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Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

310 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frau, Verbrechen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

23.10.2014 um 21:19
Der Artikel ist leider kostenpflichtig :(
Gibt es denn evtl. alternative Zeitschriften, die ihre Artikel online kostenfrei einstellen?
Mich würde der Prozeß schon sehr interessieren, weil ich diese Tat so grausam finde.


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Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

23.10.2014 um 22:34
Ich probiere es mal hinein zu kopieren. Der Bericht ist aus der Aachener Zeitung vom 22.10.2014

Aachen/ Düren/ Linnich. Während Patrick G. schilderte, was am Tag geschah, an dem seine Freundin und sein ungeborenes Kind starben, schaute er immer wieder auf den Tisch. Er stotterte, verhaspelte sich, schaute auf den Tisch. Ließ Sätze unbeendet, setzte wieder an, unterbrach, schaute auf den Tisch.

Wer tötete die schwangere Christina F.?
Tote Schwangere: Anklage bis Herbst erwartet
Die Tote am Windrad: Verdächtige beschuldigen sich gegenseitig
Tote aus Düren: Tatort zum zweiten Mal untersucht
Ermordet auf einem einsamen Gehöft
Frauenleiche: Spuren der Bluttat führen nach Hottorf

Der Richter fragte weiter, Patrick G. suchte nach Worten, schilderte, dass er zusehen musste, wie Christina F. noch einmal zitterte, bevor sie für immer aufhörte zu atmen. Patrick G. schaute auf den Tisch der Anklagebank, auf den er ein kleines Kreuz gelegt hatte.

Der Fall der am Ostermontag ermordeten Christina F. aus Düren-Echtz hatte im Frühjahr für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt, auch deswegen, weil Christina F. im siebten Monat schwanger gewesen war. Drei Tage nach der Tat wurden Patrick G. (32) und Corina Ö. (29) verhaftet, die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie des gemeinschaftlichen Mordes an Patrick G.s Freundin Christina F., damals 27.

Am Mittwoch nun begann am Aachener Landgericht der Prozess gegen die beiden Angeklagten aus Titz, und es ist nicht ausgeschlossen, dass die Richter am Ende des Prozesses nicht viel schlauer sein werden als vor dessen Beginn. Während der Vernehmungen nach der Verhaftung hatten sich Patrick G. und Corina Ö. gegenseitig beschuldigt, Christina F. getötet zu haben. In seiner Aussage blieb Patrick G. dabei: Corina Ö. habe Christina F., nachdem sie sich auf einem Hof in Linnich-Hottorf verletzt hatte, mit einem Handtuch versucht zu töten und ihren Kopf solange auf den Boden geschlagen, bis sie starb. „Jetzt steht sie nicht mehr zwischen uns“, soll Corina Ö. nach der Tat gesagt haben.

Staatsanwältin Stefanie Herweg geht hingegen davon aus, dass Patrick G. seine Freundin Christina F. mit einer Schaufel erschlagen hat. Gemeinsam mit Corina Ö. habe er die Tat geplant, gemeinsam mit Corina Ö. habe er die Leiche vom Hof seiner Großeltern in Linnich-Hottorf in den Windpark Echtz an der A 4 gefahren. So steht es in der Anklageschrift.

Während Patrick G. am Mittwoch aus seinem Leben erzählte und schließlich die Geschehnisse des Ostermontags schilderte, wurde ein Spannungsfeld erkennbar, das sein Leben dominierte. Auf der einen Seite seine frühere Lebensgefährtin Corina Ö., unter deren Launen er sieben Jahre lang gelitten hatte, von der er nach dem Ende der Beziehung 2009 dennoch nicht lassen konnte. Auf der anderen Seite seine Mutter, unter deren Dach Patrick G. bis zu seiner Verhaftung lebte, die ihn kontrolliert, belauscht und durch ständiges Einmischen in alle Bereiche seines Lebens unter Druck gesetzt haben soll. Patrick G. beschrieb sich wortreich als Gehetzten, der es allen recht machen, der nur niemanden verärgern wollte – und der es seiner Schilderung nach selbst dann nicht schaffte, Corina Ö. die Meinung zu sagen, nachdem sie Christina F. getötet hatte. Stattdessen half er ihr, die Leiche vom Tatort zu bringen.

Der Vorsitzende Richter Arno Bormann hat große Zweifel an Patrick G.s Version. Im Moment vor allem deswegen, weil Corina Ö. vor der Tat verschiedene Versuche unternommen hatte, Christina F. mit Anästhetika und Schlaftabletten zu vergiften und zumindest das ungeborene Kind zu töten, wie Patrick G. aussagte. „Ihre Freundin verletzt sich, und Sie rufen die Frau zur Hilfe, die sechs oder sieben Mal versucht haben soll, Ihre Freundin zu vergiften?“, hielt Bormann dem Angeklagten streng vor. Patrick G. schaute auf das Kreuz auf seinem Tisch.

Vier Plätze weiter hörte Corina Ö. der Aussage von Patrick G. zu und weinte bitterlich. Irgendwann, am späten Nachmittag, sagte sie leise: „Ich kann nicht mehr.“ Der Prozess wurde unterbrochen. Morgen wird er um 12 Uhr fortgesetzt.


