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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

29 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Genetik, Philosohphie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 20:50
Seid menschengedenken waren junge Männer mit Krieg konfrontiert. Tausende von Jahren waren Mensch immer in Gefahr. Die jungen Männer mußten Ihre Sippe verteidigen. Das hat sich über die Jahrmillionen genetisch eingeprägt. Das ist Evolution. Die jungen Männer sind genetisch geprägt das es Autoritäten gibt die Sie führen. Macht über Sie haben.
Was wäre wenn wir schon in Schule lehren würden warum es diesen Kampfgeit gibt? Damit jeder weiß woher seine Aggression kommt?


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 21:30
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Die jungen Männer mußten Ihre Sippe verteidigen
Wieso sollte das ausgerechnet an den jungen Männern hängenbleiben? Wieso nicht an den jungen Menschen oder allen Männern? An den Vätern oder Onkeln? Und wieso setzt du eine Sippenstruktur voraus?
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Das hat sich über die Jahrmillionen genetisch eingeprägt.
Was genau sollte sich da eingeprägt haben?
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Die jungen Männer sind genetisch geprägt das es Autoritäten gibt die Sie führen. Macht über Sie haben.
Was hat das mit dem Ersten zu tun und wie sollte sich sowas genetisch „einprägen“?
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Was wäre wenn wir schon in Schule lehren würden warum es diesen Kampfgeit gibt?
Wie wäre es, wenn du das zuerst mal selbst belegst? Ist das mehr als eine krude Idee deinerseits?


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 21:31
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Seid menschengedenken waren junge Männer mit Krieg konfrontiert
Weil Männer von Natur aus meist kräftiger sind als Frauen, waren es eben Männer die meist kämpften
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Das hat sich über die Jahrmillionen genetisch eingeprägt
Die Geschichte des Homo Sapiens erstreckt sich über einen Zeitraum von ca 130000 Jahren. Alles davor würde ich nicht als Mensch bezeichnen.

Aggressivität ist sicher keine genetische Veranlagung von Männern.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 21:51
In welcher psychchischen Situation hab sich junge Männer bis vor 100 Jahren befunden? Es war bis dahin immer irgendwo Krieg in der Nähe. Jede Generation brauchte Kämpfer. Genetisch vorprorammiert, aber in vielen Gesellaschtstvormen heute arbeitslos. Also leben Sie Ihre Aggressionen anders aus.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:00
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Es war bis dahin immer irgendwo Krieg in der Nähe.
Das kommt darauf an was du unter „Krieg“ verstehst. Zählen da schon drei Typen mit Knüppel zu, die im Dorf Ärger machen?
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Jede Generation brauchte Kämpfer.
Ist sicher nicht verkehrt, so jemanden zu haben. Wobei es richtige „Kämpfer“ also Personen deren Hauptaufgabe der Kampf ist, noch nicht besonders lange gibt.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Genetisch vorprorammiert
Nochmal, was soll da genau genetisch vorprogrammiert sein? Kämpfer, Krieger, Soldat - das sind soziale Rollen, keine genetischen Merkmale.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:aber in vielen Gesellaschtstvormen heute arbeitslos
So ziemlich jeder Staat der Erde hat heute eine Berufsarmee. Es war in der Geschichte wohl selten so einfach, den Kampf zum Beruf zu machen.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Also leben Sie Ihre Aggressionen anders aus.
Aggressivität ist nicht mal unbedingt das sinnvollste Merkmal für einen Kämpfer. Und Agressivität ist sehr ungleich ausgeprägt und nicht nur durch die Genetik bestimmt.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:26
Ist es richtig das Verhaltensweisen über über tausenden von Jahren vererbt werden? Das es die Evoulotion unseres daseins bestimmt? Wenn junge Männer nicht kämpfen wollten, wären in den Stadions der Welt keine Kampfveranstaltungen.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:32
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Ist es richtig das Verhaltensweisen über über tausenden von Jahren vererbt werden?
Nein. Jenseits von einigen Kleinkindlichen Verhaltensweisen nicht.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Das es die Evoulotion unseres daseins bestimmt?
Nein, zumindest nicht so, wie du suggerierst. Die Menschen sind ja gerade wegen ihrer Flexibilität, ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrer Intelligenz erfolgreich. In gewissem Sinn könnte man unsere Freiheit unser Potential als genetisch bedingt ansehen. Aber das junge Männer unter Aggressionen leiden auf Grund der Evolution? Nein, so einfach ist es dann nicht.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Wenn junge Männer nicht kämpfen wollten, wären in den Stadions der Welt keine Kampfveranstaltungen.
Skurriles Argument. Die meisten jungen Männer werden ein Stadion für Kampfsportveranstaltungen nie besuchen, weder als Besucher, noch als Teilnehmer.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:40
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Ist es richtig das Verhaltensweisen über über tausenden von Jahren vererbt werden? Das es die Evoulotion unseres daseins bestimmt?
Nein, für den Kampf zählt die Stärke des Kämpfers, das hat mit Vererbung nichts zu tun. In der Regel waren es Männer, weil sie nunmal kräftiger gebaut sind. Ich sehe aber keine Evolution zum aggressiven Krieger.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:44
Zitat von ayashiayashi schrieb:Nein, für den Kampf zählt die Stärke des Kämpfers
Wesentlicher dürfte die Anzahl und Technik sein, als die pure Stärke. 10 Computernerds mit Stöcken verprügeln jeden Olympia Ringer.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 22:52
@paxito
Na ja, bei der Auswahl der Kämpfer kam es ja wohl in erster Linie auf Größe, Kraft und Ausdauer an. Was bringt es einem Volk /Stamm, wie auch immer, wenn er 500 Frauen und alte Männer ins Feld schickt, während die kräftigsten Männer zuhause die Schafe hüten und Tomaten pflanzen?

