Verlegern überbrachte ...
Gerade die Mythologie um das Necronomicon, welches Lovecraft selbst in seinen Briefen immer wieder als literarische Fiktion darstellte,
ist eine echte Stilblüte in der Geschichte der Magie. Daß die Renaissance mit ihrer Suche nach der Bemächtigung durch das eine,
wahrhaft mächtige Zauberbuch noch nicht vorbei ist, zeigen Bücher wie
„Das Buch der Toten Namen – Necronomicon“, wo endloses Gefasel über verlorene Originalmanuskripte, entschlüsselte Geheimdokumente,
Verfolgung durch die Nazis usw. usf. schließlich in einem „Grimoire“ kulminieren, wie es ein Sechzehnjähriger nach der Lektüre von einem dieser alten Zauberbücher, einigen Lovecraft-Romanen und mehreren Litern Bier nicht schlechter hätte zusammenschustern können ...

so viel zum thema den rest entnemen sie dem quelle dieses post
Quelle:das buch Zum Thema Dämonologie
zu finden über den emule netzwerk

mfg





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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:11

*seufz* :|

Das hätte auch in einen der anderen Dämonen- Threads gepasst, Chepre.
Bleibt also zu hoffen, daß dieser hier nicht wieder sofort verschwindet.

In der modernen Magie nimmt die Dämonologie sehr wohl einen hohen Stellenwert ein, sie gilt keineswegs als "Antiquität".

Allerdings gelingt es kaum jemandem, schlüssig zu erklären, wer oder was genau Dämonen sind, und woher sie kommen.

Mir und einigen anderen Leuten gelingt diese Erklärung. Allerdings ist diese sehr komplex, und nimmt nur einen Bruchteil unserer eigentlich Untersuchungen ein.
Dennoch kann man sagen, daß die meisten Leute von Dämonen ein völlig falsches Bild haben. Deren Weltbild ist eben ein wenig "falsch", wenn es denn darum geht, diese Dinge erklären zu können.

Im Rahmen einer der anderen Dämonen-Threads bin ich aber intensiver darauf eingegangen.

P.S: Das Necronomicon ist einzig und allein eine Erfindung H.P. Lovecrafts!!!
Mehr nicht!


Gr,


A.

Bedenkt ihr alle, daß das Dasein reine Freude ist; daß all die Sorgen nichts als
Schatten sind; sie ziehen vorbei & sind getan; aber da ist das, was bleibt.


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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:15

sehr aufklärend, danke.. das erste mal das ich mir einen so langen text von anfang bis ende durchgelesen habe :)

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:18

@appo

Mir und einigen anderen Leuten gelingt diese Erklärung. Allerdings ist diese sehr komplex

darf man mehr erfahren ?

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:18

Ja, ein aufschlußreicher Text, der aber leider stellenweise grobe Fehler enthält- wie den mit dem "Necronomicon" z.B.- es stammt NICHT aus Gregorius` Nachlaß.

Soviel dazu ;)



Gr,


A.

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:23

@ Der Raucher

Aber ja doch. :)

Hier bin ich ein wenig intensiver auf das Thema eingegangen, und habe auch wiederum weiterführende Links angegeben, sodaß man sich ein eine gewisse Vorstellung davon machen kann, welcher Art unsere Erklärungen sind.

Ist aber eine Menge Lesestoff- dennoch- wenn es dich interessiert, dann kannst du dir so eine gewisse Vorstellung meines Erklärungsansatzes machen.


Gr,


A.


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Chepre
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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:24

Apollyon
es würde mich freuen wen du hier auch dazu beitragen würdest
gerade diesen mesnchen beizubringen was oder wer dämonen sind
deshalb habe ich diesen thread geofnet
den häte ich es in einen der schon vorhanden threads geschrieben
währe das ganze verloren zwischen unsin fantasie und spam
den manche von sich geben
den so weit ich das sehen kann glauben viele vohl das dämonen so sind
wie im diese hexen serie charmed oder so ehnlich

ich hofe das die mod diesen thread nicht löschen
den es währe echt schade weil wie gesagt
diser text in einen anderen thread nicht so zum geltung komen würde
wegen schon oben genanten grunden

es würde mich auch freuen wen anderen die sich mit dieser thematik gut auskennen hier reinschreiben würden damit wir das ein für alle mal aufkleren
und damit kinder die hier rum laufen endlich mal begreifen
womit sie da versuchen zu spielen und das das kein spiel ist

im voraus danke

mfg



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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:35

danke apollyon, ich werds mir bei nächster gelegenheit durchlesen. trotzden solltest du uns hier deine gedanken und dein wissen nicht vorenthalten :)

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:39

Chepre,

Es ist generell sehr schwierig, in einem Forum auf dieses Thema wirklich intensiver einzugehen.

