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Erziehungsfundamentalisten RSS

123 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Erziehung, Eltern, Babys

zur Rubrik (Menschen)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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Erziehungsfundamentalisten

06.01.2011 um 08:06



@mae_thoranee
cool:) bei den Roma sind verwünschungen ja echt schlimm, haste gut gelöst!

Ich meine die frechen Kinder, die, die patzige Antworten geben und keinen Respeckt haben. Die machen den anderen Kindern das Leben schwer.
Beispiel:
Ein Junge schmeißt das Haargummi meiner Tochter in eine der vielen Spielzeugkisten im Hort.
Ich sage ihm, das er es bitte wieder herausholen möchte, er ignoriert mich und sagt dann: "keinen Bock" und geht.
Wegen sowas zur Hortnerin gehen ständig, hab ich auch keinen Bock, weils eigendlich Banalitäten sind, aber es nervt extrem, wenn man das jeden Tag hat.

Zum Glück bin ich keine Hortnerin....ich würde durchdrehen bei den Kindern.
Zum Glück sind meine nicht so....

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Erziehungsfundamentalisten

06.01.2011 um 08:13

ne, für mich wäre das auch nichts. alleine der lärm...waa....

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Erziehungsfundamentalisten

06.01.2011 um 10:05

So, jetzt hab ich den ganzen Thread gelesen und werde nun auch mal meinen Senf dazu geben :)

Erstmal zu mir. Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet, noch keine Kinder. Meine Frau und ich werden aber in nächster Zeit stark dran arbeiten, da freu ich mich schon drauf :D
Warum wir so lange gewartet haben fragen sich jetzt bestimmt einige. Weil ich noch bei der Bundeswehr bin und 400km von zu Haus entfernt stationiert bin. Schliesslich möchte man auch an der Erziehung teilhaben, was schwer ist, wenn man nur am Wochenende zu Hause ist oder mal einige Monate gar nicht, weil man mal wieder im Ausland ist. Meiner Frau möchte ich natürlich auch etwas Verantwortung abnehmen, so dass sie auch mal Zeit hat ihre Sachen zu erledigen oder mal etwas abzuschalten.

Ich kann ziemlich gut mit kleinen Kindern, habe 3 Neffen und eine Nichte. Natürlich hab ich denen auch ihre Wünsche erfüllt wenn sie mich mit ihren Kinderaugen angeschaut haben,kann man halt nichts gegen machen. Wenn sie allerdings zu frech wurden, hab ich auch mal den Bundi raushängen lassen, d.h. panzerbrechenden Blick aufgesetzt, Stimme erhoben (nicht geschrien, mache ich bei der Arbeit ja auch nicht), Tonfall etwas geändert und Finger erhoben. Hat irgendwie immer geklappt. Meine Schwester und meine Schwägerin meinten schon öfters wie ich das mache. Keine Ahnung, obs an der Ausstrahlung liegt oder der Stimme, ich weiss es nicht.

Ich hab 3 Jahre lang die Minikicker, also die von 4-6 Jahren trainiert. War echt lustig, aber auch teilweise anstrengend. Was vorher erwähnt wurde, die übereifrigen Eltern am Spielfeldrand , kann ich bestätigen. Auch da kam es mal vor, dass ich mit den kleinen etwas anders sprechen musste, denn selbst in so jungen Jahren haben manche Kinder schon Starallüren :)
Ich habe aber festgestellt, dass viele Kinder einfache motorische Bewegungsabläufe nicht mehr so ausgeprägt sind, wie noch zu meiner Zeit, oder einige Jahre danach. Liegt wohl daran, dass es einfacher ist, Kinder vor den Fernseher oder die Playstation zu setzen, als mit ihnen raus zu gehen auf den Bolzplatz oder auf den Spielplatz.

Meine Kindheit war ziemlich normal, war viel draussen, da ich in einer sehr ländlichen Gegend aufgewachsen bin und noch immer wohne. Wenn ich zu aufmüpfig war, hab ich auch schon mal einen Klaps auf den Hintern bekommen. Das war nicht nur einmal :) Aber geschadet hat es mir nicht. Ich rede ja auch nicht von Schlägen, das verurteile ich aufs schärfste. Aber einem Klaps wenn angebracht hat noch niemandem geschadet glaube ich.

