@followme: Die einmalige Lebensmittelhilfe ist leider keine Realität, sondern die Länder werden nach einer Katastrophe weiterhin versorgt. Nun kann ein Bauer nicht gegen geschenkte LMs auf dem Markt antreten und geht damit pleite. Als Frage stellt sich natürlich, warum die dortigen Regierungen nicht einfach über ein Treuhänderkonto LMs innerhalb Afrikas oder vom Weltmarkt kaufen sollten, anstatt das Zeug in den Industriestaaten den Bauern abzukaufen. Grund: Wenn man die LMs innerhalb der EU/USA kauft, sind das keine Subventionen, zumindest offiziel. Und beide Wirtschaftsgemeinschaften haben kein Interesse, diese Möglichkeit aufzugeben und werden daher weiterhin nach Wegen suchen, Hungerhilfe zu leisten.
Würden allerdings die LMs woanders benötigt, bräuchte man diese Lieferungen nimmer, der Weltmarktpreis würde anziehen und für die Bauern in der Dritten Welt würde es wieder eine Perspektive geben. Lebensmittel wären wieder etwas wert, womit natürlich auch wir in D. wieder einen realistischen Preis bezahlen müssten.
@wolfspirit: Diese Handelsschranken haben den Sinn, die eigene Überproduktion irgendwie loszuwerden. Wird diese Überproduktion aber anderweitig verwendet und es entsteht eine realistische Nachfrage, fallen diese Schranken ganz schnell. Wir brauchen schliesslich diese Produkte vom Weltmarkt. Dies hätte also auch geopolitisch positive Auswirkungen, da die massiven Subventionen der LW wegfallen würden, da die Bauern wieder kostendeckend arbeiten können.
MfG jever
Verwirrt mich nicht mit Tatsachen!