Für meine Erklärungsansätze reicht es nicht, das grundlegende zu posten, man muß schon genau Bescheid wissen, d.h. man muß unsere Theorien kennen, und man muß die genauen Details und Zusammenhänge verstehen.

Insoweit möglich, gehe ich auf Fragen aber ein.

Um es kurz zu machen:

Dämonen sind durchaus existent! Es gibt in der traditionellen Mystik und Magie 3 verschiedene Modelle, wie man die Existenz dieser "Wesen" beschreibt:

1- Das "Geistermodell" - Hier werden Dämonen als Geister erklärt, die ihren Wohnsitz in der Astralebene oder einer ähnlich gelagerten Sphäre haben.
Dieses Modell war im Mittelalter sehr verbreitet.

2- Das "Energiemodell"- hier werden Dämonen als "negative Energie" angesehen, dieses Erklärungsmodell geht aber meistens nicht allzu arg in die Tiefe.

3- Das "psychologische Modell"- auf dessen Ansätzen unsere Theorie die Existenz von Dämonen beschreibt.

Das "psychologische Modell" geht keineswegs davon aus, bei Dämonen handle es sich um Einbildung oder lediglich um psychische Konditionen- Im Gegenteil!!!

Die Erklärungen gehen dahin, ihnen sehr wohl den Charakter von Intelligenzen zuzugestehen- und diese existieren sehr wohl im Menschen selbst, als auch von ihm getrennt- auf der Ebene des "kollektiven Unterbewußten", welche unabhängig von der Psyche eines Einzelnen existiert.
Auf dieser kollektiven Unterbewußtseinsebene können sie als eigenständige Intelligenzen existent sein, und sie können quasi auch materiell in Erscheinung treten- wobei allerdings dann dafür wiederum unsere eigene Wahrnehmung verantwortlich ist.

Es gibt eine gewisse Schnittmenge zwischen seelischen Konditionen wie Sucht oder Neurosen/ Psychosen- man kann Dämonen teilweise als "personifizierte Ängste" ansehen. Was aber nicht bedeutet, daß diese nicht eine eigenständige Existenz haben könnten, im Gegenteil!!!


Gr,


A.

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 14:43

apollyon, du redest immer von "euch".. wer seid ihr ?

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 15:12

Achso ;)

"Wir" sind eigentlich 3 Leute, ein Psychologiestudent, ein normaler Mensch meines Alters, der Musikwissenschaften studiert und eben ich selbst.

Zeitweilig kommt neuerdings noch ein anerkannter Physiklehrer und Buddhist mit ins Spiel, dem ich Teile unserer Theorien mal habe zukommen lassen- er meinte, teilweise wären wir garnicht so schlecht ;)

Allerdings hat das ganze nichts mit Naturwissenschaft zu tun, da man Dinge wie das menschliche Bewußtsein usw. nicht naturwissenschaftlich erklären kann. Wir nehmen gewisse umstrittene Theorien aus der Psychologie bzw. experimentellen Psychologie heran, und erweitern diese.
C.G. Jung lieferte überwiegend das Fundament für unsere Theorien, aber meist blieb nur seine Wörter als solche erhalten- wenngleich wir zu ähnlichen Schlüssen kommen wie er.

Es ist der Versuch, die Wechselwirkungen und Resonanzen sowie den Aufbau des menschlichen Geistes/ der Psyche zu erklären und zu veranschaulichen.

Allerdings kann man das ganze sehr kontrovers sehen, und wir erheben keinen Anspruch darauf, daß unsere Erklärungen der Weisheit einziger und letzter Schluß seien, im Gegenteil!!!



Gr,


A.

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samcrowley
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22.09.2005 um 15:17

Um es auf den Punkt zu bringen denke ich es ist eine Glaubenseinstellung.
Die Menschen früher machten sich auch keine Gedanken wie man denn nun Dämonen am besten erklären könnte sondern sie waren einfach existend.

Zweifler gab es damals weniger wie heute, was auch logisch ist.
Man könnte denken die Menschen sind heute etwas anfälliger da sie die Existens bezweifeln oder leugnen, bis auf wenige Ausnahmen.

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Mysteriöse.
Es ist die Quelle jeder wirklichen Kunst und Wissenschaft.
Albert Einstein, Oktober 1930


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Die Geschichte der Dämonologie

22.09.2005 um 15:20

cg jung ? ist das nicht der freund vom freud ? :)

spass beiseite, interessante sache, die ihr da tut..