Heute sieht die Sache natürlich anders aus, da kommt es nicht mehr unbedingt auf die körperlichen Merkmale an, sondern auch auf die Intelligenz und die geistigen Fähigkeiten.

Trotzdem isses Quatsch, hier wird maximal die Tradition vererbt


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:03
@paxito
Die Kinder im Bett? Die Wohnung top sauber? Nächste Woche im Fußballstadion? Auch wenn es bei Dir nicht so ist. Das Rollenspiel war immer so. Und mache Männer mußten kämpfen. In England haben haben die Hooligens irgendwann bemerkt das sie eigentlich kein Fußballspiel brauchen. Und haben sich einfach so getroffen. Hauptsache es passiert was. Heute gehen sie zu Coronaveransalltungen. Hauptasche es passiert was. Das ist Trieb. Nichts anderes. Nur ist es wichtig diesen Menschen beizubringen zu refelektieren warum Sie das tun. Zu erkennen das da ein Mechanismus im Gehirn ist der nicht mehr gebraucht wird. Gegen den man sich stellen muß. Hallo Natur, ich bin ich. Ich gehorche Dir nicht. Ich habe meine eigenen Gedanken.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:09
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Und mache Männer mußten kämpfen. In England haben haben die Hooligens irgendwann bemerkt das sie eigentlich kein Fußballspiel brauchen
Das sind eben aggressive Idioten, aber was hat das jetzt mit Evolution zu tun und genetischer Veranlagung? Die große Mehrheit der Männer muss sich nicht täglich Prügeln und aggressiv sein. Junge Männer machen halt manchmal dumme Sachen, aber das ist auch nur ein Bruchteil der Menschheit.

