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Religionsfragen

114 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Religion, Fragen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Religionsfragen

04.07.2013 um 20:15
Zitat von LepusLepus schrieb:Aber sehr viele glauben das nicht, sind das dann keine Christen mehr oder einfach nur keine "modernen" Christen?
Ich würde sagen, es sind keine "modernen" Christen :D
Zitat von LepusLepus schrieb:Wie zum Beispiel?
Zum Beispiel indem man sagt, dass die Offenbarung Gottes in Jesus Christus stattfand und die Bibel dann das Werk ist, das zeitlich am nächsten dran ist und deshalb am unverfälschtesten von dieser Gottesoffenbarung berichten kann.


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04.07.2013 um 20:27
Ja, dass würde ich auch so sehen. ^^
Ich kenne übrigens keine "modernen" Christen in diesem Sinne, deswegen finde ich deine Ansichten dazu spannend. :)
@Cricetus schrieb:
Offenbarung Gottes in Jesus Christus stattfand
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz.
Ich versuche es mal so zu formulieren, wie ich mir das denke, korrigiere mich bitte, wenn nötig. ^^

Also:
Das alte Testament wurde vom Judentum übernommen, um eine Grundlage zu schaffen.
"Moderne" Christen glauben, dass der Gott dort nicht "real" ist, sondern von Menschen erdichtet.
Gottes Auftritt ist dann erst im neuen Testament bei der Geburt Jesus.
Und ab dann sind die Taten Gottes und Gott selbst "real"?


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04.07.2013 um 20:32
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich kenne übrigens keine "modernen" Christen in diesem Sinne, deswegen finde ich deine Ansichten dazu spannend. :)
Ich kenne eine ganze Menge^^
Zitat von LepusLepus schrieb:Das alte Testament wurde vom Judentum übernommen, um eine Grundlage zu schaffen.
"Moderne" Christen glauben, dass der Gott dort nicht "real" ist, sondern von Menschen erdichtet.
Gottes Auftritt ist dann erst im neuen Testament bei der Geburt Jesus.
Nee nicht wirklich. Ich versuche es mal anders:
Sowohl altes auch als neues Testament sind Versuche von Gläubigen ihre "Erlebnisse" mit Gott darzustellen und zwar mit den Mitteln der jeweiligen Zeit. Das heißt im AT durch Mythen und dergleichen. Das heißt, dass die Geschichten gar nicht wahr sein wollen, sondern nur etwas über Gott bzw. über das Verhältnis von Gott und Mensch aussagen, verpackt in Mythen.

Aber genau so kritisch wird auch das NT gesehen. Wenn du dir beispielsweise die historische Jesusforschung anguckst, bist du ziemlich schnell bei einem Terroristen, der versagt hat, weil sein Gott ihn dann doch nicht gerettet hat.
Zitat von LepusLepus schrieb:Und ab dann sind die Taten Gottes und Gott selbst "real"?
Nee das ist ja der Clou an dem ganzen Gottesbild: Da Gott rein transzendent gedacht wird, ist die Zuschreibung von Realität sowieso obsolet. Genau sind auch Taten Gottes nicht möglich, weil ein rein transzendentes Wesen nicht handeln kann.


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04.07.2013 um 21:04
@Cricetus schrieb:
Aber genau so kritisch wird auch das NT gesehen. Wenn du dir beispielsweise die historische Jesusforschung anguckst, bist du ziemlich schnell bei einem Terroristen, der versagt hat, weil sein Gott ihn dann doch nicht gerettet hat.
Das habe ich vor kurzem hier schon mal gelesen, die Vorstellung finde ich gar nicht schlecht - und auch lustig, um ehrlich zu sein. ;)
Jesus, der Revoluzzer. ^^
Ist auch sehr wahrscheinlich: Jesus und seine Jungs sind den Oberen ziemlich auf den Keks gegangen und mussten beseitigt werden.
@Cricetus schrieb:
Nee das ist ja der Clou an dem ganzen Gottesbild: Da Gott rein transzendent gedacht wird, ist die Zuschreibung von Realität sowieso obsolet. Genau sind auch Taten Gottes nicht möglich, weil ein rein transzendentes Wesen nicht handeln kann.
Auweia, jetzt wird es für mich kompliziert.
Was genau ist transzendent?
Ich kenne den Begriff natürlich, habe auch gerade noch mal nachgeschlagen, aber ich kann ihn nicht einordnen.
Ich kann mir den christlichen Gott nicht transzendent vorstellen.