Wir haben uns vorgenommen, wenn wir denn Kinder haben, keine überfürsorlichen Eltern zu werden. Ob das klappt? Ich weiss es nicht. Natürlich werden wir in den ersten 2 Jahren sicherlich öfter mal beim Arzt sein, auch wenn es dann im Nachhinein das ein oder andere Mal voreilig war. Aber bei den normalen Blessuren tut es ab einem gewissen Alter aber dann auch die gute alte Tube Bepanthen Roche. Ich hoffe also, dass wir keine solchen Erziehungsfanatiker werden, bin da auch guter Dinge.
Gegen eine ordentliche Vorbereitung, also Informationen aus Büchern oder Gesprächen mit "erfahrenen" Eltern, Seiten aus dem Internet usw. ist aber nichts einzuwenden. Eine Eins-zu-Eins-Umsetzung dieser Bücher ist allerdings Schwachsinn in meinen Augen, da es sich bei Kindern ja immer um Einzelfälle handelt.

Was die Gleichgültigkeit oder "Rotzfrechheit" bei einigen Kindern angeht, handelt es sich meiner Meinung nach um fehlende Autorität in der Erziehung, sei es in jungen Jahren die Eltern, später eventuell auch die Lehrer. Aber was will man erwarten, wenn viele Eltern zum Teil selbst noch Kinder sind. Nicht falsch verstehen, es sind sicherlich auch junge Eltern in der Lage ihre Kinder ordentlich zu erziehen, kenne da auch positive Beispiele. Leider nicht allzu viele.
Viele berücksichtigen halt nicht, dass Sex auch in jungen Jahren Konsequenzen mit sich ziehen kann.
Die Einstellung einiger, ich nenne sie mal alternativ eingestellter Eltern, a`la unser Kind soll selbst entscheiden, was es will und was für ihn oder sie das Beste ist halte ich allerdings auch für absoluten Humbug. Kinder brauchen Grenzen und die muss man ihnen klar aufzeigen. Grenzüberschreitungen müssen auch geahndet werden.

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Erziehungsfundamentalisten

07.01.2011 um 14:19

@OddThomas
WORD! Du scheinst ein sehr vernünftiger Mensch zu sein ich wünsche dir viele gesunde Kinder !

ich persönlich habe mich nie an irgendwelche ratgeber gehalten...ich habe an meiner kindheit abgemessen was ich lieber gehabt hätte und was nicht,was meine eltern falsch gemacht haben habe ich sozusagen berichtigt....bestes beispiel für fehlerziehung war meine schwester,sie wurde für jeden mist gelobt auch wenns falsch war was sie tat...und die anderen kinder (mein bruder und ich ) wurden für das bestraft was sie verboggt hatte obwohl wir nix dafür konnten...alle solche sachen ebend,habe ich anders gehandhabt....auch über dinge reden und aufklären statt gewalt anzuwenden, kurz und gut habe ich mich auf meinen instinkt verlsassen,heute kann ich sagen meine kinder sind alle richtig gut gelungen,ich denke mit seinem bauchgefühl sollte man was anfangen können, ich glaube die menschen lassen sich zu sehr von den medien lenken und dadurch die von der natur gegebenen instinkte zu verlernen,schade eigentlich!

:)

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 09:39

Ich hab da mal was gefunden, finde das passt hier irgendwie gut hin


http://www.bild.de/BILD/ratgeber/kind-familie/2011/03/07/muettermafia-rabenmuetter/anette-dowideit-berufstaetige-mutter-ratgeber.html

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 10:26

Ich finde das total witzig geschrieben... Wir hatten auch so ein Buch bekommen, muss zugeben ich habe da auch hin und wieder nachgeschlagen, aber nichts was mir helfen könnte steht da drin...

