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Der Keksententeich

17 Beiträge, Schlüsselwörter: UND, Kekse, Enten, OT
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Ratatoskr
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Der Keksententeich

08.07.2015 um 08:22
Krümelige Grüße an alle zukünftigen Mitschnatterinnen und Mitschnatterer!

Willkommen im Teich für Kekse, Enten und OT.

Fred hat nur ein Ziel im Leben: Bis zur Unendlichkeit - und noch vieeeel weiter!


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

08.07.2015 um 08:54
@ahri

Da unser Ziel, auf kurz oder lang, sowieso die Weltherrschaft sein wird, ist es eigentlich egal, wo wir anfangen.
Deshalb würde ich einfach vorschlagen, dass wir nochmal einen Beitrag aus dem Todesstrafen-Fred missbrauchen:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/todesstrafe-in-den-usa-gericht-erlaubt-einsatz-von-midazolam-bei-hinrichtungen-a-1...
(Danke an Tussinelda für den Artikel!)
Nach qualvollen Hinrichtungen: Höchstes US-Gericht lehnt Klage gegen Beruhigungsmittel ab

Todeskandidaten im US-Bundesstaat Oklahoma hatten geklagt: Sie wollten verhindern, dass bei Hinrichtungen weiterhin das umstrittene Beruhigungsmittel Midazolam eingesetzt wird. Jetzt scheiterten sie vor dem höchsten US-Gericht.

[...]

Die Kläger aus Oklahoma hätten es versäumt, "eine bekannte und verfügbare alternative Hinrichtungsmethode aufzuzeigen, die ein geringeres Schmerzrisiko mit sich bringt", schrieb Richter Samuel Alito in der Urteilsbegründung.
Läuft bei denen!
Ich finde das schon ziemlich krass; davon abgesehen, dass sich ein Insasse doch nur beschränkt zu diesem Sachverhalt erkundigen kann.
Hat ein zum Tode verurteilter noch das Recht zu entscheiden, wie er hingerichtet werden will?
Oder geht dieses "Selbstbestimmungsrecht" mit dem Urteil verloren?

Für mich ist das quasi wie die Frage, ob man aktive Sterbehilfe leisten darf oder nicht.

Ob sich ein freier Mensch von einem anderen versklaven lassen darf.
Ist das das höchste Gut der Selbstbestimmung? Die Souveränität, sich absichtlich falsch entscheiden zu dürfen?
Oder ist das eigentlich der Punkt, an dem Freiheit zu einem Paradoxon wird, dass gebändigt gehört?

Wenn wir Menschen in D. hinrichten würden, was wäre deiner Meinung nach die humanste Lösung, dies zu erledigen?

Was hättest du an der Stelle des Häftlings gemacht? Welchen Tod würdest du wählen, müsstes du wählen?

[Ich muss gestehen, dass ich manchmal noch nach Rechtfertigungen für die Todesstrafe suche. Das passiert dann meist im Zusammenhang mit beschissenen Nachrichten aus aller Welt, die mich emotional belasten.
Irgendwie ist es eine kleine Kurzschlussreaktion im Kopf, die nur durch aktives Denken umkehrbar ist.
Man muss sich halt wieder an den "Kodex" erinnern ;)]

Doch die wichtigste Frage: Was sucht die Ente hier? :troll:


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Der Keksententeich

08.07.2015 um 18:33
Der Name :D :D

Ja, hab dir ja schon geschrieben, ich werf meinen Senf nachher mal dazu, wenn ich etwas motivierter bin, sonst kommt da nur Quatsch bei raus.

Die Enten sind übrigens hier, weil sie einfach absolut super sind und einen wichtigen Part bei der Übernahme der Weltherrschaft darstellen! ;D


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Der Keksententeich

08.07.2015 um 20:19
@Ratatoskr

So, jetzt mach ich doch mal :D

Hat ein zum Tode verurteilter noch das Recht zu entscheiden, wie er hingerichtet werden will?