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26.10.2014 um 08:33
Da der folg. Zeitungsartikel kostenpflichtig ist, kopiere ich ihn hier mal rein. Wenn ich das nicht darf, bitte löscht es bzw. sagt mir, wenn ich mich strafbar mache. Danke.

25. Okt. 2014
Dürener Nachrichten / Region und NRW / Seite 11

Die Merkwürdigkeiten des Patrick G.

Prozess um die Leiche von Echtz: Für viele scheint der Täter schon festzustehen – doch Beweise gibt es bislang keine

Von Marlon Gego

Aachen. Als Patrick G. seine Aussage beendet und die Fragen des Gerichts beantwortet hatte, schienen die meisten ihr Urteil über ihn bereits gefällt zu haben. Das Publikum, das an manchen Stellen seiner hektischen Ausführungen leise aufstöhnte, die Anwälte der mitangeklagten Corina Ö., die die Aussage als „in Teilen unverschämt“ bezeichneten. Und schließlich auch der Vorsitzende Richter Arno Bormann, der Patrick G. eindringlich dazu anhielt, nun endlich mit der Wahrheit rauszurücken. „Ich finde es teilweise peinlich, was Sie hier ausgesagt haben“, sagte Bormann. Doch trotz allem: Patrick G. blieb bei seiner von allerlei Merkwürdigkeiten durchsetzten Aussage. Merkwürdig zu sein, ist an sich ja auch nicht strafbar.

Was geschah am Ostermontag?

Patrick G. und seine frühere Lebensgefährtin Corina Ö. sind des gemeinschaftlichen Mordes an Patrick G.s Freundin Christina F. angeklagt, die ein Kind von Patrick G. erwartete. Im Wesentlichen geht es vor der Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts um die Frage, welcher der beiden Angeklagten Christina F. am Ostermontag auf einem einsamen Hof in Linnich-Hottorf tötete, und ob die Tat gemeinsam geplant und begangen wurde. Patrick G. jedenfalls sagte bislang, er sei nicht beteiligt gewesen. Er habe Corina Ö. lediglich geholfen, die Leiche vom Tatort wegzuschaffen. Corina Ö. selbst ist während des Prozesses noch nicht zu Wort gekommen.

Auch gestern wurde nur Patrick G. angehört, seine Aussage dauerte an den beiden bisherigen Prozesstagen fast 14 Stunden, abzüglich kleiner Unterbrechungen. Für viele Fragen hat er in der Tat keine plausible Antwort. Er kann nicht erklären, warum er wieder mit seiner Ex-Freundin Corina Ö. schlief, obwohl er mit Christina F. doch vorgeblich glücklich war. Und dabei riskierte, auch Corina Ö. zu schwängern. Er kann nicht erklären, warum er nicht vehement protestierte, als Corina Ö. ihn wiederholt aufforderte, Christina F. Arzneien und Giftpflanzen ins Essen zu mischen, um einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen. Er kann nicht erklären, warum er niemandem außer Corina Ö. von der Schwangerschaft seiner Freundin erzählte. Und er kann auch nicht erklären, warum er keinen Notarzt, sondern ausgerechnet Corina Ö. zum Hof nach Linnich-Hottorf rief, als Christina F. dort kurz vor der Tat gestürzt sein und sich verletzt haben soll.

Richter Bormann erklärte Patrick G. mehrmals, wie er selbst in dieser oder jener Situation gehandelt hätte, und dass Patrick G.s Verhalten „einfach nicht normal“ sei. Auch Staatsanwältin Stefanie Herweg hielt Patrick G. vor, dass „kein normaler Mensch“ gehandelt hätte wie er. Nur: In keinem deutschen Gesetz steht, jeder habe normal zu sein.

Im Moment spricht vieles dafür, dass Corina Ö. bei ihrer während der Ermittlungen gemachten Aussage bleiben wird. Sie hatte bereits Ende April eingeräumt, die Tat mit Patrick G. geplant und die Leiche gemeinsam mit ihm von Linnich-Hottorf aus in den Windpark Düren-Echtz gebracht zu haben. Doch die Tat selbst habe nicht sie begangen, sondern Patrick G.

Da es keine Zeugen für die Tat gibt, wird es im weiteren Prozessverlauf also maßgeblich darauf ankommen, ob es den Ermittlern des Landeskriminalamts gelingt, eine lückenlose Indizienkette zu präsentieren. Diese Indizienkette müsste dann mit den Ergebnissen der Leichenobduktion in Einklang stehen, die der Chefarzt der Kölner Pathologie, Markus Rothschild, demnächst vortragen wird. Nur auf diese Weise wird das Gericht der Wahrheit gesichert näherkommen, vorausgesetzt, beide Angeklagten bleiben bei ihren bisherigen Aussagen.

Es klang fast wie ein Flehen

Am kommenden Freitag, wenn der Prozess in Saal A0.009 des Aachener Landgerichts fortgesetzt wird, erhalten Corina Ö.s Verteidiger Björn Hühne (Jülich) und Michael Hakner (Bonn) Gelegenheit, Patrick G. weiter zu befragen. Richter Bormann legte Patrick G. nahe, noch einmal in sich zu gehen und zu überlegen, ob er wirklich bei seiner Aussage bleiben wolle, „die so nicht stimmen kann“. Bormann erinnerte Patrick G. daran, dass die Angehörigen von Christina F. ein Recht darauf hätten zu erfahren, was mit ihr passiert sei. „Sie müssen sich doch im Spiegel noch in die Augen sehen können“, sagte Bormann. Es klang fast wie ein Flehen.


