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Betroffenheit und Doppelmoral

155 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Egoismus, Mitgefühl, Mitleid ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
aceofspades Diskussionsleiter
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Betroffenheit und Doppelmoral

09.11.2012 um 08:26
@Mrs.Mikaelson

Erwarte ich wirklich zuviel, wenn ich dafür plädiere, dass man sein emotionales und rationales Handeln vergleicht, und sich dann gegebenfalls einer Veränderung nicht enzieht? Ich halte das eher für einen gesellschaftlichen Minimalkonsens, ohne den es keine Entwicklung geben kann.

Aus meiner Sicht gibt es sehr wohl ein aufrichtiges Leben in einer heuchlerischen Welt, denn wäre das nicht möglich, bräuchte man generell nicht mehr auf eine Veränderung der Welt hoffen. Nur macht es eben einen grossen Unterschied, ob man sich für menschliche Selbstbestimmungsrechte, Tierschutz, Chancengleichheit usw einsetzt, oder lediglich auf der Seite der Reaktion verharrt. Das Unrecht trotz besseren Wissens zu unterstützen, ist eine Doppelmoral, die zum Glück nicht jeder automatisch bei sich selbst suchen muss. Davon kann man sich nämlich glücklicher Weise zu großen Teilen befreien, oder was meinst du?


@Daenerys

Nun gut. Diese Oma steht also am Bügelbrett, sieht die Kinder in Afrika und hat Mitgefühl. Ohne diese Emotion, diese Nächstenliebe, wäre auch erst gar keine Triebfeder für ein Handeln gegeben. Nur was hilft dieses Gefühl, wenn daraus nichts anderes erwächst, als das sie links neben sich greift, und den Kaffee trinkt, für den drei Kinder gestorben sind, und dabei nicht mal ein einziger reflektierender Funken durch ihre Gehirnwindungen rauscht?

Oder, um es noch etwas zu verdeutlichen: Was ist das für ein Mitgefühl, wenn ich zusehe, wie ein Jugendlicher am Bahnhof zu Tode geprügelt wird, ich aber außer betroffen zu sein nichts unternehme? Oder ich eine Doku über Tierversuche sehe, dann aber skrupelos genau die Medikamente zu mir nehme, die an eben den Tieren getestet wurden? Sorry, wenn das keine Doppelmoral ist, was denn dann? Da ist ein Fingerzeig ein probates Mittel, genauso wie du auf jedes andere Unrecht deuten würdest.

Das man sich nicht jederzeit allem entziehen kann, wenn man nicht gerade in Kanada in einer Blockhütte lebt, wurde schon vorher geschrieben, und steht sicherlich außer Frage. Man ist aber weder gezwungen sich für alles zu interessieren, noch gleich emotional überfordert, nur weil man sich beim Kauf von Produkten vorher erkundigt, wie diese hergestellt worden sind, oder? Soviel Zeit sollte man schon aufbringen können, ohne gleich den Verlust der Alltagsfähigkeit befürchten zu müssen.

Und am schlimmsten, und das geht doch aus dem EP hervor, finde ich diejenigen, die vorhandes Unrecht trotz besseren Wissens weiterhin unterstützen.

Das alles hat @leberkashawaii doch schon auf den Punkt gebracht.

@Saphira
Zitat von SaphiraSaphira schrieb:Welche Filme ich weiterhin kaufe und welche nicht, das geht dich rein gar nichts an. Ich bin dir keinerlei Rechenschaft schuldig
Ich weiß schon, warum du dazu nichts mehr sagen möchtest.
Zitat von SaphiraSaphira schrieb:auf andere Zeigen darfst du dann erst wenn du wirklich in jeder aber in jeder Hinsicht, so Handelst, dass kein Mensch darunter leidet.
Sagt wer? Du? Aber klar, du hast recht, nur Jesus oder ein Einsiedler darf über Doppelmoral und Heuchelei reden, schon klar.
Zitat von SaphiraSaphira schrieb:Ansonsten musst du hier nicht den großen Moralapostel, Richter oder sonst was spielen.
Ach, das wurde schon oft gesagt und geschrieben. Das ist eine typische Phrase ohne Gehalt. Du kennst mich doch gar nicht. ;)
Zitat von SaphiraSaphira schrieb:Und was das Thema Doppelmoral bzw. Heuchelei betrifft, da halte ich mich lieber an die richtige Definition
Die Definition ist schon die richtige. Genau die, um welche es mir bei diesem Thema auch ging.
Zitat von SaphiraSaphira schrieb am 06.11.2012:das Fordern von Verhaltensformen, die selbst nicht eingehalten werden.