Naja, wenn es eine Methode gibt, die einem weniger Schmerzen bereitet, dann sollte man schon diese Methode wählen.
Den Verurteilten jetzt aus einer Liste von drölftausend Möglichkeiten auswählen lassen halte ich allerdings auch für nicht notwendig. Es sollte die Methode gewählt werden, die am schmerzlosesten und schnellsten ist.
Da kommt dann natürlich auch nochmal der finanzielle Aspekt dazu. Den weglassen kann man denke ich auch nicht ganz.

Allerdings bin ich ja eh gegen die Todesstrafe, deswegen stellt sich für mich eigentlich gar nicht die Frage ob der Täter das Recht mit seiner Tat dahingehend verloren hat.
Ratatoskr schrieb:Für mich ist das quasi wie die Frage, ob man aktive Sterbehilfe leisten darf oder nicht.
Und? Darf man deiner Meinung nach? :)
Ratatoskr schrieb:Wenn wir Menschen in D. hinrichten würden, was wäre deiner Meinung nach die humanste Lösung, dies zu erledigen?
Gute Frage. Ich kenn mich nicht wirklich damit aus wenn ich ehrlich bin. Genauso hab ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht wie ich "gern" sterben würde, wenn ich wählen müsste :ask:

Ich finde der Tod ist eh so ein richtig unheimliches Thema, wenn man dann über den Eigenen nachdenkt. Ich schieb das Thema sehr gern vor mir her um mich nicht damit auseinandersetzen zu müssen :D
Ratatoskr schrieb:Ich muss gestehen, dass ich manchmal noch nach Rechtfertigungen für die Todesstrafe suche. Das passiert dann meist im Zusammenhang mit beschissenen Nachrichten aus aller Welt, die mich emotional belasten.
Ich les momentan nochmal die Bücher von Cody McFadyen. Weiß nicht ob du den kennst, der schreibt Thriller. Und die Bücher sind allesamt ziemlich brutal geschrieben und es geht immer um Serienkiller, die - naja - eben echt auf brutale und erschreckende Weise morden. Im Buch wird auch immer wieder angesprochen, dass diese Menschen es verdient haben zu sterben und dass sich die Protagonisten das wünschen etc. Ich ertapp mich auch manchmal dabei, dass ich im ersten Moment dann nicht sofort innerlich aufschrei und denke, dass das "falsch" sei.

So mehr bring ich heute nicht zustande :'D


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

09.07.2015 um 03:44
@ahri
ahri schrieb:Allerdings bin ich ja eh gegen die Todesstrafe, deswegen stellt sich für mich eigentlich gar nicht die Frage ob der Täter das Recht mit seiner Tat dahingehend verloren hat.
Stimmt schon.
Aber mit Bezug auf den Artikel finde ich den Satz von dir gut:
ahri schrieb:Gute Frage. Ich kenn mich nicht wirklich damit aus wenn ich ehrlich bin. Genauso hab ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht wie ich "gern" sterben würde, wenn ich wählen müsste :ask:
Du bist ja nichtmal im Knast, du hättest also mehr Möglichkeiten als der Inhaftierte.
Ich hätte ein paar Ideen, aber lass uns das mit dem Totschlagargument "Keine Todesstrafe" totschlagen. :troll:
ahri schrieb:Ich ertapp mich auch manchmal dabei, dass ich im ersten Moment dann nicht sofort innerlich aufschrei und denke, dass das "falsch" sei.
Gut, dass es nicht nur mir so geht.
Ich denke diese Kurzschlussreaktion ist als Lebewesen völlig normal. Es ist ein Reflex: Kampf oder Flucht.
Es zeigt uns aber auch, dass wir genauso "böse" wie die Menschen sind, die wir als "böse" bezeichnen.
Und dass wir, wenn wir uns von uns entfernt betrachten, auch zu solchen unaussprechlichen Dingen fähig sind.
Ist halt irgendwie immer eine Frage der Perspektive...
Sind die Bücher gut? Ich meine okay, man kann ja detailgetreu "gore" beschreiben; aber gruselt man sich bei den Büchern auch? :D
Für mich ist das quasi wie die Frage, ob man aktive Sterbehilfe leisten darf oder nicht.