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04.07.2013 um 21:06
Zitat von LepusLepus schrieb:Ich kann mir den christlichen Gott nicht transzendent vorstellen.
Es heißt erst einmal übersinnlich. Wenn man das auf Gott überträgt, heißt das, dass Gott mit dieser Welt keinerlei Interaktion vollzieht. Es gibt also Gott und es gibt die Welt. Wobei "es gibt" bei Transzendenz auch schon schwierig ist, weil das Sein ja etwas Gegenständliches voraussetzt.
Du kommst da letzten Ende bei sowas raus wie "Gott ist ein Gefühl" oder "Gott ist ein Prinzip".


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04.07.2013 um 22:07
@Cricetus
Ah!
Jetzt habe ich es kapiert, glaube ich. ^^


Dann hat Gott auch nicht die Welt und alles erschaffen, richtig?
Er ist ein Gefühl, das in einem Menschen entsteht.
Dann ist er also global gesehen total unwichtig, sondern nur für den jeweiligen Menschen relevant, der Gott in sich entstehen lässt?


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04.07.2013 um 22:15
Zitat von LepusLepus schrieb:Dann hat Gott auch nicht die Welt und alles erschaffen, richtig?
Nach dem Modell nicht.
Zitat von LepusLepus schrieb:Dann ist er also global gesehen total unwichtig, sondern nur für den jeweiligen Menschen relevant, der Gott in sich entstehen lässt?
Ja genau. Er steht bei denen Menschen, die an ihn glauben, für etwas aber man kann ihm keine objektive Wahrheit wie beispielsweise dem Stein vor deiner Haustür zumessen.


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04.07.2013 um 22:22
@Cricetus

Das Konzept gefällt mir irgendwie.


Nur was hat man dann von so einem Gott?
Was tut er für einen? Er kann ja nichts tun.


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04.07.2013 um 22:23
Zitat von LepusLepus schrieb:Nur was hat man dann von so einem Gott?
Was tut er für einen? Er kann ja nichts tun.
Er hat die selbe Aufgabe wie Religion allgemein: Kontingenzbewältigung. Er steht also als Antwort auf die Fragen, die sich so im Leben stellen.
Oder mit Kant: Er ist der Faktor, der dir im Leben das "Wissen" gibt, dass es einen Zusammenhang von ethisch gutem Handeln und Glückseligkeit gibt.


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05.07.2013 um 00:53
@Cricetus

Aber er kann dann nicht auf alle Fragen eine Antwort geben.
Zum Beispiel:
Wer hat alles erschaffen?
Da muss man wieder die Wissenschaft mit ihren Theorien bemühen.

Wenn wir diesen transzendenten Gott quasi als kleinen Mann im Ohr sehen, der uns zuflüstert, was gut und was böse ist, haben wir einfach nur unser Gewissen "personalisiert".
Ich brauche so etwas nicht.
Deswegen verstehe ich nicht, weshalb es andere benötigen. Warum ist das so?
Warum generiert man einen Gott in sich, der in Wirklichkeit nichts anderes ist, als das eigene Selbst?


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05.07.2013 um 01:03
Zitat von LepusLepus schrieb:Warum generiert man einen Gott in sich, der in Wirklichkeit nichts anderes ist, als das eigene Selbst?
Du hast dir deine Frage im Grunde genommen ja schon selbst beantwortet.
Weil Er in Wirklichkeit nicht anderes ist, als das eigene Selbst.
So sehe ich es. :)
"Hilf dir selbst dann hilft dir Gott" ;)


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05.07.2013 um 01:20
@Agnodike
Beantwortet aber nicht meine Frage, warum man sich lieber einen inneren Gott vorstellt, als einzusehen, dass man selbst hinter dem Gefühl in einem steckt. ;)


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05.07.2013 um 01:30
@Lepus
Vielleicht hat man dadurch ein Gefühl der Geborgenheit, Sicherheit und ganz wichtig eine Hoffnung.
Ich kann jetzt nur von mir schreiben, aber ich finde durch meinen Glauben die Hoffnung. Muss dazu schreiben, dass mein Glauben sehr speziell ist, bin nicht die, wie soll ich es am besten schreiben, :D typische Gläubige. :)


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05.07.2013 um 01:44
@Agnodike schrieb:
Vielleicht hat man dadurch ein Gefühl der Geborgenheit, Sicherheit und ganz wichtig eine Hoffnung.

