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Wieso sehen die das nicht?

Wieso sehen die das nicht?

28.04.2011 um 14:38
Bran. schrieb:Auch die Silberkugel, mit der er sie getötet haben soll, ist Quatsch! Eine Silberkugel hat nicht den selben Effekt , wie eine Bleikugel. Sie richtet nicht soviel Schaden an.
Keine Ahnung, ob da jetzt eine Silberkugel Verwendung fand oder nicht. Da Silber nicht ganz so billig wie Blei zu bekommen ist, würde ich auch eher sagen, die Geschichte mit der Silberkugel ist ein Märchen.

Allerdings wäre Silber als Material für ein Geschoss durchaus geeignet. Das spezifische Gewicht von Silber ist etwas geringer als das von Blei, aber der Unterschied ist vernachlässigbar. So rein technisch spricht eigentlich nichts gegen Silber als Herstellungsmaterial für Geschosse.
Bran. schrieb:Eine Kugel benötigt einen Drall (wie bei einem Football), damit sie ihre Laufbahn beibehält. Den Drall bekommt sie durch den Lauf des Gewehres (beispielsweise). Eine Silberkugel bekommt aber den Drall nicht. Ergo, die Kugel kommt vom eigentlichen Ziel ab. (Das wurde auf einem Schießstand getestet)
Auch ein Geschoss aus Silber würde sich problemlos stabilisieren lassen. Keine Ahnung wie sich jetzt das Abfeueren von sehr vielen Silbergeschossen auf die Lebensdauer eines Laufes auswirkt, aber funktionieren würde es schon.
Bran. schrieb:Außerdem verformt sich eine Bleikugel und bleibt im Körper stecken. Zudem richtet so eine Kugel enormen Schaden an (Trichterförmig)
Weil die Silberkugel aber so hart ist, durchschlägt sie das Ziel. Und der Schaden ist dabei nicht so groß. Siehe es wie eine durchgehende Stichwunde. Das Tier wäre entkommen.
Reine Bleigeschosse werden übrigens kaum mehr verwendet, weil die zu weich sind. Meist sind die Geschosse von einem härteren Metall ummantelt, damit die sich nicht zu leicht zerlegen oder zu stark deformieren. Bei Jagdanwendungen ist ein Durchschuss übrigens erwünscht. Die (allfällige) Nachsuche mit dem Hund wird so stark vereinfacht.

Die detailierte Wundballistik einer Silberkugel müsste vermutlich erst noch erforscht werden, aber ein Tier, das von einem Silbergeschoss getroffen würde, würde sich kaum anders verhalten als ein Tier, das von einem Bleigeschoss getroffen würde. Unter der Voraussetzung, dass die Treffer identisch wären.

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Wieso sehen die das nicht?

28.04.2011 um 21:55
Wow, das hat ja eingeschlagen.

Erstmal ein danke an alle die auch wirklich auf meinen Post geantwortet haben und beim Thema geblieben sind. Ihr gebt mir Hoffnung.

Eins noch, die Antwort auf die erste Frage:
Kyokephalus bedeutet Hundekopf und bezeichnet ein Wesen mit einem humanoiden Körper und die Kopf eines Kaniden, der sehr oft der eines Haushundes war. Manche davon hatten wirklich nur einen Hundekopf und der Rest war menschlich andere hatten aber einen Körperbau der aussah wie der humanoide Werwolf der heutigen Filme.
Und man muss gleich sagen, dass eine Verwechslung so ziemlich ausgeschlossen ist, denn der typische folkloristische Werwolf hat wolfsgestaltige Form und wurde gerade nicht mit den Kynokephalen in Verbindung gebracht. Die Hundemenschengestalt für den Werwolf kam erst seit dessen Einzug in die Belletristik in Mode und auch da erst so richtig seit dem 20. Jahrhundert.
Und falls einer denken sollte, dass sich all die Leutchen von damals geirrt haben. Nun, viele Darstellungen sind nicht fotorealistisch und der Kopf des Kynokephalen in der Nürenberg Chronik könnte auch ein Wolfskopf sein aber als solches wurde er nicht in dem Werk beschrieben und andere Darstellungen zeigen ganz klar Hundemenschen mit Kippohren oder auch Flecken und wer sowas für einen Werwolf hält, dem/der ist echt nicht mehr zu helfen.

Nun an alle die ganz offensichtlich nicht beim Thema geblieben sind und lieber über was anderes diskutiert haben.
Ich bitte euch nur dieses eine Mal eure Diskussionen in entsprechenden Threads auszutragen und nicht hier.



Nun zum eigentlichen Thema zurück zukommen.
Es ist ja nicht nur so, dass die Verfasser selber es nicht merken obwohl sie es besser wissen sollten, sondern auch die welche es lesen/hören.
Das erwähnte Beispiel von Coppinger wurde hoch gelobt obwohl es doch offensichtlich sein müsste was ich zu Anfang des Threads gesagt habe.
Um bei den von mir aufgezählten Beispielen zu bleiben, mehr oder weniger, die Figur des Lobishomen wird auch oft als Werwolf bezeichnet. Zwar handelt es sich um einen Gestaltwandler aber der betroffene Mensch verwandelt sich nicht in einen Grauwolf sondern einen Mähnenwolf. Auch wenn der Lobishomen aus dem Werwolf hervorging, so ist es keiner.