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26.10.2014 um 08:51
@Feelee
Vielen Dank für den Artikel!

Der scheint ja wirklich verworrene Sachen zu erzählen, wenn der Richter es schon peinlich findet :( Andererseits ist der Artikel ja nur ein Zusammenschnitt von den o.g. 14 Std., die der Angeklagte bisher ausgesagt hat. Da bin ich dann mal auf Freitag gespannt, was er noch zu sagen hat und auf den Bericht der Pathologie, der interessiert mich sehr und ich hoffe, daß vielleicht ein bißchen Licht in die Sache gebracht werden kann.


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26.10.2014 um 08:56
Bin gespannt, was die Mitangeklagte aussagt. Ihre Geschichte klingt jedenfalls bisher weitaus schlüssiger als SEINE. Er will sich da als unschuldig und manipuliert und ahnungslos und hilflos verkaufen, als wäre er nur eine willenlose Marionette in diesem Stück gewesen, der irgendwie alles, was geschehen ist, nur "passierte", ohne eigenes Zutun. Solche feigen Täter erlebt man ja immer wieder. Ich denke mal, die Ergebnisse der Rechtsmedizin werden wohl eindeutig Aufschluss darüber geben können, ob das Opfer mit der Schaufel erschlagen wurde oder nicht. Dass er tatsächlich seine Ex-Freundin nach dem angeblichen Sturz des Opfers als Ersthelferin gerufen haben will, mit der er dem Opfer fremdging und die angeblich mehrfach schon versucht hatte, das Opfer zu vergiften, ist wirklich nicht glaubhaft, jeddenfalls nicht ohne Hintergedanken.

Denkbarer ist eher, dass er verabredet mit dem Opfer zu dem Hof fuhr, wo die Mittäterin schon wartete und man dort gemeinsam endlich beenden wollte, was man vorher schon monatelang vergeblich versucht hatte. Druck gemacht haben dürfte da wohl vor allem die fortschreitende Schwangerschaft - ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass die Mitangeklagte in dem Kind die eigentliche Bedrohung sah - wäre der Angeklagte erst Mal Vater gewesen, wäre das Risiko groß gewesen, dass er dann ihrem Einfluss immer mehr entgeht und sich seiner kleinen Familie auch emotional mehr zuwenden wird. Also musste das Opfer weg, BEVOR das Kind da ist, denn wäre das Kind erst geboren, wäre alles zu spät gewesen. Sie konnte ihn vielleicht davon überzeugen, dass die Freundin weg muss - aber überreden, das eigene Kind zu töten, wenn es geboren wäre, das wäre ja was völlig anderes gewesen.

Echt schlimme Vorstellung - das arme Opfer, ahnte nicht, dass mir fortschreitender Schwangerschaft ihre eigene Lebensuhr rückwärts lief bei dem Mann, dem sie vertraute und den sie liebte! :(


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26.10.2014 um 09:01
Ich frage mich, wie zwei junge Menschen gemeinsam auf die Idee kommen und über Monate versuchen, eine andere junge, schwangere Frau zu töten. Wenn einer so krank ist. Aber beide? Ich denke auch, dass Beide gemeinsam an der Tat beteiligt waren.


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26.10.2014 um 09:07
@Feelee
Ich gehe schon davon aus, dass im Kern die Aussage stimmt, dass SIE sehr manipulativ war und ER leicht zu manipulieren. Aus irgendeinem Grund kam er von ihr nicht los, obwohl sie ihm nicht gut tat. Wenn du labil bist und leicht zu beeinflussen, kann ein Mensch dir wahrscheinlich auch irgendwann einreden, dass du das jetzt tun MUSST, um "frei" zu sein. Aus irgendeinem Grund fehlte ihm scheinbar der Horizont zu erkennen, dass er OHNE diese Frau frei gewesen wäre mit seiner neuen Freundin, denn die alte Freundin tat ihm ja nicht gut. Ich gehe von einer sexuellen Hörigkeit aus, und dass sie die Antriebsfeder war, er aber natürlich auch nicht als willenloses Opfer mitmachte. Dass er auch nicht "ohne" ist, zeigt ja schon sein Versuch, sich jetzt als VÖLLIG unbeteiligt und unschuldig hinzustellen und ihr alles allein in die Schuhe zu schieben.


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Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

26.10.2014 um 09:29
Ich glaube auch nicht, daß es ein "Unfall" war, dagegen sprechen für mich die vorangegangenen Versuche, Christina F. loswerden zu wollen und ich vermute, daß die Zeit gedrängt hat, weil man, wenn das Kind erst da gewesen wäre, 2 Probleme, anstatt eines gehabt hätte (aus Sicht der Mitangeklagten). Ich glaube sogar, daß das Kind der Auslöser für die Tötungsversuche war.
Aber jemand, der bei Mord und Totschlag den Knall nicht gehört hat und auf die Bremse drückt, sich so weit beeinflussen und zu sowas hinreißen lässt, das ist meines Erachtens nicht normal und da fällt mir auch echt nichts mehr ein.
Ich nehme mal an, der konstruiert sich jetzt irgendwas zusammen, um möglichst milde aus der Sache herauszukommen. Bin mal gespannt, wie es weiter geht.


