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Nervige Synonyme

33 Beiträge, Schlüsselwörter: Synonyme, Originell, Unverständlich
natü
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Nervige Synonyme

15.02.2013 um 10:09
@zidane
@NullDunst
Dankesehr für die Info. Dann lag ich falsch. Ich meinte, ich hätte mal im Englischen solche Sätze mit Wortwiederholungen gelesen, während wir im Deutschunterricht ja darauf getrimmt wurden, immer die Bezeichnungen zu wechseln, so lange der Leser noch das eine Wort im Ohr hat.

Was mich weiterhin brennend interessieren würde, ist, ob man im Englischen auch derzeit ständig die sinnlosen Füllsel: "natürlich", "sozusagen", "ja", "halt", "in der Tat" usw. einfügt, die gerade in der mündlichen Sprache in Deutschland bis zum Überdruss wiederholt werden, meist mindestens einmal in jedem Satz.
Das ist nämlich auch ein Zeichen von Sprachschwund. @roadcaptain


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15.02.2013 um 11:03
natü schrieb:sinnlosen Füllsel
"Füllsel" sind nicht notwendig sinnlos. Sie dienen auch zur strukturierung und besseren Verständlichkeit eines Satzes. Gerade in der gesprochenen Sprache können sie das Verständnis erleichtern.


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15.02.2013 um 12:12
mir ist da noch ein Beispiel eigefallen wo Synonyme nerven:

Gebrauchsanleitungen zu technischen Geräten. Woher soll ich wissen, dass der Verfasser immer das gleiche meint, wenn er vier verschiedene Ausdrücke dafür verwendet. Woher soll ich als jemand, der zum ersten Mal einen Internetzugang einrichtet, wissen, dass ein "Passwort" und ein " persönliches Kennwort" das Gleiche sind, wenn sie in zwei aufeinander folgenden Sätzen auftauchen?

Da lese ich lieber einen holprigen Text, den sofort verstehe.

ein anderes Beispiel dafür, dass ein Text nicht unbedingt unangenehm lesbar sein muss, wenn Dinge beim Namen genannt werden, sind juristische Texte (es gibt natürlich auch hier Ausnahmen).

Da ist der Kläger immer der Kläger, der VW Golf TDI immer der Golf TDI und nicht mal der rote Flitzer und mal die Familienkutsche und der Beklagte immer der Beklagte und nicht mal der Bösewicht oder sonstwer.


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15.02.2013 um 12:17
roadcaptain schrieb:ein anderes Beispiel dafür, dass ein Text nicht unbedingt unangenehm lesbar sein muss, wenn Dinge beim Namen genannt werden, sind juristische Texte (es gibt natürlich auch hier Ausnahmen).
Ja, Juristen sind in der Tat Ausnahmepersönlichkeiten und dementsprechend ist unsere Sprache auch klar und strukturiert :)

Aber Du hast recht, wenn es darauf ankommt, etwas unmissverständlich auszudrücken, muss man wissen, wovon die Rede ist. Das gilt für Bedienungsanleitungen genauso wie für andere Fachtexte.


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15.02.2013 um 12:26
Ganz grausam geht die BILD mit Synonymen um.

Ein Beispiel war die Schlagzeile um ein ermordetes Mädchen.
Die BILD hatte wohl ein Bild des Mädchens im Bikini bekommen und im gesamen Text und späteren Berichten ging es dann um den "Mord am Bikini-Mädchen"...


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natü
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15.02.2013 um 12:56
@kleinundgrün
Sry, aber du hast mich offensichtlich nicht verstanden.


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15.02.2013 um 12:59
natü schrieb:Sry, aber du hast mich offensichtlich nicht verstanden.
In wie fern nicht?

Edit: Nehmen wir ein Beispiel. "In der Tat ist es so, wie Du sagst." Betont stärker meine Zustimmung als "Es ist, wie Du sagst." Damit drücke ich durchaus etwas aus, oder nicht?


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15.02.2013 um 13:32
Also das Schlimmste was ich jemals gehört habe: "gehasselhofft" , ich finds so schrecklich :-D


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natü
ehemaliges Mitglied

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15.02.2013 um 13:51
@kleinundgrün
Kann sein, kann auch sein, dass nicht. Was mich nervt, ist der Pleonasmus, der um sich greift.
Hinz und Kunz können keinen Satz vollenden, ohne dass sie ein "natürlich", ein "sozusagen" u. dgl. da hineinwurschteln. Den Inhalt der Aussage verändert es meiner These nach aber nicht.

Das 'natürlich' ist meistens sogar fehl am Platz, weil es durch den unbedachten Gebrauch seine Wortbedeutung verliert, die da meint: 'nach dem Ablauf der Dinge' oder 'selbstverständlich'.

Statt dessen benutzt man diese unschuldigen Wörter ständig, um sein Sprechen aufzubauschen. All diese Wörter sind heute a) nur Selbstverstärkungsinterjektionen, und b) verrät ihr Gebrauch, dass man übermäßig danach strebt, in seinen Ansichten Beifall und Übereinstimmung mit seiner Umgebung zu gewinnen. Ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.

Das 'sozusagen' usurpiert, dass man gerade eine neue Wortkreation hervorgebracht habe - und das, obwohl man sich dann doch nur eines ganz gewöhnlichen Ausdruckes bedient. Oder auch, dass das Gemeinte an die Grenze des sprachlich Möglichen stoße, und in Wirklichkeit hat man nur einen eingeschränkten Wortschatz oder ist zu bequem, um nach der passenden Bezeichnung zu suchen, deren es immer mehrere, synonyme gibt.

Irgendwann werden wir mit unserer Sprache bei äffischem Grunzen angekommen sein, wenn wir so weitermachen. Dann werden die Fäuste sprechen müssen. (Vielleicht ist das auch der ganze Zweck der heutigen Sprachverstümmelung?)

Wenn ich in der Bahn Unterhaltungen von Personen unter vierzig mithören muss, vernehme ich so oft ein 'halt' an allen möglichen Stellen, dass es ein Wunder ist, dass die Bahn überhaupt noch weiterfährt.
@roadcaptain


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15.02.2013 um 15:30
@natü
natü schrieb:Das 'sozusagen' usurpiert...
Du kennst Wörter... Respekt! ;) (Oder hätte ich jetzt Chapeau! schreiben müssen?)


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natü
ehemaliges Mitglied

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15.02.2013 um 15:53
@Steinlaus
Wenn ich hier ein paar Kilometer Wörter gefressen habe, lege ich mir immer einen Vorrat davon zur Seite, für Notzeiten.


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15.02.2013 um 16:41
Meine Testikeln verknoten sich bei "Wo"-Sätzen.
Also in etwa so was:

"Das ist der,wo in Köln wohnt!"
"Das ist die Biersorte wo ich schon mal getrunken hab!"


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15.02.2013 um 20:58
@amsivarier

Das kommt wohl vom jeweiligen Lokaldialekt. Gerade Schweizer neigen zu solchen Gräueltaten, da im Schweizerdeutschen keine Relativpronomen verwendet werden, sondern eben nur das 'wo' - d.h. im Dialekt ist das dann völlig korrekt.


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