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Betroffenheit und Doppelmoral

09.11.2012 um 14:09
@aceofspades
Ich halte von dem Begriff Doppelmoral allgemein nicht viel. Das ist auch so eine Sache, wenn man nur genau rumsucht, besitzt jeder Mensch eine Doppelmoral, daher finde ich den Begriff schon wieder hinfällig, wenn sie ohnehin auf jeden Menschen zutrifft.
Das Problem ist, was kann man dann noch kaufen, konsumieren, zu sich nehmen? Wenn ich spazieren gehe, zertrample ich wahrscheinlich Dutzend Insekten und selbst wenn ich kein Fleisch esse oder Ledersachen kaufe, sterben Tiere für mich. Diese Erkenntnis lässt viele resignieren, sie ist so schwer zu ertragen, dass man sich manchmal gar nicht damit auseinandersetzen kann. Zumindest geht es mir so und ich bin keine kopflose konsumgeile Tussi. Aber es reicht nie. Egal, was ich mache, es reicht nie. Und die Informationsbeschaffung ist eine langwierige frustrierende Sache, die ewig dauert. Klar, keine Rechtfertigung, es nicht zu machen. Aber es hat seinen Grund, warum Unternehmen mit Informationen hinterm Berg halten. Wie toll wäre es, wenn es überall draufstehen müsste? Oder wenn es eine Seite gebe, die einen das einfacher macht wie eine Suchmaschine. Es gibt eine, die greift die Idee auf, aber sie ist in meinen Augen noch komplett mangelhaft. Für jeden dens interessiert: wegreen.de
Und das mit den Medikamenten ist auch so eine Erbsenzählerei und wieder diese Zeigefingermoral (ein Grund, warum so viele Omnivoren genervt von extremen Veganern sind) - sobald man Leuten so was vorwirft, erreicht man gar nichts. Niemand wird sich ändern, wenn man sich persönlich angegriffen fühlt. Und die meisten stellen den Selbsterhaltungstrieb über eine höhere Moral. Ich finde Tierversuche auch scheiße, aber wenn ich richtig krank bin, bin ich froh, wenn ich Hilfe kriege. Da frage ich ehrlich gesagt auch nicht nach, was drin ist oder wie das Medikament entwickelt wurde. Kann jeder Moralapostel scheiße finden und wieder verächtlich was von Doppelmoral labern, klar. Die Alternative wäre weiter leider oder sogar sterben. Ich habe zumindest noch nie was von nachhaltigen Medikamenten gehört. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.
Das bescheuerte an vielen Gefühlen ist, wenn man es rational betrachtet: Sie haben überhaupt keinen Nutzen. Man empfindet etwas, aber es entsteht daraus kein Vorteil für einen oder andere. Gefühle bremsen auch oft mehr, als sie antreiben. Dann kommt der Selbstschutz wieder ins Spiel. Das mit zu Tode geprügelten Jugendlichen ist auch so eine Sache. Eine Mischung aus Angst und Gruppenzwang und Sensationsgeilheit hindert die Menschen daran, etwas zu unternehmen (wieder so komplett unproduktive bremsende Emotionen). Das ist keine Rechtfertigung für so ein Verhalten, mich macht es jedes Mal selber wütend, wenn ich so was sehe. Die meisten Menschen sind feige und haben einen schwachen Charakter. Vor allem, wenn es Männer sind, die dem Täter körperlich überlegen wären, wenn z.B. öffentlich eine Frau von einem Mann offensichtlich belästigt wird. Wer mischt sich ein? Entweder niemand oder wenn doch, dann ist es eine Frau. Es gibt Sachen, die kann und will ich gar nicht verstehen manchmal. -.-


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Betroffenheit und Doppelmoral

09.11.2012 um 15:22
Zitat von SaphiraSaphira schrieb am 06.11.2012:das Fordern von Verhaltensformen, die selbst nicht eingehalten werden.
Jo danke, da gibst du mir also doch mit meiner Definition recht. Sehr nett von dir. Genau das meinte ich auch. Demnach bin ich zum Beispiel nicht heuchlerisch bzw. doppelmoralisch. (Keine Ahnung ob es dieses Wort gibt, aber mir egal) Denn ich fordere keine Verhaltensweisen die ich selbst nicht einhalte. All das was ich auch mache kritisiere ich auch nicht bei anderen oder halte es ihnen sonst wie vor.
Zitat von aceofspadesaceofspades schrieb:Ich weiß schon, warum du dazu nichts mehr sagen möchtest.
Naja egal ob es jetzt so wäre oder so, ich hätte dir eh nichts gesagt. Also sagt es dir jetzt mal rein gar nichts. Du kennst mich halt nicht.