Und? Darf man deiner Meinung nach? :)
Wir haben ein neues Thema, so scheint es mir? :D
Eigentlich bin ich dafür. Ich habe mich nicht für "das Leben" entschieden, dann will ich wenigstens über das Wie/Wann richten können.

Allerdings, ein Erfahrungsbericht lehrt mich Vorsicht:
Einer meiner besten Freunde war als Kind schwer krank. "Unheilbar" krank.
Hatte ziemlich zu leiden und wusste schon ganz früh, dass er niemals ein normales Kind sein kann.
Einfach, weil er sich zu schnell lebensgefährlich verletzen könnte.
Als er noch ganz klein war, musste er wohl auch viel physischen Schmerz erleiden, ganz zu schweigen vom psychischen Abgrund, in denen er tagtäglich blicken musste.
Er hat sooft darum gebeten, sterben zu drüfen. Sogar seine Eltern haben darüber nachgedacht - vielleicht wären sie auch irgendwann ins Ausland mit ihm gefahren und ohne ihn wiedergekommen...
Tja, das ist aber wohl wie eine Dokumentation über einen Unfall, wo man schon weiß, dass alle überlebt haben:
Er hat durchgehalten. Er hat gekämpft.
Heute ist er ein aufgeschlossener, aufgeklärter, wissbegieriger junger Mann, der sehr bald sein Studium abschließen wird.

Er hat mich zum ersten Mal auf diese Perspektive gebracht... ich weiß aber nicht, wie ich mich jetzt fühlen soll...
Er weiß selbst nicht, wie er zur Sterbehilfe stehen soll - und er kennt beide Seiten!

Vielleicht wieder Ausschlussverfahren:
Wenn du gerade im (sicheren) Sterben liegst und dabei leidest, dann ist Sterbehilfe Gnade, also erstrebenswert.
Wenn du einfach ""nur"" der harten Realität entfliehen willst, dann ist die Sterbehilfe beschissen.

Aber generell würde ich sagen: Jeder hat das Recht, sein eigenes Leben zu beenden. Wann immer er will und wie auch immer er will - nur kein erweiterter Suizid, bitte!

Hast du dir mal den r/nosleep Kram angeguckt?
Ist vielleicht ein bisschen verwirrend, wenn man reddit nicht kennt, aber hier: Zwei ausgewählte Geschichte *spoooky*

https://www.reddit.com/r/nosleep/comments/3c6aj5/my_friend_arthur_passed_away_yesterday_and_now_i/
(Eine gruselige Geschichte eines Expeditionsteams im südamerikanischen Dschungel)

http://www.reddit.com/r/nosleep/comments/k2yvr/correspondence/
(Serie über mysteriöse (Selbst)-Mordfälle, die sich durch das Netz verbreitet: Lesen auf eigene Gefahr :troll: )
(Unten kann man den nächsten Eintrag lesen, es sind über 35 kleine Texte, viel zu lesen *warn*)
(Hier die Navigation durch die Fragmente: http://www.reddit.com/user/bloodstains?count=25&after=t3_lws9c )


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Der Keksententeich

09.07.2015 um 14:49
@Ratatoskr

Müssen wir nicht damit totschlagen :P:
Ist für mich nur schwierig mir da Gedanken drüber zu machen, weil ich im Bezug auf meinen eigenen Tod eben gern wegschieb :D Ist natürlich nicht das Sinnvollste, aber ich denke es ist im Moment in Ordnung für mich. Du kannst ja gern deine Gedanken dazu äußern ;)
Ratatoskr schrieb:Sind die Bücher gut? Ich meine okay, man kann ja detailgetreu "gore" beschreiben; aber gruselt man sich bei den Büchern auch? :D
Also ich liebe die Bücher. Gruselig sind sie gar nicht, aber ich finde sie immer sehr mitreißend und spannend. Das Einzige, das mich an ihnen nervt ist, dass so gut wie jeder eine absolut dramatische Vergangenheit hat, was einfach überzogen wirkt. Aber darüber kann ich wegsehen :)

Zum Thema Sterbehilfe..

