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Rogue Planets
03.01.2026 um 18:51Mittels Microlensing-Methode wurde ein Planet mit etwa der Masse des Saturns entdeckt, der wahrscheinlich ohne gravitative Bindung an einen Mutterstern durch das All treibt:
Solche Planeten nennt man auch Rogue Planets:
Einen passenden Artikel dazu hatte 2011 Florian Freistetter auf seinem Blog "Astrodicticum simplex" geschrieben. Der Begriff "Steppenwolf-Planet" bezeichnet einen Rogue Planeten, der Leben hervorgebracht hat:
Der neue Planet besitzt etwa ein Viertel der Masse des Jupiters und ähnelt damit Saturn. Es scheint sich in dieser Hinsicht um einen typischen Vertreter zu handeln, denn auf indirektem Weg hatte man bereits herausgefunden, dass die meisten dieser Planeten leichter als der Jupiter sein dürften.Quelle: https://www.derstandard.at/adblockwall/story/3000000302611/einsamer-planet-ohne-heimatstern-von-der-groesse-des-saturns-entdeckt
Die vergleichsweise geringe Masse liefert auch Aufschluss über seine Entstehung. Bei herrenlosen dunklen Objekten im All ist nämlich in der Regel nicht klar, ob es sich um echte Planeten oder um braune Zwerge handelt, die eher zu klein geratenen Sternen als Planeten ähneln. Mit seiner Masse muss der neue Planet aber in einer Staubscheibe um einen Stern entstanden und dann irgendwie aus seinem Heimatsystem geschleudert worden sein.
Ob er dieses Heimatsystem je verlassen hat, ist dabei nicht restlos gesichert. Er könnte sich unter Umständen doch in einer – extrem langen – Umlaufbahn um einen Stern befinden.
Solche Planeten nennt man auch Rogue Planets:
Rogue planets may originate from planetary systems in which they are formed and later ejected, or they can also form on their own, outside a planetary system. The Milky Way alone may have billions to trillions of rogue planets, a range the upcoming Nancy Grace Roman Space Telescope is expected to refine. The odds of a rogue planet entering the solar system, much less posing a direct threat to life on Earth are slim to none with the odds being about one in one trillion within the next 1,000 years.Übersetzung:
Wandernde Planeten (Rogue planets) können aus Planetensystemen stammen, in denen sie gebildet wurden und später herausgeschleudert wurden, oder sie können sich auch eigenständig außerhalb eines Planetensystems bilden. Allein die Milchstraße könnte Milliarden bis Billionen wandernder Planeten beherbergen, eine Spanne, die das bevorstehende Nancy Grace Roman Weltraumteleskop voraussichtlich präzisieren wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein wandernder Planet in das Sonnensystem eintritt, geschweige denn eine direkte Bedrohung für das Leben auf der Erde darstellt, ist nahezu null, die Chancen liegen bei etwa eins zu einer Billion in den nächsten 1000 Jahren.Quelle: Wikipedia: Rogue planet
Einen passenden Artikel dazu hatte 2011 Florian Freistetter auf seinem Blog "Astrodicticum simplex" geschrieben. Der Begriff "Steppenwolf-Planet" bezeichnet einen Rogue Planeten, der Leben hervorgebracht hat:
Auf den ersten Blick scheint es in unserem Sonnensystem ja recht ordentlich zuzugehen. Die Planeten bewegen sich alle auf ihren Bahnen um die Sonne und kommen sich nicht in die Quere. Aber wir wissen, dass das eigentlich anders ist. Unser Sonnensystem ist durchaus chaotisch und vor allem in der Zeit als die Planeten entstanden ging es wild zu. Es gab damals wesentlich mehr (Proto)Planeten als heute – und die sind immer mal wieder zusammengestossen. Diesen Kollisionen verdanken wir den Mond oder das Gold – aber die Planeten sind nicht nur zusammengestossen. Planeten können auch durch nahe Begegnungen mit größeren Planeten ganz aus dem Sonnensystem geworfen werden. Was passiert dann eigentlich mit denen? Könnte es vielleicht auf diesen Planeten die alleine und ohne Stern durch die Galaxie streifen Leben geben?Quelle: https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/02/10/planet-ohne-sonne-gibt-es-leben-auf-steppenwolfplaneten/
Diese Frage haben sich auch Dorian Abbot und Eric Switzer von der Universität Chicago gestellt und probiert in ihrer Arbeit “The Steppenwolf: A proposal for a habitable planet in interstellar space” zu beantworten.

