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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

15 Beiträge, Schlüsselwörter: Wirtschaft // Banken // Krise
Seite 1 von 1

Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 12:18
Hallo,

die Wirtschaftskrise ist in Europa angekommen.
Die Schätzungen liegen bei -7% BIP in Deutschland zum Jahresende.
Viele Wirtschaftsgurus wie Dr. Markus Krall oder Mr. Dax, Dirk Müller, sehen sich in ihren Annahmen bestätigt und sehen auf kurz über lang (Krall kurz, Müller eher lang) das gesamte Wirtschafts- und Geldsystem dem Untergang geweiht.
Aufgrund der enormen Geldmengenausweitung durch Förderprogramme in nie dagewesenen Höhen ist der Schluss auch nicht weit hergeholt.
Die Inflation müsste dadurch steigen, die Arbeitslosigkeit durch die CoronaKrise steigen, Immobilienmieten nicht mehr gezahlt werden können, Unternehmenpleiten, dadurch Bankenschieflagen...

Was spricht gegen die Theorie?
Welche Argumente sprechen für einen guten Ausgang der Situation?

Wer kennt eventuell passende Videos? Gerne verlinken.

ich freue mich auf Euere Ansichten.

Viele Grüße
Freezer



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 12:26
Freezer94
schrieb:
Aufgrund der enormen Geldmengenausweitung durch Förderprogramme in nie dagewesenen Höhen
Eigenartige Interpretation der Geldmengenentwicklung des Euro.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/241829/umfrage/entwicklung-der-geldmenge-m3-in-der-euro-zone/



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 12:42
Freezer94
schrieb:
Dax, Dirk Müller, sehen sich in ihren Annahmen bestätigt und sehen auf kurz über lang (Krall kurz, Müller eher lang) das gesamte Wirtschafts- und Geldsystem dem Untergang geweiht
Das sieht Mr vt Müller schon seit 10 Jahren
Rezession ja, Zusammenbruch? Nope, die Geschichte hat schon Weltkriege überstanden



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 12:54
@Narrenschiffer

Für Statista braucht man leider einen Account.

@Fedaykin
Ja, deswegen ja auch der Thread um den Dirk Müller Jüngern den und Krall Verfechter etwas argumentatives Entgegenzusetzen.

Ich selbst glaube ja uach nicht an den Zusammenbruch. Aber welche Argumente kann man anbringen, die nicht nur ein "Gefühl" sind?



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 13:09
Freezer94
schrieb:
Für Statista braucht man leider einen Account.
Die machen das anscheinend willkürlich. Vorhin war die Statistik frei zugänglich, jetzt bräuchte auch ich einen.

Das ist zugänglich:
https://www.tagesgeldvergleich.net/statistiken/geldmengen.html

Im Euro-Raum wächst die Geldmenge schon seit einigen Jahren über dem BIP-Zuwachs. Der Geldmengenanstieg in den letzten Monaten ist bei M1 und M2 - anders als in den USA - jetzt nicht sonderlich signifikant.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 14:38
Freezer94
schrieb:
Ja, deswegen ja auch der Thread um den Dirk Müller Jüngern den und Krall Verfechter etwas argumentatives Entgegenzusetzen.

Ich selbst glaube ja uach nicht an den Zusammenbruch. Aber welche Argumente kann man anbringen, die nicht nur ein "Gefühl" sind?
Was willst du beiden großartig entgegensetzen? Der Kern ihrer Kritik ist vollkommen richtig, lediglich die Schlussfolgerung muss man nicht teilen. Und die Auswirkungen der Zinspolitik sowie der Anleihenankäufe sind für jeden mit bloßem Auge zu erkennen. Die Vermögenswerte schießen in den Himmel während die Preise der Konsumgüter, die zur Berechnung der Inflation herangezogen werden, stagnieren bzw. einer normalen Inflation unterworfen sind.
Das hat den Effekt, dass man einerseits im alltäglichen Leben die negativen Auswirkungen der Zinspolitik kaum wahrnimmt. Andererseits jedoch im Alter merken wird, dass die Rente kaum ausreichen wird, da es einem zu Lebzeiten nicht möglich war, zusätzlich privat vorzusorgen oder in klassische Vermögenswerte wie Immobilien zu investieren. Das bedeutet, dass diejenigen, die bereits vermögend sind ohne eigenes zutun immer reicher werden und diejenigen, die es durch eigene Arbeit schaffen, vermögend zu werden, immer weniger werden - ergo, die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander und die Abhängigkeit vom Staat für einen Großteil der Bevölkerung wird immer größer. Die Nullzinspolitik ist ein gigantisches Konjunkturprogramm für Reiche, um es mal plakativ runterzubrechen.
An einen nahen Crash glaube ich jedoch auch nicht. Dafür ist das Geldsystem "too big to fail" und das Motto der Entscheidungsträger stets "whatever it takes".



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 14:45
@MoltoBene
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Ja, so habe ich es leider auch gedacht.
Vieles klingt sehr nachvollziehbar, insbesondere die wirtschaftlichen Zusammenhänge sind nicht von der Hand zu weisen.
Ich denke auch, dass dieses "whatever it takes" viele Jahre, jahrzehne gutgehen kann. Aber richtige Argumente gegen den großen Knall siehst Du auch nicht, richtig?



