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TERRORISMUS (in arbeit)

... aus dem Blog von lesslow   Profil von lesslow

"Es gibt immer noch Menschen die Psychedelika wehement ablehnen.

Kaum einer davon hat sie je ausprobiert und die Ablehnung geht zu 99% auf das Konto von Leuten,

die nicht die geringste Ahnung von ihren Wirkungen haben.

Aber ob sich daran in nächster Zeit wesentlich etwas ändern wird, ist schwer zu sagen."



Duncan Blewett - ehem. Dekan der Psychologischen Fakultät, Universität Saskatchewan

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TERRORISMUS (in arbeit)


16.11.2007 um 14:24, ein Kommentar
Hi Leute,
ein anscheinend immer aktuelles Thema, welches ich beleuchten möchte, ist der Terror. Man fragt sich: "Was ist Terrorismus" "Wer übt terrorismus aus" "Wen kann man als Terrorist klassifizieren?" usw.
Um uns dieser Fragen zu nähern, muss ich ein paar Definitionen herholen:



»Der Terror (lateinisch der Schrecken, von terrere - in Schrecken versetzen) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt um Menschen gefügig zu machen und besonders zur Erreichung politischer sowie wirtschaftlicher Ziele, was man als Terrorismus bezeichnet.«

»Terror war ursprünglich bei den alten Vordenkern des Liberalismus eine dem Staat zugeschriebene legitime Funktion. Für Thomas Hobbes war der „Schrecken gesetzlicher Bestrafung" (terror of legal punishment) eine notwendige Voraussetzung eines Staatswesens, dem auf der anderen Seite „der Schrecken der Macht" (the terror of some power) entsprach.

Am Vorabend der französischen Revolution (1789) empörten sich die Aufklärer und warfen der Monarchie vor ein terroristisches Schreckensregiment (par la terreur) zu sein. Auch Voltaire bezeichnet 1769 die staatlich inszenierte öffentliche Folterpraxis vor Hinrichtungen mit Rädern und Zerreißen bei lebendigem Leibe als „Terrorapparat" (appareil de terreur). Allerdings waren die französischen Revolutionäre es selbst, die ab 1793 mit Robespierre den Terrorismus, die Terrorherrschaft, als staatliches Machtmittel ausriefen.

In einem „Tugendstaat" seien das Volk durch Vernunft zu leiten und die Feinde des Volkes durch „terreur" zu beherrschen, so Robespierre am 5. Februar 1794 vor dem Konvent: Terror ist nichts anderes als rasche, strenge und unbeugsame Gerechtigkeit. Er ist eine Offenbarung der Tugend. Der Terror ist nicht ein besonderes Prinzip der Demokratie, sondern er ergibt sich aus ihren Grundsätzen, welche dem Vaterland als dringendste Sorge am Herzen liegen müssen. Dem Exekutivorgan dieses Staatsterrors, dem Pariser Revolutionstribunal, fiel Robespierre noch im selben Jahr schließlich selbst zum Opfer.«

Terror



Hmm, wir sehen das Terror immer ein politisches Mittel war, in erster Linie dazu DAS EIGENE VOLK in Zaum zu halten. Diese wichtige Erkenntnis sollten wir uns im Hinterkopf behalten.



»Der Begriff Staatsterrorismus wird für staatliche oder von staatlicher Seite geförderte Gewaltakte gebraucht, die die jeweils zur Anwendung kommenden Kriterien für Terrorismus erfüllen. Da letztere nicht einheitlich sind, existiert auch keine allgemein anerkannte Definition von Staatsterrorismus. Vielmehr wird die Bezeichnung zumeist als Kampfbegriff gebraucht. Sie bezieht sich insofern beispielsweise auf militärische Aktionen mit zivilen Opfern, Menschenrechtsverletztungen in Diktaturen oder auch auf die Anwendung von Methoden herkömmlicher terroristischer Organisationen (etwa Sprengstoffanschläge, Ermordungen, Entführungen) durch Geheimdienste oder in staatlichem Auftrag handelnde paramilitärische Gruppen.«
Staatsterrorismus



Ui.... Das Terrormärchen kleiner Splittergruppen und einzelner Leuter zieht nicht so ganz. Immer aber wirklich immer stehen dahinter Gruppen innerhalb einer Regierung oder Gruppen die von Regierungen geduldet und gefördert werden.
Ich hab sogar ein paar Beispiele an der Hand:



»Als Celler Loch wurde ein Loch bekannt, das am 25. Juli 1978 in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle gesprengt wurde. Der Anschlag war von der niedersächsischen Landesbehörde für Verfassungsschutz fingiert worden. Unter dem Schlagwort Celler Loch wurde auch die sich daraus ergebende Affäre bundesweit bekannt.«
Celler Loch