Ich war mal in einem Seminar innerhalb der Ausbildung das hieß "Kinder in Krisen" und da ging es auch darum, dass (damals, ich weiß gar nicht genau wie das inzwischen ist) in Belgien die aktive Sterbehilfe auch bei Kindern in Anspruch genommen werden kann.

Ich muss sagen anfangs hab ich da noch ziemlich differenziert zwischen Sterbehilfe bei Erwachsenen und Sterbehilfe bei Kindern. Grund dafür war einfach, dass ich den Gedanken im Kopf hatte, dass Kinder ja noch komplett andere Todesvorstellungen haben als Erwachsene. Wenn man mal drüber nachdenkt, Kinder setzen sich erst ungefähr im Alter von 9 Jahren (was man natürlich auch nicht pauschalisieren kann - jedes Kind ist anders in seiner Entwicklung) mit dem eigenen Tod auseinander. Gut, Kinder die schwer krank sind tun das sicherlich schon früher. Aber ich hab mich immer gefragt wie das dann wohl ist, da ein 5 Jähriger ja noch gar nicht begreifen, dass der Tod etwas endgültiges ist.

Deswegen war ich grundlegend erstmal dagegen. Allerdings.. Begreifen wir denn überhaupt was der Tod wirklich ist? Ich meine wirklich sagen wie es weitergeht kann keiner von uns mit Sicherheit.

Und wenn ein Kind nun unheilbar krank ist (gehen wir also davon aus, dass es mit Sicherheit bald sterben wird) und schlimme Schmerzen hat, dann sollte es auch für Kinder die Möglichkeit geben. Die Entscheidung würde ja nicht einfach so leichtfertig getroffen werden.

Spielt halt aber auch wieder der Faktor "Was wäre wenn" eine Rolle. Klar kann es sein, dass das Kind wieder gesund wird und ein glückliches Leben führen kann, deswegen sollte man das eben alles gut abwägen..

Generell bin ich aber für Sterbehilfe. Allein schon, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch das Recht dazu hat zu sterben, wenn er möchte.
Ratatoskr schrieb:Hast du dir mal den r/nosleep Kram angeguckt?
Nee hab noch nicht geguckt, das haste mir ja mitten in der Nacht geschickt, da war ich dann zu faul :P:


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

09.07.2015 um 17:29
Hi Ahri!

Nöö, ich hab das jetzt selber totgeschlagen. :D
Ich hatte halt im Kopf, dass es so viele, günstige Anästhetika gibt.
Warum nicht einfach "einschläfern" und dann halt die Tötung bei Bewusstlosigkeit vornehmen.
ahri schrieb:Also ich liebe die Bücher. Gruselig sind sie gar nicht, aber ich finde sie immer sehr mitreißend und spannend. Das Einzige, das mich an ihnen nervt ist, dass so gut wie jeder eine absolut dramatische Vergangenheit hat, was einfach überzogen wirkt. Aber darüber kann ich wegsehen :)
Hmm, schade :D
Spannung ist das eine - aber ich will mitten in der Nacht beim Lesen aufschrecken, wenn die blöde Eule vor meinem Fenster rumkreischt. Und dann Paranoia schieben... o.O
Wenn ein Buch das mal wieder schaffen würde, dann wäre ich glücklich. :D

Kann man sich das so vorstellen, dass jeder noch so unbedeutende Nebencharakter schon dreimal im Knast und viermal gestorben ist, oder wie? :troll:
Also kannst du mir den Autor/das Buch empfehlen - vielleicht sollten wir den Thread in ein Buchempfehlungsfred umwandeln?^^

---
Habe gerade nochmal rechergoogelt: Belgien hat allen Anschein nach noch die Sterbehilfe für Kinder.
Finde ich erstmal so vollkommen okay.
Ich kann schon verstehen, warum du so stark zwischen Sterbehilfe bei Erwachsenen und bei Kindern differenziert hast.
Du hast es ja selbst geschrieben: Ihnen könne die Tragweite gar nicht bewusst sein.
Stimme dir da vollkommen zu; und auch, dass selbst Erwachsene nicht mal richtig begreifen können, was der Tod alles mit sich bringt.
Aber auch hier gilt wieder: Es gibt objektive Argumente.
Da wir aber wohl wieder einer Meinung sind, brauchen wir das nicht weiter ausführen :)
ahri schrieb:Generell bin ich aber für Sterbehilfe. Allein schon, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch das Recht dazu hat zu sterben, wenn er möchte.
Genau! Man sollte immer versuchen, das Leben zu erhalten. Jede Möglichkeit ausschöpfen. Jeden Kampf durchkämpfen.
Aber wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr.

