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Grausame Verfolgung in China!

... aus dem Blog von Sri_vatsa   Profil von Sri_vatsa

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Grausame Verfolgung in China!


23.12.2007 um 19:47, keine Kommentare
Richtigstellung und Hintergründe der Verfolgung von Falun Gong in China


Laut einer 1998 von der chinesischen Sportkommission durgeführten Statistik, praktizierten damals über 70 Millionen Chinesen jeden Morgen in den Parks die Falun Gong-Übungen – mehr Menschen, als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Mitglieder hatte. Wenige Monate später wurde Falun Gong von Jiang Zemin ohne ersichtlichen Grund und gegen den Willen des chinesischen Volkes verboten und eine so noch nicht da gewesene Vernichtungskampagne gestartet.

Seitdem wurden zwischen 500.000 und einer Million Menschen verhaftet und ohne Gerichtsverfahren in Arbeitslager deportiert, Zehntausende in Gefängnisse und psychiatrischen Anstalten eingesperrt, über 38.000 Fälle von Folter und Misshandlung in Polizeigewahrsam dokumentiert, 3.101 Todesfälle durch Folter nachgewiesen (die tatsächliche Anzahl wird auf 10.000 und mehr geschätzt).

Bevor die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Jahr 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann, machten Millionen Chinesen jeden Morgen vor der Arbeit in den Parks die Falun Gong-Übungen. Falun Gong ist ein buddhistisches Qigong, das vier körperliche Übungen und eine Meditationsübung beinhaltet. Obwohl es früher nur im Geheimen weitergegeben wurde, hatte es sich nach seiner Veröffentlichung sehr schnell von Mund zu Mund verbreitet. Es gab sogar viele hohe KP-Beamte, die Falun Gong praktizierten, um sich in ihrem Alltag in erster Linie nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, und Nachsicht zu richten. Viele Menschen, die Krankheiten hatten, erlangten durch das Üben auch wieder körperliche Gesundheit. Aber in China ist es nicht üblich, dass man sich nach irgendeiner Ideologie außerhalb der Lehren von Marx, Lenin und Mao richtet. Obwohl Falun Gong nur eine harmlose Meditation mit geistigen Prinzipien ist, hatte die KPCh durch die rasant ansteigende Zahl der Praktizierenden Angst, ihre Kontrolle über die Ideologie ihrer Bevölkerung und somit Macht zu verlieren.

So wurde Falun Gong in der Nacht des 22. Juli 1999 verboten. Zehntausende Falun Gong-Praktizierende, von denen die Regierung die Namen kannte, wurden verhaftet, ihre Wohnungen durchsucht, Falun Gong-Bücher zu Millionen beschlagnahmt und öffentlich verbrannt. Am nächsten Morgen berichteten alle vom Staat kontrollierten Medien, und das sind alle Medien in China, dass Falun Gong-Praktizierende gefährliche Verrückte seien und die Partei stürzen wollten, und dass es keinem mehr erlaubt sei, Falun Gong auszuüben. Der damalige Partei- und Regierungschef Chinas, Jiang Zemin, sagte, dass das „Falun Gong-Problem“ innerhalb von drei Monaten gelöst sein würde.

Was folgte sind nunmehr über sieben Jahre Verfolgung, in denen ca. 500.000 Menschen, inklusive Frauen, Kinder und ältere Menschen über 70, in Arbeitslagern inhaftiert wurden und wovon tausende an den Folgen von Misshandlungen in Polizeigewahrsam starben. Die chinesischen Botschaften bestechen Medien im Ausland, nicht über die Verfolgung zu berichten oder bieten ihnen „ihre Perspektive“ an. Schließlich ist China ein enorm wichtiger Handelspartner, dem man gerne entgegenkommt. Briefe, SMS, Telefon und Internet werden überwacht und wenn von jemandem unliebsame Bemerkungen bezüglich der Verfolgung gemacht werden, droht ein Besuch des Sicherheitsbüros. Von Schulkindern und Angestellten wird verlangt zu unterschreiben, dass sie kein Falun Gong üben und die Frage, die bei einem Schultest die meisten Punkte bringt, ist immer die Frage nach Falun Gong.