Das alte "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" kann es in solchen Fällen nicht sein. Aber was ist es dann? Ist es wirklich nur Wichtigtuerei oder Leichtgläubigkeit die scheinbar so viele davon abhält so offensichtliche Ungereimtheiten zu erkennen?


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28.04.2011 um 22:17
@Fettblatt

Kynokephalen sind keine Werwölfe und haben nichts mit ihnen gemein-

http://www.hellenica.de/Griechenland/Ikone/Christoforos01.html

Viele Kyneokephalen sind in der Orthodoxie heilig gesprochen und in einem ausländischen Magazin las ich mal, das Kynokephalen eine besondere Rasse sind.
Müsste mal nachschauen, wo ich dieses Magazin gebunkert habe.

LG


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Keysibuna
ehemaliges Mitglied

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29.04.2011 um 08:05
Lobishomen ist doch eigentlich eine brasilianische Vampirart die hauptsächlich jagt auf Frauen macht oder verwechsle ich da was?

Er tötet seine Opfer nicht sondern saugt nur kleine Mengen Blut.

Was mir am besten gefällt dass die Frau nach seiner Attacke anfangen soll nymphomanische Züge zu zeigen. :D

Edit: Der portugiesische Name für einen Werwolf. Obwohl sie aus den Mythologien von Portugal stammten, wurden sie ein Teil der brasilianischen Mythos. Manchmal ist das Wort Lobishomen wird verwendet, um einen Vampir bedeuten.

http://www.mythbeasts.com/creature.php?beast=Lobishomen


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Wieso sehen die das nicht?

29.04.2011 um 22:59
@ munZouR
Ich habe nie behauptet ein Kynokephale wäre ein Werwolf, sondern es war klar, dass es keiner ist. Wer meinen ersten Post gelesen hat, sieht das sofort. Und bitte nicht hier darüber diskutieren, dieser Thread ist dafür nicht da.

@Keysibuna
Lobishomen ist zumindest laut einigen Quellen in gewissen Teilen Südamerikas auch ein zumindest vampirartiges Wesen. Aber damit bist du auch beim Thema, denn auf diesem Gebiet ist es ähnlich:

Bâjang (Bha- JANG)
Witches and sorcerers in Malaysia can bring forth a vampiric demon through a magical ceremony
that involves the body of a stillborn child or the corpse of a family member. If the demon is male, it is called a bâjang; the female of the species is called a LANGSUIR. If the caster is strong
enough, he can bind the demon to him as a familiar that can be passed down through the generations.
The witch will then keep their bâjang familiar in a specially constructed container called a tabong. It is made of bamboo that is sealed with leaves and locked with a magical charm.
The person who possesses the bâjang must personally feed it a diet of milk and eggs or else
it will turn on its owner and then start eating its favorite food—children.
The bâjang can shape- shift into three different forms: a cat, a weasel, or a large lizard. In its cat form, if its mews at a baby, the child will die.
The witch will oftentimes send its familiar out to do its bidding. When it is sent out to harm a
person, the bâjang will inflict upon its intended victim a mysterious disease for which there is no
cure. The person will grow weak, suffering from convulsions and fainting spells until he eventually dies.
There is no known way to destroy a bâjang, but there are charms that can be made or purchased to keep it at bay. Probably the best way to deal with it would be to deal with the witch who commands it.

Encyclopedia of Vampire mythology

Es wird als "vampiristisch" bezeichnet, aber wo ist die vampirische Komponente? Mal ehrlich, da is nichts.

Bei Seiten wie die, welche du verlinkt hast, bin ich immer sehr skeptisch. Ich habe sowohl Lobishomen, als auch Cynocephali und Were-dog nachgeschlagen und es ist klar das die Autoren nicht viel Ahnung haben. Beide sind nämlich viel weiter verbreitet.


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zongo
ehemaliges Mitglied

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29.04.2011 um 23:29
@Fettblatt
Fettblatt schrieb:"Wieso können so viele Leute diese Unstimmigkeiten nicht sehen?"
Vielleicht liegt es auch daran, dass diese Legenden einfach dem permanenten Wandel unterliegen? Ich kenne aus meiner Kindheit noch die Geschichte eines Werwolfs, den es im Nachbarort gegeben haben soll. Der hat aber keine Menschen zerfleischt oder gebissen, sondern es handelte sich um einen "Aufhocker" wie den rheinländischen "Stüpp".

