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“50 Jahre Pilzerfahrung” - Christian Rätsch

... aus dem Blog von lesslow   Profil von lesslow

"Es gibt immer noch Menschen die Psychedelika wehement ablehnen.

Kaum einer davon hat sie je ausprobiert und die Ablehnung geht zu 99% auf das Konto von Leuten,

die nicht die geringste Ahnung von ihren Wirkungen haben.

Aber ob sich daran in nächster Zeit wesentlich etwas ändern wird, ist schwer zu sagen."



Duncan Blewett - ehem. Dekan der Psychologischen Fakultät, Universität Saskatchewan

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“50 Jahre Pilzerfahrung” - Christian Rätsch


19.12.2009 um 19:01, keine Kommentare
50 Jahre ist es her, dass Richard Gordon Wasson in den Urwald ging, und an einer mazatekischen Pilzsession teilnahm. Er überbrachte das aussterbende Wissen vom schamanischen Gebrauch der psychoaktiven Pilze in die moderne Welt.

Christian Rätsch referierte darüber auf der Spiritual Healing OpenAir Goa, und Holger Braasch von Channel 83 Movies hat es aufgezeichnet.

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Christian Rätsch - 50 Jahre Pilzerfahrung

Ende Juni diesen Jahres wird weltweit das Jubiläum 50 Jahre Pilzerfahrung von denjenigen, die auf die eine oder andere Weise vom psychedelischen Zauberpilz berührt wurden gefeiert und der Curandera María Sabina (1894-1985), die “Botin der heiligen Pilze”, eine Schamanin aus dem mexikanischen Indianervolk der Mazateken gedacht.

Ihr ist es zu verdanken, daß in den fünfziger Jahren das Geheimnis um die heiligen Pilze Mexikos dem Rest der Welt gelüftet wurde. Sie hat dem New Yorker Bankier R. Gordon Wasson (1898-1986) als erstem Weißen in einer nächtlichen Zeremonie die psychedelischen oder entheogenen (”das Göttliche enthüllenden”) Zauberpilze (Psilocybe) zu essen gegeben, und dadurch den Weg zu einer modernen, weltweiten Pilzkultur geöffnet.

In Mexiko werden die Zauberpilze (aztekisch teonanacatl, „Fleisch der Götter“) seit prähistorischer Zeit im Schamanismus benutzt. Sie werden vom Schamanen und seinen Patienten als auch Gesunden in nächtlichen Zeremonien zwecks Heilung und spirituellem Wachstum, nachdem sie mit Räucherwerk (Copal) beräuchert und geweiht wurden, eingenommen.

In der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 1955 hat erstmals ein Weißer, nämlich R. Gordon Wasson an dem velada (spanisch »Nachtwache«) genannten Kreisritual unter Leitung María Sabinas teilgenommen und 1957 in der Maiausgabe des US-amerikanischen Life Magazins darüber ausführlich berichtet. Dieser Bericht hatte enorme Folgen für die Wissenschaft und die internationale Gesellschaft. In den USA wurden die Zauberpilze durch Dr. Timothy Leary (1920-1997) popularisiert. In Europa sorgten die Publikationen und Vorträge von Albert Hofmann (*1906) für die Verbreitung, besonders nachdem der Schweizer Chemiker in einer einheimischen Pilzart dieselben Wirkstoffe nachgewiesen hat.

In akademischen Kreisen entstand die Wissenschaft der Ethnomykologie, in der Gegenkultur entwickelte sich ein ritueller und rekreativer Gebrauch der Zauberpilze (Psilocybe). In den Sechziger Jahren wurden sie neben LSD zu einem wesentlichen Sakrament der Hippiekultur, in den Neunzigern wurden sie Bestandteil der Goa-Szene und psychedelischen Trance-Party-Kultur.
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