»Gladio (ital. vom Lateinischen gladius für Schwert) oder auch Stay-Behind-Organisation war der Name einer Geheimorganisation von NATO, CIA und des britischen MI6 während des Kalten Kriegs. Sie existierte von etwa 1950 bis mindestens 1990 und erstreckte sich über das damalige Westeuropa, Griechenland und die Türkei. Im Zuge der Aufdeckung von Gladio wurde 1990 bekannt, dass Teile der Organisation unter Mitwirkung von staatlichen Organen systematisch und zielgerichtet an gravierenden Terrorakten in mehreren europäischen Ländern beteiligt waren.«

»Man musste Zivilisten angreifen, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen, unbekannte Menschen, die weit weg vom politischen Spiel waren. Der Grund dafür war einfach. Die Anschläge sollten das italienische Volk dazu bringen, den Staat um größere Sicherheit zu bitten. (...) Diese politische Logik liegt all den Massakern und Terroranschlägen zu Grunde, welche ohne richterliches Urteil bleiben, weil der Staat sich ja nicht selber verurteilen kann. (Vincenzo Vinciguerra, 1990 wegen Mordes an drei Carabinieri verurteilter Rechtsextremist und Gladio-Mitglied)«

»Terror eignet sich mehr als irgendeine andere militärische Strategie dazu, die Bevölkerung zu manipulieren. (Daniele Ganser, 2005 - Historiker und Gladio-Forscher)«

Gladio

»Die Strategie der Spannung (nachrichtendienstlicher bzw. politischer Begriff, vom ital. strategia della tensione) ist ein Oberbegriff für einen Komplex aus zielgerichteten, verdeckten Maßnahmen zur psychologischen, gesellschaftlichen oder politischen Destabilisierung oder Verunsicherung einer Bevölkerungsgruppe, einer Region oder eines Staates durch Mitglieder einer nationalen bzw. global agierenden Elite. Die Werkzeuge sind illegale, meist gewaltsame Mittel wie Terroranschläge, Morde, Entführungen, paramilitärische Operationen, ferner psychologische Kriegführung und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen, außerdem das Schüren von Unruhen und die zielgerichtete Eskalation von ursprünglich gewaltlosen Konflikten durch Agents provocateurs. Diese werden typischerweise in Kombination mit Mitteln zur Verbreitung von Falschinformationen angewendet. Charakteristischerweise wird die Strategie der Spannung unter strikter Geheimhaltung von Organen des betroffenen Staates selbst oder von mit diesen verbundenen Tarnorganisationen verfolgt (siehe Ziele, Akteure und Motivation). Daher müssen Aussagen darüber, ob eine kriminelle Tat auf eine Verschwörung im Sinne dieser Strategie zurückzuführen ist, oft Vermutungen bleiben. Von Skeptikern werden solche Vermutungen oft unter die Verschwörungstheorien eingereiht. Es gibt jedoch eine Anzahl von bewiesenen Fällen in der jüngeren Geschichte.«
Strategie der Spannung



Hmm, schwere Kost...
Lassen wir mal jemanden sprechen, der weiß wovon er redet, immerhin war er Staatsmann einer wahrlichen Schreckensherrschaft:



»" ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder einekommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazugebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr.Diese Methode funktioniert in jedem Land." (S. 270)«

Aus: Nürnberger Tagebuch /von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen dieHauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... -Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.



Hmm. Sind diese Methoden von denen er spricht nicht aktueller denn ja? In Zeiten, in denen Medien täglich über dinge wie den 11.September, Afganistan- und Irakkrieg, Vorratsdatenspeicherung, Terrorismus, Überwachung... berichtet?
Halt! Medien... Ich muss nachdenken.... Medien..... Medien....
Da fallen mir doch glatt noch ein paar Begriffe im Zusammenhang mit Medien ein!
Etwa: Propaganda, Manipulation, Psychologie, ....
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"Hmm. Sind diese Methoden von denen er spricht nicht aktueller denn ja? In Zeiten, in denen Medien täglich über dinge wie den 11.September, Afganistan- und Irakkrieg, Vorratsdatenspeicherung, Terrorismus, Überwachung... berichtet?"

Allerdings, leider wahr :(
bin auch schonmal über dieses Zitat "gestolpert" .....
Alles wiederholt sich, und immer wieder lassen sich leider Menschen so manipulieren und für einen Kriegseinsatz einspannen -- ohne gross zu hinterfragen ....
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