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26.10.2014 um 10:02
Ich denke, dass die Rechtsmedizin schon feststellen konnte, ob Christina die Treppe herunter gestürzt ist oder ob ihr jemand eine Schaufel über den Schädel geschlagen hat. Ich bin wirklich mal auf die Berichterstattung diesbezüglich gespannt.

Vom Sinn her, wird Patrick Christina zum Hof gelockt haben. Wahrscheinlich unter dem Vorwand, die Vaterschaft und etliches noch zu besprechen. Christian tauchte ahnungslos auf und das war ihr Todesurteil. Ich vermute sogar, dass Corina zu dem Zeitpunkt auch schon bereits auf dem Hof war. Dies wird mit Sicherheit gemeinschaftlich geplant worden sein. Oder, was ich mir auch vorstellen konnte, Corina setzte Patrick vorher unter Druck. Nach dem Motto: Du hast da noch ein Problem. Gucke, dass Du es gelöst bekommst.
Somit schlug Patrick Christina nieder und rief dann erst, evtl. unter Unbeholfenheit (oh Gott, was mache ich jetzt mit der Leiche) Corina an. Diese kam und Beide fuhren die Leiche zu den Windrädern.

So beim Schreiben glaube ich eher, dass es meine zweite Version war. Die erscheint mir gerade logischer.


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26.10.2014 um 10:22
Zitat von ComtesseComtesse schrieb:Ich gehe schon davon aus, dass im Kern die Aussage stimmt, dass SIE sehr manipulativ war und ER leicht zu manipulieren.
Weiß ich gar nicht. Es gibt Menschen, die gerne in der Opferrolle sind, praktisch aktiv in der Opferrolle aufgehen. Auf der einen Seite lassen sie sich leicht manipulieren, schon. Aber andererseits ist diese Manipulationsbereitschaft selbst Manipulation: sie WOLLEN in ihrem Sinne manipuliert werden, weil sie somit komplett die Verantwortung abgeben können. Niemals übernehmen sie Verantwortung, für das was sie tun. Schuld sind entweder die Umstände oder andere Personen, die sie angeblich manipuliert hätten. Selbstverständlich sind sie auch niemals böse, das Böse ist immer in den anderen. Sie selbst waschen ihre Hände in Unschuld, sind höchstenfalls ein bisschen schwach. Und Schwäche ist doch kein Verbrechen, oder? Das zumindest soll wohl herüber kommen, vermutlich glaubt er selbst an daran..


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26.10.2014 um 10:33
Zitat von FeeleeFeelee schrieb:Da der folg. Zeitungsartikel kostenpflichtig ist, kopiere ich ihn hier mal rein. Wenn ich das nicht darf, bitte löscht es bzw. sagt mir, wenn ich mich strafbar mache. Danke.
In einigen Fällen sind kostenpflichtige Artikel nach kurzer Zeit frei zugänglich. So ist es zB auch in diesem Fall: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/schwangere-erschlagen-kindesvater-und-ex-freundin-vor-gericht-1.941995 (Archiv-Version vom 23.10.2014)

Streng genommen verstößt es gegen Urheberrechte, wenn man einen kostenpflichtigen Artikel unerlaubterweise einem großen Nutzerkreis zugänglich macht. Daher bitte mit Augenmaß vorgehen ;)


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26.10.2014 um 10:35
Vielen Dank für den Hinweis @X-Aequitas. Auf dem Rechtsgebiet bin ich leider nicht so fit. Dann werde ich in Zukunft vorsichtiger sein.


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26.10.2014 um 10:47
@Jolande
Ja, da stimme ich dir zu. Solche Manipulations-"Opfer" schaffen es wahrscheinlich auch, den Anderen dazu zu bringen suggestiv oder subtil, das zu tun oder anzuregen zu tun, was sie selbst wollen aber sich nicht trauen. Kennt man ja auch, diese Leute, die hilflos tun, um Rat fragen, und am Ende selbst den Vorschlag als Lösung bringen ("Eigentlich müsste man ja, aber...") und nur drauf warten, dass der Andere sagt: "Nix aber, mach das so!" Wenn es schief geht, können sie dann dem Anderen die Schuld fürs eigene Scheitern geben ("DU hast doch gesagt, ich soll das machen!") Am Ende sind es Feiglinge, die zu ihren eigenen Entscheidungen nur dann stehen, wenn sie gut ausgehen für sie. DANN war es IHR Werk und Schaffen (Berater, bei denen Ideen geklaut wurden, bleiben dann natürlich unerwähnt) - geht es dagegen schief, waren die Anderen Schuld, weil sie SELBST das ja so nie wollten. Findet man gern auch auf der Schleim-Überholspur im Job, solche Typen.


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26.10.2014 um 12:47
Es macht mich ganz betroffen, darüber nachzudenken, wieviele Familien die Beiden da ins Unglück mit gezogen haben.

