@Anninsa
Anninsa schrieb:dass die erste Frau mit Mitochondiren
Mitochondrien gibts schon länger, sehr viel länger. Praktisch alle eukaryonten Lebewesen, also sämtliche Pflanzen und Tiere haben welche (einige Pflanzen haben sie sekundär verloren/aufgegeben). Mitochondrien in eukaryotischen Zellen gibt es schon seit mehreren Milliarden Jahren.
Mit der mitochondrialen Eva ist gemeint, daß sich sämtliche Mitochondrien der Menschen in ihrem Erbgut sehr ähneln und sie sich also alle auf eine einzige Mitochondrienvariante zurückführen lassen. Da sich Mitochondrien praktisch nur über die Mutter vererben (der Vater hat auch welche, gibt sie aber nicht an die Kinder weiter, der Geizhals!), müssen sämtliche heute lebenden Menschen in ihrer mütterlichen Ahnenreihe ein und die selbe Frau im Stammbaum enthalten. Aus dem genetischen Unterschied der heutigen Mitochondrien-Varianten kann man in etwa berechnen, wann ungefähr diese "mitochondriale Eva" gelebt haben muß. Und aus der regionalen Verteilung der verschiedenen Mitochondrien-Varianten, genauer aus der Lokalisierung jener Varianten, die der ursprünglichen Mitochondrien-DNA am nächsten kommen, kann sogar eine gewisse Lokalisierung jener "mitochondrialen Eva" gewagt werden.
Da die Y-Chromosomen nur über die väterliche Linie vererbt werden (Kunststück, nur sie haben das Teil), läßt sich auf die selbe Weise auch ein "Y-Chromosom-Adam" zeitlich und räumlich bestimmen. Interessanterweise liegen zwischen "Adam" und "Eva" mehrere tausend Kilometer sowie mehrere Jahrzehntausende. "Adam und Eva hatten keinen Sex miteinander"
;)Selbstverständlich haben wir auch noch das Erbgut diverser weiterer Zeitgenossen von "Adam" und "Eva" in uns. Nur tauchen die anderen Adamse in unserer Ahnenreihe mit mindestens einem weiblichen Verbindungsglied in der Kette bis zu uns auf, und zwischen den anderen Even und uns ist mindestens einmal ein männliches Bindeglied dabei. Daher haben wir andere Gene von denen erhalten, halt nur nichts Mitochondriales und nichts Y-Chromosomales.
Pertti