Nebenbei ich habe im Internet nach Bollywood in Bezug auf Kinderarbeit gesucht, nichts gefunden. Ich wäre dankbar wenn man mir ein Link geben könnte.


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aceofspades Diskussionsleiter
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Betroffenheit und Doppelmoral

14.11.2012 um 05:51
@Daenerys

In mancherlei Hinsicht sprichst du mir aus der Seele. Es ist wirklich nie genug. Diesem Gefühl kann ich mich meistens auch nicht entziehen. Nur wäre das sicherlich anders, wenn alle dafür etwas tun würden, nicht wahr? Wenn die Ursachen der Probleme von vielen erst gar nicht erschaffen werden, müssen sich die anderen nicht mit den Symptomen rumprügeln.

Warum halten wir uns hier mit Worten auf? Auf einen Mißstand oder ein Unrecht hinzuweisen geht nunmal nur mit Worten und mit Taten. Wie denn sonst? Ob das nun ein Fingerzeig oder der Hinweis auf eine moralische Vorstellung ist, bleibt doch das gleiche. Irgendwie muss ich doch was verändern. Wie soll es denn sonst geschehen, wenn es nicht ausgesprochen wird? Und jemanden einen Moralapostel zu nennen, nur weil er darauf hinweist, ist der Versuch, einer humanen und ethischen Ansicht etwas negatives anhaften zu wollen, quasi die Verkehrung der Tatsachen mit verbalen Mitteln. -Gutmensch- ist der gleiche polemische Ansatz.

Es geht mir nicht darum auf andere zu zeigen. Na na na, sowas macht man nicht. Sondern ins Licht zu rücken was wir doch schon längst alle wissen. Das wir davon profitieren, dass andere leiden und nur wenige dagegen genug unternehmen, und die meisten nur betroffen reden statt zu handeln, ob nun medial oder im realen Leben. Wir können uns wenigstens noch wehren, viele zumindest, bei Tieren und Pflanzen sieht das schon ganz anders aus.

Eigentlich weiß doch jeder, was rechtens ist. Der einfache Spruch - Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderem zu- ist die einfachste Form das darzustellen. Jeder kennt Schmerz, Trauer und Leid von sich selbst. Niemand ist scharf darauf, das erleben zu müssen, doch bei anderen Lebewesen akzeptiert man es? Doppelmoral ist das Wort dafür, mir wäre auch jede andere Wortschöpfung recht. Und ich kann ich dir eine ewige Liste von Dingen nennen, die auch auf alle Menschen zutrifft, und die du deshalb sicherlich nicht als hinfällig bezeichnen würdest. Daher hat mich diese Aussage etwas überrascht.

Ansonsten gehts mir eben sehr ähnlich wie dir: Ich hinterfrage mich ständig: Selbsterhaltungstrieb vs. Humanismus. Teils macht es mich wütend, teils nervt es mich und ich fühle mich überfordert, manchmal bleibt einfach nur Resignation und ungläubiges Kopfschütteln übrig, und das ärgert mich dann erst recht. Vorallem für die Betroffenen.

Emotionen können bremsen, ja. Doch sie sind genauso die Triebfeder für Entwicklungen in jeder Form. Ohne Mitgefühl oder Nächstenliebe wären wir noch skrupeloser, als wir es teilweise ohnehin schon sind. Wer sich gegen Unrecht nicht wehrt, lebt sicherlich verkehrt. Rational und emotional.

@Saphira

Ich komme nur ungern mir leeren Händen zurück. Die Doku lief vor mehr als einem Jahr auf Arte. Ich kenne jemanden, der sie noch auf Festplatte hat. Mit dem Namen der Sendung sollte man sie dann finden können, im Netz.

Eins noch: Fühl dich bitte nicht angesprochen, wenn es bei dir nicht so ist. Am Ende ziehen wir sicherlich am selben Seil, auch wenn du Teile davon anders siehst. Da bin ich mir ziemlich sicher. Alles andere hab ich vorher oder oben schon ausführlich geschrieben.