Wenn sich Lisa Mohr Sorgen macht, steht sie am liebsten vorm Bücherregal. Auf Seite 69 in "Unser Baby - das erste Jahr" steht geschrieben, weshalb ihre Tochter Layla, acht Wochen alt, manchmal nicht glücklich ist. Auf zwei Spalten Text wird erklärt, warum Babys weinen. Die Gründe: "Bauchweh", "Nähe brauchen", "Überanstrengung" und "Langeweile". Lisa Mohr blättert weiter. Ab Seite 70 kann sie lesen, wie viel Geschrei normal ist: Fast drei Stunden im Schnitt weinen Babys täglich. Alles andere wäre bedenklich.
Lisa Mohr ist froh. Sie hat es jetzt schwarz auf weiß, ihre Sorgen scheinen berechtigt. Tochter Layla weint oft, mehr als drei Stunden am Tag werden es sein. Nun können Hebamme und Kinderarzt noch tausendmal sagen: "Das Kind ist gesund. Der Anfag ist anstrengend". Lisa Mohr ist für derlei Beschwichtigungen gewappnet. Wenn keiner hilft, werden sich die Mohrs eben selbst helfen. Sie haben ja ihre Bücher.[...]

Die Mohrs sind eine glückliche Familie. Sie leben in Kornwestheim bei Stuttgart. Lisa Mohr ist 23 Jahre alt, Bürokauffrau, ihr Mann Stefan, 28, arbeitet bei einer Bank. Die beiden haben noch Freunde aus Schulzeiten und wissen, was gerade im Kino läuft. Doch abends, wenn andere "Tatort" gucken, sprechen sie über die Seiten 70 ("Wie viel Babys schreien"), 75 ("Eia, popeia - uralte Tonfrequenz") und 76 ("Wann an die frische Luft" - "Vorsicht vor Extremsituationen"). Sie bitten Besuch, ein paar Monate später vorbeizukommen, um den Rhythmus des Kindes zu wahren. Sie stecken das Telefon aus, damit nicht Geklingel beim Einschlafen stört.

Mit ihrem Kind haben sich die Mohrs in einem Ausnahmezustand eingerichtet, der den Ansprüchen der Seiten 58 bis 83 genügt.
Wie die Mohrs wollen heute viele Eltern alles besonders genau wissen. Es wird nachgeschlagen: Wie kann ich mein Kind richtig erziehen? Ernähren? Fördern? Beschützen? Liebhaben? Vor der Geburt lesen sie "1000 Fragen an die Hebamme", nach der Geburt "Tyrannen müssen nicht sein". 2008 hat sich der Markt für Eltern-Ratgeber nahezu verdoppelt. Unter den wichtigsten Neuerscheinungen dieses Frühjahrs: "Maulende Rebellen, beleidigte Zicken. Der Erziehungscoach für Eltern", "Typgerecht fördern und erziehen" und "AD(H)S - was wirklich hilft".


Ausserdem ist mir bei diesem obigen Text ein Buch eingefallen, dass ich bei Geburt unseres Großen bekommen habe (unbedingt lesenswert!!) wenn man gerade Mutter und Vater geworden ist hie und da am verzweifeln ist, ist dieses Buch sehr aufmunternd:

Wie ich meinen Eltern den letzten Nerv raubte: Enthüllungen eines Säuglings

Haben Sie sich je gefragt, was hinter der engelsgleichen Fassade eines schlafenden Säuglings vorgeht? Was will uns das Kind sagen, wenn es vor sich hin gurgelt? Warum rudert es mit den kleinen Ärmchen? In Tagebuchform erzählt ein Säugling (und Satansbraten) Woche für Woche, wie er seine Eltern auf Trab hält und in die totale Verzweiflung treibt ... Da bleibt kein Auge trocken!

Ja, wer Kinder hat der kennt die harte Wahrheit. Kinder haben nur eines im Sinn. Den Nervenzusammenbruch der Eltern. Das Buch zeigt in wunderbarer Weise wie es dazu kommt. Und das Gute dabei - man kann dabei herzhaft lachen. Ob es um das "Bäuerchen" geht, oder die Tatsache wie ein Kind es schafft den Eltern ihre gemeinsame Zeit wegzunehmen. Es ist zu köstlich.

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 10:29

Ich denke würde der Alltag ein besseres Familienleben möglich machen, dann könnten mehr Eltern wieder eine echte Bindung zu ihren Kindern aufbaun und man bräuchte nicht unsummen von Ratgebern, sondern wenn die Eltern aus Bindung, Fürsorgeempfinden und Zuneigung zu ihren Kindern wieder mehr auf ihr Bauchgefühl hören würden...

