Den tauben Leib nehme ich kaum noch wahr, denn er verschwimmt im Wasser und in der Leere meines Blickes, der mich so oft schon verriet. Ich verwundere mich, das Wasser ist so sanft, es gleitet wie ein Tuch um mich her. Es ist fast schon nicht mehr da, als meine Augen sich schließen und den Leib dazu bringen, in sich zu sinken, der immerzu müde ist und sich doch der Bändigung widersetzt. Der Hauch in meinem Kopf, den ich da auszumachen glaube, wo Gedanken noch nicht donnern, nährt sich mit Vorsicht an der flüchtigen Leichtigkeit meines Leibes. Es dürstet ihn, er hungert ihr nach und sieche Gedanken ziehen ihm die Grenze und ich weiß noch nicht, wer ihm Begleiter ist. Er erhascht nur den leisen Augenblick, in dem er so leicht ist, mein Geist, von Schwere bedroht.

Melancholia