Vielleicht tun wir uns in D. mit der Sterbehilfe auch so schwer, weil wir Angst vor Missbrauch haben?
In Zeiten, wo der illegale (oder besser: privatisierte) Organhandel floriert, muss man sich auch über soetwas Sorgen machen.
Oder, dass der unliebsame, reiche Lebensgefährte kurzerhand beseitigt wird...?
Ist wohl alles schonmal vorgekommen, behaupte ich.

Kids befassen sich echt so mit 9 Lebensjahren mit dem Tod?
Ich kann mich immer nur an das Gefühl der nicht-existenz erinnern... Obwohl: Ich habe es damals nicht verstanden, wie mein "Ich" nicht mehr sein kann - also erinnere ich mich doch nicht.... oder doch? :trollking:

---
Das ist auch son Ding: Organspenden.
Ich bin Organspender, habe aber ein mega Problem mit unserem System:
Nicht-Organspender kriegen auch Organe gespendet.
What teeeeh fuck?! Wenn sich jemand zu schade ist, seine beschissene Niere nach seinem Tod zu teilen (wegen religiösen oder sonstigen, geistigen Problemchen), dann hat dieser Mensch auch kein Recht auf eine Organspende!
Es sterben täglich soooo viele Menschen, die ihre Organe abgeben könnten - aber sie tuns nicht.
Und es sterben jeden Tag mindestens sooo viele Menschen, weil sie keine Organe kriegen!
Dieses System ist so fucking sinnlos, dass es wehtut.
Wie siehst du das?
Hat jeder ein Recht auf eine Organspende? Sogar die, die ums wortwörtliche verrecken ihre beschissenen, bald vergammelten Orage nicht spenden wollen?
Organspende-Pflicht einführen?
Wie siehst du das?

---
Lies! Tu es! :D


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 20:54
@Ratatoskr
Ratatoskr schrieb am 09.07.2015:Wenn ein Buch das mal wieder schaffen würde, dann wäre ich glücklich. :D
Das hatte ich bei nem Buch ehrlich gesagt noch nie :D Ich mein klar, schon mal was gelesen, das einem nen Schauer verursacht hat, aber das wars dann auch schon. Ich tu mir aber auch schwer damit neue Bücher zu finden. Ich kann nicht weiterlesen, wenn ich nicht schon die ersten paar Seiten fesselnd finde. Ist übrigens bei Games genauso :D
Ratatoskr schrieb am 09.07.2015:Kann man sich das so vorstellen, dass jeder noch so unbedeutende Nebencharakter schon dreimal im Knast und viermal gestorben ist, oder wie? :troll:
Also kannst du mir den Autor/das Buch empfehlen - vielleicht sollten wir den Thread in ein Buchempfehlungsfred umwandeln?^^
So ungefähr :D
Also der Autor heißt Cody McFadyen und hat glaub ich 5 Bücher.. In 4 davon geht es um diese FBI Gruppe, die Fälle löst und davon fand ich am besten "Der Todeskünstler". Das beste Buch von ihm ist aber meiner Meinung nach "Der Menschenmacher", da geht es um andere Hauptcharaktere, allerdings ist das Ende bei dem Buch recht schwach..
Ratatoskr schrieb am 09.07.2015:Genau! Man sollte immer versuchen, das Leben zu erhalten. Jede Möglichkeit ausschöpfen. Jeden Kampf durchkämpfen.
Aber wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr.
An und für sich, ja. Allerdings finde ich auch wenn jemand jetzt nicht sterbenskrank ist und einfach keinen Willen mehr hat zu leben (Depression, psychische Krankheiten, etc.) dann hat er das Recht darauf sich das Leben zu nehmen. Alle schreien immer, dass Suizid so verwerflich und egoistisch sei, aber das finde ich gar nicht.

