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Goethe, Schiller, Heine, Shakespeare etc.

130 Beiträge, Schlüsselwörter: Goethe, Schiller, Shakespeare, Heine
ashert
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Goethe, Schiller, Heine, Shakespeare etc.

19.03.2009 um 09:47
Wenn von großer Kunst die Rede ist hört man in der Regel in dem Zusammenhang auch immer deren Namen.

Ich glaub ich weiss jetzt auch warum! Wir durften einfach andere Namen auch nie hören! Das Etasblishment wollte es so!

Goethe, Schiller, Heine, Shakespear etc. sind nämlich nicht nur einfach Künstler und Dichter gewesen, sie hatten auch alle eine goldene Wiege und waren dem Adel und den Mächtigen ihrer Zeit auch immer hörig und willfähig ergeben!

Das sind in Wahrheit also alles garkeine großen Künstler, sie sind nur die ganz natürliche Auslese aus einem feudalen Sozial und Bildungsystem heraus, das am Ende der Kette überhaupt keine anderen Namen bzw. Sprecher für die offizielle Volkskunst zuließ!

Beispiele:
Goethes Vater war ein "wohlhabender Jurist und Kaiserlicher Rat in Frankfurt am Main"
Goethe selber demnach logischerweise später auch nur ein Berater des Herzogs, der ihm das Adelsdiplom gab und damit überhaupt die Möglichkeit als loyaler Hofschreiber berühmt zu werden.

Schillers Vater war hingegen ein Offizier und der Hofgärtner des Herzogs von Württemberg. Die Mutter eine Hofdame auf dem Leonberger Schloss. Auch hier war die Karriere somit also schon vorbestimmt.

Heinrich Heines Onkel war einer der reichen Bankiers seiner Zeit der Heine zeitlebens finanzierte (Zitat: "Hätt' er was gelernt, braucht' er nicht zu schreiben Bücher") und genauso später auch Baron James Rothschild in Frankreich. (1844 stahl Heine sogar im Büro seines Verlegers Campe ein gegen Rothschild gerichtetes Manuskript) also war Heine auch kein wirkliches Karrierwunder.

Shakesspear gehörte hingegen über seine Mutter auch dem niederen Adel an, bemühte sich stets um ein eigenes Wappen und hat vorallem auch dem Grafen von Southampton, Henry Wriothesley eigens Werke gewidmet wie "Lucretia" der ihn dafür unterstütze.


Kurz: "Hast Du Was Bist Du Was!" Das galt seid alters her vorallem auch immer für berühmte Dichter und Künstler aller Art und nicht umgekehrt! Sie waren im Grunde also auch nie mehr als nur die Spitze vom Eisberg bzw. die offiziellen Karrieristen auf den Leichenbergen Millionen anderer! Also gibt es heute doch auch nicht mehr den geringsten Grund diese noch lesen zu müssen? :)


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19.03.2009 um 10:53
@ashert

"Kurz: "Hast Du Was Bist Du Was!" Das galt seid alters her vorallem auch immer für berühmte Dichter und Künstler aller Art und nicht umgekehrt! Sie waren im Grunde also auch nie mehr als nur die Spitze vom Eisberg bzw. die offiziellen Karrieristen auf den Leichenbergen Millionen anderer! Also gibt es heute doch auch nicht mehr den geringsten Grund diese noch lesen zu müssen? "

Hast Du auch nur einen einzigen Satz aus den von Dir verteufelten Werken gelesen und verstanden?


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19.03.2009 um 10:58
@ashert
Seit du aus der Schule raus bist entscheidest du doch selbst, was du liest, wo liegt dein Problem?
Wenn du der Meinung bist andere Lektüre sei für Schüler besser geeignet, mach eine entsprechende Eingabe beim zuständigen Bundesministerium.


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19.03.2009 um 11:07
ja ja, Heinrich Heine, ein Feudalist.

Die armen Weber.

Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
„Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch!
Wir weben! Wir weben!


„Ein Fluch dem Gotte, dem blinden, dem tauben,
Zu dem wir gebetet mit kindlichem Glauben;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt.
Wir weben! Wir weben!


„Ein Fluch dem König’, dem König’ der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der uns den letzten Groschen erpreßt,
Und uns wie Hunde erschießen läßt!
Wir weben! Wir weben!


„Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Lüg’ und Schande,
Wo nur Verwesung und Todtengeruch –
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch!
Wir weben! Wir weben!


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19.03.2009 um 12:52
@ashert
Goethe, Schiller, Heine, Shakespear etc. sind nämlich nicht nur einfach Künstler und Dichter gewesen, sie hatten auch alle eine goldene Wiege und waren dem Adel und den Mächtigen ihrer Zeit auch immer hörig und willfähig ergeben!

Das Goethe den Adel gehasst haben muss (!) kann man an den Leiden des jungen Werther sehen, der auch in etwa Goethe's Problem mit dem Adel der damaligen Zeit beschreibt. Im war es einfach nicht vergönnt auf eine Ebene mit den adligen aufzusteigen, da er keinen Adelstitel hatte, er war für den Adel nur ein billiger Minister.... Und er hatt auch oft den Adel und die Strukturen der Sozialen Leiter kritisiert. Also Goehte war dem Adel sicher nicht ergeben !

Goethe selber demnach logischerweise später auch nur ein Berater des Herzogs, der ihm das Adelsdiplom gab und damit überhaupt die Möglichkeit als loyaler Hofschreiber berühmt zu werden.

Goethes Bücher wurden erst nach seinem Tod berühmt. Er hatt sein Geld als sowas wie "Verkehrsminister" verdient und nicht mit seinen Büchern. Goethe war sicher nicht der reichste und auch kein Karrieretyp... Er kam nie über seine Anstellung als Beamter eine immerhin großen Stadt (Erfurt) nie hinaus.

Schillers Vater war hingegen ein Offizier und der Hofgärtner des Herzogs von Württemberg. Die Mutter eine Hofdame auf dem Leonberger Schloss. Auch hier war die Karriere somit also schon vorbestimmt.

Jap bei Schilller war es so, dass er sicher gute Vorraussetzungen hatte. Allerdings muss man auch beachten, dass er dem Adel sehr kritisch gegenüber stand.

Eigentlich haben die meißten Schriftsteller den Adel kritisiert.... zumindest die meißten Deutschen...

Allerdings musst du auch beachten, dass die Schriftsteller ja schreiben und lesen können müssen.... und das das je weiter wir in der Geschichte zurückgehen das natürlich die unteren Schichten eher nicht des Schreibens und lesens fähig waren....

Außerdem ... was ist mit Hebbel, Lenz, Büchner etc???


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19.03.2009 um 14:32
Schdaiff schrieb:Außerdem ... was ist mit Hebbel, Lenz, Büchner etc???
Es ging um die Großen nach denen ja schon hunderte Straßen und Schulen benannt sind! Die anderen kennt man ja nicht so!

Das waren alles jedenfalls keine besonderen Systemkritiker, die Namen waren immer auch alle politisch abgesegnet! Ohne dieses Führungszeugnis wären die ja auch nie in das Bildungssystem als Leitfiguren gekommen!

Die werden einem doch noch heute verkauft, wie der Clown von Mc Donalds!


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19.03.2009 um 14:38
@ashert

Ist Dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass das alles etwas mit der _Qualität_ ihrer Werke zu tun haben könnte?

Bei den Komponisten der letzten Jahrhunderte gibt es immer auch Zeitgenossen die ebenfalls eifrig komponiert haben aber zu REcht in Vergessenheit geraten sind, bei den Dichtern ebenso.

Was meinst Du wohl, warum?


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19.03.2009 um 15:04
OpenEyes schrieb:Ist Dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass das alles etwas mit der _Qualität_ ihrer Werke zu tun haben könnte?
Man kann als quasi amtliche Hofschreiber für das Volk ja auch nicht irgendwelche Bierdeckel-Dichter nehmen, die konnten schon etwas, aber trodzdem musste ja auch immer der Stammbaum stimmen!


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19.03.2009 um 15:22
@ashert

Der Unterschied zwischen "konnten schon etwas" und "genial" ist Dir bekannt?


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19.03.2009 um 15:24
Ich bezweifle, dass die Ständegesellschaft aller paar Landstriche ein duzent verkannte Genies gebar. Und gerade das Schriftstellertum ist nun kein angeborener Zustand, geschweige denn die eingangs genannten, irgendwelche Epigonen.