Du stellst es so dar, als ob Männer grundsätzlich aggressive Idioten sind, die gar nicht anders können als sich zu prügeln.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:12
Zitat von ayashiayashi schrieb:Na ja, bei der Auswahl der Kämpfer kam es ja wohl in erster Linie auf Größe, Kraft und Ausdauer an.
Wer sagt das es da überhaupt eine Auswahl gab? Okay, da kommt ne Gruppe mit Keulen auf uns zu. Wir wehren uns. Und zwar alle, jeder der irgendwie nen Knüppel halten kann, egal ob jung oder alt. Warum sollte man „nur“ die Besten schicken? Die Anzahl entscheidet.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Das Rollenspiel war immer so.
Vermutest du. Du nimmst unsere heutige Kultur und extrapolierst mal eben auf 10.000ende Jahre in die Vergangenheit? Trotz diverser historischer Gegenbeispiele schon in den letzten 4000 Jahren?
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Das ist Trieb.
Schön wär‘s. Das ist Kultur. Es gibt keinen Trieb Unfug zu treiben. Das schaffen wir völlig triebbefreit mit unserem Verstand, unserer Erziehung usw.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Nur ist es wichtig diesen Menschen beizubringen zu refelektieren warum Sie das tun. Zu erkennen das da ein Mechanismus im Gehirn ist der nicht mehr gebraucht wird.
Das solltest du einfach erstmal belegen, bevor du es immer wieder behauptest. Das aggressives Verhalten von jungen Männern primär evolutionär Beding und genetisch vererbt ist, ist eine Aussage die sich überprüfen lässt. Und soweit ich das beurteilen kann, ist sie einfach falsch.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Gegen den man sich stellen muß. Hallo Natur, ich bin ich. Ich gehorche Dir nicht. Ich habe meine eigenen Gedanken.
Man sollte sich grundsätzlich seinen Aggressionsproblemen stellen, wenn man welche hat. Egal wie alt oder welches Geschlecht.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:18
@ayashi
Natürlich sind nicht alle so. Aber wenn Du früher 10.000 Soldaten gefragt hast wer vorrausgehn möchte, hab 1000 die Hand gehoben. Das war Kanonenfutter. Hauptsache kämpfen.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:24
Zitat von paxitopaxito schrieb:Warum sollte man „nur“ die Besten schicken? Die Anzahl entscheidet
Es ging ja nicht um nur die besten, es ging um Männer grundsätzlich. Früher wurden auch keine Knaben und Greise in den Kampf geschickt, nur um in der Mehrzahl zu sein. Es sei denn es ließ sich nicht vermeiden, oder zur Verteidigung evtl.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:26
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:1000 die Hand gehoben
Ideologie war früher das Zauberwort. Bock zu sterben hatte von denen auch keiner


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02.01.2022 um 23:30
Zitat von ayashiayashi schrieb:Es ging ja nicht um nur die besten, es ging um Männer grundsätzlich. Früher wurden auch keine Knaben und Greise in den Kampf geschickt, nur um in der Mehrzahl zu sein.
Es gab schon in der Geschichte die wir überblicken können kämpfende Frauen, kämpfende Kinder und kämpfende „Greise“ (nicht junge Männer). Ich sehe nicht wie wir da Aussagen über irgendwelche Steinzeitkulturen treffen könnten, noch weniger wie sich das genetisch vererbt haben sollte.
Dafür müsste endlose Generationen gegeben haben, die so handelten. Tut mir Leid das klingt mehr nach Wunschdenken, als überzeugend.
Zitat von ayashiayashi schrieb:Es sei denn es ließ sich nicht vermeiden, oder zur Verteidigung evtl.
Wenn jemand angreift, gibt es immer jemanden der sich verteidigt. Der Angreifer mag seine entbehrlichsten schicken (junge Männer), der Verteidiger wird wohl jeden schicken. Alles andere ergibt doch keinen Sinn. Warum sollten gesunde junge Frauen, 8 Jährige, ältere Männer usw. daneben stehen und zuschauen wie sich junge Männer prügeln? Um sich hinterher, ja was genau, ermorden und vergewaltigen zu lassen?


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

02.01.2022 um 23:38
Zitat von paxitopaxito schrieb:Um sich hinterher, ja was genau, ermorden und vergewaltigen zu lassen?
Wikipedia: Belagerung von Jerusalem (1187)

Ich habe hier jetzt nur mal ein historisches Ereignis rausgesucht. Die Belagerung Jerusalems. Kein Wort von Frauen und Kindern die auf den Mauern standen. Im Gegenteil wurde für ihre Freiheit sogar bezahlt, damit sie die Stadt verlassen konnten.
Mir fällt beim besten Willen kein historisches Ereignis ein, indem sich Frauen und Kinder an vorderster Front befanden.
Mal abgesehen von der jüngeren Geschichte, siehe NS Zeit, eher Fehlanzeige.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

03.01.2022 um 10:43
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Seid menschengedenken waren junge Männer mit Krieg konfrontiert. Tausende von Jahren waren Mensch immer in Gefahr. Die jungen Männer mußten Ihre Sippe verteidigen. Das hat sich über die Jahrmillionen genetisch eingeprägt.
Das solltest du einfach belegen, dann hättest du eine stabile Ausgangbasis.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Die jungen Männer sind genetisch geprägt das es Autoritäten gibt die Sie führen. Macht über Sie haben.
Jeder Jeck ist anders. Die Einen lieben es geführt /angeleitet zu werden, die Anderen haben damit nichts am Hut. So pauschal in einen Topf werfen lässt sich das nicht.
Zitat von BiosuppeBiosuppe schrieb:Was wäre wenn wir schon in Schule lehren würden warum es diesen Kampfgeit gibt? Damit jeder weiß woher seine Aggression kommt?
Warum sollte man etwas völlig Unbelegtes in der Schule lehren? Macht nicht so richtig Sinn.