Natürlich würde ich auch jemanden, der sich im Affekt umbringen möchte erstmal - soweit es mir möglich ist - davon abhalten, weil es ja doch bei einigen Personen so ist, dass sie in dem Moment sterben möchten, weil sie ihr Leben als nicht mehr lebenswert ansehen, aber ich denke wenn ein bisschen Zeit vergeht, dann finden viele wieder Aspekte in ihrem Leben, die sie glücklich machen.
Aber beispielsweise jemand, der sich jahrelang Gedanken über seinen Tod macht und einfach nur sterben möchte.. (Klar, wenns im eigenen Umfeld ist, kann man das Ganze nicht mehr so neutral sehen..) - Jedenfalls - dann sollte man ihn sterben lassen. Klingt vielleicht "hart", aber naja..

Ist es nicht viel eher egoistisch von anderen Menschen die Person nur am Leben halten zu wollen, weil man sie sonst vermissen würde? Nur am Leben bleiben damit andere nicht traurig sind, ist finde ich kein lohnenswerter Lebensinhalt.
Ratatoskr schrieb am 09.07.2015:Kids befassen sich echt so mit 9 Lebensjahren mit dem Tod?
Ich kann mich immer nur an das Gefühl der nicht-existenz erinnern... Obwohl: Ich habe es damals nicht verstanden, wie mein "Ich" nicht mehr sein kann - also erinnere ich mich doch nicht.... oder doch? :trollking:
Kinder befassen sich sogar schon viel früher damit. Aber so in dem Alter fängt es dann eben (pauschal gesagt) an, dass sie sich auch mit dem eigenen Tod auseinandersetzen.
Wenn du dir zum Beispiel Kinder mit 5 Jahren anschaust, dann ist der Tod für sie eher einfach ein "abwesend sein". "Man ist im Urlaub und kommt irgendwann wieder". Sie denken auch, dass die Toten noch Gefühle haben und denken etc. Ist eigentlich ganz interessant das Ganze. Aber ich will hier nicht einfach platt runterschreiben, wie Kinder in welchem Alter darüber denken, das ist doch etwas langweilig :D
Ratatoskr schrieb am 09.07.2015:Ich bin Organspender, habe aber ein mega Problem mit unserem System:
Nicht-Organspender kriegen auch Organe gespendet.
What teeeeh fuck?! Wenn sich jemand zu schade ist, seine beschissene Niere nach seinem Tod zu teilen (wegen religiösen oder sonstigen, geistigen Problemchen), dann hat dieser Mensch auch kein Recht auf eine Organspende!
Es sterben täglich soooo viele Menschen, die ihre Organe abgeben könnten - aber sie tuns nicht.
Und es sterben jeden Tag mindestens sooo viele Menschen, weil sie keine Organe kriegen!
Dieses System ist so fucking sinnlos, dass es wehtut.
Wie siehst du das?
Hat jeder ein Recht auf eine Organspende? Sogar die, die ums wortwörtliche verrecken ihre beschissenen, bald vergammelten Orage nicht spenden wollen?
Organspende-Pflicht einführen?
Wie siehst du das?
Warum sollten Nicht-Organspender kein Recht auf Spendeorgane haben? "Nur wenn du auch was gibst, bekommst du auch was"? Ne finde ich Quatsch.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alle Menschen, die sterben, ihre Organe weitergeben würden um anderen Menschen zu helfen, aber ich finde nicht, dass man sagen kann "Ach guck mal, der ist kein Organspender, den lassen wir jetzt sterben".
Eine Pflicht halte ich hier auch für sinnlos. Sowas führt doch eher dazu, dass die Menschen gegen die ganze Sache sind, weil sie auf einmal gezwungen werden. Man sollte viel mehr positive Aufklärung betreiben, sich mit den Menschen über das Thema auseinandersetzen und sie so überzeugen können.