Wenn das Verhältnis zu den Kindern gefestigt genug ist, dann weiß eine Mutter und ein Vater wie sie/er sich zu verhalten hat, da brauchts doch keinen Ratgeber von Aussen...

Nur manchmal hab ich das Gefühl, eine wirklich lebbare Familienkultur gibts in der heutigen Gesellschaft garnichtmehr, was für mich schon dabei beginnt, dass man nichtmehr gemeinsam die Mahlzeiten einnimmt, oder gemeinsam kocht !

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 10:37

@DieSache

Ich gebe dir bei fast allem Recht, aber eine Familie kann heutzutage nicht mehr gemeinsam alle Mahlzeiten einnehmen. Auch die Mama muss in fast allen Familien arbeiten gehen um das Geld für die Familie mit zu finanzieren. Da kann es schon hin und wieder passieren, dass jeder zu einer anderen Zeit nach Hause kommt...

Solche Ratgeber finde ich auch nicht so gut, denn wenn man sich nur nach so einem Leitfaden hält wie man mit Kindern umgehen soll, macht man sich nur wahnsinnig...

Das Buch, das ich vorher erwähnt habe, ist ja kein Ratgeber, sondern eine satirische Geschichte mit wahrem Kern dahinter...

Liebe Grüße

Luma30

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 10:41

@Luma30

"Familienqaulitätszeit" wäre dennoch angebracht diese zu kultivieren und wieder ohne Zeitdruck zu erleben...ich hoff mal dass sich da noch was in der sozialen Infrastruktur ändert und Familie auch wieder lebbar wird !

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 11:06

OddThomas
aus dem Artikel : „Du weißt, dass man Brei auch selber kochen kann, oder?“

Die Mutter und Hausfrau kocht für die ganze Familie, davon einen Teil für die Kinder mit dem Pürrierstab zu brei machen .

Duschgel - hat meine Volle Zustimmung, so war meine Erziehung von meinen Eltern
so sind auch meine Kinder mitten im Leben, 3 Junge Männer zwischen 30 und 35 J,
immer Vernünftig, immer mit und in Arbeit, normale Mittelschicht,
das was in der heutigen Zeit schon fast etwas besonderes ist.

ich bin aus dem Deutschen "Kulturkreis" Ausgestiegen, alles wird übertrieben - in allem steckt wachstum , Puschen, Powern - bis wo hin? - zum Totalcrash -

eine Teilschuld hat die Kindererziehung - Wer sein Kind Psychisch unter druck setzt (Psycho-schaden) oder Schlägt wird Bestraft ... wann lernt das erwachsene Kind dass es für alles von einer Dummen - Gesetzgebung - später viel schlimmer bestraft wird - oder ist es besser das Kind bekommt einen Klaps, Tatch oder Kopfnuss damit es weis - was falsch ist wird Bestraft ... denn auf die richtige Erklärung kommt es zuerst an.

meine Jüngste war 10 Jahre """Mama und Oma - Verzogen""" - schwierig, Lernfaul, ungehorsam, rechthaberisch - sehr lieb aber schon fast eine unmöglichkeit an der Grenze zur Sonderschule . . . . . . . . . was wird daraus ??
... wie im Eingangsthema ... mit 10 Jahren schlafen bei Mama im Bett ..... und natürlich ging unsere Ehe auseinander . . . . . . .
. . . . diese Ehe war nicht zu retten - aber -
mit einem Rollentausch in Beruf, Haushalt und Erziehung - habe ich die Abwärtsrichtung meiner Tochter geändert
Frau geht arbeiten - Mann macht Haushalt - mit sehr viel Erkärungen zu Schulischen Vorraussetzungen wird zuerst das Interesse an der Schule und Lernen geweckt,
das ging über Schule, Kochen, Backen, Familienbande, Berufe und Berufsgrundlagen, die Zusammensetzung der einzelnen Familienreihen, Berufliche Vorraussetzungen der Familienmitglieder, und über Allgemeine Themen.

Ohne Interesse geht nichts - das ist Grundlage jedes Hobbys, Berufes, Vereins, Partei, Staates.

nun ist sie 14J, lebt wieder bei Oma - aber Schulnoten im einser-bereich und bessere selbstständigkeit, - - nur langsam ist sie immer noch - ist auch gesünder...