Ganz vorne natürlich Christinas Familie! Ganz furchtbar. Das eigene Kind wird ermordet und trug unter dem Herzen neues Leben.

Aber auch die Familien von Patrick und auch Corina tun mir leid. Sie werden sich wohl ihr Leben lang fragen, was sie falsch gemacht haben. Das eigene Kind wird zum Mörder. Beide hatten doch eigentlich, so wie es scheint, ein eigenes gutes Leben. Job, Freunde, Wohnung.


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26.10.2014 um 14:12
Alles in Allem sehe ich als beiden etwa je zur Hälfte an der Tat beteiligt eben geschlechtsspezifisch,
er mit körperlicher Gewalt , sie die heimtückische Giftmischerin, wie es Frauen nun mal anwenden.

Frage ist, wie sich das genau abgespielt hatte, ob sie Patrick G. diese Medikamente nur übergeben hatte, um es auszuführen zu lassen.
Das sie diese an ihrer Arbeitsstelle entwendet hatte, wurde ja schon erwähnt ?

Bin gespannt, wie C.Ö. das dem Gericht erklären wird .

Doch auf die Aussagen der beiden kann man sich nicht festlegen.

Ich sehe das so. dass sich das Gericht mit dem Hinweis ," er habe sich nicht normal verhalten" eine Hintertür offengelassen hat für weitere Aussagen wie z. B. den Eltern von Patrick G., die diese Beziehung wohl gerade deshalb auch nicht mehr dulden wollten, weil er sich in anderen Situationen
vllt auch nicht "normal" benommen hatte.


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10.11.2014 um 23:10
Die Paranoia der kränkelnden Corina Ö. aus Titz

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung: 3. November 2014, 20:57 Uhr

image Tatort Linnich-Hottorf: Am Fuß der Treppe wurde Christina F. am Nachmittag des 21. April getötet. Doch von wem? Foto: Guido Jansen


AACHEN. Der Prozess um die tote Schwangere aus Düren-Echtz dauert nun schon drei Tage, doch die 1. Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts weiß kaum mehr als vor Beginn des Verfahrens. Am Montag sagte die Angeklagte Corina Ö. (29) aus und blieb bei ihrer Version, die sie schon drei Tage nach der Tat Ende April zu Protokoll gegeben hatte.

Ja, sie habe geholfen, die Leiche vom Tatort in Linnich-Hottorf in den Windpark Echtz zu bringen, ansonsten habe sie aber nichts mit dem Mord zu tun. In der Essenz sagte sie also das exakte Gegenteil dessen aus, was der des gemeinschaftlichen Mordes mitangeklagten Patrick G. (32) bereits erklärt hatte.

Christina F. (27) war am Ostermontag auf einem Hof in Linnich-Hottorf getötet worden. Der eine Angeklagte, Patrick G., war ihr Freund und der Vater ihres ungeborenen Kindes. Die andere Angeklagte, Corina Ö., ist Patrick G.s Ex-Freundin.

Corina Ö. erzählte am Montag dem Vorsitzenden Richter Arno Bormann langsam und ständig mit den Tränen kämpfend aus ihrem Leben. Sie beschrieb sich selbst als kränkelnden und anfälligen Menschen. Die Zeit, in der sie Anfang des Jahrtausends als 16- oder 17-Jährige regelmäßig Amphetamine konsumierte, sei einschneidend gewesen. Nach dieser Zeit habe sie unter Paranoia gelitten, besonders im Dunkeln habe sie sich oft verfolgt gefühlt. Außerdem habe sie Stimmen gehört, die ihr gesagt haben, ihre Haare lägen nicht gut, sie sei nicht hübsch.

Mehr wollte sie selbst nicht sagen, den Rest ihrer Aussage verlasen ihre Verteidiger Björn Hühne (Jülich) und Michael Hakner (Bonn). Darin wurde Patrick G. als „extrem geizig“ beschrieben, der für Einladungen ins Kino oder zum Essen Gegenleistungen in Form sexueller Kontakte gefordert habe.

Er sei es auch gewesen, der, als er Christina F. geschwängert hatte, auf eine Abtreibung gedrängt und Corina Ö. zu diesem Zweck instrumentalisiert habe. Patrick G.s Aussage zufolge war Corina Ö. die treibende Kraft, und er, Patrick G., der Instrumentalisierte. Welche der Aussagen stimmt nun?

An den Tatort sei Corina Ö. erst gekommen, als Patrick G. Christina F. schon getötet habe. Es sei ein Fehler gewesen, nicht die Polizei zu rufen. Bei den anwesenden Angehörigen der Getöteten entschuldigte sich Corina Ö. durch ihre Anwälte mehrfach.

Der Prozess wird am Mittwoch um 9 Uhr fortgesetzt.
Quelle: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/die-paranoia-der-kraenkelnden-corina-o-aus-titz-1.950924


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11.11.2014 um 10:41
@x-aequitas

Danke fürs reinkopieren........ist ja richtig interessant .


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26.11.2014 um 17:27
Der Fall Christina F.: Eine Tat, zwei Angeklagte und ein Wunder

Titz/Linnich/Düren. Das Urteil im Prozess gegen Patrick G. (32) und Corina Ö. (29) aus Titz-Rödingen wird wohl erst nächstes Jahr gesprochen, doch nach sieben Verhandlungstagen am Aachener Landgericht tritt die Verhandlung in die vielleicht entscheidende Phase ein.