So, mehr gibt mein Kopf heute nicht her :D


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:00
@ahri

Ahri
Ahri
Ahri

Wir können ja heute ein bisschen spammen.
Die Mods glauben ja jetzt bestimmt, das hier ernsthaft diskutiert würde, dabei ist das hier nur :troll:

Hier, die passende musikalische Untermalung für Keksenten:

Youtube: 10 Hour Video - Troll Song


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:01
@Ratatoskr

Spammen tuste schon genug in den PNs! :troll:


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:02
@ahri
Dafür verändert sich aber nicht mein Beitragszähler

Trolololololooooo :D

Zählt das hier als UH?
Oder kriegt man hier auch Treuepunkte? :trollbier:


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:03
@Ratatoskr

Nee, glaub in Gruppendiskussionen werden die Beiträge nicht gezählt :D Pech gehabt Schätzelein :P

Kannst ja mal beim Einkaufen fragen ob du pro Beitrag hier 5 Punkte bekommst und die dann irgendwann gegen ein schneidiges Pfannenset eintauschen kannst :Y: :D


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:05
@ahri

Eichhörnchen traurig!

*Keksnehm* *rumkrümel*
Immer noch traurig!

*Ente unterm Arm klemm, den Kopf betätschel*
Schon besser :)


Hmm... kann ich auch eine Sporttasche haben?
Meine ist zu klein, da passt gar nicht alles rein! :(


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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:06
@Ratatoskr
Ratatoskr schrieb:Meine ist zu klein, da passt gar nicht alles rein! :(
Das kommt von den Klamotten in Übergröße :) :troll:
Nein, es gibt nur Pfannen òÓ


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

12.07.2015 um 21:15
@ahri
Pahh! Übergröße?!
Man soll nicht von sich auf andere schließen! :troll:

Vielleicht sind die anderen ja einfach nur zu klein?
Und deshalb ist alles auf kleine Menschen ausgelegt?
Ich bin für mich normalgroß, die anderen sind zu klein!

Pfannen?
Okay, ich weiß schon, was ich damit mache!

Youtube: Die Dinos: Nicht die Mama -Kochtopf Edition-

Nicht die Mama!


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Ratatoskr
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Der Keksententeich

17.07.2015 um 18:45
@ahri
So :D

Aktive Sterbehilfe [x]?
Recht auf eigenes Leben, den eigenen Tod [x]?
Aber nicht als Flucht [x]?
ahri schrieb am 12.07.2015:Sie denken auch, dass die Toten noch Gefühle haben und denken etc. Ist eigentlich ganz interessant das Ganze. Aber ich will hier nicht einfach platt runterschreiben, wie Kinder in welchem Alter darüber denken, das ist doch etwas langweilig :D
Kannst mir ja mal ne Quelle dalassen, wenn sie dir spontan bei drei einfällt :)
ahri schrieb am 12.07.2015:Warum sollten Nicht-Organspender kein Recht auf Spendeorgane haben? "Nur wenn du auch was gibst, bekommst du auch was"? Ne finde ich Quatsch.
Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alle Menschen, die sterben, ihre Organe weitergeben würden um anderen Menschen zu helfen, aber ich finde nicht, dass man sagen kann "Ach guck mal, der ist kein Organspender, den lassen wir jetzt sterben".
Eine Pflicht halte ich hier auch für sinnlos. Sowas führt doch eher dazu, dass die Menschen gegen die ganze Sache sind, weil sie auf einmal gezwungen werden. Man sollte viel mehr positive Aufklärung betreiben, sich mit den Menschen über das Thema auseinandersetzen und sie so überzeugen können.
Zum Beispiel: Du hast zwei Patienten, die eine Leber brauchen. Beide Patienten haben die gleichen körperlichen Voraussetzungen.
Der eine ist Organspender, der andere lehnt es kategorisch ab.
Wer hat das Organ verdient?

Ich will jetzt nicht alle Menschen sterben lassen, nur weil sie ihre Organe nicht spenden wollen. Es gibt bestimmt immer andere Lösungswege.
Aber wäre es gerecht für den potentiellen Organspender? Dass der andere den Vorzug kriegt?
Ich meine, was für Gründe könnte ein Mensch haben, dass er seine Organe behalten will?
Wenn es religiöse sind, dann dürfte er doch auch gar keine Organspende erhalten, oder nicht?