Der besagte Werwolf war nach dieser Geschichte ein Mensch, der sich durch das Anlegen eines Gürtels aus Wolfsfell in eine wolfsartige Kreatur verwandeln konnte. In dieser Gestalt hat er dann Leute angesprungen, um sich von Ihnen bis zur Erschöpfung tragen zu lassen. Die Dorfbewohner sind ihm schließlich auf die Schliche gekommen, als er sein Spiel beim örtlichen Schmied versucht hat - der hat sich das allerdings nicht gefallen lassen, sondern soll ihn mit dem Schmiedehammer ordentlich verprügelt haben. Am nächsten Tag war der Werwolf dann leicht zu identifizieren, da er auch als Mensch jede Menge blaue Flecke hatte. Man fand schließlich auch den Gürtel aus Wolfsfell und verbrannte diesen; damit war die Macht des Werwolfs gebrochen.

Der Wahrheitsgehalt der Geschichte darf gern angezweifelt werden (mein Großvater schwor, dass sie wahr sei), aber sie zeigt, dass Werwölfe ursprünglich (auch?) anders beschrieben wurden.

Dass Werwölfe nur durch Silberkugeln getötet werden können und der "Fluch" des Werwolfs durch einen Biss weitergegeben wird, soll übrigens (nagel mich jetzt bitte nicht auf die Quelle fest, aber ich habe es irgendwo mal gelesen) erst auf die Bearbeitung der Legende durch Hollywood zurückzuführen sein.

Was ich damit sagen will: Die ursprünglichen Formen gleichen sich offenbar stark der Berichterstattung in den Medien an, und diese folgt einfach bestimmten Trends (oder Moden). Die Leute sehen anschließend genau die Wesen, die ihnen durch diese Berichterstattung bekannt sind.

Nimm den Vampirmythos - ursprünglich fiese Blutsauger, heute der unsterbliche Schwarm aller Frauen. ;)

LG

Zongo


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Wieso sehen die das nicht?

30.04.2011 um 07:47
Also ich weiss nicht ob Silberkugeln, aber zumindest geeerbtes Silber gab es als Waffe gegen "unverwundbare" Werwölfe. In den meisten Sagen und Legenden die ich kenne, konnte der Werwolf wie jeder andere auch getötet werden.

Ich weis auch was du sagen willst, allerdings vermischt du auch folkloristisches mit Unterhaltungsindustrie, aber darum gehts nicht.

Um dein Beispiel zu nehmen:
Was du erwähnt hast (hast du ein Buch dazu oder so? Ich sammle solche Geschichten und diese Version ist mir nicht bekannt) ist ein Werwolf, d.h. ein Mensch der eine Metamorphose in einen Wolf durchmacht.
Wenn du dagegen aber den "Werwolf" aus dem Film Van Helsing nimmst (als Beispiel für die Unterhaltungsindustrie), so fällt auf, dass diese drei in verwandelter Gestalt keine Wölfe sind, sondern Wolfsmenschen bzw. Kynokephale (einige alte Darstellungen haben mit den Wolfsmenschen der heutigen Fiktion eine verblüffende Ähnlichkeit [allerdings sieht man in vielen auch, dass es definitiv Hunde sind]). Demnach sind diese "Werwölfe" keine mehr sondern eigentlich "Wer-Kynokephale".
Hierbei einfach zu sagen, "das ist Mode" oder "Sagen ändern sich", ist das gleiche wie zu sagen, "ein Werwolf ist ein Werwolf weil man es einen Werwolf nennt".
Eine derartige Definition ist aber völlig nutzlos.
Und wenn man dann noch weitergeht und solche Wesen wie den Michigan Dogman oder die Bestie von Brayroad als Werwölfe bezeichnet trotz fehlender Hinweise auf Gestaltwandel, könnte man auch einen Zentauren als Werpferd bezeichnen. Aber das macht keiner.

Hierbei komme ich jetzt zu dem dämlichsten Beispiel dass ich kenne:
In ihrem Buch "The Girl's Guide to Werewolves" hatte Autorin Barb Karg die Behauptung aufgestellt, das Wort "Lycan" wäre die älteste Bezeichnung für Werwölfe. Ohne Quellen für ihre Behauptung natürlich. Später bezeichnet sie dann Romulus und Remus als "Lycans" aber erzählt nur die allseits bekannte Geschichte. Demnach hat die Autorin zwei Jungen die von einer Wölfin gesäugt wurden, als Werwölfe bezeichnet. Und du willst mir doch nicht sagen, dass du die zwei als Werwölfe ansiehst, oder?

Ein anderes Beispiel war, dass bei meinen Recherchen zum Dingo es immer wieder behauptet wurde, dass sie nicht bellen würden, was schon seit Jahren wiederlegt ist (denoch sagt der Rassestandard beim AKC das immer noch). Das schärfste dabei ist aber dass viele von diesen Quellen, vor allem Dingozüchter, auch angegeben haben, dass zum Lautrepertoire des Dingos das "Bellheulen" gehört, welches mit einem Bellen beginnt und dann in Heulen übergeht (also was völlig normales für Hunde). Und wie kann es ein Bellheulen geben ohne Bellen?
Du musst zugeben, das ist ein Widerspruch in sich.


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