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22.09.2005 um 15:33

@ derRaucher

Ja, Carl Gustav Jung war Psychologe, und mit Freud meines Wissens nach bekannt. Allerdings ist Freud unmodern. Außerdem macht er es sich in einigen Dingen doch recht einfach.
Jung aber war- so wie ich ihn sehe- ein außerordentlich schlauer Mensch, der uns gottlob eine vernünftige Grundlage lieferte, um viele Dinge erklären zu können. Auch wenn er teilweise für uns völlig unbrauchbar ist, aber einige seiner Konzepte sind für uns höchst wichtig.

Das Problem ist, viele Leute haben ein völlig falsches Weltbild, was gewisse Dinge angeht. Deswegen sind sie auch nicht bereit, moderne und schlüssigere Erklärungen zu akzeptieren.

Ich persönlich lehne es definitiv ab, einem mittelalterlichen Geister- und Dämonenglauben anzuhängen, wenn ich diese Phänomene auf andere Art wesentlich besser erklären und beweisen kann.


Gr,


A.

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22.09.2005 um 15:37

ja das stimmt, freud hat mit ganz einfachen gedankengängen versucht relativ komplexe sachen zu erklären.. seiner meinung nach ist ihm das gelungen, aber wie gesagt, seiner meinung nach..

Das Problem ist, viele Leute haben ein völlig falsches Weltbild, was gewisse Dinge angeht. Deswegen sind sie auch nicht bereit, moderne und schlüssigere Erklärungen zu akzeptieren.

Ich persönlich lehne es definitiv ab, einem mittelalterlichen Geister- und Dämonenglauben anzuhängen, wenn ich diese Phänomene auf andere Art wesentlich besser erklären und beweisen kann.


auch hier stimme ich jedem wort zu. würde gerne mal mit euch eine nacht durchdiskutieren, ist bestimmt sehr ertragsreich mit euch zu reden :)


ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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22.09.2005 um 15:54

Naja, wie gesagt, wir erheben nicht den Anspruch, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben ;)

Und leider finden diese "Sitzungen" viel zu selten statt, und manchmal haben wir auch einfach keine Lust, uns Gedanken über irgendwas zu machen (zum Beispiel dann, wenn Frauen in der Nähe sind ;) )

Größenteils sind viele Einzelheiten der ganzen Theorie auch unausgereift, soll heißen, diese existieren nur in der Form einer Stichwortartigen Zusammenfasung. Die undankbare Aufgabe, das Ganze dann in einen größeren Zusammenhang einzufügen, habe dann ich.

Aber definitiv machen wir das Ganze, weil es uns Spaß macht. Mehr nicht.



Gr,


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22.09.2005 um 15:58

tja, das scheint euer vorteil zu sein.. ihr habt spass daran, d.h. ihr habt nicht den druck, etwas erklären zu müssen..

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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22.09.2005 um 16:23

Ne, Druck haben wir keinen!

Zum Glück nicht!

Trotzdem ist das ganze nicht so einfach, wie manche Leute sich das vorstellen- denn eine Theorie aufzustellen, bedeutet ja immer, daß man verschiedene Teiltheorien und Einzeltheoreme- und Thesen aufeinander abstimmen muß.

Und teilweise bin ich schon nächtelang davorgesessen und habe nachgedacht und nachgedacht...

Wenn man dann aber immerhin ein Ergebnis vorweisen kann, hat sich die Mühe doch irgendwo gelohnt.

Und bezüglich dieses Themas hier ist es eben eine recht undogmatische und logische Sicht der Dinge- vielleicht hat auch manch einer gerade deswegen Angst davor...



Gr,


A.

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22.09.2005 um 16:31

ja, das thema hats in sich, ich bin nicht gerade einer, der sich hinsetzt und sich gedanken dazu macht (oder machen kann), denn es kommt mir so vor, als ob man sich genauso fragen könnte wo das universum aufhört..

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll

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22.09.2005 um 16:58

Naja, ich sehe das so:

Für die meisten Leute macht es auch keinen Sinn, ihr Weltbild zu ändern, da es für ihr normales Leben völlig ausreichende Erklärungen bietet.

Und das Universum ist nunmal leider auch kompliziert aufgebaut, und nicht einfach zu verstehen. Gerade deswegen werden sich wohl die wenigsten mit komplexen Theorien jedweden Couleurs auseinandersetzen.

Mir persönlich reicht es eben nicht, wenn ich mir unzureichende Erklärungen aufgetischt werden. Aber wie gesagt, für die meisten reichen diese aus ;)



Gr,


A.

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22.09.2005 um 17:04

Aber wie gesagt, für die meisten reichen diese aus ....weil sie vor mehr angst haben :)

ist es so wie es war oder war es so wie es ist oder wird es mal so wie es soll



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