Du hast recht, dass wir mehr positive Aufklärung brauchen - aber was ist an einer Pflicht so schlimm?
Das gesamte gesellschaftliche Leben besteht doch aus Zwängen und Pflichten; warum sollte da nicht ausnahmsweise mal auch eine sinnvolle dazukommen? :ask:

Wenn jeder Organe spendet, dann könnten wir viel mehr Leben retten und erhalten - anstatt den Bioschrott zu verbrennen oder in die Erde zu verfrachten.

Ist das gleiche Problem wie beim Blutspenden - tausende von Menschen brauchen täglich eine Transfusion - wenn nur die Hälfte der Erwachsenen regelmäßig Blut spenden würden, gäbe es keine Versorgungsengpässe mehr. (gerade bei Universalspendern wichtig)
Aber natürlich bestehen dann trotzdem alle darauf, dass sie während der OP nicht verbluten...

Kannst du das nachvollziehen?
Also warum ich so vehement für eine Pflicht bin?


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Der Keksententeich

18.07.2015 um 17:17
@Ratatoskr
Ratatoskr schrieb:Aktive Sterbehilfe [x]?
Recht auf eigenes Leben, den eigenen Tod [x]?
Aber nicht als Flucht [x]?
Was willst du mir jetzt mit den omniösen Kreuzchen sagen? :D
Ratatoskr schrieb:Kannst mir ja mal ne Quelle dalassen, wenn sie dir spontan bei drei einfällt :)
Spontan weiß ich keine. Hab das halt aus meinen Ausbildungsunterlagen :D Kannst ja mal googeln, vielleicht findet sich da was Sinnvolles :)
Ratatoskr schrieb:Wer hat das Organ verdient?
Meiner Meinung nach die Person, die ebenfalls Organspender ist.
Allerdings ist das jetzt einfach die Antwort, die ich im ersten Affekt geben würde.
Wenn jemand bereit ist zu geben und ebenfalls zu helfen, hat er dann mehr Hilfe verdient? Ist die Person, die nicht spenden will deswegen ein schlechterer Mensch?

Also können wir uns ja im Prinzip doch irgendwie drauf einigen, dass trotzdem jeder Mensch generell erstmal das Recht dazu haben sollte Spenderorgane zu bekommen oder?
Ratatoskr schrieb:Ich meine, was für Gründe könnte ein Mensch haben, dass er seine Organe behalten will?
Naja, wie du schon erwähnt hast, religiöse Gründe zum Beispiel. Wie das dann mit den Religionen ist und ob die Person dann ebenfalls kein Spenderorgan erhalten darf, das weiß ich nicht. Aber in dem Fall würde sich da ja sowieso keine Problematik von wegen "wer bekommt es?" ergeben.
Vielleicht haben auch manche Menschen Panik davor, dass ihnen im Notfall nicht so gut geholfen wird, wenn sie Organspender sind, als wenn sie keiner sind?!
Ich weiß es nicht, ich kann nicht in die Menschen hineinschauen :D
Ratatoskr schrieb:Du hast recht, dass wir mehr positive Aufklärung brauchen - aber was ist an einer Pflicht so schlimm?
Weil ich der Meinung bin, dass eine Gesellschaft oder ein Mensch nicht aufgeklärt ist, wenn er etwas nur aus Zwang tut. Wäre es nicht viel schöner, wenn man jedem Menschen nahe legen könnte, dass so etwas sinnvoll ist und sie es freiwillig, aus eigener Überzeugung tun?
Natürlich würde es in dem Fall schon noch Sinn machen, wenn man dafür dann Menschenleben retten kann.

Nur kann ich mir auch vorstellen, dass manche Menschen eine Sache, von der sie schon vorher nicht überzeugt sind, noch negativer bewerten, wenn sie ihnen auf einmal aufgezwungen wird. Es bringt kein Verständnis, keine Empathie, kein Wohlwollen.

Deswegen - nachvollziehen kann ich es schon, nur ist das meiner Meinung nach keine optimale Lösung.


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