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Erziehungsfundamentalisten

07.03.2011 um 17:47

@univerzal
Teils teils.
Zum einen wird durch die Technik immer mehr für uns übernommen, wir werden unselbstständiger (oder erleichtern uns vieles durch Hilfsmittel, auf welche wir dann angewiesen sind).
Zum anderen, schau doch mal wo die meisten Menschen leben.
Wieviele von denen haben noch eine Großmutter im Haus?
Was für große Aufgaben fallen in einem Plattenbau an ein Kind an, in der ständigen Einöde verbringen zu müssen, und nicht zu wissen, was sie tun sollen.
Durch das Internet, dem Fernsehen machen wir zwar viele Erfahrungen, nur lediglich aus zweiter Hand.
Die allgemeine Situation wird auch immer schlimmer.
Das Leben wird immer teuerer, die Menschen haben Angst.
Angst um ihren Arbeitsplatz.
Angst vor Ausländer.
Angst vor Deutschen.
Ekel vor alten Menschen.

Wozu sollen viele Fertigkeiten ausbilden, wenn die Maschinen alles für uns übernehmen?
Der Mensch wird immer bequemer, verliert seine Initiative, seinen Eigenantrieb und übrig bleibt ein zäher Schleim, was sich Persönlichkeit nennt.
Die eigene Persönlichkeit, die andere Persönlichkeit, sind wir alle schon Schleim?

Es wird immer über die alten Menschen geschimpft, aber wenn die körperlich und geistig genau so fit wären, wie wir jungen.
Genau so fit, als sie damals noch auf dem Acker gearbeitet haben.
Die würden uns heute nicht mehr ernst nehmen.
Zum Glück verstehen die meisten von denen die Welt nicht mehr, so bleibt ihnen der Kummer und Scham für unsere Gesellschaft erspart.

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Erziehungsfundamentalisten

09.03.2011 um 20:56

@devanther
Womöglich, auch wenn der Zusammenhang etwas weit hergeholt ist. Ich meine, selbst wenn der Ratgeber noch so gut und klasse beschrieben ist, übernimmt er noch lange nicht die Kindeserziehung. Im Gegensatz zu einer Bedienungsanleitung oder einem Fahrstuhl, führt der Weg des Kindes weder zu einem eindeutigen Ziel, noch ist es ein serienreifer Prototyp.

Den Hang sich sein Leben zu erleichtern, hatte der Mensch übrigens schon seit Anbeginn, da müsstest du ab der Steinzeit mit dem kritisieren beginnen, um konsequent zu wirken.

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Erziehungsfundamentalisten

11.03.2011 um 08:53

"Erziehungsratgeber" sind so alt wie die Menschheit. Heisst es nicht schon in der Bibel, dass, wer seine Kinder liebt, sie züchtigt?

Da hilft alles Gejammer über die "schrecklichen modernen Zeiten" nichts.

"Die allgemeine Situation wird auch immer schlimmer.
Das Leben wird immer teuerer, die Menschen haben Angst.
Angst um ihren Arbeitsplatz.
Angst vor Ausländer.
Angst vor Deutschen.
Ekel vor alten Menschen."

So, als hätte es früher keine "Teuerungen" gegeben, die beispielsweise schon zu den Bauernaufständen des ausgehenden Mittelalters führten, keine Ängste um den Arbeitsplatz (Weberaufstände, frühes 19. Jahrhundert), keine Fremdenfeindlichkeit ("Römer raus!"), Angst vor Deutschen (zwei Weltkriege, diverse Kolonialkriege) oder keinen Ekel vor "Alten Menschen" (Hänsel, Gretel und die hässliche alte Hexe im Backofen).


Ja, früher, als der Mensch noch ritterlich und sportlich war:

Praktisch, quadratisch, gut.

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 12:44

@univerzal
So weit ist der Zusammenhang nicht einmal hergeholt.
Die Auswirkungen von den ganzen Dingen wie z.B. Informationen aus zweiter Hand, die Ausbildung sozialer Fähigkeiten innerhalb einer Großfamilie oder die mangelnde Ernsthaftigkeit, denen alte Menschen durch die schnelle Zeit entgegengebracht wird sind zwar nicht sofort spürbar, aber dennoch stets vorhanden.
Es wächst wie ein Geschwür voran, bis es kippt.
Natürlich ist es nicht auf alle übertragbar, wird aber mit zunehmender Tendenz zur Regel.