31-Jähriger soll Schwangere getötet haben

Beide Angeklagten haben eine Aussage gemacht, 23 Zeugen sind gehört, wichtige Beweise sind bereits präsentiert worden. Und noch immer ist nicht klar, wer von beiden Christina F. (27) am Ostermontag in Linnich-Hottorf ermordet hat.

1. Vor der Tat

Zwischen 2002 und 2009 waren Patrick G. und Corina Ö. ein Paar. Beide kennen sich seit der Jugend, in Titz-Rödingen waren sie kaum 500 Meter voneinander entfernt aufgewachsen. Ende 2009 begann Patrick G., zusammen mit seinem Vater ein Haus zu bauen: nach Feierabend, an den Wochenenden. Für Corina Ö. blieb nur noch wenig Zeit. Ende 2009 trennten sie sich in beidseitigem Einvernehmen, zumal auch Patrick G.s Eltern nicht wollten, dass ihr Sohn sich weiter mit Corina Ö. traf. Die Eltern drohten mit Enterbung.

Beide kamen jedoch nicht voneinander los. Jahrelang trafen sie sich heimlich, die wenigen sexuellen Kontakte fanden auf der Rückbank von Patrick G.s Auto statt. Sie gingen spazieren, ins Restaurant oder ins Kino. Eine Beziehung miteinander, sagten beide vor Gericht, wollten sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr.

Ende August 2013 lernte Patrick G. auf einer Baustelle in Düren-Echtz, auf der er arbeitete, Christina F. (27) kennen. Bald darauf waren die beiden ein Paar. Christina F. versicherte Patrick G., mit Hilfe einer Hormonspritze zu verhüten. Doch der Leiter der damals ermittelnden Mordkommission, Michael Fritsch-Hörmann, sagte vor Gericht, diese Spritze habe Christina F. sich niemals geben lassen. Sie wurde schwanger.

Die neue Frau in Patrick G.s Leben schien für Corina Ö. zunächst kein größeres Problem zu sein. Erst als Patrick G. ihr am 4. Januar 2014 in einem Möbelhaus in Mönchengladbach eröffnete, Chrstina F. erwarte ein Kind von ihm, wurde sie eifersüchtig. Nach langer Zeit flammte Corina Ö.s sexuelles Interesse an Patrick G. wieder auf, es kam zu mehreren sexuellen Kontakten. Patrick G. erklärte vor Gericht, er habe sich durch das Interesse beider Frauen an ihm geschmeichelt gefühlt.

2. Die Angriffe

Nach dem Treffen im Möbelhaus am 4. Januar gab es eine Reihe von Anschlägen auf Christina F., zumindest aber auf das Leben ihres Kindes. Corina Ö. hatte Schlafmittel und Anästhetika besorgt, die Patrick G. ins Essen von Christina F. mischen sollte oder wollte. Das Ziel war, auf diese Weise einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen. Gemeinsam kauften sie zum selben Zweck auch giftige Pflanzen.

Beide beschuldigen sich gegenseitig, vom jeweils anderen unter Druck gesetzt worden zu sein: Corina Ö. fühlte sich von Patrick G. unter Druck gesetzt, die Medikamente zu beschaffen. Patrick G. fühlte sich von Corina Ö. unter Druck gesetzt, die Medikamente zu verabreichen. So sagten sie es aus. Patrick G. erklärte vor Gericht, Medikamente und Pflanzen niemals in Christina F.s Essen gemischt zu haben. Der Leiter der Mordkommission aber sagte dem Gericht, die Medikamente seien in einer posthum entnommenen Haarprobe von Christina F. nachgewiesen worden. Und in einer SMS, die Patrick G. an Corina Ö. geschrieben hatte, stand: „Sie hat Glück gehabt, sie hat es heute nicht gegessen.“ Gemeint war eine mit hochgiftigem Eisenhut versetzte Speise.

Zu einem weiteren Angriff kam es am Lucherberger See: Am Abend des 15. Februar waren Patrick G. und Christina F. dort spazieren gegangen. Corina Ö. wartete vermummt in einem Gebüsch, griff Christina F. an und warf sie bäuchlings auf den Boden. Eine anschließende Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass weder Christina F. noch ihr Kind ernsthaft verletzt worden waren.

Für den 31. März war der nächste körperliche Angriff an der Rur geplant: Patrick G. forderte Christina F. an diesem Tag auf, dort mit ihm nach einer tags zuvor verlorenen Fernbedienung für eine Garage zu suchen. Nach einem Telefonat mit ihrer Mutter, die nach dem Vorfall vom Lucherberger See ahnte, was ihrer Tochter an der Rur drohte, lehnte Christina F. es ab, dorthin mitzukommen. Die Auswertung der Handydaten ergab, dass Corina Ö. sich an diesem Abend ganz in der Nähe der Stelle befunden hatte, an der Patrick G. mit Christina F. nach der Fernbedienung suchen wollte.