Es wird ja noch daran geforscht was letztendlich die Aggression begünstigt. Das ist ein komplexer Vorgang der nicht unbeeinflusst durch die Hirnareale wabert. Ich war mal auf einem Symposium an der RWTH Aachen, da wurde am Rande auch auf Forschungen der Neuropsychologie eingegangen. Damals war vom Gen die Rede das MAOA SpoilerNein, da fehlt kein M kodiert. MAOA baut Botenstoffe im Hirn ab. Da gab es wohl verschieden effektive Varianten und gehäuftes Auftreten aggressiven Verhaltens bei einer Variante.
Steckt damals noch in den kinderschuhen und ich weiss nicht wie es heute aussieht.
Ich würde mitgehen, dass es vielleicht genetische Konstellationen gibt die Aggressivität begünstigen, mich aber nicht getrauen zu entscheiden inwieweit sie letztendlich zum Verhalten beitragen und ob sie nicht ganz leicht durch Selbstbeherrschung/ Sozialisation/Erziehung ausgeschaltet werden können.
Wie gesagt, belege deine Eingangsbehauptung und du hast eine stabile Diskussionsgrundlage.
Bis dahin sehe ich wenig Anlass das in den Schulen zu lehren.


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Junge Männer wollen genetisch kämpfen

03.01.2022 um 11:58
Es mag ja so sein, dass sich Erfahrungen über Generationen in den Genen manifestieren. Allerdings scheint mir deratiger Biologismus die Gefahr zu beinhalten, eine Vielzahl (unerwünschter) Verhaltensweisen genetisch zu begründen. Wir erinnern uns an Sarrazin. Der Schritt zur Eugenik ist dann nur noch ein kleiner. Bereits in den vergangenen zwei Jahrhunderten versuchten interessierte Kreise abweichendes Verhalten als "ererbt" zu deklarieren - mit allen schrecklichen Konsequenzen.

Im Bereich der Suchterkrankungen habe ich mich früher mit Studien zu dem Thema herum geschlagen - und glücklicherweise auch mit der Kritik daran. Denn eine Reduzierung auf (allein) genetische Bedingungen liesse sowohl die gesellschaftlichen, d.h. politische/kulturelle/soziale/ökonomische/militärische Aspekte ausser acht bzw. erklärt sie als zu vernachlässigende Grösse.

Die individuellen Aspekte und die Freiheit der Entscheidung fielen ebenfalls unter den Tisch. Der "Erbkranke" hat dann eben Pech gehabt. Kann man nichts dran ändern. Selbst schuld. Vor allem muss man nichts daran ändern, im Falle von Suchterkrankung eben Präventionsprogramme und Therapieangebote, politische Beschränkungen hinsichtlich Werbung, Preisgestaltung, Verfügbarkeit, Legalität etc. Da sind dann Wirtschaft und Staat fein raus. Spart eine Menge Geld.

Als Mann mag ich zwar das Fremd-Gen haben wie Frauen das Shopping-Gen, aber die positiven wie negativen Erfahrungen der Vorfahren, ob nun Hunger, Krieg, Unterdrückung, Vertreibung etc. habe ich dann doch wohl nicht genetisch unverrückbar angelegt bekommen. Und selbst wenn: Ich habe einen (noch) nutzbaren Verstand, um bei mir selbst unerwünschte Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern.

Ich will nicht alles auf meiner Väter Väter Väter... (vgl. "Life of Brian") abwälzen - auch wenn es das Leben vielleicht einfacher machen würde.

Fazit: Ich stehe (ausschliesslich) genetischen Erklärungen für individuelle wie gruppenspezifische Verhaltensweisen ausgesprochen skeptisch gegenüber. Merke: Die gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis von heute ist der verlachte Irrtum von morgen.

Klar, Gene sind immer für alles verantwortlich.

Für das Fremdgehen das Fremd-Gen, für Orientierungslosigkeit das Verloren-Gen und für Frühjahrsmüdigkeit das Insbett-Gen. Kinder haben oft auch das Aufdienerven-Gen.


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