Mich würde mehr die Frage interessieren, warum sich manche solch Ratgeber kaufen.
Ist einer von denen hier im Forum?
Ist das wirklich Ratlosigkeit, weil man für sein Kind nur das Beste will oder schon Dummheit?

Von meiner Ausbildung habe ich ein paar Tabellen, welche Aussagen geben ab wann ein Kind was können sollte, womit es sich ab wann beschäftigt.....
Zum darübergucken ist es ganz interessant, aber sonst.....

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 15:14

@devanther

Ich glaube, dass eine Mischung aus Angst und Dummheit dahinter steckt.
Zum einen spielen Versagensängste eine große Rolle, zum anderen lassen sich die meisten Menschen sehr leicht von Medien beinflussen und von Doktor und Professoren Titel beindrucken.

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 16:15

@Doors
Auch an dich appeliere ich.
Es gibt immer weniger Großfamilien, deshalb kann hier von einen Wandel gesprochen werden.
In welcher Zeit leben wir deiner Meinung nach?
In einer Zeit des Umbruchs, der Neuerschaffung was richtig und wichtig ist?
Wollte der Mensch die Welt schon immer neu erschaffen?
War es überhaupt gut, dass es so viele Großfamilien gab und betrauerst du es, dass die Landflucht immer weiter zugenommen hat?

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 19:15

Naja, die eigene Fantasie gestaltet den Ton. Obwohl sie nicht umsonst diese oft verkappte Gewalt beinhalten (Rotkäppchen: Jäger schneidet den Wolf auf, um ihn quasi von ihnen heraus zu steinigen), um die Kids indirekt und sanft auf das wahre Leben vorzubereiten.

Interessant, wenn hier schon der Aspekt "Märchen" aufkommt, ist, dass Kinder, die viele Märchengeschichten vorgelesen bekommen eine höhere psychische Widerstandsfähigkeit aufbauen können. Das meiste "neumodische" Zeugs, wie viele Disneyfilme zum Beispiel, ist zwar nett anzugucken, aber pädagogischer Müll. (Und wer jetzt was andere behauptet informiert sich bitte ausführlich zum Thema "Resilienz" :D )

Kinder sollten nicht in Watte gepackt werden richtig. Ein großes Problem ist auch einfach, dass die Familienplanung sich so weit nach hinten verschiebt. Meistens (natürlich nicht immer) werden die Kinder umso mehr in Watte gepackt, umso älter die Mütter bei der Entbindung sind.

Erziehungsratgeber können sicher im einem gewissen Rahmen hilfreich sein, aber eben in einem gewissen Rahmen.

Außerdem stellen die meisten Eltern das Kind in den Mittelpunkt ihres ganzen Lebens. (Daran scheitern auch viele Beziehungen... aber naja..) Das Kind lernt sich selbst als Mittelpunkt kennen, was Kettenreaktionen mit sich bringt ( nämlich spätestens dann, wenn es sich als Teil von etwas sieht) Eltern, die Kinder bekommen, sollten darauf achten, dass das Kind Teil der Familie ist. Mit Rechten und irgendwann auch Pflichten, wie es sich für eine Lebensgemeinschaft gehört.

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 21:37

@devanther
Ich habe schon begriffen worauf du hinaus willt, bin aber weiter nicht deiner Meinung. Die Veränderung der Wohnumstände, also die Entwicklung weg von der Großfamilie, meist ländlich, hin zum Typ Single- oder Pärchenleben, eher städtisch bzw. distanziert, verbreitet sich schon seit Jahrzehnten. Der Boom der Ratgeber- und Lebenshilfen dagegen, dauert erst seit wenigen Jahren an. Objektiv gesehen, laufen die beiden Geschehnisse ohne erkennbaren Zusammenhang.

@Silberblume
Mir war diese Tatsache kaum bekannt, bekräftigt mich aber in meinem Pro für Märchen, wenn es darüber hinaus die Gabe zur Konfliktbewältigung der Kids schärft.