3. Die Tat

Die Staatsanwaltschaft Aachen geht davon aus, dass Patrick G. und Corina Ö. die im siebten Monat schwangere Christina F. am Ostermontag, 21. April, auf einem Hof in Linnich-Hottorf gemeinschaftlich ermordet haben. In der Anklageschrift steht, dass Patrick G. seine Freundin Christina F. mit einer Schaufel erschlagen habe. Corina Ö. habe ihm anschließend geholfen, Spuren am Tatort zu verwischen. Sie soll später die Leiche im Windpark Düren-Echtz an der A 4 abgelegt haben. Patrick G. und Corina Ö. sollen die Tat gemeinsam geplant haben.

4. Die Aussagen der Angeklagten

Patrick G. sagte aus, dass es Corina Ö. gewesen sei, die Christina F. ermordet habe. Corina Ö. erklärte, dass es Patrick G. war. Sie sei von Patrick G. unter Druck gesetzt worden, ihm bei der Beseitigung der Leiche zu helfen. Patrick G. sagte aus, dass Corina Ö. die Tat in einem unbeobachteten Moment begangen habe und er kopf- und willenlos dabei geholfen habe, die Leiche nach Echtz zu bringen.
Unzweifelhaft ist allein, dass beide am Tatort waren.

5. Das Opfer

Christina F. lebte bis zu ihrem Tod in einer kleinen Wohnung in Düren-Echtz, ihren Lebensunterhalt bestritt sie von der Sozialhilfe. Zeugen beschrieben sie als eine liebe, zugewandte Frau, die zur Bewältigung ihres Alltags bisweilen auf die Hilfe von Vertrauten angewiesen war. Ihre SMS an Patrick G., die während des Prozesses verlesen wurden, zeichnen das Bild einer liebenden Frau, die sich nichts mehr wünschte, als mit Patrick G. eine eigene Familie zu gründen.

Sie erkannte durchaus, dass sie in Corina Ö. eine Konkurrentin hatte, sie erkannte auch, dass Patrick G. sich nicht so um sie kümmerte, wie es von einem werdenden Vater zu erwarten gewesen wäre. Christina F. wurde nie Patrick G.s Familie vorgestellt, Patrick G. hatte es auch abgelehnt, Christina F.s Familie kennenzulernen.
Doch Christina F. hielt an ihrem Traum vom Glück fest.

6. Die Motive

Staatsanwältin Stefanie Herweg geht davon aus, dass Corina Ö. auf Christina F. eifersüchtig war, am meisten auf den Umstand, dass sie von Patrick G. ein Kind erwartete. „Das Kind muss weg“, soll sie Patrick G. am 4. Januar in einem Möbelhaus in Mönchengladbach gesagt haben. Corina Ö.s Verteidiger hingegen beharren darauf, dass Patrick G. es war, der sagte: „Das Kind muss weg.“ Er habe seinen mit dem Kind verbundenen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen wollen. Patrick G. gab vor Gericht zu, dass das Kind in der Tat nicht in seine Lebensplanung gepasst habe, er sich aber dennoch auf die Geburt gefreut habe.

7. Die Beweise

Die Beweislage ist ein Problem. Zwar haben beide Angeklagten Geständnisse abgelegt, die sich jedoch in entscheidenden Punkten widersprechen. Dass Patrick G.s Aussage vor Gericht teils widersprüchlich wirkte, macht ihn nicht automatisch zum Schuldigen. Ein DNA-Gutachten vom Tatort ergab, dass sich an einer Schaufel Blut von Christina F. befand. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Christina F. mit dieser Schaufel erschlagen wurde. Auch von Patrick G. fanden sich Spuren an der Schaufel. In dem Gutachten hieß es, dass Patrick G. als Täter nicht ausgeschlossen werden könne. Doch der Leiter der Mordkommission sagte aus: „Wer von beiden Christina F. erschlagen hat, kann ich Ihnen nicht sagen.“

Sollte keinem der Angeklagten nachzuweisen sein, Christina F. erschlagen zu haben, ist denkbar, dass beide freigesprochen werden.

8. Die Zeugen

Patrick G.s Verteidiger, Anton Mülfarth aus Jülich, hat eine Menge sogenannter Leumundszeugen vorladen lassen, die zwar nichts zur Tat, aber über die Persönlichkeit von Patrick G. sagen konnten. Diese Zeugen erklärten einhellig, Patrick G. sei freundlich, witzig, hilfsbereit und fleißig, geradezu ein Arbeitswütiger. „Der nette Junge von nebenan“, wie eine Nachbarin bemerkte.

Für Corina Ö. haben ihre Verteidiger bislang keine solchen Leumundszeugen präsentiert oder präsentieren können. Die Zeugen jedoch, die neben Patrick G. auch Corina Ö. kennengelernt hatten, zeichneten kein besonders positives Bild von ihr: launisch, herrisch, unfreundlich, das war der Eindruck. Ein befreundetes Paar sagte aus, Corina Ö. sei es gewesen, die in der Beziehung mit Patrick G. das Sagen gehabt habe.

Einer von Corina Ö.s Ärzten erklärte vor Gericht, dass im Frühjahr 2014 bei ihr eine paranoide Schizophrenie festgestellt worden sei, eine schwere psychische Störung. Ihre Verteidiger, Björn Hühne aus Jülich und Michael Hakner aus Bonn, deuteten an, Corina Ö. könnte während der Tat nicht schuldfähig gewesen sein.