Stimmt, das habe ich ganz außer Acht gelassen! ^^
Wenn man's braucht - okay.
Habe ich nichts gegen.

Wenn man es aber sieht wie @Cricetus dann fällt doch Sicherheit, Hoffnung etc. aus, weil Gott ja nichts macht, wenn ich das richtig verstanden habe.
Er ist dann ja auch nicht für diese Dinge verantwortlich.


Was macht dich denn zu einer speziellen Gläubigen?


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05.07.2013 um 02:11
@Lepus

Oha, wenn ich das hier schreibe werde ich noch gesteinigt. :D

Also die Kurzform:
Bin weder getauft und auch nicht gläubig erzogen.
Glaube nicht an die Bibel, für mich also kein Hilfswerk, da von Menschen geschrieben.
Gehe nicht beichten und in die Kirche. Schau sie mir aber aus persönlichen Interesse gerne mal an, wenn die „wahren“ Gläubigen die Kirche verlassen haben. (ich brauch meine Ruhe) :D
Ich verlasse mich nicht auf Gott durch Gebete, quasel ihn nur manchmal nett voll, ich sehe ihn da mehr als „Kumpel“ im Gedanken. Sündige gerne mal aus voller Lust. ;)

Und jetzt kommt die Härte, ich weiß das „Er“ (ich glaube ja immer noch das Gott ne Frau sein muss) mich nimmt wie ich bin und mir verzeiht und wenn ich mal das zeitlich segne nimmt er mich wie eine gute Freundin auf in sein „Himmelsreich“.
Hoffe ich bekomme ne Wolke für mich alleine, aber ich möchte ja nicht unverschämt sein, begnüge mich auch mit einem Wölkchen. (witzle nen bissel) ;)
Aber so im Großen und Ganzen war's das. Ach ja, dass wichtigste hätte ich bald vergessen, er nimmt mich so, weil ich sein „Experiment“ bin und welcher Erschaffer gibt schon seine eigenen Fehler gerne zu.
Ich hoffe ich konnte deinen Wissensdurst etwas befriedigen. :) ;)
PS.: Falls ich etwas vergessen habe, reiche ich es gerne nach. :D
Zitat von LepusLepus schrieb:Was macht dich denn zu einer speziellen Gläubigen?



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05.07.2013 um 10:44
Zitat von LepusLepus schrieb:Deswegen verstehe ich nicht, weshalb es andere benötigen. Warum ist das so?
Warum generiert man einen Gott in sich, der in Wirklichkeit nichts anderes ist, als das eigene Selbst?
Man generiert ihn ja nicht bewusst. Glaube ist ein Gefühl, das passiv über den Menschen kommt. Sonst bist du sofort in der Religionskritik.
Gott wirkt quasi von innen im Menschen aber nicht in der Welt.


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05.07.2013 um 22:35
@Agnodike
Danke für deine Erklärung.

Deine Art zu glauben finde ich gut. ^^



@Cricetus
Passiv? Ich finde, der wird einem von anderen eingebläut.




Dank euch beiden verstehe ich das Ganze jetzt besser.
Vielen Dank! ^^


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06.07.2013 um 00:09
Zitat von LepusLepus schrieb:Passiv? Ich finde, der wird einem von anderen eingebläut.
Wie meinst du das? Es gibt auch genug Gläubige, die ohne so erzogen zu sein, glauben und genau so gibt es genug Atheisten, die in einer religiösen Familie aufgewachsen sind.


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06.07.2013 um 08:47
Zitat von CricetusCricetus schrieb:und genau so gibt es genug Atheisten, die in einer religiösen Familie aufgewachsen sind.
richtig, ich bin das beste beispiel dafür :)


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06.07.2013 um 19:01
@Cricetus
Man wacht nicht morgens auf und denkt sich: "Ach ab heute bin ich gläubig/Atheist."
Da gehört mehr dazu und meistens wird man von anderen beeinflusst.


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