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 15:10
Freezer94
schrieb:
Aber richtige Argumente gegen den großen Knall siehst Du auch nicht, richtig?
Das Geldsystem basiert ausschließlich auf Vertrauen. Ich sehe aber keinerlei Vertrauensverlust in der Breite der Bevölkerung. Ich wüsste auch nicht, was passieren sollte, damit das Geldsystem als solches in Frage gestellt werden sollte. Nicht einmal die Nullzinspolitik hat in der breiten Bevölkerung mehrheitlich Kritiker. Die meisten merken die Auswirkungen halt schlichtweg nicht oder sind sich dessen nicht bewusst. Also an den großen Knall glaube ich daher nicht. Die Ränder werden mehr und mehr gestärkt, da sich immer mehr Menschen tagtäglich abstrampeln, um im Alter trotzdem vor dem Nichts zu stehen. Daher wird es politisch eher knallen oder deutlich unruhiger, als dass das Geldsystem in sich zusammenfällt.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 23:20
Freezer94
schrieb:
denke auch, dass dieses "whatever it takes" viele Jahre, jahrzehne gutgehen kann. Aber richtige Argumente gegen den großen Knall siehst Du auch nicht, richtig?
Es gab nie einen großen knall, warum jetzt bei raltiv harmlosen Geschichten

Es hat nicht mal geknallt als Europa in Trümmern lag und Mio Tote Menschen zu beklagen waren



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 23:48
Fedaykin
schrieb:
Es hat nicht mal geknallt als Europa in Trümmern lag und Mio Tote Menschen zu beklagen waren
Klar hat es da geknallt. Und nicht nur einmal. Sowohl im übertragenem als auch im Wirtschaftlichen Sinne.
Freezer94
schrieb:
Viele Wirtschaftsgurus wie Dr. Markus Krall oder Mr. Dax, Dirk Müller, sehen sich in ihren Annahmen bestätigt und sehen auf kurz über lang (Krall kurz, Müller eher lang) das gesamte Wirtschafts- und Geldsystem dem Untergang geweiht.
Wohl eher Möchtegerngurus die teilweise ihre fragwürdigen politischen Ansichten breittreten möchten. Und düstere Prophezeiungen über mögliche Krisen gehen als Konzept schon seit einigen tausend Jahren auf.
In der Fachwelt werden „die Gurus“ trotzdem mehr oder weniger belächelt.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

12.08.2020 um 23:50
Fedaykin
schrieb:
Es gab nie einen großen knall, warum jetzt bei raltiv harmlosen Geschichten

Es hat nicht mal geknallt als Europa in Trümmern lag und Mio Tote Menschen zu beklagen waren
"Börsenknall" trifft auch eher die Reichen als die Armen. Was soll es den Normalbürger jucken, dass Milliardärsfamilie A auf einmal nur noch eine Millionärsfamilie ist und Familie B dann deswegen auch, weil sie ihre Forderungen an A abschreiben müssen? Das betrifft realwirtschaftlich kaum jemanden. Im Gegensatz zu Weltkriegen, Dustbowl usw. ist die reale Produktionsinfrastruktur unbeschädigt, die landwirtschaftliche Nutzfläche nach wie vor vorhanden und das Humankapital ist auch weder erschossen noch ausgewandert oder ausgewiesen worden. Die Krisen spielen sich eher in irrealen Sphären ab, auf der Ebene von Staaten und Riesenkonzernen.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

13.08.2020 um 09:53
Bettman
schrieb:
Klar hat es da geknallt. Und nicht nur einmal. Sowohl im übertragenem als auch im Wirtschaftlichen Sinne.
Echt da gab es einen Systemwechsel etc?



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

13.08.2020 um 09:57
Fedaykin
schrieb:
gab es einen Systemwechsel etc?
In der SBZ definitiv.
Und "im Westen" wäre ohne Gelder und Investitonen der USA auch nichts mehr gelaufen.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

13.08.2020 um 10:08
Bettman
schrieb:
In der SBZ definitiv.
Und "im Westen" wäre ohne Gelder und Investitonen der USA auch nichts mehr gelaufen.
Wie gesagt weder das Finanzsystem noch das Konzept der Marktwirtschaft ist zusammengebrochen. Das die UDSSR ihr System auf die Besetzten Gebiete ausgeweitet hat... gewollt. keine eigentlich Konsquenz

Der Marschallplan wird überbewertet...aber ich sehe eben kein "Zusammenbruch"

zu den Geldmengen hat @Narrenschiffer schon Stellung genommen. Die momentan raushauene ca 1 Billion ist jetz im Verhältnis zur Wirtschafskraft der EUrozone auch nix überdramatisches. Wer sich Verschuldungen anschauen will. der schaue nach Japan.



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Was spricht gegen eine dramatische Wirtschaftskrise?

13.08.2020 um 12:28
Bettman
schrieb:
Und "im Westen" wäre ohne Gelder und Investitonen der USA auch nichts mehr gelaufen.
Ja und? Die Gelder und die Investitionen gab es aber. Was soll dieses "Der Sozialismus hätte theoretisch doch gewonnen, wenn nur nicht..." Gelaber hinterher. Wie die Fußballer, die 7:1 verloren haben und sich einreden "Technisch klar das bessere Spiel" abgeliefert zu haben. Will keiner wissen.



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