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Betroffenheit und Doppelmoral

18.11.2012 um 15:33
@aceofspades
Und deswegen können wir nur heuchelnd, mit einer schier grenzenlosen Doppelmoral darüber debattieren, denn WIR sind ein Stück der Maschinerie und des gefräßigen Monsters. Wir leben diesen tödlichen Moloch, und keiner will wissen, wie blutig die Hände des indischen Kindes waren, welches meine Schuhe zusammengeschustert hat. Keiner. Hauptsache es war ein Schnäppchen.

Unsere ehrliche oder gespielte Betroffenheit macht uns nur keinen Hauch besser. Dann sollten wir einfach dazu stehen, dass wir ein Teil des Problems sind, und kein Teil der Lösung.
Was solche Schnäppchen angeht ich verweigere es ich kauf das zeug einfach nicht aber das tu ich für mich, meiner meinung nach sollte man eher auf qualität und design setzen
ich gebe auch kein geld für organisierte bettler nur denen die es brauchen da hab ich ein gutes gefühl und gut is was hab ich davon wenn ich das erwähne das liegt echt an jedem selbst.


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aceofspades Diskussionsleiter
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Betroffenheit und Doppelmoral

20.11.2012 um 10:19
Zitat von SoundTrackSoundTrack schrieb:was hab ich davon wenn ich das erwähne das liegt echt an jedem selbst.
Was hast du davon, wenn du es nicht erwähnst? Davon abgesehen, dass du es hiermit getan hast. Ist doch nur recht, wenn man es ausspricht. Dazu ist das Leben doch schließlich da, oder?


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Betroffenheit und Doppelmoral

20.11.2012 um 10:40
Zitat von aceofspadesaceofspades schrieb:Ist doch nur recht, wenn man es ausspricht.Dazu ist das Leben doch schließlich da, oder?
Ja dafür ist es da ich mach auch so weiter aber es gibt auch viele die nur davon erzählen wie gut sie zu anderen sind die ganze Zeit immer nur süsse worte rauslassen und denen glauben ich nicht ich bin von natur aus misstrauisch


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Betroffenheit und Doppelmoral

20.11.2012 um 10:52
Ich finanziere von meinen Steuergeldern den Krieg in Afghanistan, d.h. mein Geld tötet dort Menschen. Ich unterstütze durch meine Steuergelder eine korrupte, kriminelle Atomindustrie. Von den Schäden durch meine Konsumgewohnheiten will ich gar nicht erst reden. Mein Telefon tötet Kinder, mein Auto Eisbären und meine Heizung ruiniert das Klima.

Alles, was ich tun kann, ist Pflästerchen kleben, so eine Art moderner Ablasshandel:
Ich sorge dafür, dass die Einwohner eines Kaffs in Nicaragua Strom haben, ihe Kinder Schulbücher und Stifte und alle eine Gesundheitsversorgung. Ein Teil unseres Familieneinkommens geht drauf für Obdachlose in Dublin, für misshandelte Frauen in Schleswig-Holstein, für ein paar BIs, Kultur- und Öko-Projekte. Meine Kids kümmern sich um Flüchtlingskinder, helfen beim Spracherwerb und den Hausaufgaben. Die MitarbeiterInnen der französischen Filiale des Unternehmens meiner Frau sind verpflichtet, einen Teil ihrere Arbeitszeit sozialen Projekten zu widmen, u.a. kümmern sie sich um illegalisierte Flüchtlingskinder, organisieren Bildungsangebote und medizinische Versorgung. Das ist alles scheinbar viel - aber letzlich doch zu wenig.

Betroffenheit allein reicht nicht aus, wenn ihr kein konkretes Handeln folgt, auch wenn es letztlich nur einen gutmenschelnden Alibi-Charakter hat. Derjenige, dem man hilft, dem hat man geholfen, weil es kein anderer tut. Dankbarkeit sollte man für Selbstverständlichkeiten allerdings nicht erwarten.


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Betroffenheit und Doppelmoral

20.11.2012 um 11:39
@Doors
Alles, was ich tun kann, ist Pflästerchen kleben, so eine Art moderner Ablasshandel:
Dankbarkeit sollte man für Selbstverständlichkeiten allerdings nicht erwarten.
Am ende ist es wirklich so


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aceofspades Diskussionsleiter
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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 12:03
@Doors

Wenn deiner Einstellung und deinem Engagement mehr Menschen folgen würden, als es momentan der Fall ist, könnten aus den kleinen Pflästerchen doch noch ganze Heilungsprozesse werden, die bis dato noch reine Fiktion sind. Das ist eine wünschenswerte Utopie, die wir wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr mitbekommen werden.


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Doors ehemaliges Mitglied

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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 12:05
@aceofspades

Man kann und sollte niemandem die eigenen Verhaltensweisen aufzwingen.