In dem Opener habe ich ganz bewusst das Extrembeispiel des Pärches gewählt, weil ich eine klare Grenze ziehen wollte zwischen einer 'behüteten' Erziehung und diesem fast schon militanten Schutzinstinkt gegenüber frühkindlicher Entwicklung. Ich bin der festen Überzeugung, dass solch ein Erziehungsstil weder in die gewünschte Richtung führt (was ich eh schon grenzwertig finde, als Eltern dem Kind einen Weg vorzuzeichnen) und sogar überhaupt keine adäquaten Ergebnisse zutage fördert.

Man muss meiner Meinung nach jetzt nicht alle Ratgeber aus den Läden verbannen, hier macht immer noch die Dosis das Gift. Bei dem anderen Aspekt weiß ich nicht, ob ich dir zustimmen kann. Wie bereits beschrieben, wenn ich so in meinen Freundeskreis blicke, sind viele in Punkto Vermehrung keine Kinder (haha) von Traurigkeit. Edit: Auch wenn er natürlich kaum repräsentativ ist.

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 22:37

@univerzal

Ich bin persönlich der Meinung dass diese Ratgeber totaler Schwachsinn sind.
Besonders diese Verweichlichung geht mir gegen den Nerv.
Man sollte aber auch nicht übermäßig drillen.
Den Meisten ist einfach das Gefühl für die Balance verloren gegangen, das Fingerspitzengefühl im lehrenden Umgang mit anderen Menschen jedweden Alters.

Beispiel 1:

Man will offensichtlich Kindern Selbstständigkeit beibringen, und dann sehe ich tagtäglich morgens aus dem Auto Erstklässler oder Vorschulkinder völlig allein dicht befahrene Straßen überqueren.

Beispiel 2:

Jeder weiß wie sehr Kinder gehätschelt und getätschelt werden und man ihnen möglichst jeden Wunsch von den Lippen ablesen will, nur damit die keinen Terz machen, und schwupps verlieren sie jeden Respekt.

Vielleicht, so denke ich, sollte man die Erziehung aus viel "höheren" Tugenden und Werten, wie Disziplin (Selbstkontrolle), Respekt, Fleiss oder Ehrlichkeit selber ableiten und dann so viel gesunden und wachen Menschenverstand haben diese als Eltern auch den Kindern in alltäglichen Situationen beizubringen.

Ich glaube andererseits auch, dass die Menschen erstens zu sehr auf die selbsternannten Experten vertrauen, was die gesamte Gesellschaft betrifft, und dass bei Eltern ein Mangel an grundlegender Lebenserfahrung und der damit verbundenen Denkweise existiert.

Dieser Mangel beruht auf der Tatsache, dass sie grundlegende Dinge im Leben nicht mehr mitbekommen. Und das führe ich auf die Konsumgesellschaft zurück.
Eltern sollten nach meiner Auffassung wie Lehrmeister wirken. Sie müssen ihren kindern das Leben beibringen. Man muss ein guter Coach sein, das ist es was ich meine.

Man muss in der Art der Erziehung auch auf den Putz hauen können und man muss auch mal den barmherzigen spielen. Alles in einer Balance die SINN macht.
Und heutzutage können sie nicht mal mehr sich selbst motivieren geschweige denn Gleichaltrige.

Und jene grundlegenden Dinge sollte man sich nicht aus Ratgebern holen, sondern man muss selber auf eine Lebensphilosophie kommen.
Aber keiner befasst sich damit. Ich habe das Gefühl die einzige Motivation im Leben Vieler besteht NUR noch aus Geld, Sex und Ruhm. Mehr ist es nicht.
Eine oberflächliche Welt.
Warum sollte dann das Denken und damit die Erziehung nicht auch oberflächlich werden.

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Erziehungsfundamentalisten

12.03.2011 um 22:54

@ryker10
Wie gesagt, ich will hier keine Buchverbrennung. Es kann nicht schaden, dass selbst auf diese Weise ein paar Basics vermittelt werden. Weiter gehört zur Einsicht, wie man mit der Zeit beim Nachwuchs immer mehr das Heft aus der Hand gibt. Dann produziert er sich durch sein Umfeld. Und wer Panik vor der Konsumgesellschaft hat, sollte demnach keinen kleinen Vollidioten in die Welt schicken.



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