Youtube: Stan Grof about his LSD experience
Stan Grof about his LSD experience


Youtube: Stan Grof and LSD : part 2
Stan Grof and LSD : part 2



Stanislav Grof (* 1. Juli 1931 in Prag) ist ein Medizinphilosoph, Psychotherapeut und Psychiater. Er rief 1978 zusammen mit den Gründern des Esalen-Instituts, Michael Murphy und Dick Price die ITA (International Transpersonal Association) ins Leben und gilt als einer der Begründer der transpersonalen Psychologie. In ihr werden neben humanistischen Aspekten auch religiöse und spirituelle Erfahrungen der Psyche berücksichtigt.

Stanislav Grof studierte an der Karls-Universität in Prag Medizin und Medizinphilosophie. Schon zu Beginn seiner Karriere wirkte er maßgeblich bei einer klinischen Studie zur Untersuchung der Wirkung von Drogen (hier: LSD) in der Psychiatrie mit.

1967 nahm er ein zweijähriges Forschungsstipendium an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore an und blieb anschließend mit seiner Frau Christina in den USA. Er war Leiter des Psychiatrischen Forschungszentrums in Maryland und Assistenzprofessor für Psychiatrie an der Universitätsklinik der Hopkins Universität. Von 1973 bis 1987 unterrichtete und forschte er am Esalen-Institut in Big Sur in Kalifornien. Hier entwickelte er zusammen mit seiner Frau Christina Grof die Technik des holotropen Atmens, die er aber immer als ungenügenden Ersatz für eine LSD-Therapie sah. (Vgl. die Nachworte zu vielen seiner Bücher.) Grof hat sich immer wieder als Befürworter der Legalisierung psychedelischer Substanzen ausgesprochen und ist ein Gegner der Prohibition von Drogen. Als Mitbegründer war er von 1978 bis 1982 auch der Vorsitzende der International Transpersonal Association. Seit 1987 lebt und arbeitet er in Mill Valley in Kalifornien.

Am 5. Oktober 2007 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Vision-97-Preis der Dagmar-und-Vaclav-Havel-Stiftung in Prag ausgezeichnet.
"Das Bewußtsein zeigt nach der Einnahme von LSD eine charakteristische qualitative Veränderung ähnlich wie in Träumen. Es kann seine gewöhnlichen Grenzen überschreiten und Phänomene aus dem tiefen Unbewußten mit aufnehmen, die unter normalen Umständen nicht zugänglich sind. Dieser Vorgang wird häufig als Bewußtseinserweiterung bezeichnet." aus Topographie des Unbewußten - LSD im Dienst der tiefenpsychologischen Forschung


"Die Erscheinungen, die man bei psychedelischen Sitzungen beobachtet, sind Manifestationen tiefliegender Bereiche des Unbewußten, die von der zeitgenössischen Wissenschaft weder erkannt noch zugegeben werden." aus Topographie des Unbewußten - LSD im Dienst der tiefenpsychologischen Forschung