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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 12:08
@Doors

Sicherlich kann man niemanden zu seinen Glück zwingen, und sei es zum Wohle aller gedacht. Doch man kann aufklärend tätig sein, und statt auf der Seite der Reaktion zu bleiben, aktiv sein. Das wäre doch schon mal ein grosser Schritt.


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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 14:03
Hm... ich habe mir den Eingangspost noch mal durchgelesen und halte das, was da steht, einfach nur für die halbe Wahrheit...

Natürlich ist das Betroffenheitsgerede manchmal richtig ätzend und deutsche Fernsehabendfilme sind oft besonders gut darin, Betroffenheitsfernsehen zu zeigen... manchmal wird da der moralische Zeigefinger so fürchterlich kitschig in die Luft gestreckt, dass man sofort abschalten will (was ich dann auch tue, ich schaue das Zeug auch nur mit, wenn meine Freundin da reinschaltet. Sie sieht eben gerne romatisch-kitschige Filme).

Allerdings läßt das alles außer acht, dass es eben DOCH viele Menschen gibt, die aktiv helfen.

Was ist mit "Ärzte ohne Grenzen"?
"Die private, unabhängige Hilfsorganisation leistet medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten."

...und setzen sich täglich großen Gefahren aus (auch medizinischer Natur).

------

Was ist mit den vielen allein in Deutschland ehrenamtlich helfenden Menschen?

"Um die Bedeutung der geschätzten 100 Millionen Freiwilligen in Europa in der Gesellschaft herauszustellen, wurde von der Europäischen Union das Jahr 2011 zum Europäischen Jahr des Ehrenamtes erklärt."

Die Angaben über die Anzahl der in Deutschland ehrenamtlich tätigen Menschen sind je nach Quelle unterschiedlich. Das Bundesfinanzminsterium gibt für das Jahr 2004 an, dass 70 Prozent aller Menschen über 14 Jahre ehrenamtlich tätig waren.[3] Das Deutsche Rote Kreuz geht von 17 Millionen Freiwilligen und Ehrenamtlichen aus.[4] Eine Untersuchung des Internetportals betterplace.org im Auftrag der Bank ING-DiBa AG kommt auf über 23 Millionen Menschen, die Bereitschaft sich zu engagieren hätten der Studie zufolge insgesamt 24 Millionen Menschen.

Quellen: Wiki

Was ist eigentlich mit den ganzen Menschen, die uneigennützig helfen? In Verbänden, in kirchlischen und anderen religiösen Einrichtungen, in Vereinen, Hot-Lines etc.?


Wie paßen DIE in dein misanthropisches (Welt-)Bild? @aceofspades

Ich hoffe, dass ich mich nach meinem Berufsleben ehrenamtlich engagieren kann, das würde mir wirklich auch Spaß machen... mal sehen, ob das klappt.


Und ehrlich gesagt... bin ich froh, wenn ich mit meinen mageren finanziellen Möglichkeiten meinen Kindern ab und an ne Freude machen kann... ich kümmer mich lieber vernünftig um meine eigene Familie, die auch sehen muss, wo sie finanziell bleiben kann... ich spare lieber auf einen Urlaub mit meinen Kindern... oder helfe Freunden, wenn sie in Not geraten. Das gibt es in Deutschland übrigens immer häufiger.

Ich hab' nix übrig... leider...

Betroffenheit zeige ich dennoch, wenn ich eine schlimme Nachricht im Fernsehen oder in der Zeitung sehe bzw. lese.

Sich jetzt völlig von diesen Gefühlen zu distanzieren, ist einfach albern und zeigt für mich wenig Lebenserfahrung... so Texte schreiben eigentlich immer nur halbstarke, die erst noch ein paar Jahre brauchen, um etwas zur Besinnung zu kommen.

Übrigens.. was machst DU, um die Welt zu einem schöneren Ort zu machen?

Positiv denken anscheinend schon mal nicht.


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aceofspades Diskussionsleiter
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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 14:34
@moric

Hast du dir auch die Mühe gemacht alle anderen Ausführungen von mir durchzulesen? Denn dann hätten sich vermutlich die Hälfte deiner Vermutungen bereits erledigt.


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Betroffenheit und Doppelmoral

22.11.2012 um 15:33
@aceofspades

Hm... habe ich irgendwo den Hinweis darauf überlesen, dass du ehrenamtlich tätige Menschen und die anderen gemeinützigen Gruppen von deiner Schelte ausschließt?


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