Zitat von T.Kumar, Leiter von Amnesty International USA für den asiatischen Raum:

„Als eine Menschenrechtsorganisation waren wir entsetzt und geschockt, als wir zuverlässige Nachrichten aus China bekamen, dass Menschen, die Falun Gong-Übungen machten, ohne jegliche gerichtliche Verfahren verhaftet, gefoltert und eingesperrt worden sind. Wie viele von Ihnen wissen, wird uns nicht erlaubt, nach China zu gehen, um die Misshandlungen zu dokumentieren, jedoch sind wir in der Lage, einige Auskünfte von Mitgliedern, die aus China geflohen sind und von anderen zuverlässigen Quellen, zu bekommen, um herausfinden zu können, was geschehen ist. Eine Sache, die uns verwundert hat, ist, warum die chinesische Regierung so viel Angst vor dieser Bewegung hat. Diese Bewegung ist keine politische Bewegung. Diese Bewegung ist nicht da, um die Regierung zu stürzen. Tatsächlich schrieb Gail Rachlin sogar eine offene Einladung an die chinesische Regierung, so dass sie einen Dialog führen könnten, um sich gegenseitig zu verstehen und weiterzukommen. Es sind vor allem durchschnittliche chinesische Bürger, die ihre grundlegendsten Rechte ausüben. Als eine Menschenrechtsorganisation wurde uns nie auch nur ein einziger Fall bekannt, in dem ein Falun Gong-Mitglied einem anderen Menschen durch das Praktizieren geschadet hätte. Sie haben nie andere Leute verletzt, also warum treiben sie diese Leute zusammen und verhaften sie?“


Zitat von International Education Development in der Unterkommission der Vereinten Nationen zur Förderung und Schutz der Menschenrechte

(Auch zu finden in den offiziellen Aufzeichnungen der UN, 53. Sitzung, Abschnitt 6 der Tagesordnung, August 2001)

(...) Wir sind mit der Vorsitzenden des Sonderausschusses definitiv einer Meinung. Staatsterrorismus in der Form, dass eine Regierung gegen ihre eigenen Bürger vorgeht - was sie „Terrorismus von oben“ nennt - verursacht bei weitem mehr Verstöße gegen die Menschenrechte, als jede andere Form von Terrorismus. ... Wenn ein Regime zu Staatsterrorismus greift, kann die internationale Gemeinschaft damit rechnen, mit Verstößen gegen internationale Gesetze und mit Menschen, die aus diesem Staat Asyl suchen, überschwemmt zu werden - so wie es in China mit dem brutalen Angriff auf Falun Gong der Fall ist.