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19.03.2009 um 16:07
Das galt ja auch für Berühmtheiten wie Martin Luther (politisches Werkzeug der Fürsten) Buddha (ein Prinz auf Askese-Trip) oder selbst Karl Marx (als Leitgaul vorallem erstmal für den Bund der Gerechten) einer Art schon früher Parteihierarchie für Volkaufklärer-Karrieristen.

Ohne ein Mindestmaß an Opportunismus an die Ständegesellschaft wäre im Grunde niemals jemand von diesen Schreibern über den Bierdeckel hinausgekommen!
Also ich find das erschreckend!


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19.03.2009 um 16:09
@ashert
Arbeitest du momentan daran eine Ausnahme in der von dir aufgestellten Regel zu werden?


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19.03.2009 um 16:24
zyklotrop schrieb:Arbeitest du momentan daran eine Ausnahme in der von dir aufgestellten Regel zu werden?
Ich bin ein treuer Diener der Allmy-Hierarchie, ich mach hier bestimmt keine Karriere darüber hinaus! :)


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19.03.2009 um 18:45
@ashert
Was natürlich gehören die zu den großen...

Ich glaube eher das heutzutage das Problem ist, dass einfach zu wenige Literaturbegeistert sind!


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19.03.2009 um 18:58
@Schdaiff

"Ich glaube eher das heutzutage das Problem ist, dass einfach zu wenige Literaturbegeistert sind!"

Ich meine das Problem liegt noch viel tiefer. Wann in der Geschichte der Menschheit waren denn jemals Kleingeister im Stande Genialität zu erkennen oder auch nur zu begreifen wenn sie ihnen gezeigt wurde?


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19.03.2009 um 19:01
Naja solange es einen "gebildeten" Mittelstand gibt nimmt auch die Literaturkenntnis zu... dass ist vlt auch der Grund, dass wir gerade in Frankreich so viele Dichter hatten, da dort das gebildete Bürgertum größer war...


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19.03.2009 um 19:01
*oder in Griechenland


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19.03.2009 um 20:17
Gebildetes Bürgertum, unbehelligt unter sich. Glaubt ihr diese Farce wirklich? Speziell was Goethe anbelangt.

Lyric, Drama, Prosa - beim besten Willen, der Wolfgang gehört da zum aller tiefsten Mittelmaß.


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19.03.2009 um 20:32
@ashert
Sie waren im Grunde also auch nie mehr als nur die Spitze vom Eisberg [...] Also gibt es heute doch auch nicht mehr den geringsten Grund diese noch lesen zu müssen?
Goethe war eines der letzten Universal-Genies der heutigen Zeit und des letzten Jahrhunderts. Sein IQ wird auf 210 geschätzt. 210! O.O

Quelle: http://aceviper.net/estimated_iq_of_famous_people.php


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19.03.2009 um 20:48
:)
Auf Goethe, den Gesteinsnummerierer, den Sterndeuter, den philosophischen Daumenlutscher der Deutschen, der ihre Seelenmarmelade abgefüllt hat in ihre Haushaltsgläser für alle Fälle und alle Zwecke. Auf Goethe, der den Deutschen die Binsenwahrheiten gebündelt und als allerhöchstes Gut durch Cotta hat verkaufen und durch die Oberlehrer in die Ohren hat schmieren lassen, bis zur endgültigen Verstopfung. Auf Goethe, der den deutschen Geist mehr oder weniger für Jahrhunderte verraten und auf das Mittelmaß der Deutschen gestutzt hat mit jener Emsigkeit, die ich Gambetti gegenüber als die goethische Emsigkeit bezeichnet habe.

Thomas Bernhard, Auslöschung


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19.03.2009 um 21:09
Grade bei Goethe existiert ja der Vorwurf, das er nicht nur ein Dichterfürst sondern ein Fürstendichter war.

Aber was kritisierst du bitte dann an Marx, Heine?

Das sie sich nicht aus dem Dreck hochgekämpft haben? Das sie Leute gefunden haben die ihre Ideen teilten, sie Unterstützten und sich mit diesen Organisierten? Das sie (wie alle anderen Menschen auch) ein Produkt ihrer Umstände waren?

Die Aufrechterhaltung des Feudalsystems haben die ja nicht grade propagiert, das genaue Gegenteil sogar. Was für ein Interesse hatte also das "Etasblishment" an ihnen, wenn sie nicht grade ihren eigenen Untergang unterstützen wollten?


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