9. Christina F.s Angehörige

Zwei Schwestern von Christina F. und die gemeinsame Mutter, Katharina F., verfolgen jeden der Prozesstage, schweigend, unaufgeregt, geduldig. Katharina F. wohnt in der Vulkaneifel, zum Aachener Landgericht fährt sie zwei Stunden. Nachmittags, wenn der Prozess bis zum nächsten Verhandlungstag unterbrochen wird, fährt sie wieder zwei Stunden zurück. Als der Vorsitzende Richter, Arno Bormann, sie am vierten Prozesstag im Zeugenstand fragte, wie es sich anfühle, sein Kind auf diese Weise zu verlieren, sagte Katharina F.: „Ich habe Christina neun Monate lang getragen, bevor sie auf die Welt kam. Jetzt ist es, als sei sie mir aus dem Leib gerissen worden.“

Bei Strafprozessen gibt es zwischen den Angehörigen des Opfers und denen des Angeklagten selten Kontakt. Und wenn doch, dann geht es oft nicht freundlich zu. Als hingegen Patrick G.s Schwester während einer Verhandlungspause am vierten Prozesstag zu Katharina F. ging und sich ihr vorstellte, gab Katharina F. ihr die Hand und lächelte sie an. Eine Geste, deren menschliche Größe sich nur schwer in Worte fassen lässt. Umstehenden, die begriffen, wer dort gerade wem die Hand schüttelte, traten Tränen in die Augen. Die beiden unterhielten sich eine Weile.

Patrick G.s Verteidiger, Anton Mülfarth, sprach hinterher von „einem Wunder“.

Der Prozess wird am Freitag um 12.00 Uhr fortgesetzt.


Der Fall Christina F.: Eine Tat, zwei Angeklagte und ein Wunder - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-zeitung.de/der-fall-christina-f-eine-tat-zwei-angeklagte-und-ein-wunder-1.967515?fb=1#plx1415587429

Ich habe den Artikel aus den Aachener Zeitung vom 26.11.2014 hier rein kopiert, da der Artikel noch zahlungspflichtig ist.


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Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

26.11.2014 um 20:37
@Feelee
Vielen Dank für den Artikel!
Ich finde ihn sehr gut geschrieben und zusammengefasst und habe sogar ein paar neue Informationen herausfiltern können.

Zu dem Punkt, daß bei Corina Ö. eine paranoide Schizophrenie festgestellt wurde (sie berichtete ja in ihrer eigenen Aussage schon von Störungen), habe ich erst heute Mittag einen interessanten Artikel in unserer Tageszeitung gelesen, da bei uns derzeit auch eine Frau vor Gericht steht, die ihre Nachbarin umgebracht hat.
Momentchen... http://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/vellmar-ort43195/verfahren-nach-bluttat-vellmar-ex-mann-bittet-vergebung-4481706.html

Der ist ganz interessant zu lesen, vor allem, wenn man auf die Verfahrensarten schaut (im HNA-Artikel der letzte Absatz). Das passt dann auch zu der Aussage in der Aachener Zeitung, daß die Verteidiger von Corina Ö. "schuldunfähig" andeuten und auch zu der Aussage der Mitangeklagten selbst.
Diese paranoide Schizophrenie ist wohl die häufigste Unterart der Schizophrenie an sich und Drogenmißbrauch (auf den es ja auch die Angeklagte schiebt oder es tatsächlich auch so ist) fördert die Symptome.

Ich habe im Moment noch damit zu knapsen, daß bei Corina Ö. diese Krankheit just "im Frühjahr 2014" diagnostiziert wurde, wobei ich sie nicht in Abrede stellen möchte, auf keinen Fall.
Mir wird dieser Umstand im Moment nur irgendwie bewusster, als vorher, weswegen mich einmal die Umstände interessieren würden, die zu dieser Diagnose geführt haben. Warum ausgerechnet zum Zeitpunkt "Frühjahr 2014"?

Muss nochmal quer lesen, vielleicht findet man in unserem Thread dazu etwas.


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Verbrechen: Leiche einer 27-Jährigen in Düren (Echtz) gefunden

26.11.2014 um 20:56
@Arwen1976
Vielen Dank für diesen interessanten Link. Da frage ich mich auch, warum Corina ausgerechnet im Frühjahr 2014 diese Diagnose erhielt.

Sie wird allg. als nicht nett beschrieben. Auf mich wirkt das so, als das die Bekannten von Patrick ihm diese Tat nicht zutrauen und somit Corina die Hauptschuld geben. Allerdings bin ich der Meinung, er war auch bei den vorherigen Anschlägen dabei. Somit ist er definitiv mitschuldig.

Er hat seinen Eltern weder Christina vorgestellt, noch gesagt, dass sie schwanger sei. Das zeigt doch schon ein ziemlich gefühlskaltes Verhalten.

Dann muss man sich mal vorstellen, warnt die Mutter Christina, nicht zur Rur zu gehen. Sie hatte also schon ein ungutes Gefühl, dass man ihrer Tochter eine Falle stellt. Wie grausam.


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