In unserem Kommentar unter Punkt 3 haben wir das Ausüben von Falun Gong so beschrieben, wie wir es beobachtet haben. Die Regierung machte von ihrem Recht zu antworten Gebrauch und versuchte ihren Staatsterrorismus gegen die Gruppe zu rechtfertigen, indem sie sagte, es sei eine „böse Sekte“, die Menschen umbringen würde und Familien auseinanderreiße. In unserer Untersuchung geschahen die einzigen Todesfälle auf Anweisung der chinesischen Behörden; Familien wurden auseinandergerissen, weil Familienmitglieder von dem Regime ermordet wurden. Menschen brachen geistig zusammen, nicht durch Falun Gong, sondern durch extreme Folter, Internierung in Nervenheilanstalten mit brutalen Behandlungen, harter Arbeit in Arbeitslagern und weiteren derartigen Methoden. Wie im „International Herald Tribune“ am 6. August 2001 berichtet wurde, gibt das Regime zu, dass es offiziell Gewalt duldet, wenn es darum geht, Falun Gong auszulöschen. Um zu beweisen, dass Falun Gong eine „böse Sekte“ ist, verweist die Regierung auf eine angebliche Selbstverbrennung auf dem Tiananmen (Platz des Himmlischen Friedens) am 23. Januar 2001. Wir haben allerdings ein Video des Vorfalls erhalten können, das nach unserer Meinung beweist, dass der Vorfall von der Regierung inszeniert worden ist. Wir haben das Video vervielfältigt und können es verteilen. In seinem aktuellsten Bericht (U.N. Doc. E/CN.4/2001/66) bestätigte der Sonderausschuss der Unterkommission zehntausende Fälle von verhafteten und gefolterten Praktizierenden. (Para. 246-290). Die Sonderausschüsse der Kommission über Gewalt gegen Frauen und außergerichtliche Exekutionen bestätigen ebenfalls diese Fälle und sprechen von ähnlich hohen Zahlen. (E/CN.4/2001/73/Add.1, para. 19; E/CN.4/2001/[ ]). Wir sind dabei, Beweise zusammenzustellen, die darauf hindeuten, dass mindestens 50.000 Falun Gong-Praktizierende in Gefängnissen, Arbeitslagern oder Psychiatrien festgehalten werden. Tausende davon wurden geschlagen und viele zu Tode gefoltert. Hunderttausende (vielleicht sogar Millionen) werden ernsthaft bedroht. Weder die Einrichtungen der UN kommen mit einer derartigen Masse von bestätigten Fällen zurecht, noch kommt die internationale Gemeinschaft mit den wahrscheinlich Millionen bevorstehenden Flüchtlingen zurecht - obwohl sie mit Sicherheit alle deutlich den Kriterien einer Asylgenehmigung entsprächen. Deshalb sollte die internationale Gemeinschaft als Ganzes und besonders die Unterkommission diesen Fall von Staatsterrorismus als ein Thema von extremer Dringlichkeit behandeln. [...]


Beschluss des Europäischen Parlaments zu den Beziehungen zwischen der EU und China vom 8. September 2006

(Auszug)
[...]
66. verurteilt nachdrücklich die Inhaftierung und Folter von Falun Gong-Anhängern in Gefängnissen, Lagern zur "Umerziehung durch Arbeit", psychiatrischen Anstalten und "Schulen für rechtliche Bildung"; ist besorgt über Berichte, wonach die Organe von inhaftierten Falun Gong-Anhängern chirurgisch entfernt und an Spitäler verkauft wurden; fordert die chinesische Regierung dringend auf, die Inhaftierung und Folter von Falun Gong-Anhängern einzustellen und sie unverzüglich freizulassen;


64. verurteilt insbesondere, dass im ganzen Land "Laogai" (Arbeitslager) existieren, in denen die Volksrepublik China Demokratie- und Gewerkschaftsaktivisten sowie Mitglieder von Minderheiten ohne faires Gerichtsverfahren festhält und sie dazu zwingt, unter entsetzlichen Bedingungen und ohne medizinische Versorgung zu arbeiten; fordert China auf, die ILO Übereinkommen 29 und 105 über die Abschaffung von Zwangs- oder Pflichtarbeit zu ratifizieren; ist zutiefst besorgt darüber, dass die in Laogai Inhaftierten gezwungen werden, ihre Religionsfreiheit und ihre politischen Anschauungen aufzugeben, dass in diesen Arbeitslagern weiterhin Hinrichtungen durchgeführt werden und die Organe der hingerichteten Gefangenen illegal entfernt werden; ist besorgt darüber, dass EU-Mitgliedstaaten möglicherweise beträchtliche Mengen von Gütern einführen, die zur Gänze oder zum Teil in chinesischen Laogai-Arbeitslagern durch Zwangsarbeit erzeugt oder hergestellt worden sind; begrüßt die Resolution des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten aus dem Jahr 2005, in der die Laogai als ein Instrument der Unterdrückung, das die chinesische Regierung weiterhin aufrechterhält, verurteilt werden; fordert China auf, eine schriftliche Erklärung für jedes Exportprodukt abzugeben, die besagt, dass dieses Erzeugnis nicht durch Zwangsarbeit in einem Laogai-Arbeitslager hergestellt wurde, und fordert – wenn eine solche Zusicherung nicht gegeben werden kann – dass die Kommission die Einfuhr dieser Produkte in die Europäische Union untersagt
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